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Das Maß aller Dinge im Jahr 2021........?

 

 

Gerade wenn Du denkst alles wird besser,
kommt die Realität und haut Dir auf's Maul!

Zum Jahresbeginn wünsche ich allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021, verbunden mit der Hoffnung, dass die schreckliche Pandemie bald überwunden sein wird und die gesamte Menschheit das Verständnis dafür aufbringen möge, dass getan wird, was getan werden muss, um das Virus zu besiegen.

Zur Einstimmung einige "versöhnliche" Winterimpressionen, aufgenommen in den ersten Januartagen:

Neuhaus am Rennweg in den Morgenstunden des 08. Januar

 

 

 

 

 

 

 

Am Wintersportehrenmal bei Ernstthal

 

 

 

 

 

Nur wer ein Auge dafür hat,
sieht etwas Schönes und Gutes in jedem Wetter,
er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm
und ruhiges Wetter schön,
hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zufrieden,
dass die Dinge sind, wie sie sind.
Vincent van Gogh

 

 

Ohne Datum

Logo der Stadt Neuhaus am Rennweg (Quelle: Stadtverwaltung Neuhaus am Rennweg, mit freundlicher Genehmigung bereitgestellt vom Bürgermeister Uwe Scheler, 30.01.2021)

Touristisches Entwicklungskonzept der Stadt Neuhaus am Rennweg
Die Stadt Neuhaus am Rennweg plant mit Hilfe eines Touristischen Entwicklungskonzeptes einen touristischen Neuanfang für ihr Einzugsgebiet. Dabei soll auch der Rennsteig als Ortsmarke wieder stärker einbezogen werden.

Für die Erarbeitung der Konzeption wird ein Planungsbüro beauftragt.
Zu den Entwicklungsschwerpunkten, die ein Planer genauer betrachten soll, zählen gemäß des Beschlusses im Neuhäuser Tourismus-Ausschuss folgende Inhalte:

  • ein multimediales Informationszentrum am Rennsteig als zentrales Bindeglied der Region im Bahnhof am Rennsteig, gemeint ist damit die bereits etablierte Zweisamkeit von Tourist-Info und Thüringer-Wald-Shop.
  • "Drei Perlen am Rennsteig" (Limbacher Kreuz, Naherholungsgebiet Bernhardsthal und Zipolineum)
  • Entwicklung eines Regionalbewußtseins
  • Ausflugsziele und Aussichtspunkte mit Erlebniswert
  • Impulse für Naturtourismus, Gesundheitsbildung und Gesundheitsvorsorge, welche bereits bestehenden Traditionen folgen
  • "Erlebnis Wasser am Rennsteig" unter Einbindung bereits bestehender Möglichkeiten, so der Schwimmhalle Neuhaus, dem Waldbad Bernhardsthal, dem Freibad Lichte und der Talsperren
  • Definition von Alleinstellungsmerkmalen
  • Nutzung des Rennsteiges als Ortsmarke
  • Caravaning an mehreren kleinen Standorten
  • Integration von Kirchgebäuden als Kulturträger, zum Beispiel für Konzerte
  • Anbindung von neuen Radwegen an bestehende Routen (Werratal/ Schwarzatal)
  • Erhöhung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der Besucher von zwei auf sieben Tage bis 2030

Als Leitbild ist der Titel "Eine Region zeigt Profil" gesetzt. Als Logo sind sechs abgeflachte Gebirgskuppen, etwaig ergänzt um ein Rennsteig-R bestätigt.


Die Neuhäuser Holzkirche

 


 

01. März

Waldbaude "Großer Dreiherrenstein" hat neue Eigentümer

Mit dem heutigen Tag sind Marion und Mike Müller neue Eigentümer der ehemals so beliebten Waldbaude "Großer Dreiherrenstein" zwischen Neustadt am Rennsteig und Allzunah, direkt am Straßenabzweig nach Ilmenau.

Das Ehepaar ist schon länger in der Gastronomie tätig. Neu-Leibis und das Haflinger-Gestüt Meura waren die Wirkungsstätten der Beiden.

Nach den geplanten Umbauarbeiten soll es wieder eine umfassende gastronomische Versorgung geben. Geplant sind auch eine kleine Wohnung und Fremdenzimmer.

Momentan, geschuldet ist das auch der Corona Pandemie, ist nur Imbissbetrieb möglich. Geöffnet ist der Imbiss von Mittwoch bis Montag von 11:00 bis 18:00 Uhr. Dienstag ist Ruhetag.

Wir wünschen den Beiden viel Erfolg.

 


 

Rückschau auf 30 Jahre Rennsteigrunsten und weitere Höhepunkte mit dem Rennsteigverein 1896 e.V.

Willi Lehmann, Ortsgruppe Suhl, mit Bildern von Ulrich Rüger)

Das Jahr 2021 ist ein besonderes Jubiläumsjahr für den RV 1896 und sollte uns Anlass für eine persönliche Rückschau und für neue Zielstellungen sein.

Weidmannsheil 1896                                                                                              

Am 24. Mai können wir auf schon 125 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Vor 30 Jahren wurde durch die Wiedervereinigung unseres Landes erstmals nach dem 2. Weltkrieg ab 1990 die wieder eine durchgängige Erwanderung des kompletten Rennsteigs von Blankenstein nach Hörschel oder umgekehrt von Hörschel nach Blankenstein möglich.

Vor der Grenzöffnung - Hohe Tanne mit Brennersgrün und dem Wetzstein - Hoffnung und Ratlosigkeit am Dreiherrenstein

Es ist soweit: am 01.11.1989 wird der Grenzzaun erstmalig geöffnet

Am 28.04.1990, der Rennsteig wurde wieder "frei" wanderbar

 

 

 

Kurt Enzi aus Zapfendorf war auch dabei

Rennsteig am 28.04.1990 beim"Jagdhaus"

Die Wiedervereinigung war, wie für uns Alle, auch für den RV 1896 ein Glücksfall. Viele alte Ortsgruppen gründeten sich wieder, andere OG, gründeten sich neu und schlossen sich überwiegend dem Hauptverein in Zapfendorf an, der während der DDR-Zeit in Franken den Rennsteigverein am Leben hielt. Weiter bildeten sich, meist im Ergebnis erfolgreicher Runsten, aktive Rennergruppen des RV so in Bebra, in Watzum und in Berlin. In Neustadt gründete sich der eigenständig wirkende Thüringer Rennsteigverein. Grundlagen für das Vereinsleben bildete die Verabschiedung einer neuen Satzung und einer Runstordnung .

An der Spitze des Vereins steht, wohl einmalig im Deutschen Wanderverband, DWV, nunmehr schon über 30 Jahre unser Fürsteher Kurt Enzi. Das gebührt besonderen Dank und Anerkennung für Kurt und seine Frau Christine! Viele Initiativen gingen vom Rennsteigverein aus. So u.a. auch die Gründung des Thüringer Wanderverbandes als Dachverband der Thüringer Wandervereine. 

