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20. Januar
Wie Sefan Ebert, Mitarbeiter Aktivregion Rennsteig, Sportevents und Wintertourismus/ Schneetelefon im Thüringer Wald, vom Regionalverbund Thüringer Wald e.V. mitteilt, wurde die SchneeApp Thüringer Wald aktualisiert.
Sie ist werbefrei im Apple App Store und bei Google Play erhältlich. Weitere Informationen gibt es auch unter www.schnee.app.
 
Foto: © Udo Bernhart | Thüringer Tourismus GmbH Erfurt
 
 

 
 

 

Deutsche Verzweiflung

(Heinrich Hoffmann von Fallersleben – 1850)

In Angst und bürgerlichem Leben
wurde nie eine Kette gesprengt.
Hier muss man schon mehr geben,
die Freiheit wird nicht geschenkt.

Es sind die glücklichen Sklaven
der Freiheit größter Feind,
drum sollt Ihr Unglück haben
und spüren jedes Leid.

Nicht Mord, nicht Brand, nicht Kerker,
nicht Standrecht obendrein;
es muss noch kommen stärker,
wenn’s soll von Wirkung sein!

Ihr müsst zu Bettlern werden,
müsst hungern allesamt,
zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und verdammt.

Euch muss das bisschen Leben
so gründlich sein verhasst,
dass Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last!

Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein bessrer Geist,
der Geist, der über Nacht noch
Euch hin zur Freiheit reißt.

(ohne weiteren Kommentar)

 


 
03. März
Neues aus Kahlert
 
Die unübersichtliche Rennsteigkreuzung in Kahlert wird derzeit durch die Neuinstallation einer Holz-Stein-Konstruktion, ausgeführt von  der Holz- und Dachbaufirma Schmidt aus Schönbrunn, aufgewertet.
Die Idee dafür kommt von Falk Sieder.
 
Der Wanderer wird nach Fertigstellung über die Kreuzung direkt durch diese Konstruktion zur gegenüberliegenden Straßenseite geleitet. 
 
Für das Projekt standen 15.500€ Fördermittel des Thüringer Umweltministeriums zur Verfügung. Damit soll die nachhaltige Entwicklung im UNESCO- Biosphärenreservat Thüringer Wald unterstützt werden.
 
Kreuzung in Kahlert, Aufnahmen während der Bauphase (Fotos: Manfred Kastner, Neustadt am Rennsteig, 03.03.2022)
 
 
 

 
30. April
Jahreshauptsippung des Rennsteigvereins im Schützenhaus in Ruhla
 
Ansicht von Ruhla
 
 
Der angemietete Saal im Schützenhaus von Ruhla war bis auf den letzten Platz besetzt. Es war auch eine besondere Sippung, denn die Neuwahl des Vereinsvorstandes stand an.
Im Vorfeld der Sippung fand für Interessierte eine Wanderung durch die Umgebung von Ruhla statt, die durch Tilo Freiboth von der Ortsgruppe Ruhla vorbildlich betreut wurde.
 
 
 
Der wichtigste Tagesordnungspunkt war dann die Neuwahl des Vereinsvorstandes. Der bisherige Fürsteher, unser Vereinsfreund Kurt Enzi, hatte den Verein mit viel Erfolg 32 Jahre geführt. Wichtige Eckpunkte wie die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten und der Deutsche Wandertag in Eisenach fielen in seine "Amtszeit".
Dafür wurde Kurt mit dem Titel "Ehrenfürsteher des Rennsteigvereins 1896 e.V." von seinem Wegbegleiter und 2. Fürsteher des Vereins, Lutz Hähner, mit der entsprechenden Ehrenurkunde geehrt.
Auch ich möchte mich bei Kurt für seine geleistete Arbeit für den Verein recht herzlich bedanken und ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute wünschen.
 
