Beitragsseiten

 

07. August
30. Blessbergfest

500 Besucher kamen zum nunmehr 30. Bleßbergfest auf den Gipfel des höchsten Berges im Landkreis Sonneberg.
Der Thüringerwald Verein Saargrund hatte eingeladen. Das Fest war vorbildlich und mit hohem Einsatz der Vereinsmitglieder vorbereitet worden.

Ein Gottesdienst im Grünen und ein musikalischer Frühschoppen wurden aufgeboten. Am Nachmittag sorgten die Ansbachtaler bereits zum 20. Mal für gute Stimmung. Von der Werraquelle aus wurde ein Busshuttle eingerichtet.

Aufgrund der Altersstruktur der Saargrunder Vereinsmitglieder, wird es zukünftig Probleme geben, das Fest auch in den Folgejahren auszurichten. Zur Terminkollision kam es, da der Thüringerwald Verein Masserberg gleichzeitig ein Sommerfest an der Turmbaude auf dem Eselsberg abhielt, obwohl der Verein bei den Absprachen zum Bleßbergfest mit eingebunden war.

Der Eisfelder Bürgermeister will sich für eine Fortsetzung der guten Tradition einsetzen, dass das Bleßbergfest auch in den Folgejahren stattfinden kann.

Bild: Willi Lehmann

Bild: Willi Lehmann

 

13. August
Ersatzbaum für die Teufelsbuche wurde gefällt

Anlässlich einer Rennsteiginventur zwischen Schwalbenhauptwiese und Kahlert stellte ich fest, dass der im Jahr 2021 bestimmte Ersatzbaum für die in die Jahre gekommene Teufelsbuche Anfang August gefällt wurde.

Trotz Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer, dem Forst und der Unteren Naturschutzbehörde über die zukünftige Verwendung des Baumes, wurde dieser Anfang August 2022 ohne Rücksprache mit dem Eigentümer und der Unteren Naturschutzbehörde des Ilmkreises entfernt. Der Verursacher,

Thüringer Energienetze GmbH & Co KG
Schwerborner Str. 30
99087 Erfurt
 
gab an, die Fällung war wegen der Sicherheit der darunter verlaufenden Gasleitung notwendig. Mit den Verursachern wurde vereinbart, entweder in deren Regie einen neuen Baum in einem vorgegebenen Sicherheitsabstand zur Gasleitung zu pflanzen und für die Anzucht Sorge zu tragen, oder eine vorhandene benachbarte Buche als Ersatzbuche zu benennen.
Aus diesen Gründen wurde unsererseits auf eine Anzeige verzichtet.
 
Ersatzbaum, nach Freischnitt im Herbst 2021
 
Abgesägt, nur noch der Baumstumpf steht, so vorgefunden am 13.08.2022
 
13.08.2022
 
immerhin 40 cm Durchmesser hatte der Ersatzbaum am Fuß (Bild: Manfred Kastner)
 
 
27. August bis 03. September
Herbstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V.
 
Bewusst möchte ich am Anfang meines Runstberichtes folgende Worte von Viktor von Scheffel stellen:
 
Ehre sei Gott in der Höhe!
Er hat die Berge so hoch gestellt.
Und tat damit seine Weisheit kund.
Damit nicht jeder Lumpenhund.
Mit denen die Täler so reichlich gesegnet.
Dem fröhlichen Wanderer hier oben begegnet.
Ehre sei Gott in der Höhe!
 