Besondere Wandererlebnisse brachten neben vielen gelungenen Rennertreffen und Runsten, u.a. die nachhaltig in Erinnerung gebliebene, 100 Jahrfeier unseres Vereins, 1996 in Steinbach am Wald, die vom Thüringer Rennsteigverein organisierte 100 Jahrfeier zur Setzung des Dreistromsteins bei Friedrichshöhe 2006, die Deutschen Wandertage in Thüringen 2000 in Schmalkalden und 2017 in Eisenach, sowie die Thüringer Wandertage. Immer war und ist unser RV bemüht, mit allen Vereinen und Organisationen, die sich für den Erhalt des Rennsteigs als historisch gewachsenen Wanderweg stark machten und machen, freundschaftlich und konstruktiv zusammenzuarbeiten. Gemeinsame Rennsteigkontrollen- Inventuren nach einem vom Rennsteigexperten Ulrich Rüger erstellten Programm, führten zu einem engen Zusammenwirken mit dem Thüringer Rennsteigverein.  

Mitglieder des Thüringer Rennsteigvereins Neustadt am Rennsteig, bei der 100-Jahrfeier am Dreistromstein

Die Ortsgruppe Ernstthal des Rennsteigvereins 1896 e.V. zur Dreistromsteinfeier

Heute gibt es dadurch schon mehrere Mitgliedschaften in beiden Vereinen. Als besonderen Erfolg sehe ich, dass Ulrich Rüger inzwischen in meiner Nachfolge als unser neuer Hauptwegewart fungiert.                                                Notwendige Maßnahmen in Auswertung der Rennsteigkontrollen führten zur inzwischen anerkannten Mitgliedschaft unseres RV im Regionalverbund Thüringer Wald.

Der Rennsteig, ab 1990 nun wieder durchgängig erwanderbar, in der Literatur mit einer Länge von 168,3 km (169,3 km) angegeben und als alter Kampfpfad gepriesen, wurde wieder ungeheuer attraktiv.              

Die vom Verein angebotenen, geführten Runsten, gemäß den von Julius Kober in seinem Büchlein: „Die zauberhafte Rennsteigfahrt“ so eindrucksvoll, beschriebenen Traditionen, wurden so zu einem viel gefragten, erstrebenswerten Anziehungspunkt.                                                                                                                                                                                                                                            Unzählige Wanderfreunde aus ganz Deutschland und darüber hinaus realisierten inzwischenihren Wunsch, den Rennsteig im Ganzen, unter Führung sachkundiger Wanderführer, zu erwandern und zum Schluss als Altrenner mit dem ältesten Wanderabzeichen, dem Ehrenschild und der originellen, mit einem Siegel versehenen in althochdeutsch geschriebenen Ehrenurkunde, geehrt zu werden. Stolz, bei diesem Wandererlebnis dabei gewesen zu sein und zum Erfolg beigetragen zu haben, berichteten viele Wanderfreunde begeistert von diesem besonderen, anspruchsvollen Erlebnis, machten Werbung für den Rennsteigverein, begeisterten damit oft neue Interessenten und meldeten sich selbst oft erneut als Teilnehmer zu einer Runst.   

 

 

 

                                                                    

Die Aussage von J. Kober, dass der Rennsteig durch seinen besonderen Reiz und dem gehabten Runsterlebnis einen besonderen Bann ausstrahlt, wurde inzwischen tausendfach bestätigt. Viele neue Mitglieder wurden so für den Rennsteigverein gewonnen und für den Rennsteig im Thüringer- und Frankenland begeistert.                         Der Rennsteigverein wurde durch seine geführten Runsten so zu einem lebendigen Beispiel für das Zusammenwachsen von Ost und West. Was auch dadurch dokumentiert wird, dass unser RV länderübergreifend in Bayern und Thüringen aktiv ist und mit Peter Tremel, den Landeswegewart von Bayern und mit Lutz Hähner, den Landeswanderwart von Thüringen, zwei anerkannte und erfolgreiche Funktionäre stellte und stellt.                   

Viele neue, schon lange andauernde Freundschaften sind entstanden und werden gepflegt. Neben den Rennsteigrunsten wurde die Rheinrunst wiederbelebt, andere Rennsteige und Rennwege wieder bewandert und neu die Domstiegrunst initiiert. Hier erwarb sich insbesondere, Winfried Rühl, als Organisator und Förderer seiner Nachfolger, wie Lutz und Suanne Hähner und Asta und Frank Donath, bleibende Verdienste.                                     Inzwischen kann der RV 1896 auf schon fast 150 geführte, registrierte Rennsteigrunsten, entsprechend der Runstordnung, in 6 oder bei der Quadratrennerrunst in 5 Tagen, zurückschauen.                                                         

Darüber hinaus gab es auch einige gern angenommene Runsten und erlebnisreiche R- Wanderungen mit kürzeren Etappen und manchmal kleinen, empfehlenswerten Abstechern rechts und links von Rennsteig und einer Dauer von 8, 9 oder noch mehr Tagen.                                                                            

Diese R-Wanderungen konnten, wie noch vor dem 2. Weltkrieg möglich, wegen der neuen Runstordnung, nicht mehr als offizille Runsten anerkannt werden und wurden somit nicht registriert und mit keiner Urkunde bestätigt.  Dies stieß bei einigen Wanderfreunden auf Unverständnis und Missstimmung und sollte meiner Meinung nach im Interesse unseres Wandervereins bald korrigiert werden.

Viele engagierte Wanderfreunde aus den Ortsgruppen unterstützten und unterstützen ihre OG und die Hauptwanderwarte des Hauptvereins mit ihrer Bereitschaft, als Wanderführer zu fungieren. Dank und Anerkennung gilt allen bisherigen Hauptwanderwarten, den engagierten Vorständen in den Ortsgruppen und den vielen Wanderführern und Rennerinnen und Rennern, die sich für die Runstorganisation und das Gelingen der Runsten wiederholt aktiv einbrachten.                                