Kurt Enzi, links, Lutz Hähner rechts
 
 
Der neugewählte Vorstand des Rennsteigvereins 1896 e.V. setzt sich wie folgt zusammen:
 
  • Fürsteher: Prof. Dr. Harald Töpfer OG Ruhla (rechts)
  • 1. Stellvertreter: Lutz Hähner, OG Hainich-Rennsteig (2. von rechts)
  • 2. Stellvertreter: Ernst Haberland, OG Suhl (4. von rechts)
  • Hauptschriftwartin: Margita Betzold, OG Hainich-Rennstieg (3. von rechts)
  • Kurt Enzi führt bis Ende 2022 die Finanzen und Mitgliederlisten (5. von rechts)

Die nächste Jahreshauptsippung 2023 findet in Blankenstein statt.

 



13. Mai
Pressemitteilung
 
Foto: Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
 

Presseinformation | 2022-05-13 | Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
Mit dem Smartphone den Thüringer Wald entdecken

Die neue Thüringer Wald App als digitaler Reisebegleiter für unterwegs

Suhl (10.05.2022) – Pünktlich zum Start in die diesjährige Wandersaison präsentiert der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. die neue Thüringer Wald App mit praktischen Funktionen für den entspannten Wandergenuss auf und abseits des Rennsteigs.

Rennsteigwandern – aber smart

Den Rennsteig als ältesten und bekanntesten deutschen Fernwanderweg kann der Wanderer nun auch mit Unterstützung der Thüringer Wald App erkunden. Doch nicht nur die Etappen des Rennsteigs sind über die mobile Anwendung schnell und übersichtlich erschließbar, sondern auch Informationen zu umweltfreundlicher Anreise, Einkehrmöglichkeiten, besonderen Erlebnishighlights oder Unterkünften entlang der Strecke sind ein Mehrwert für den Nutzer.

Inspiration für Outdoor-Begeisterte

Mit insgesamt knapp 1.000 Tourenvorschlägen, von klassischen Wanderungen bis hin zu Rad- oder Kanutouren sowie zahlreichen Freizeittipps wie Museen, Einkehrmöglichkeiten und Unterkünften, stellt die Thüringer Wald App ein umfangreiches Portfolio an Vorschlägen für Aktiv-, Kultur- und Natururlauber kostenfrei zur Verfügung. Eine eigene Rubrik zum Rennsteig sowie vorsortierte Themenschwerpunkte entsprechend der Hauptreisemotive der Gäste sorgen für eine intuitive Benutzerführung. So finden sich ausgewählte und zielgruppenspezifische Wanderideen unter Schlagworten wie „Kulturwandern“ oder „Natur & Familie“. Die Touren-Tipps mit Aussagen zu Länge, Dauer, Schwierigkeitsgrad und den idealen Tourenstartpunkt liefern kompakte Informationen auf einen Blick. Eine interaktive Karte schlägt je nach Standort entsprechende Routen vor. Für die Urlaubsplanung von zu Hause aus ermöglicht die Filterfunktion die Anzeige passender Streckenvorschläge am Zielort.

Offline-Nutzbarkeit für ungestörte Wandertouren

Da das Mobilfunknetz im Thüringer Wald nicht flächendeckend gewährleistet ist, können die jeweiligen Touren heruntergeladen werden. Die Routen-Informationen sowie die GPS- Navigation sind offline verfügbar. Auch das der Strecke zugrundeliegende Kartenmaterial steht dem Nutzer ohne permanente Netzverbindung zur Verfügung. Über die Downloadfunktion hinaus können die Wanderungen nach vorheriger kostenfreier Registrierung geplant, gespeichert und mit Freunden oder der Familie geteilt werden.

Tourenplaner für die individuelle Routenführung

Neben Tourentipps und ausführlichen Streckenbeschreibungen zu zahlreichen Wander- und Radtouren sorgt ein intelligenter Tourenplaner für maximale Flexibilität. Auf Basis des hinterlegten Kartenmaterials und der bestehenden Wegenetze für Wanderer, Radfahrer und Mountainbiker können Routen selbst zusammengestellt werden. Dabei orientiert sich der Tourenplaner unter anderem am gewünschten Aktivitätsprofil.
Ausgewiesene Reitwege sind ebenfalls darstellbar. Für Wintersportler ist das umfangreiche Loipennetz des Thüringer Waldes integriert. Wer die App auf seinem Smartphone nutzt, erhält zudem Tipps unter anderem zu den schönsten Aussichtspunkten oder regionalen Einkehrmöglichkeiten.