Dass wir uns langsam vom alten Bild des Rennsteiges verabschieden müssen, welches wir die ganzen Jahre bei unseren Runsten vor Augen hatten, haben wir diesen "Lumpenhunden, mit denen die Täler so reichlich gesegnet " sind zu verdanken.
Doch lassen wir an dieser Stelle, wie gewohnt die Bilder sprechen:
 
Neun wanderfreudige Frauen und Männer trafen sich am 27. August am Abend wie gewohnt im Hotel Rennsteig in Steinbach zur Abendsippung vor der Runst. Drei Jungrenner und 6 Altrenner, waren angetreten, den Rennsteig, wie in geraden Jahren üblich, von Blankenstein nach Hörschel, zu bezwingen. Sylvia Rüger, eine der 6 Altrenner, übernahm den Gepäcktransport und versorgte uns mit Getränken während der Runst. Nachdem alles Wichtige besprochen war und die Aufgaben verteilt waren, starteten wir am 28. August um 08:45 Uhr in Blankenstein am Selbitzufer unsere Runst:
 
1. Etappe, Blankenstein bis Steinbach am Wald, 28. August 2022
 
  • Start Blankenstein: 08:45 Uhr
  • Ankunft Steinbach, Hotel Rennsteig: 18:00 Uhr
  • 28,8 km
  • Laufzeit: 9h, 15min
  • Runstbegleitung: Gabriele Lailach-Behrend
 
Von Blankenstein nach Steinbach begleitete uns Altrennerin Gabi aus Auma (inks)
 
Gruppenfoto auf der Thüringer Seite der Selbitz
 
Wanderkreuz auf dem Selbitzplatz
 
Stop an den Rennsteigeichen. Dieser Platz wurde am 20. Mai 1934 anlässlich der Pfingstrunst eingeweiht. Altrenner Stephan, Bürgermeister von Blankenstein und der Grundstücksbesitzer Weber, der den Platz bereit stellte, hatten diesen Rastplatz oberhalb von Blankenstein geschaffen. Damals nannte man ihn: Die Eichen am Rennsteig-Stephanseck.
 
Regelmäßig erneuert wird der Markierungsstein am Taubenhügel zwischen der Wegspinne und Schlegel.
 
In Schlegel
 
Am Beerholz entlang
 
Bei der Schutzhütte am Kulmberg
 
MaReile Rodacherbrunn. Zur Zeit noch geschlossen. Nach telefonischer Rücksprache mit dem neuen Eigentümer
ist damit zu rechnen, dass 2023 ab dem Frühjahr wieder regelmäßig geöffnet ist.
 
Einige Wegestellen am Rennsteig werden durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Hindernisse und Mängel werden in der Regel zeitnah beseitigt, da durch uns eine sofortige Meldung an den Regionalverbund Thüringer Wald erfolgt
 
Strohballen bei Grumbach
 
Das Rennsteighaus in der alten Brennersgrüner Schule ist ein beliebter Anlaufpunkt. In der Regel werden wir hier immer von Frau Mendy Ziemann aus Brennersgrün mit Kaffee und Kuchen versorgt, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei ihr bedanken möchten
 
 
 
Es ist Tradition, dass wir bei der Laufrichtung von Blankenstein nach Hörschel, hier am Kurfürstenstein von 1513 unsere Jungrenner zu "Altrenner-Anwärtern" schlagen. Von links nach rechts: Jungrennerin Kathrin, Wanderführer Altrenner Ulrich  Rüger(Markscheider), Jungrennerin Gisela und Jungrenner Christian
 
Am Schönwappenweg bei Sonnenschein
 

2. Etappe, Steinbach am Wald bis Dreistromstein, 29. August 2022

  • Start, Steinbach am Wald: 08:00 Uhr
  • Ankunft Dreistromstein: 18:35 Uhr
  • 31,9 km
  • Laufzeit: 10h, 35min

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Etappe, Dreistromstein bis Neustadt am Rennsteig, 30. August 2022

  • Start Dreistromstein: 08:10 Uhr
  • Ankunft Neustadt am Rennsteig: 17:30 Uhr
  • 19,2 km
  • Laufzeit: 9h 20min
  • Runstbegleitung, Triniusstein bis Neustadt am Rennsteig, Altrenner "Druse", Willi Lehmann aus Ilmenau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Etappe, Neustadt am Rennsteig bis Rondell, Oberhof, 31. August 2022