Dank gilt, so bei den Hauptwanderwarten, an Roland Messerschmidt (verst.), Winfried Rühl und seiner Rosi, Asta und Frank Donath und nun an Susanne und Lutz Hähner. Fast allen gilt Lob und Anerkennung, besonders die Vorstände und Wanderwarte und Wanderführer der OG Suhl, Hainich- Rennstieg, Hörschel- Eisenach, Zapfendorf, Ruhla, Waltershausen, Steinbach am Wald, Staedtfeld und Neuenhof zeigten sich besonders aktiv.                                                    

Als Wanderführer sind viele Namen lobend zu nennen. Unser Siegelwart, Winfried Rühl, der auch lange als 1. Stellvertreter des Fürstehers, Hauptwanderwart und Rheinrennewart fungierte, hateine beeindruckende Dokumentation über die bisher durchgeführten Runsten erstellt und könnte in seiner Übersicht sicher in einer langen Liste alle Namen nennen. Ganz oben in der Liste der aktivsten Wanderführer müsste er sich bei über 30 Runsten gemeinsam mit seiner unverdrossenen Unterstützerin und Frau, Rosi, wohl selber nennen, gefolgt von vielen Wanderfreunden aus allen OG unseres Vereins.                                                                      

Bei mir im Gedächtnis geblieben, bei mehreren Anlässen als Wanderführer agiert zu haben, sind neben Rühls, Eberhard Hering, Werner Seibt, Wolfgang Reinhardt, Lutz Hähner, Frank Donath, Detlef Füchsel, Arno Marsch, Thomas Rietzscher, Margita und Gerd Betzold, Willi Weiß, Lothar Ost, Michael Jahn, Heinz Ott, Annemarie und Peter Tremel, Horst Frank, Wolfgang Schleicher, Günter Rudloff, Ulrich Göbel, Hans Joachim Voigtländer, Jürgen Erdmann, Ulrich Böckel, viele Andere und ich selbst. Seit 1975, motiviert durch J. Kober: Die Rennsteigfahrt, erst mit meiner Erika allein und dann mit Wandergruppen von Eisenach, Möhra und Wilhelmstal aus bis Neuhaus unterwegs und mit Übernachtungen in den Rennsteigwanderhütten, waren wir schon zu DDR-Zeiten zu echten      R.-Fans geworden und hatten uns über die Grenzsteinforschung die Geschichte der Thüringer Fürstentümer erschlossen.

 

 

Der Rennsteig in den 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts

Ende 1990 wurden wir Mitglied im Hauptverein des RV   und waren dann 1991 bei einer der 1. Runst nach der Wiedervereinigung mit Wanderführer Klaus Völker dabei. Da ich mich, im ehemaligem DDR – Gebiet gut auskannte, und vieles zu berichten wusste, übergab mir Klaus dann ab Neuhaus bis Hörschel die Wanderführung. Danach folgten viele weitere erlebnisreiche Runstführungen. Mit vielen Teilnehmern aus allen Runsten stehen wir heute noch im freundschaftlichen Kontakt. Die Runstgruppe von 1994 verstand sich so gut, dass es im Nachhinein in regelmäßigen Abständen über 25 Jahre lang gern besuchte Treffen in den Heimatorten der Teilnehmer gab. Berufsbedingt gab es dann bis zum Jahr 2000 eine Pause und ein Wechsel vom Hauptverein in die OG Suhl.                                                                                                              

Inzwischen habe ich in 30 Jahren als AR Druse 18 Mal eine anerkannte und 2 nicht anerkannte Runsten geführt. 11 Mal war meine Frau Erika, AR Frau von Stein, dabei und hielt und hält mir den Rücken frei. Dafür, ein großes Danke!                                                                                                           

Danke auch an all die anderen Erikas, Cristines, Rosis, Margitas, Susannes, Astas, Ursulas, Brigittes , Marias, Sabines, Manjas, Beates, Utes, Sylvias, Annemaries, Annes, Anjas, , Giselas, Heidis, Inges, Ingrids, Inas, Marlenes, Mariannes, Pias und alle Nichtgenanten, die teilweise selbst im Verein an der Spitze stehen, ihre Männer unterstützen und bei den Runsten als fleißige Blumenfrauen, Wetterbeauftrage, Berichtschreiber, Fotodokumentaristinnen, Marketenderin und in anderen Funktionen ihren Beitrag leisteten und leisten. Ohne unsere Frauen geht einfach gar nichts!  

 

Ein "Jungrenner" wird nach altem Brauch zum "Altrenner" geschlagen

Bei allen Runsten gelang es, die teilnehmenden Jung- und Altrenner für ein bleibendes Gruppenerlebnis so einzubinden, dass zum Schluss Jeder mit einem Erfolgserlebnis nach Hause fuhr und für sich beschloss, trotz aller Anstrengungen, da bin ich noch mal dabei!     

Unser Kranz für den Wanderführer                                                                                  

So habe ich bei Ankündigung einer neuen Runstführung für das nächste Jahr meist keine Probleme die entsprechenden Mitstreiter und Renner zu gewinnen. Meine Teilnehmerliste für die Herbstrunst 2021 war somit schon Anfang Dezember 2020 voll ausgebucht.                                                                            

Da das Durchschnittsalter unserer Wanderfreunde inzwischen mächtig angestiegen ist und wohl so um die 70 liegen wird, zollt das Alter nun doch seinen Tribut und mahnt zur Vernunft.                                                                              

Einige Rennerinnen und Renner, im Alter zwischen 70 und 80 vermeldeten: „Ich wäre ja auch gerne noch mal bei einer Runst dabei, aber die Etappen mit zweimal über 30 km in den 6 Tagen sind mir, mit Rücksicht auf meine Gesundheit, einfach zu lang!“ Tagesetappen mit 20 km, das wäre noch machbar und ließe auch zu, öfter mal oder länger eine Pause zu machen und Zeit zu haben, auch mal in der Nähe liegende Sehenswürdigkeiten rechts und links vom Rennsteig, wie Wetzstein, Kleiner Dreiherrenstein, Schneekopf, Spitterfall, Bergsee, Beerberghöhle u.a. ohne in Zeitdruck zu kommen, aufzusuchen.                                                                                                                 

Wir leben gegenwärtig in einer Zeit, wo für Gesundheitswanderungen und Waldbaden geworben wird. Wir sollten Anregungen, die hierbei für unser Wohlbefinden gegeben werden und zur Erhöhung der Attraktivität unserer Runsten beitragen können, aufgreifen und mit Rücksicht auf das hohe Durchschnittsalter unserer Wanderfreunde, zukünftig auch vom RV organisierte Runsten mit einer Dauer bis zu 9 Tagen, als offizielle, zu dokumentierende Runsten anerkennen. Ich beantrage bei der Vorstandsschaft hierzu zur Jahreshauptversammlung 2021 einen entsprechenden Beschluss zu fassen und die Runstordnung zu erweitern.  

Gleichzeitig beantrage ich, mir für Anfang Juni 2022, anlässlich meines 80. Geburtstages die Führung einer offiziellen Runst von Blankenstein nach Hörschel an 8 Wandertagen mit 8 Etappen zu übertragen. Zu den Etappen und möglichen Übernachtungsorten gibt es bereits konkrete Vorstellungen. Wegen der großen Zustimmung zu diesem Vorhaben gibt es bereits eine voll ausgelaste Teilnehmerübersicht.  

Gut Runst!       

