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30. Juni
Noch einmal: Windräder am Rennsteig oberhalb von Spechtsbrunn, die Katze ist aus dem Sack
Oberhalb von Spechtsbrunn soll nach dem Willen der Südwestthüringer Regionalplaner ein Windpark entstehen, der den Rennsteigverlauf unmittelbar tangieren wird. Siehe dazu auch den vorhergehenden Artikel.
1935 bereits sprach Berthold Brecht diese Worte, die man sich einmal verinnerlichen sollte, wenn es darum geht, krampfhaft nach Lösungen zu suchen, um eine verfahrene Energiepolitik wieder ins Lot zu bringen:

Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
und schrien sich zu ihre Erfahrungen
Wie man schneller sägen konnte,
und fuhren mit Krachen in die Tiefe,
und die ihnen zusahen
schüttelten die Köpfe beim Sägen
und sägten weiter.

Folgende Stellungnahme zum Vorhaben haben wir verfasst:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Hiermit erhebe ich Einwendung gegen die geplante Ausweisung des Windvorranggebiets W-24 im 2. Entwurf des Sachlichen 
Teilplans Windenergie Südwestthüringen und lehne diese aus den nachfolgend aufgeführten Gründen ab. Ich bitte um eine kurze
Eingangsbestätigung.

Das geplante Gebiet östlich von Ernstthal im Bereich "Hoher Schuss" liegt direkt am Rennsteig, einer der
Haupttourismusdestinationen des Freistaates Thüringen. Der Rennsteig  steht als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz
und ist Bestandteil des Natuparkes Thüringer Wald.
  • Der Rennsteig steht in seiner Sachgesamtheit unter Denkmalschutz. Das betrifft auch den Verlauf des Weges Rennsteig.
  • Zerstörung des Denkmales Rennsteig durch  Bebauung oder tangierende Baustelleneinrichtungen, wie Zufahrtsstraßen
  • Massive Einschänkungen der ungehinderten Begehbarkeit des Fernwanderweges Rennsteig.
  • Verlust des Charakters des historischen Fernwanderweges.
  • Verhinderung der dringend gebotenen Wiederaufforstung von durch den Borkenkäferbefall verloren gegangener Waldflächen, wichtig für Klimaschutz.
  • erhebliche Nachteile für die touristisch regionale Infrastruktur, speziell für den Wandertourismus.
  • das Gebiet liegt vollumfänglich im Bereich des Naturparkes Thüringer Wald

Aus den genannten Gründen fordere ich:

Streichung des Vorranggebietes W-24 aus dem 2. Entwurf des Sachlichen Teilplanes Windenergie  Südwestthüringen

Föritztal, 30.06.2026
Ulrich Rüger
Hauptwegewart Rennsteigverein 1896 e.V.
Bucher Straße 8a
96524 Föritztal
036764 72263
0160 96742915

06. Juni
Reitsteinanstieg am Großen Inselsberg gesperrt
Aufgrund erheblicher Wegemängel wurde entschieden, die Reitsteine zu sperren. Eine entsprechende Umleitung ist am oberen und unteren Zugang ausgewiesen. Diese Umleitung erfolgt über den nördlich verlaufenden asphaltierten Fußweg.
Die Planung für eine Sanierung des Reitsteinanstieges ist in Arbeit. Die Sanierungsarbeiten sollen 2026 erfolgen. Aufgrund der schwierigen Geländesituation ist ein umfangreicher Technikeinsatz nicht realisierbar. 
Von der Sperrung nicht betroffen ist der obere Aussichtspunkt. Er ist über den oberen Zugang vom Parkplatz aus erreichbar.
Eine Kontrolle führte ich am 06. Juni 2026 durch:

 