  • Start Neustadt am Rennsteig: 08:15 Uhr
  • Ankunft, Rondell, Oberhof: 16:45 Uhr
  • 25,4 km
  • Laufzeit: 8h 30min
  • Runstbegleitung Rennsteigverein 1896 e.V. OG Suhl von Bahnhof "Rennsteig" bis Schutzhütte "Adler"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Etappe, Rondell, Oberhof bis Heuberghaus, 01.September 2022

  • Start am Rondell: 08:30 Uhr
  • Ankunft Heuberghaus: 16:35 Uhr
  • 26 km
  • Laufzeit: 8h 05 min

 

28. August
Dreistomstein

Einladung zur Veranstaltung

(Bild: Willi Lehmann) Blumenkranz am Stein. Die zum Bau verwendeten Gesteinsarten beziehen sich auf ihr Vorkommen im unmittelbaren Einzugsgebiet:
Elbe: Granit
Weser: Grauwacke
Rhein: Quarz

Man könnte hier ein dreieckiges Haus bauen, von dessen dreiseitigem Dache das
Wasser zum Rhein, zur Weser und zur Elbe hinabliefe. Wäre es nicht der Mühe wert,
auf dem Saar einen massiven Dreistromstein zu errichten, welcher manchen mehr
interessieren würde, als die Dreiherrensteine, denen man auf dem Thüringer Walde
wohl öfters begegnet, als auf einem anderen Gebirge?
Viele Wanderer würden dann an ihm verweilen und bereichert mit manchen
Gedanken die heilige Stätte verlassen, bei der sie sonst gedankenlos vorübereilten.

(Adolph Schaubach: Archiv für die herzogl. S. Meiningischen Lande. 1. Band. 1. Heft. Meiningen 1832.
Physiographie des Landes. Fußnote Seite 39.)

Diese Gedanken von Adolph Schaubach aus dem Jahre 1832 möchte ich meinen Ausführungen voran stellen.

Begrüßung durch den Siegmundsburger Verein (Bild: Willi Lehmann)


Zahlreiche Besucher trafen sich am Sonntag, dem 28.08.2022 am Dreistromstein (Bild: Willi Lehmann)

(Bild: Willi Lehmann)


Barbara Meißner und der Neuhäuser Bürgermeister Uwe Scheler enthüllen das Mundartgedicht am Dreistromstein (Bild:Willi Lehmann)

(Bild: Willi Lehmann)

(Bild: Ulrich Rüger)

Im Jahre 2012 überarbeitete der Steinmetz Martin Winkler den Obelisk am Saarzipfel. Das Umfeld des markanten Denkmals aus dem Jahre 1906 wurde zum wiederholten Male neu gestaltet.
Mitglieder des Siegmundsburger Vereins Natur- und Heimatfreunde im Kulturbund für Europa und das Team der Naturparkmeisterei waren aktiv an der Gestaltung der Außenanlagen beteiligt.

Frau Barbara Meißner aus Scheibe-Alsbach hatte eigens für diesen Anlass ein Mundartgedicht über den Dreistromstein verfasst, welches auf einer Glastafel neben dem Stein die Besucher erfreuen wird.

Eine Tafel erzählt über die Geschichte und Bedeutung des Steines. Über einen QR-Code können Besucher die Geschichte auch akustisch erleben. Dafür setzten sich besonders die Mitarbeiter des Naturparkes in Friedrichshöhe ein.

Neben zahlreichen Gästen war auch der Neuhäuser Bürgermeister Uwe Scheler und sein Amtskollege aus Eisfeld Swen Gregor anwesend. Hans-Peter-Müller, auch bekannt als Hans im Glück, umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Ralf Kirchner führte im Anschluss die Besucher entlang des Waldlehrpfades nach Siegmundsburg, wo bei Kaffee und Kuchen die gelungene Veranstaltung ausklang.