Willi Lehmann, AR Druse, OG Suhl                                

Ilmenau im Februar 2021

 


 

23. Juni

Neue Infotafeln

An der Teufelsbuche zwischen Masserberg und Kahlert und auf dem Rosenkopf wurden durch den Regionalverbund Thüringer Wald neue Infotafeln angebracht. Die Tafel mit dem Rennsteiglied bei der Teufelsbuche erhielt ebenfalls einen neuen Standort am Borstenplatz, neben dem Gedenkstein an Herbert Roth. Die Texte zu den Tafeln schrieb Ulrich Rüger, der Hauptwegewart des Rennsteigvereins.

Mit der textlichen Neugestaltung wird um ein besseres Verständnis geschichtlicher Zusammenhänge am Rennsteig geworben. Außerdem wurden im Falle der Tafel auf dem Rosenkopf fehlerhafte Aussagen zu den historischen Rennsteiggrenzsteinen beseitigt.

Schild an der Teufelsbuche, würdigt die Stelle am Rennsteig, an welcher im Jahre 1900 der Rennergruß "Gut Runst" geprägt wurde

 

Schild am Rosenkopf, Nähe Schmücke, mit einem Steckbrief zur Bedeutung der Grenzsteine am Rennsteig (Foto: Jens Pastowski, Regionalverbund Thüringer Wald e.V.)

 

24. Juni

Riesenrad auf dem Großen Inselsberg

Nun scheint es offensichtlich traurige Wahrheit zu werden: Ab Juli 2021 soll auf dem Großen Inselsberg ein mobiles Riesenrad einer Schaustellerfirma aus Wutha-Farnroda errichtet werden.

Offensichtlich mutieren die Vertreter der Lokal- und Landespolitik, die hier meinen das "Sagen" zu haben, zu einer Lebensform, wie man sie aus dem Tierreich kennt. In der Schule habe ich vor langer Zeit gelernt, dass man Tieren Handlungsweisen antrainieren kann, die auch ohne die Fähigkeit der Beherrschung eines Denkprozesses möglich sind. Man nennt das einen "Bedingten Reflex".

Zum Beispiel: Der Löwe springt durch einen Reifen, da hinter dem Reifen ein saftiges Stück Fleisch winkt. Er springt auch dann, wenn der Reifen brennt und das Fleisch dahinter lockt. Irgendwann hat man den Löwen dann soweit, dass er auch springt, wenn der Reifen brennt, aber dahinter kein Fleisch winkt. Genau so sehe ich das bei einem immer größer werdenden Teil unserer Politiker, wobei an der Stelle des Fleisches das Geld winkt.

Diese Reaktionen unserer Politiker werden vor einer anstehenden Wahl immer heftiger und unkontrollierter. Eigentlich sollte auch der gemeine Politiker vor gewissen Handlungsweisen  (Entscheidungen) sein Gehirn einschalten, bevor er tätig wird, im Falle des Großen Inselsberges bedeutet das, erst einmal grundsätzlich Ordnung schaffen, dort oben auf dem Berg, dann kann man weitere Möglichkeiten planen, nicht den 5. oder 6. Schritt vor dem ersten Schritt machen.

Vielleicht klappt es irgend wann, hoffentlich nicht erst, wenn alles zu spät ist - und übrigens: Der Inselsberg wird mit Riesenrad, mit Funkturm oder ohne Riesenrad und ohne Funkturm nie 1000m hoch werden, wogegen dem Wildwuchs an Dummheit vor dem Herren offenbar keine Grenzen gesetzt sind.

 

30. Juni bis 05. Juli

120. Deutscher Wandertag in Bad Wildungen (Hessen)

Unter dem Motto "Wild. Bunt. Gesund" fand der im Jahr 2020 wegen Corona verschobene 120. Deutscher Wandertag nunmehr in "abgespeckter" Version im Jahre 2021 in Bad Wildungen statt.

Die bekannte Kurstadt liegt in der Ederseeregion, ein Garant für sehr gute Wandergebiete rund um den Nationalpark Kellerwald. Bad Wildungen selbst besitzt den größten Kurpark Europas. Das gastronomische Angebot im Ort und in der Region lässt ebenfalls keine Wünsche offen.

Leider mussten wir unsere Wanderungen selbst organisieren, da die angebotenen Wanderungen alle ausgebucht waren.

die Kurklinik in der Stadt

im Kurpark

unsere Unterkunft, die Villa Goldbach, sehr empfehlenswert, freundlich und unkompliziert, immer kompetente Ansprechpartner, inmitten des Kurortes

in der Fachwerkaltstadt von Bad Wildungen

 

im Kurpark

vom Edersee zurück nach Bad Wildungen auf dem Kellerwaldsteig (erste Wanderung)

 

 

auf dem Urwaldsteig und dem Kellerwaldsteig hoch über dem Edersee nach Waldeck und hinunter zum Edersee (zweite Wanderung)

der Edersee und Schoss Waldeck

Spaziergang in Waldeck

majestätisch drohnt über dem Edersee das Schloss Waldeck (Hotel, Museum)

mit der Karl Carstens Medaille wurde Christine Lieberknecht ausgezeichnet

Susanne und Lutz Hähner vom Rennsteigverein mit Hans Dampf und Dr. Rauchfuß (links), Präsident des Deutschen Wanderverbandes

einige der vertretenen Wandervereine nach der Abschlussveranstaltung am Sonntag

Der 121. Deutsche Wandertag findet vom 03. bis 07. August 2022 in Fellbach bei Stuttgart statt. Ziel wird dann die Wandergegend rund um das malerische Remstal sein.

Informationen gibt es unter:

www.dwt2022.de

 

 


 

Ohne Datum

Im Netz wirbt eine neue Seite unter: www.grenzsteine.thueringen100.de dafür, historische Grenzsteine zu melden und mit Bild zu veröffentlichen.

Beim Aufrufen der Seite fiel mir auf, dass zahlreiche Grenzsteine, speziell am Rennsteig, nicht korrekt dargestellt worden sind:

  • Koordinatenangaben falsch, Darstellung des Grenzsteines teilweise weit entfernt vom tatsächlichen Standort
  • Hoheitsangaben teilweise (häufig) falsch
  • scheinbar Übernahme der gemeldeten Daten ohne Prüfung

Ich persönlich rate ab, historische Grenzsteine in dieser Art und Weise darzustellen, dabei unterstelle ich, dass die Koordinatenangaben korrekt sind, um zu garantieren, dass der umfassende Schutz der Grenzsteine am Rennsteig, auch vor Diebstahl gewährleistet ist. Die Grenzsteine am Rennsteig stehen unter Denkmalschutz und waren schon oft willkommenes Diebesgut. Koordinatenangaben erleichtern zusätzlich das Auffinden der Grenzsteine.

 

17. Juli

Sommerfest des Rennsteigvereins OG Suhl bei der Steinhorsthütte

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich am Samstag bei der Steinhorsthütte des Rennsteigvereins, Ortsgruppe Suhl,  zahlreiche Vereinsmitglieder und Wanderer zum traditionellen Sommerfest.