Navigationsfunktion für (fast) alle Bewegungsarten

Für die Orientierung vor Ort ist die Navigationsfunktion essentiell. Insbesondere Radfahrer nutzen dieses Feature entlang ADFC-zertifizierter Wege oder Genuss-Radwege. Aber auch Mountain- und Gravelbiker sowie Rennradfahrer profitieren von diesem Feature. Auch Kanutouren, unter anderem an Thüringer Meer und Saale, oder Nordic-Walking-Strecken und Langlaufrouten sind via App navigierbar.


Direkte Buchbarkeit von Angeboten

Über die klassischen Features hinaus, bietet die Thüringer Wald App eine direkte
Buchungsoption für Freizeitangebote zahlreicher Partner. In Kooperation mit der
Buchungsplattform REGIONDO können ausgewählte Leistungsträger konkrete Angebote im „Erlebnisportal Thüringer Wald“ darstellen, das über die Website des erreichbar ist. Zudem sind die direkt buchbaren Leistungen via App verfügbar. Weitere organisierte Erlebnisangebote, wie die Touren von „Zertifizierten Natur- und Landschaftsführern“ (ZNL), begleitete Aktivangebote oder Führungen durch Museen und Ausstellungen können über einen redaktionellen Zugang von Touristikern jederzeit ergänzt und live in die App integriert werden. Damit bietet der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. eine wichtige Plattform zur Vermarktung regionaler Angebote.

Die Akteure im Hintergrund

Die Inhalte der App befinden sich in fortlaufender Optimierung. So zeichnen sich unter anderem lokale Touristiker oder ausgebildete Wanderwegewarte für entsprechende Strecken verantwortlich, prüfen deren Qualität und nehmen notwendige Anpassungen über das „Tourenportal Thüringer Wald“ vor, dessen Inhalte direkt mit der App verbunden sind.

So wird das Touren-Angebot der Thüringer Wald App stetig von Fachleuten vor Ort aktualisiert und erweitert.

SchneeApp bleibt separat verfügbar

Die bekannte und etablierte SchneeApp ergänzt die Thüringer Wald App auch weiterhin als separate mobile Anwendung. Die speziell für den Winter entwickelte App zeichnet sich durch ihre Spezifizierung auf wintersportrelevante Detailinformationen aus. Die beiden Produkte bieten im Verbund die ideale Grundlage für eine ganzjährige nutzerorientierte Urlaubs- und Tourenplanung, sowohl von zu Hause aus als auch direkt vor Ort.

Streckenvielfalt der Thüringer Wald App

  • 581 Wanderrouten
  • 92 Radtouren, davon 46 Mountain- und Gravelbike- sowie 36 Fernradtouren
  • 23 Nordic Walking Strecken
  • 24 Kanutouren
  • 193 Langlauftouren
  • 53 Winterwanderungen

Kostenfrei in den bekannten Stores verfügbar

Die outdooractive-basierte neue Thüringer Wald App ist ab sofort kosten- und werbefrei im App Store (Apple) und bei Google Play erhältlich. Die App und weitere Informationen sind auch unter www.thueringerwald.app abrufbar.

QR-Code für Google Play


QR-Code für App Store (Apple)

Stellvertretend für den Regionalverbund stehe ich Ihnen für alle Fragen rund um die Thüringer Wald App jederzeit gerne zur Verfügung.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung bei der Weiterverbreitung.

Mit freundlichen Grüßen,

Adrian Seeber

Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

Bahnhofstraße 4-8 (Haus der Wirtschaft) | 98527 Suhl

Tel.: +49 (0) 3681 – 35 305 17

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Web: www.thueringer-wald.com

Der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. ist ein Zusammenschluss von acht Landkreisen, Städten, Gemeinden, ThüringenForst-AöR, IHK, privaten Leistungs-trägern und Verbänden im Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge entlang des Rennsteigs. Als Managementorganisation ist er verantwortlich für die touristische Entwicklung des Mittelgebirges Thüringer Wald in enger Kooperation mit der Landesmarketingorganisation des Freistaates Thüringen (TTG)


Foto: Regionalverbund Thüringer Wald e.V.