01. Juni
Dreiherrenstein "Hohe Tanne" restauriert
Anlässlich der Pfingstrunst des Rennsteigvereins kontrollierte ich den Standort des Dreiherrensteines "Hohe Tanne". 
Nach seiner umfassenden Restaurierung wurde der Grenzstein wieder gesetzt. 
Es ist zwar begrüßenswert, dass Grenzsteine restauriert werden, da es sich aber um gültige Grenzzeichen, hier auch noch Landesgrenzzeichen handelt, ist die Verfahrensweise bei der Entnahme des Steines zur Restaurierung (und wahrscheinlich auch bei der Wiedereinsetzung) mehr als fraglich und rechtlich nicht nachvollziehbar.
Hier einige aktuelle Bilder des Grenzsteines vom 01. Juni:


Ansicht von Süd


KB: Königreich Bayern, FR: Fürstentum Reuß


HSM: Herzogtum Sachsen Meiningen


Weisung auf dem Steinkopf


Fürstentum Reuß


Königreich Bayern


Herzogtum Sachsen Meiningen


15. April
Das Rennsteiglied von Herbert Roth und Karl Müller feiert seinen 75. Geburtstag
Es war am 15. April des Jahres 1951, als im Hirschbacher Gasthof "Zum Goldenen Hirsch" erstmalig das Rennsteiglied erklang. Die Ortsgruppe Suhl des Rennsteigvereins 1896 e.V. nahm das zum Anlass, dieses Jubiläum gebührend zu feiern. In den Morgenstunden des 15. April 2026 wurde am Borstenplatz, dort wo seit 1996 das Ehrenmal für den Musiker Herbert Roth steht, an die Leistungen des Sängers für die Thüringer Volksmusikszene erinnert.
Am Nachmittag fand an der Steinhorst-Hütte, der Vereinshütte der Suhler Ortsgruppe des Rennsteigvereins 1896 e.V., die offizielle Feier zum 75. Geburtstag des Rennsteigliedes statt.


Hirschbach Gasthof "Zum Goldenen Hirsch"


Das Rennsteiglied von Herbert Roth und Karl Müller (Bild: archiv-rueger)


Bild: archiv-rueger


An der Seite von Herbert Roth: Waltraut Schulz (Bild: archiv-rueger)


Waltraut Schulz bei der Eröffnung des Rennsteigmuseums in Neustadt a.R. am 29.04.2000


Manfred Zinner, ein langjähriger Mitstreiter von Herbert Roth, zum 65. Geburtstag des Rennsteigliedes 2016 im Rennsteigmuseum Neustadt a.R.




In den Morgenstunden des 15. April 2026 fand am Borstenplatz eine kleine Feierstunde zu Ehren des 75. Jubiläums des Rennsteigliedes statt. Dort wurden auch die Leistungen von Herbert Roth für die Thüringer Volksmusik gebührend gewürdigt.



Am Nachmittag fand dann in der Vereinshütte der Suhler Ortsgruppe des Rennsteigvereins, am Steinhorst, die offizielle Feierstunde für das Rennsteiglied statt.



Die eigens für den Geburtstag angefertigte Torte


reges Interesse der Medien


Der Suhler Oberbürgermeister schneidet die Torte an


Zum Abschluss der Veranstaltung wird noch symbolisch ein Apfelbaum gepflanzt


Das Singen des Rennsteigliedes wird als immaterielles Kulturerbe des Freistaates Thüringen anerkannt und mit einer entsprechenden Urkunde gewürdigt. Die Vorarbeit für diese respektvolle Auszeichnung wurde von den Vereinsmitgliedern des Rennsteigvereins 1896 e.V., Ortsgruppe Suhl geleistet.
Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Rennsteigliedes ist die Absicht, das Lied ab dem Schuljahr 2026/27 als Lernstoff in den Musikunterricht der Thüringer Schulen aufzunehmen.

 

10. April
Windräder am Rennsteig
Die "Regionale Planungsgemeinschaft Südwestthüringen" plant unmittelbar am Rennsteig zwischen Ernstthal und Spechtsbrunn auf dem "Hohen Schuss" den Bau von Windrädern auf einer Fläche von 0,74km², was offensichtlich kein verspäteter Aprilscherz sein dürfte. Noch ist nichts Genaues bekannt. Die Katze aus dem Sack wird man wohl erst im Mai 2026 lassen. Bereits jetzt regt sich Widerstand aber auch Zustimmung.