Ein Dankeschön geht an die vielen ehrenamtlichen Helfer und Hüttenverantwortlichen, ohne deren Arbeit dieses Fest gar nicht möglich gewesen wäre.

 

22. Juli

Architektenwettbewerb für neue „Erlebniswelt Inselsberg“: Siegerentwurf präsentiert

In einer Pressemitteilung des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft wird der Architektenwettbewerb zur Gesaltung des Inselsberggipfels vorgestellt:

22.07.2021

Wirtschaftsstaatssekretärin Kerst: Inselsberg zu touristischem Leitstandort entwickeln / Neugestaltung des Bergplateaus soll Anfang 2022 starten

Der Siegerentwurf im Wettbewerb um die Errichtung einer „Erlebniswelt Inselsberg“ steht fest – er kommt vom Architektenbüro Richter Musikowski aus Berlin. „Das Konzept hat uns als Jury überzeugt, die Entscheidung ist einstimmig gefallen“, sagte Thüringens Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst, die dem elfköpfigen Bewertungsgremium angehörte. Positiv aufgenommen worden sei vor allem der Ansatz, die vorhandene sehr heterogene Bebauung des Inselsberges in der Gestaltung zu berücksichtigen. „Es gibt genügend Freiräume bei gleichzeitig hoher Funktionalität der Anlage“, sagte Kerst. Zudem sei das gesamte Projekt in Etappen und ohne größere Eingriffe in den Berg und das Grundwasser realisierbar. Insgesamt hatten sich 21 Architektur- und Landschaftsgestaltungsbüros aus ganz Deutschland mit ihren Entwürfen und Ideen an dem Wettbewerb beteiligt. Organisiert und betreut wurde das Verfahren durch die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG), die zu den wesentlichen Partnern bei der Entwicklung des Inselsbergs gehört.  Die Erlebniswelt Inselsberg – eine Art Besucher- und Informationszentrum mit Ausstellungs- und Veranstaltungsbereichen – ist ein Kernprojekt zur Neugestaltung des Inselsbergplateaus. Mit der Umsetzung des Projekts kann entsprechend der verfügbaren Haushaltmittel bzw. nach Gewinnung von Investoren ab Anfang 2022 begonnen werden.

Zweitplatzierter im heute abgeschlossenen Architektenwettbewerb ist der Entwurf von pape+pape Kassel und dem Landschaftsarchitekturbüro plandrei aus Erfurt, der dritte Preis ging an das gemeinsame Konzept von Lamott.Lamott Architekten und lohrberg in Stuttgart, eine Anerkennung erhielten Glass Kramer Löbbert bda / bbz aus Berlin. Alle 21 Entwürfe sind bis zum 15. August in einer Ausstellung im Zentrum für Kunst, Kultur und Natur in Bad Tabarz zu besichtigen, die ebenfalls heute eröffnet wurde.

Der 916 Meter hohe Inselsberg – der vierthöchste Berg Thüringens – sei eine der markantesten Erhebungen und zugleich ein Wahrzeichen des Thüringer Waldes, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Kerst heute bei der Präsentation des Siegerentwurfs. Um den Berg touristisch weiter aufzuwerten, soll das Bergplateau bis 2025 ganzheitlich entwickelt und neugestaltet werden. Geplant sind u.a. eine Erlebniswelt, eine Neugestaltung der öffentlichen Freianlagen sowie die Schaffung von Parkflächen.

Erst in der vergangenen Woche war dazu eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung aller relevanten Akteure – Thüringer Wirtschaftsministerium, Landesent-wicklungsgesellschaft Thüringen (LEG), Landkreise Gotha und Schmalkalden-Meiningen sowie die Gemeinden Waltershausen, Bad Tabarz und Brotterode-Trusetal – unterzeichnet worden. Sie definiert die Kosten, Finanzierung, Betreibung und die Aufgaben der einzelnen Partner in dem touristischen Großprojekt. Zur Finanzierung der öffentlichen Infrastrukturvorhaben stellt das Land eine 90-prozentige Förderung in Aussicht, Kommunen und Landkreise beteiligen sich entsprechend.

„Unser gemeinsames Ziel ist die ganzheitliche Entwicklung des Inselsbergs zu einem touristischen Leitstandort im Thüringer Wald“, so Kerst weiter.

Dazu wolle man das insgesamt 5,8 Hektar große Bergplateau attraktiver gestalten und so dringend benötigte private Investitionen in Gastronomie und Hotellerie anstoßen. Des Weiteren sollen im Sinne der Aktivregion Rennsteig ganzjährige Möglichkeiten für sportliche und touristische Aktivitäten entwickelt werden. Aussichtspunkte gehören ebenso zur notwendigen öffentlichen touristischen Infrastruktur wie Event- und Spielflächen oder Parkplätze. Zudem sollen die touristischen Hauptwanderwege ausgewiesen sowie die Mountainbike-Strecken angebunden werden.

Die Projekte für den Inselsberg sind im „Zielkatalog 2025“ für die Inselsbergregion definiert, den die LEG Thüringen im Auftrag des Thüringer Wirtschaftsministeriums in 2019 gemeinsam mit den regionalen Akteuren erarbeitet hat. Die Inselsbergregion ist neben Masserberg und Oberhof eine von insgesamt drei Schwerpunktregionen im Thüringer Wald, die im Zuge der Umsetzung der Landestourismusstrategie 2025 gezielt touristisch entwickelt werden sollen.

Weitere Informationen unter: www.leg-thueringen.de/inselsberg


Stephan Krauß, Pressesprecher, Referatsleiter

 

Der Siegerentwurf des Berliner Architektenbüros (Quelle: www.leg-thueringen.de/inselsberg)

Ansicht des Gipfels nach der Umgestaltung des Inselsberges - im Jahre 2025, Siegerentwurf. Das Haus "Stadt Gotha" ist demnach nicht mehr vorhanden, ein Hotel- und Hostelneubau ist aber vorgesehen, so dass sich die Übernachtungssituation rund um den Inselsberg maßgeblich verbessern könnte und auch ein gewisser Anreiz zur Verbesserung der Servicesituation bei den restlichen Gastronomen gegeben sein dürfte.

Die vorne platzierten Entwürfe können noch bis zum 15. August 2021 im KuKuNa dem Zentrum für Kur, Kultur und Natur (Tourist Info) in Bad Tabarz besichtigt werden:

Lauchagrundstraße 12a, 99891 Tabarz, Telefon: 036259 5600, geöffnet: Mo-Fr. 10:00-12:30 Uhr, 13:00-17:00 Uhr, Sa. 10:00-14:00 Uhr

www.bad-tabarz.de

 


 

ohne Datum

Die Gaststätte "Gleis 1" am Bahnhof Rennsteig ist in neuen Händen

Anke Pfeuffer, die Inhaberin des Unternehmens RMI Catering wagte mit der ehemaligen Gaststätte "Gleis 1" am Bahnhof Rennsteig einen Neustart.
Sie benannte die bei Wanderern und Bahnfreunden bekannte Gaststätte in Bahnhof Rennsteig - Thüringer Waldlokal um. Zunächst soll erst einmal die Außengastronomie weiter betrieben werden, wobei auch die vorhandene Säulenhalle, das Bierhäusle mit genutzt werden soll.