 

23. Mai
Buswartehalle in Kahlert fertiggestellt

Die neue Buswartehalle in Kahlert wurde rechtzeitig kurz vor dem Start des GutsMuths-Rennsteiglaufes fertiggestellt. Wir berichteten bereits im März 2022 über die laufenden Bauarbeiten. Die alte Haltestelle auf der anderen Straßenseite wurde abgebrochen. Nun ist es möglich auf dem Weg über den Rennsteig an dieser unübersichtlichen Stelle durch die Halle zu gehen, um den Rennsteig auf der anderen Straßenseite unterhalb der Böschung in der Wiese weiter zu folgen (je nach Laufrichtung auch in umgekehrter Richtung).

Die Fotos wurden freundlicherweise von Manfred und Olaf Kastner, Neustadt am Rennsteig zur Verfügung gestellt

 

 

 


 

02. Juni
Erdgasleitungsbau EGL 442 zwischen Neuhaus am Rennweg und Limbach

Nach Auskunft des Regionalverbundes Thüringer Wald und der Oberbauleitung für den Gastrassenbau ist eine Umleitung während der Bauarbeiten, bei welcher der Rennsteig in Höhe des Grenzsteines 91 gekreuzt und weiter unten am Sandwieschen tangiert wird, nicht zwingend notwendig. In Absprache mit der Bauleitung erfolgen notwendige Umleitungen zeitnah und ohne große Umwege. Das Gleiche trifft im Bereich des Neubaues der Molchstation in Limbach zu. Wir bitten, dass die Wanderer und Radfahrer auf entsprechende Hinweise achten und den Forderungen des Baubetriebes Folge leisten. Die Arbeiten sollen bis zum 30.11.2022 abgeschlossen werden. Danach wird der Rennsteig an den betroffenen Stellen wieder in einen begehbaren Zustand versetzt.

Rennsteig bei Grenzstein 91

Blick in Richtung Zyriaksbrücke

Sicherung betroffener Grenzsteine, hier Stein 95b

 

Baustelle aus Blickrichtung vom Sandwieschen zum Rollkopf

Sandwieschen, hier verläuft die Gastrasse rechts vom Rennsteig auf dem sogenannten Arbeitsdienstweg nach Limbach (Orientierung: vor den Radfahrern rechts ab)

 

04. Juni bis 12. Juni
Sommersonderrunst mit Willi Lehmann

Abweichend von der üblichen Dauer einer Runst von 6 Tagen führten wir unter der Führung von Willi Lehmann anlässlich seines 80. Geburtstages (April 2022) eine Sonderrunst in 8 Tagen über den Rennsteig durch. Da es sich  2022 um ein gerades Jahr handelt, verlief die Laufrichtung von Blankenstein nach Hörschel.

Nachfolgend die Bilder dieser Runst, bei welcher wir am Ende in Hörschel Willi in gebührender Form als Wanderführer verabschiedeten, was aber nicht heißen soll, dass er sich von seinem geliebten Rennsteig gänzlich verabschieden wird. Er hat mir versprochen, bei einer der nächsten Runsten, wieder dabei zu sein.

 

04. Juni Abendsippung in Steinbach

21 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde trafen sich am 04.06.2022 abends in Steinbach am Wald in unserer Stammunterkunft im Hotel "Rennsteig" zur Abendsippung, bei welcher sich die Runstteilnehmer vostellten und der Runstablauf besprochen wurde

 

05. Juni, Blankenstein bis Brennersgrün

Plätzchen von unserer "Backfee", eine Tradition, schon viele Jahre lang

in diesem Jahr haben wir die begehrten Rennsteigplätzchen mit auf unsere Tour in den Hohen Norden Europas an das Nordkapp mitgenommen

in die Jahre gekommen, aber ausgebessert, die Selbitzbrücke, Startpunkt unserer Runst

 

Taufe des Wimpels in der Selbitz

 