Bei der geplanten Anlage dürften sich wirtschaftliche Interessen wieder einmal in den Vordergrund drängen.
Ich kann nur hoffen, dass sich der Rennsteig nicht wieder wirtschaftlichen Interessen unterordnen muss, die nicht nachvollziehbar sind. Bei der Lage des geplanten Vorranggebietes sind jetzt schon massive Eingriffe, zumindest während der Bauzeit, in den Verlauf des Rennsteiges absehbar. Ich möchte nur, dass man sich seitens der Politik und der Fachbehörden auf die eigenen einst erlassenen Verordnungen und Gesetze zum Erhalt des Höhenweges in Bezug auf Denkmalschutz, Naturschutz und Tourismusentwicklung besinnt und die richtigen Entscheidungen trifft.


mögliches Szenario am "Hohen Schuss" bei der Laubeshütte


06. April, Ostermontag
Aktionstag "Rennsteig erleben", Eröffnung Wanderparkplatz Hörschel
Am Ostermontag erfolgte in Hörschel die feierliche Übergabe des neu errichteten "Multifunktionsparkplatzes" im Zusammenhang mit einem Aktionstag "Rennsteig erleben".

Es war ein wirklicher Höhepunkt für Hörschel, mit einer echten Aufwertung der touristischen Infrastruktur des kleinen Ortes an der Werra.

Folgende Eckdaten sollen hier erwähnt werden:

  • Gepflasterte Stellfläche für PKW's und Wohnmobile (44 PKW und 8 Wohnmobilstellplätze)
  • Elektroladesäule (3 Ladestationen mit 6 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge)
  • Abstellmöglichkeit für Fahrräder (mit Ladestation)
  • Wohnmobilstellplätze mit Wasser- und Stromanschluss, Entsorgungsstation
  • barrierefreie Sanitäranlagen im neu errichteten Holzgebäude
  • Wertstoffcontainer
  • Bootsanlegestelle
  • Sitzbänke, Sitztreppen
  • Infopavillon für Wander,- Rad- und Wasserwege
  • Naturparktor
  • neuer Fußweg vom Bahnhaltepunkt zum Parkplatz

Die Anlage kostete 2,15Mio. Euro. 75% stammen davon aus Fördermitteln der Thüringer Aufbaubank, 540.000€ betrug der Eigenanteil der Stadt Eisenach.
Gleichzeitig zur Eröffnung fand in der Region Eisenach der Aktionstag "Rennsteig erleben" statt, an dem zahlreiche, gut frequentierte Wanderungen rund um Eisenach und auf dem Rennsteig stattgefunden haben.


die Fotos wurden von Wanderfreund Stefan Linß bereitgestellt

 


Ehrenamtliche Arbeit in den Ortsgruppen 
Der Frühling ist im Anmarsch. Die Ortsgruppen rüsten sich für pflegerische Arbeiten in ihrem Wirkungskreis. Es muss nicht immer der Rennsteig sein, der von den Ortsgruppen betreut wird. Auch viele Wege und Sehenswürdigkeiten links und rechts vom Rennsteig bedürfen einer regelmäßigen Pflege. Es sind zum Teil Wege und Einrichtungen, an deren Anlegung Mitglieder des Rennsteigvereins maßgebend beteiligt waren. 
Vielen Dank für die geleistete Arbeit.
Stellvertretend einige Bilder aus den Ortsgruppen rund um Eisenach:



Arbeitseinsatz am historischen Bergbauweg unterhalb des Rennsteiges durch Mitglieder der Ortsgruppe Stedtfeld des Rennsteigvereins am 08. März dieses Jahres.
Die Fotos wurden freundlicherweise von Ulrich Böckel zur Verfügung gestellt.