Kaffee und Kuchen, Eis, Getränke, das Ilmenauer Handbrot und Grillspezialitäten sind im Angebot. Eine neue Bestuhlung sowie die Nutzung der Flachwagen als Waggonterrasse sind ebenfalls angedacht. Unter den Begriffen Historie und Gemütlichkeit soll das Bahnhof Rennsteig - Thüringer Waldlokal bei den Gästen in Erinnerung bleiben. All ihre Vorhaben will Anke Pfeuffer in enger Zusammenarbeit mit dem Verein der Dampfbahnfreunde realisieren. Abgerundet soll das Angebot durch musikalische Angebote an den Sonntagen werden.

Bahnhof Rennsteig - Thüringer Waldlokal
Rennsteig 3
98711 Schmiedefeld am Rennsteig
Telefon: 036782 701835

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Montag von 10:00 bis 18:00 Uhr, Dienstag und Mittwoch Ruhetag

 


 

20. bis 25. September

Herbstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V. von Hörschel nach Blankenstein vom 20.09. bis 25.09.2021 unter den Zeichen:

125 Jahre Rennsteigverein 1896e.V.                                                                              

30 Jahre durchgängig freier Rennsteig nach der politischen Wende in Deutschland

70 Jahre Rennsteiglied

Von Willi Lehmann, mit Bildern von Ulrich Rüger

 

Runstgruppe vor der Kirche in Hörschel (Foto: Willi Lehmann)

 Am Vorabend des 20. 09. trafen sich in Hörschel im Gasthaus „Tor zum Rennsteig“ 20 Wanderfreunde, 10 Frauen und 10 Männer, davon 5 Jungrennerinnen und -Jungrenner (zum 1. Mal dabei) und 15 Altrennerinnen und -Renner zur Einführungssippung und Vorstellungsrunde der Herbstrunst 2021.                                                                                                                                                                                                                             

Die Teilnehmer kamen aus 5 Bundesländern. Die stärkste Gruppe stellte Ilmenau mit 6 Teilnehmern.

Wanderführer Willi Lehmann begrüßte, wie schon so oft, wieder die erwartungsvolle Rennergemeinschaft, übermittelte Grüße und gab noch mal das Anliegen dieser Traditionsrunst, die vielen Jubiläen gerecht werden sollte, bekannt.

Da der RV 1896 am 24.05.2021 sein 125. Gründungsjubiläum feierte, stand die Runst ganz im Zeichen dieses Jubiläums. Freudig nahmen die Rennerinnen und Renner, die dazu übergebenen, hervorragend gestalteten Teilnehmerbuttons und zum Gruß ein Päckchen mit selbst gebackenen Keksen von Atrennerin Backfee, Anne Krell aus Ilmenau, entgegen.                                                                            

Vor 70 Jahren wurde das Rennsteiglied zum 1. Mal in Hirschbach -Suhl uraufgeführt.                      

Seitdem gehört das Lied, neben dem Runstgesang, zum 1. Liedgut und Pflichtprogramm des Rennsteigvereins.

Die ersten Runsten auf dem, nach der Wiedervereinigung wieder durchgängig freien Rennsteig, fanden vor 30 Jahren, Pfingsten 1991, statt.                                                                                                            

Bei der 2. Pfingstrunstgruppe 1991 war Wanderführer Willi Lehmann mit seiner Frau Erika schon dabei und übernahm auf der 2. Etappe die Wanderführung.                                                                                

Beide wurden zum Schluss zu Altrennern berufen. Er, Druse, sie, Frau von Stein!                                  

Alle diese Ereignisse sollten bei der Runst eine Beachtung finden und gewürdigt werden.

Die Herbstrunst 2021 ist inzwischen die 148. ordnungsgemäß durchgeführte Runst des RV seit der Wiedervereinigung.                                                                                                                                                

Obwohl das Gepäck von Etappenort zu Etappenort zu den Unterkünften, meist langjährigen Traditionshotels, transportiert wird, wird von jedem Mitwanderer auf den einzelnen Etappen volle Leistungsfähigkeit und Kondition gefordert. Ohne Training, eingelaufene Schuhe und gute Socken kommt man selten ohne Blasen und schmerzfrei an das Ziel.                                                                                                                                      

Mit einem Durchschnittalter von 67,7 Jahren, jüngste Teilnehmerin 50 Jahre, ältester Renner 81 Jahre, machten sich nach Mitnahme von Steinen vom Werrastrand, 18 Rennerinnen und Renner und 2 Runstbegleiterinnen, mit der Maßgabe, gemeinsam gehen wir los, gemeinsam kommen wir an,auf den Weg. Das Rennsteiglied auf den Lippen ließen wir Hörschel hinter uns.                                                                                                            

Die 1. Etappe ist mit Ihrer Länge von 33,9 km und den zu meisternden Höhenprofil von 200 m auf 916 m immer eine Herausforderung und führt mit einer Dauer von gut 11 Stunden oft bis zur Leistungsgrenze.

 

Beim Sühnekreuz "Wilde Sau" werden in der Regel bei ungeraden Jahreszahlen die Jungrenner zu Altrenneranwärtern ernannt

Überall, nicht zu übersehen, die Spuren des Borkenkäferbefalls unserer Thüringer Wälder, hier am Anstieg zur Bergwachthütte Auerhahn

das Ehrenmal am Glöckner, einst ein Gedenkstein für die herausragenden Leistungen des Ruhlaer Forstmannes Gottlob König, seit 1922 auch ein Denkmal für die gefallenen Rennsteigvereinsmitglieder im 1. Weltkrieg

Nach der Schillerbuche, kurz bevor der Rennsteig die Straße nach Brotterode kreuzt, erreichen wir diesen Wegeabzweig, der neu beschildert werden sollte, da hier der exakte Rennsteigverlauf nicht mehr angezeigt wird

Die 2.Etappe nach Oberhof, bis ins Übernachtungs-Hotel auch über 30 km, wirkt wegen der geringeren Anstiege und vielen geraden Wegstrecken, durch meist noch intakten Wald, fast wie eine Erholung.

"Stärkung" nach dem Jagdberganstieg vom Trockenberg her

Der Betreiber des Kiosks am Parkplatz und Rennsteighaus „Neue Ausspanne“, sorgt auf unserer dort nun schon traditionellen Mittagsrast wie immer für eine ausgezeichnete Versorgung und damit für gute Stimmung.