Gruppenfoto am Steinernen Wanderer.
Bis 1903 stand hier ein hölzerner Rennsteigmönch (07. August 1898 aufgestellt). Beide wurden von Kommerzienrat Wiede
gestiftet

historisches Foto des hölzernen Rennsteigmönches von Otto Rost aus dem Jahre 1903, kurz vor der Einweihung des neuen
Steinernen Wanderers

auf dem Weg vor Schlegel

ein in die Jahre gekommener Rastplatz kurz vor dem Grumbacher Friedhof. Derartige Mängel werden noch während
der Runst beim zuständigen Regionalverbund mit Foto und Standort angezeigt und in der Regel auch kurzfristig in Ordnung
gebracht

unser Wanderkönig Willi

auch der Meiler Hohe Tanne, eine Schutzhütte, bedarf einer dringenden Reparatur

 

am Grab von Eduard Birnstiel erfahren wir von Lutz Hähner, der uns an diesem Tag begleitete, wie sich der heimtückische
Mord an Eduard Birnstiel zugetragen hatte.

Noch kurz vor seinem Tod traf Birnstiel im Wald bei Brennersgrün auf Johannes Bühring. An jenem Pfingstsonntag,
den 13. Mai 1894, entstand eine kurze Freundschaft zwischen den Beiden.
"Hoh!...Wohin des Wegs...Er ist wohl auf der Suche nach dem Rennsteig", soll Birnstiel  Bühring im Wald zugerufen haben.
Später am Tage trafen sie sich noch im Gasthof "Zum Grünen Baum" in Brennersgrün und besprachen ihr weiteres
gemeinsames Vorgehen zur Erkundung des Weges zwischen Brennersgrün und der Hohen Tanne.

Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Am 19. Mai, nur wenige Tage später, wird Eduard Birnstiel von Wilderern im
Rottenbacher Forst erschossen. Der Sohn von Ernst Franke, Richard, erschoss Birnstiel mit einer Schrotflinte. Nach
einer langjährigen Haftstrafe wurde er begnadigt.

Aus der Hand von Lutz Hähner erhält Willi am Abend für seine jahrzehntelange Arbeit im Verein das goldene Ehrenschild

 

 

06. Juni, Brennersgrün bis Spechtsbrunn

Ausgangspunkt der zweiten Etappe war der Parkplatz am Ortsausgang von Brennersgrün in Richtung Lehesten

Rückblick auf Brennersgrün mit seinen liebevoll gestalteten schieferverkleideten Häuser

Totholz mit Baumschwamm

Totholz mit...

Unsere Jungrenner Sylvia und Norbert werden, wie es Tradition ist, am Kurfürstenstein von 1513, zum "Altrenneranwärter"
geschlagen

Jubeltstein auf Weidmannsheil mit neuer Abdeckplatte

 

Koberstein

Das Waldhaus, die Gründungsstätte des Rennsteigvereins, um 1980

durch Brandstiftung wurde am 29.02.1988 das gesamte Anwesen komplett zerstört und bis heut nicht mehr aufgebaut
(Bilder vom Brand: Martin Weber, Ludwigsstadt)

 

der gegenwärtige Zustand des Anwesens stellt sich als äußerst desolat dar

 

 

der Rote Turm, Jagdversammlungsplatz in der Vergangenheit

Waldschäden durch den Borkenkäfer begegnen uns am gesamten Rennsteig

 

Bei dieser Runst haben wir nach Steinbach am Wald den Originalrennsteig an der Frankenwald Hochstraße verlassen und
begaben uns auf die nördlich davon verlaufende Umgehungsroute, die uns auch an eine schöne Quelle im Tal oberhalb von
Ebersdorf führte

 

07. Juni, Spechtsbrunn bis Friedrichshöhe

Am Brand, trotz Dauerschließung der Gaststätte, machten wir trotzdem eine kurze Rast

auch hier wieder die Schäden durch den Borkenkäferbefall der letzten Jahre

die Triniusrast würde trotz Aussicht eine grundlegende Sanierung vertragen

in Ernstthal ist das ganze Jahr Weihnachten

Erklärung zur Geschichte des Dreiherrensteins Hoher Lach am Ortseingang von Neuhaus am Rennweg, Igelshieb