Arbeitseinsatz am 31.03.2026 durch Mitglieder der Ortsgruppe Hörschel-Eisenach an der Hochwaldgrotte bei der Hohen Sonne. Die Fotos wurden mir von Stefan Linß bereitgestellt.

 


Touristische Einrichtungen am Borstenplatz von Vandalen zerstört
Nach einem Bericht im Freien Wort, wurde im Januar die Schutzhütte am Borstenplatz von Vandalen verwüstet. 

Nur wenige Meter neben der Hütte befindet sich der Gedenkstein für Herbert Roth, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr ansteht. 
Nach Informationen von ThüringenForst wurden erste Maßnahmen ergriffen, die Beschädigungen an der Hütte zu beseitigen. Es ist nur schade, dass für Zeitgenossen, die nicht imstande sind, die Arbeit Anderer zu würdigen, Steuergelder ausgegeben werden müssen, um die Folgen ihrer blinden Zerstörungswut zu beseitigen. Schade, dass die Politik nicht in der Lage ist, solche Auswüchse zu verhindern. Auch ein Zeichen dafür, wie krank unsere Gesellschaft ist - und alle schauen zu. Man sollte nicht nur die zur Verantwortung ziehen, die solche Schäden verursachen, sondern auch diejenigen, die solche Auswüchse geistiger Minderbemittlung zulassen.


10. Januar
Neueröffnung Hohe Sonne
Trotz schlechter Wetterbedingungen wurde am 10. Januar um 17.30 Uhr das neue "Waldhotel Hohe Sonne" nach sehr langer Bauzeit wieder eröffnet.

Das Restaurant ist von 11.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.
Betrieben wird das Hotel von der Sonnenhof Eisenach GmbH & Co. KG. Die KG ist ein Unternehmen der Rebo-Consult-Unternehmensgruppe mit Sitz in Unterbreizbach.
Hoteldirektor ist Felix Bodes. Manfred Probst ist der Chefkoch.

Waldhotel & Restaurant Hohe Sonne
Hohe Sonne 1
99817 Eisenach
03691 248320
https:/www.hohe-sonne.de

 
09. Januar
Neue Einkehr in Limbach

Ganz im bayerischen Flair eröffnte am 09. Januar 2026 das "Speicher's Platzl" in Limbach.
Das Gebäude der ehemaligen Tourist- Information und des späteren Eiscafes erhielt somit eine neue Bestimmung. Betrieben wird die Gaststätte von Martina Speicher und ihrem Mann Tom. Platz ist für 35 Personen.
Die Öffnungszeiten:
An Feiertagen und Samstag von 14 bis 21 Uhr, am Sonntag von 11.30 Uhr bis mindestens 18 Uhr.

Speicher's Platzl
Martina und Tom Speicher
Scheibener Straße 2
98749 Steinheid
0176 56733223

Parkplatz Hörschel kurz vor der Fertigstellung
Der Umbau des Parkplatzes in Hörschel geht zügig voran. Wir gehen davon aus, dass nach einer Winterpause die Arbeiten im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden und der Platz der Öffentlichkeit übergeben wird. Es wird ein moderner Parkplatz, der zahlreiche touristische Interessen bedienen wird.

Neben der Möglichkeiten Fahrzeuge zu parken, wurde auch an Parkmöglichkeiten für Camper gedacht. Für den Ausgangs- oder Endpunkt zahlreicher touristischer Interessen, wie Wandern, Radtourismus und Wassersport wird auf dem Parkplatz in Hörschel zukünftig sicher keine Langeweile aufkommen. Er ist eine echte Bereicherung für die Region.
Die Straßensperrung in Richtung Eisenach wurde wieder aufgehoben. Die Straße ist in beide Richtungen befahrbar.
Die folgenden Bilder wurden mir freundlicherweise von Christel Bindel zur Verfügung gestellt.
Sie stammen von oben nach unten aus dem Zeitraum Oktober 2025 bis Januar 2026.