Imbiss "Neue Ausspanne" - zuverlässig wie immer!

Auf der 3. Etappe von Oberhof nach Neustadt treffen wir am Rondel immer Freunde aus der Ortsgruppe Suhl des RV 1896. die uns dann bis zur Rast In der Suhler Hütte und zum Gedenkstein von Herbert Roth, am Borstenplatz, begleiten. Dort werden dann zum Abschied und in Würdigung des nun schon 70 Jahre alten Rennsteigliedes, gemeinsam im Wanderkreis rund um das Denkmal aufgestellt, alle 3 Strophen des Liedes gesungen.   

Plänckners Aussicht

alte Tradition - Runstbegleitung - mit den Suhler Freunden am Borstenplatz, Herbert-Roth Gedenkstein

Fototermin Wanderführer mit unseren "Grazien"                                                                                                             Wohlwollend aufgenommen wurden die Aktivitäten der neuen Betreiber des Gasthauses am Großen Dreiherrenstein. Gerne zogen wir da zu einer Kaffeeeinkehr ein.   Am nun schon 425 Jahre alten Großen Dreiherrenstein, 1596 gesetzt, wurde die geschichtliche Bedeutung dieses und der vielen anderen Bodendenkmale auf dem Rennsteig gewürdigt. Kurz danach war die Hälfte der Wegstrecke der Runst geschafft. Anlass für den Wanderführer, jeden einzelnen Runstteilnehmer persönlich mit einem Handschlag dazu zu beglückwünschen und weiter alles Gute auf dem weiteren gemeinsamen Weg zu wünschen. Das Ereignis wurde dann am Abend im Hotel Hubertus mit einem Bergfest mit Überraschungsgästen, viel Gesang und Musikbegleitung, durch den Altrenner Musikus, Herwig Hopf aus Suhl, zünftig gefeiert.                                                                                                                                                                

Am Ende der 3. Etappe oder vor dem Start der 4.Etappe ist es in Neustadt nun auch schon zur Tradition geworden, das vom Thüringer Rennsteigverein geschaffene und geführte Rennsteigmuseum zu besuchen. Damit wird auch der bedeutsame Beitrag dieses Vereins für den Erhalt des geschichtsträchtigen Rennsteigs als historischen Wanderweg, mit seinen vielen Grenzsteinen, Dreiherrensteinen und weiteren Bodendenkmalen, gewürdigt.

Morgens im Neustädter Park in der Ortsmitte

Die Tage der alten Teufelsbuche sind gezählt, eine Ausweichbuche ganz in ihrer Nähe ist schon gefunden und wird noch im Oktober 2021 freigeschnitten

Gefahr für die denkmalgeschützten Grenzsteine durch Holzeinschlag, nicht nur bei Masserberg

defekt und morsch, Rastplatz bei der Pechleite, schon fast ein "Dauerbrenner"

"Aus" für den Wald - oder Umbesinnen auf eine ökologische, weniger störanfällige Forstwirtschaft?

das Rost in Friedrichshöhe ist schon auf "Betriebstemperatur", nur die Gäste fehlen noch - aber nicht mehr lange!

 

doch vorher erst der Begrüßungstrunk

Eine leichte Erholungsphase gibt es nur auf der 4. Etappe nach dem Bergfest auf dem Weg von Neustadt nach Limbach mit Übernachtung im schönen Ort Friedrichshöhe. Dies wird aber genutzt, um vom Rennsteig einen Abstecher zur Fehrenbacher Werraquelle zu machen und für den Tag mit einer Einkehr in der gastlichen, neugestalteten Werraquell Baude und einem Gruppenfoto an der Quelle, weitere angenehme Erlebnisse zu schaffen. In Friedrichshöhe Ist bei unserem Eintreffen im Gasthaus Rennsteig das Kaffeetrinken mit Blaubeerkuchen und Sahne und nach der Weiterwanderung und Rückkehr aus Limbach, mit freundlicher Unterstützung eines Busunternehmens aus Scheibe Alsbach, zur Pension Lutz ein Sektempfang, durch die Wirtsleute schon legendär. Hier kann sich der Wanderer wirklich wie ein König fühlen. Das abendliche Essen im Kleinen Haus am Wald gestaltete sich zum 2. Bergfest und klang mit Tanz und bester Stimmung aus.

gleich nach dem Start in Limbach, Anstieg zum Petersberg

... und immer wieder "Waldbaustellen"...

 

... schnell geholfen, Tobias Rosenbaum aus Neuhaus am Rennweg hat kurzerhand Willi's Wanderstiefel repariert

am Ende der Ernst-Mortz-Arndt-Straße in Neuhaus am Rennweg

auf dem Plateau der Piesauer Höhe, die Laubeshütte, im letzten Jahr noch im "Wald", jetzt vollkommen frei in einer Geisterlandschaft

Die 5. Etappe, von Limbach bis Steinbach am Wald, durch das langgezogene Neuhaus hat es, was die Wegstrecke betrifft, wieder in sich. Zum Glück gibt es nur am Anfang den Sandberg hinauf, einen bedeutenden Anstieg. Erschreckend für uns alle war der Anblick der Gegend, die wir dann kurz hinter dem Wintersportler Denkmal oberhalb von Ernstthal zur Kenntnis nehmen mussten.                        

Noch im Frühjahr 2020 vorhandener dichter Fichtenwald musste wegen Borkenkäferbefall auf einer Fläche von etwa 100 ha total gefällt werden. Der Forstort, Laubeshütte, war nicht wiederzuerkennen und der nun totale, freie Blick ins nahe Frankenland gab uns, was dem nun anstehenden Waldumbau und die notwendige Wiederaufforstung betrifft, viel zu bedenken. Nur gut, dass die Wirtin des Gasthaus Rennsteig in Spechtsbrunn, ihr Haus für uns früher öffnete und wir dort zur späten Mittagsrast einkehren konnten.

Kurz danach kamen wir dann zwischen den geschichtsträchtigen Örtlichkeiten, Kalte Küche und Schildwiese, in das Gebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die wir dann bis nach Blankenstein noch mehrmals. nun ohne Stacheldrahtzaun und scharfer Überwachung, überschreiten konnten. Es war für uns Ehrensache, dass wir an den Stellen, wo an das Leid durch die ehemalige Teilung erinnert wurde, innehielten und dankbar an das was geschehen war und an die uns heute gegebenen Möglichkeiten dachten.

Kobergedenkstein bei Weidmannsheil                                                                                                               

Kurz vor dem Tagesziel in Steinbach erreichten wir den Forstort Weidmannsheil, wo im ehemaligen Forsthaus und späterem Gasthaus vor 125 Jahren der Rennsteigverein gegründet wurde.                  