Gruppenfoto am "Kustel" in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße, Neuhaus

Einkehr bei Tobias Rosenbaum, der uns schon oft mit kurzfristigen Schuhreparaturen geholfen hat

Riesenstuhl am Alsbachberg

kurz nach dem Dreistromstein, das Tagesziel Friedrichshöhe ist nicht mehr weit

Begrüßung mit einem Glas Sekt im Gasthof Rennsteig unserem Quartier für heute

traditionell gibt es hier den legendären Blaubeerkuchen

... und am Abend feiern wir Party - vergessen sind die Strapazen der heutigen Wanderung

... mit Blick in das Friedrichshöher Land

 

08. Juni, Friedrichshöhe bis Neustadt am Rennsteig

Gemeinsam geht' weiter in Richtung neues Tagesziel

An der Eisfelder Ausspanne

in die Werraquell-Hütte kehren wir immer gerne ein und nehmen den kleinen Umweg gerne in Kauf

an der Fehrenbacher Werraquelle, einer von 2 steitbaren Werraquellen

Der Clingestein, errichtet zu Ehren des Rennsteigforschers Paul Clingestein aus Zeitz, oben auf dem Eselsberg bei Maserberg

am Gedenkstein von Förster Lassman, der von Wegelagerern erschossen wurde (von rechts nach links: Erich Baumann, Willi
Lehmann, Ulrich Rüger)

die neue Bushaltestelle von Kahlert

 

 

über Neustadt am Rennsteig braut sich etwas zusammen

Bergfest im "Hubertus" Neustadt, Norbert (rechts, Mundharmonika) und Herwig (links) in ihrem Element

 

09. Juni, Neustadt am Rennsteig bis Oberhof

Über die Mitte des Rennsteiges werden wir von Willi persönlich geführt

die Waldschänke am Großen Dreiherrenstein hat nach dem Besitzerwechsel zur Freude der Wanderer wieder geöffnet

 

am Bahnhof Rennsteig werden wir von zahlreichen Mitgliedern der Suhler Ortsgruppe des Rennsteigvereins begrüßt, die uns bis
zur Suhler Hütte begleiten. Willi wird hier im Beisein der Presse von Mitarbeitern des Thüringer Biosphärenreservats als zertifizierter Wanderführer geehrt und verabschiedet.

 

in der Suhler Hütte kehren wir zur Mittagsrast ein

...und treffen alte Bekannte von früheren Runsten

Plänckners Aussicht mal etwas anders

der höchste Punkt des Rennsteiges am Beerberg wird gemeinsam überschritten

 

Rondell

Oberhof am Abend, Blick aus dem Fenster unserer Unterkunft "Waldschlösschen"

 

10. Juni, Oberhof bis Spießberghaus

Am Gustav-Freytag-Stein, einer Nachbildung des ehemaligen Dreiherrensteines, der um 1940 wahrscheinlich gestohlen wurde,
erklärte Willi die Bedeutung des Landesgrenzsteines, einer von 9 ehemaligen Dreiherrensteinen am Rennsteig

Oberlautenberg, aus dem ehemaligen Aufmarschweg russischer Panzer auf ihrem Weg von Meiningen in Richtung Gotha ist
unterdessen ein Biotop geworden, der Rennsteig , der hier mitten durch die Wasserfläche verlief, wurde um das feuchte Hindernis
herum verlegt

 

Sogar ein lange vermisster Grenzstein fand sich wieder, wenn auch nur das Sockelstück des Grenzsteines 116

die neue Erich's Ruh an der Wiedesuhlwiese

Neue Ausspanne, der Imbiss, der immer geöffnet hat, ist zu einer festen Instanz für uns Rennsteigwanderer geworden

Gleich daneben befindet sich das Rennsteighaus mit Ausstellungsräumen, Dusche und WC's

unser Tagesziel, das Spießberghaus

 

 