Nachdem der letzte Wirt das Gasthaus 2 Jahre vor der Wende, 1988, durch Brandstiftung und vorgesehenen Versicherungsbetrug in Flammen aufgehen ließ, präsentiert sich uns heute hier ein trauriger Anblick, eine Wüstung mit den Resten der Ruine und einem ungepflegten Umfeld.                

Nur einige Gedenksteine für den ehemaligen Fürsteher, Julius Kober und den Altrennewart Reinhold Jubelt, sowie eine Hinweistafel erinnern noch an diese alte Traditionsstätte des Rennsteigvereins.   Die Blumenfrauen in unsere Gruppe hatten unterwegs wieder 2 prächtige Waldblumengebinde vorbereitet, die wir in Würdigung der genannten an den Gedenksteinen, niederlegten.                      

Endlich erreichten wir dann Steinbach, wo wir im Hotel und Gasthaus Rennsteig immer gerne gesehen sind und gut betreut werden. Die Abendvesper mundet allen und bald kommt nach der verdienten Labung immer gute Stimmung auf.

Die 6. und letzte Etappe hat weitere Höhepunkte parat. Am großen Kurfürstenstein, dem ältesten und zugleich schönsten Wappenstein des Rennsteigs, im Jahre 1513 gesetzt, (er ist außerdem der älteste wappengeschmückte Grenzstein Deutschlands), werden die Jungrenner, die zum 1. Mal dabei sind in feierlicher Form zu Altrennern berufen und ihre Altrennernamen vergeben. Diese müssen immer Unikate sein. Die Altrennergemeinschaft hatte diese Namen am Vorabend vereinbart. So kann man nun in der umfangreichen Liste folgenden neue Namen finden: Donna Jacobina für Helga aus Poppenhausen, Saaleperle für Barbara aus Saalfeld und Vitale und Kundiger für Ilka und Roman aus Ilmenau.

 

der Waldspielpatz, angelegt von den Brennersgrüner Kindern, wartet jedes Jahr mit neuen Exponaten auf

Im schönen Ort, Brennersgrün, wurde die alte Schule zu einem Rennsteighaus umfunktioniert. Mit der Toilettennutzung und der Möglichkeit, sich selbst einen Kaffee oder Tee zubereiten zu können, kehren wir hier immer gerne ein. Da es im ehemaligen Hauptklassenraum einen wunderbaren Hall gibt, verlassen wir das Haus nie, ohne komplett das Rennsteiglied gesungen zu haben. Brennersgrün verlassen wir auch nie, ohne einen Abstecher zum Grab des von Wilderern 1894 erschossenen Forstwartes und Rennsteigforschers Eduard Birnstiel zu machen und ein kleines Gebinde niederzulegen. In Rodacherbrunn hatte die Wirtin extra für uns noch mal ihren   maReile -Imbiss geöffnet und uns eine Mittagsrast ermöglicht. Altersbedingt möchte sie den Imbiss aufgeben. Wir sind immer gerne bei Ihr eingekehrt. Im Wanderkreis aufgenommen, dankten wir für ihre langjährige Betreuung und Gastlichkeit mit dem Runstgesang. 

                                                                

 

"maReile" Rodacherbrunn

Schappschüsse vom weiteren Verlauf der Herbstrunst

Vor dem Ortseingang von Blankenstein, an den Drei Eichen, heißt es immer von der Gruppe, halt für den Wanderführer. Hier erhält der Wanderführer, wenn er seine Sache gut gemacht hat, als Dank und Anerkennung einen Wanderkranz aufgesetzt, der mit unterwegs gesammelten Blumen und Zweigen ausgeschmückt ist und bei der letzten Rast von den fleißigen Blumenfrauen und weiteren Helfern gebunden wurde.

 

 

 

Auch der Wanderwimpel wird geschmückt und jeder Wanderer erhält ein kleines Sträußchen. So ausgeschmückt ziehen wir dann singend in Blankenstein ein, um an der Selbitzbrücke, die von der Werra mitgebrachten Steine, den Wanderkranz und die Blumensträußchen zum Abschluss und Dank für die gemeisterte Rennsteigwanderung in das Flüsschen werfen.            

Nach gegenseitiger Gratulation und Händeschütteln mit Dank für das gemeinsam gestaltete Runsterlebniss, zelebriert der Wanderführer dann den Abschlussspruch:                                                    

Halali! Die Runst ist aus! Wir fahren als Altrenner nun nach Haus. Doch im Herzen lebt weiter des Rennsteigs Geist, der uns alle zusammengeschweißt, der uns die Liebe zum Walde und zum Wandern erhält, bis einst die Welt zusammenfällt. Wandern ist wirklich eine Kunst! Gut Runst!

Im Quartier gibt es dann eine Abschlusssippung mit der Übergabe der Teilnehmerurkunden Ehrenschildchen, Abzeichen und weiteren Belegen. Da sich in den 6 Tagen der gemeinsamen Anstrengung immer eine tolle Gemeinschaft bildet, gibt es schon beim Abschied oft den Wunsch sich bald auf dem Rennsteig wieder zu treffen, um erneut die Runst zu wagen und den Gemeinschaftssinn zu genießen!  

Zum Gelingen der Herbstrunst 2021 trugen erfolgreich bei:

Zum 1. Mal die neuen Altrenner und Altrennerinnen mit den Namen:

  • Barbara Kretschmar: Saaleperle;
  • Helga Hartlieb: Donna Jacobina;
  • IlkaHeyn: Vitale;
  • Roman Heyn: Kundiger.                              

Zum wiederholten Male die bewährten Altrennerinnen und Altrenner:  

  • Holger Nowak: Bahnrenner 21. x;
  • Hubert Michalski: Gleichklang 9.x;
  • Erich Baumann: Baumeister 7.x ;
  • Helmut Lempa: Waldfreund 7.x;
  • Ulrich Rüger: Markscheider 6.x;
  • Frank Heise: Zack 6.x;                          
  • Friedhelm Bärenklau: Kaltstarter 6.x;
  • Sabine Grams: Lerche 3.x;
  • Ute Lorey: Musherin mit ihrer Hündin Fire 3.x;
  • Andrea Werrmann: Trollius 2.x;
  • Sabine Rother: Wanderbiene 2.x;                                        

Als Runstbegleiterinnen und –Betreuerinnenwaren dabei. Brigitte Webs- Lady Courage und Maria Barsi, mit vorher je 5 erfolgreiche Runstteilnahmen. 2 Teilnehmer brachen, aus gesundheitlichen Gründen die Mitwanderung ab, begleiteten die Gruppe aber auch, als zusätzliche Runstbegleiter, bis in das Ziel.                                                                                                                    

Für Wanderführer, Willi Lehmann, Druse, war es in den 30 Jahren, seit seiner 1. Teilnahme in 1991, seine 19. anerkannte Runst.                                                                                                                   

Wanderführer: Willi Lehmann, AR Druse, Ilmenau im Oktober 2021