11. Juni, Spießberghaus bis Ascherbrück

über die Reitsteine geht es hoch zum Gipfel des Großen Inselsberges

 

ein neuer Imbiss auf dem Gipfel des Inselsberges

ein historischer Gauß'scher Vermessungspunkt

sie sind dann doch weiter mitgelaufen

Venetianerstein, mystisch, geheimnisvoll

Gefahr durch rücksichtslose Holzlagerung für den Viehhutstein von 1528

 

Die seltsamen Wandlungen eines seit 1996 unter Denkmalschutz stehenden Grenzsteines, Nr. 13 von 1772 - oder würde man so
Goethe und Schiller in Weimar oder die Wartburg in Eisenach anstreichen, die stehen nämlich auch unter Denkmalschutz
2002 undefinierbares Zahlenwerk in weißem Latex

2006, leichtes Grün am Steinkopf

2018: Rot

2019: rot, aber irgendwie anders

2020: Signalgrün, damit der Stein überhaupt sichtbar ist

2021: grün nun aber, dass der Stein auch von der Seite sichtbar ist

2022, Juni: rot, grün - ich freue mich schon auf die Herbstrunst!

Waldschänke Dreiherrenstein, Weißenberg

Imbiss "Zur Wallfahrt", Schillerbuche

liebevoll gepflegte Schutzhütte in der Nähe vom Glöckner

Glöckner, oberhalb von Ruhla, vor 100 Jahren wurde er zum Ehrenmal des Rennsteigvereins eingeweiht

Blick vom Glöckner hinunter auf die Felsformation mit den Namen der gefallenen Renner des Ersten Weltkrieges

Königsstuhl, benannt nach dem Förster Gottlob König, der sich im Forstgebiet rund um Ruhla zu Beginn des 19. Jahrhunderts
verdient machte und dem bereits 1813, lange bevor der Rennsteigverein sich den Felsen zu eigen machte, ein Großteil der
östliche Hälfte des Felsens gewidmet wurde. "1813 gepflanzt für 1871" haben hier seine Schüler ein einen stattlichen Felsen
eingemeißelt, der auch als "Rennsteig-Sphinx" bezeichnet wird. Das bedeutet nichts Anderes, als dass das Holz welches 1813
zur Pflanzung kam, 1871 genutzt werden konnte, wenn man nach den Berechnungsgrundlagen, die König1813 publizierte, gehen
konnte.

Wald auf der Vogelheide vor dem Bergwachtstützpunkt Auerhahn, ehemals von Gottlob König angelegt

Die Ruhlaer Rennsteigfreunde gestalteten die Schweinaquelle neu, ein Abstecher dorthin lohnt sich

 

 

12. Juni, Ascherbrück bis Hörschel

Nostalgie an der Hohen Sonne. Bei Fahrten mit der Postkutsche wurde von den Gästen sogenanntes "Schmiergeld" kassiert, ein Sprachgebrauch, der sich bis in unsere Tage erhalten hat, allerdings in abgewandelter Form.

 

 

Steinkontrolle

 

Vorbereitungen zur Altrennertaufe an der Wilden Sau

Sylvia (Mitte) erhält den Rennernamen "Thüringer Madle", Norbert (links) erhält den Namen "Mundharmonikus"

Das Sühnekreuz "Wilde Sau"

2022 - Gonnermannseck

2016 - Gonnermannseck

 

 

Am Ende der Runst - das Werraufer

 

Die Heimat will erwandert sein!
Du wähnst, der Heimat Herr zu sein,
und bist doch nur zu Gast.
Denn dann erst ist die Heimat dein,
wenn du sie dir erwandert hast!

(Arthur Richter-Heimbach, 1879-1947)

 

10 Juni
"Neue Mitte des Rennsteiges" eingeweiht
(Wir berichteten in der Chronik bereits in der Vergangenheit über den Stand der Baumaßnahmen)


Auf der Kreuzung von Kahlert wurde die neue Bushaltestelle eingeweiht. Die Neugestaltung der Kreuzung war bereits länger angedacht. Falk Sieder von der Holz- und Dachbau GmbH aus Schönbrunn fasste seine Vorstellungen in eine Projektskizze.  Im März 2021 begannen die Arbeiten, für die nur regionale Materialien verwendet wurden. Die Gesamtkosten betrugen 19.179 Euro. Die Sparkasse des Ilmkreises stellte hierfür einen Betrag von 3000 Euro zur Verfügung.

Es ist ein wahres Kleinod am Rennsteig entstanden. Bleibt nur die Hoffnung, dass es uns lange erhalten bleibt.

Blick aus Richtung Kahlert kommend

Rastmöglichkeit im Inneren

Wegweisung mit neuen Wegweisern

 

 

Blick in Richtung Altenfeld

Blick in Richtung Gießübel

Bushaltestelle

Bushaltestelle gegenüber

 

10. Juni
Schweinaquelle, Jagdschloss "Ruhlaer Häuschen"

Am 10 Juni fand an der Schweinaquelle eine kleine Feierstunde statt. Bei dieser Gelegenheit wurde im Beisein des Ruhlaer Bürgermeisters Dr. Slotosch eine Erinnerungsstelle an das ehemalige Jagdschloss "Ruhlaer Häuschen" eingeweiht.

Die Quelle selbst wurde vor einigen Jahren neu eingefasst. Neben der Quelle entstand eine kleine Ruhezone mit mehreren Sitzmöglichkeiten. Eine Tafel erinnert daran, dass sich hier ganz in der Nähe das ehemalige Jagdschloss "Ruhlaer Häuschen" befand, das im Auftrag von Herzog Ernst August I (Sachsen-Weimar-Eisenach) im 18. Jahrhundert vom berühmten Landbaumeister Gottfried Heinrich Krohne (Ilmenauer Amtshaus) errichtet werden sollte. Als der Herzog im Jahre 1748 verstarb, verebbte auch das Interesse an der Fertigstellung des Baues und verfiel. Der Standort wurde im Rahmen einer Bachelor-Arbeit der Fachhochschule Erfurt im Jahre 2020 anhand von historischen Beschreibungen ermittelt. Demnach erreichte man  in einer Entfernung von 300 m nach der Wegekreuzung Ruhlaer Häuschen in Richtung Inselsberg einen Wegweiser. Dort musste man in einen Waldweg einbiegen, in dessen Verlauf nach 100 m das Jagdschloss gestanden haben soll. An dieser Stelle befindet sich gegenwärtig der Teich und die Schweinaquelle.

neuer Wegweiser zum Bodendenkmal "Ruhlaer Häuschen" und zur Schweinaquelle

Die gefasste Schweinaquelle

Infotafel am Standort

Herzog Ernst August I (19.04.1688-19.01.1748), gemalt 1869, Standort Neues Museum Weimar
Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Teich

Rastplätze

 

14. Juni
Dreiherrenstein "Am Glasbach"

Eine Nachbildung des ehemaligen Dreiherrensteines "Am Glasbach" wird von Mitgliedern der Ortsgruppe Ruhla des Rennsteigvereins 1896 e.V. symbolisch neu gesetzt. Der jetzige Grenzstein aus Ruhlaer Granit steht in etwa dort, wo einst der nach 1990 verlorengegangene frühere Dreiherrenstein stand.

Foto 1-3: Tilo Freiboth

(1) Tilo Freiboth von der Ortsgruppe Ruhla am neu gesetzten Grenzstein

(2) Der Ersatzstein

(3) Die Hoheitsverhältnisse

(4) Ausschnitt aus der Karte mit dem Grenzzug zum Glasbachstein (Nr. 1) aus dem Jahre 1788, aus dem ehemaligen Bestand des Katasteramtes Bad Salzungen

 

18. Juni
Glöcknerfeier - 100 Jahre Rennsteigehrenmal Glöckner

 Bild: Willi Lehmann

Bild: Willi Lehmann

Am 08. Juni 1922 wurde das Rennsteigehrenmal am Glöckner eingeweiht. In diesem Jahr feierten wir den 100. Jahrerstag des Denkmales.

Die Einrichtung des Denkmals geht auf eine Initiative des Ruhlaer Pfarrers Lothar Koch zurück. Ursprünglich wurde das Felsmassiv "Glöckner" als Gedenkstätte für die Leistungen des Försters Gottlob König im Jahre 1813 von seinen ehemaligen Schülern der im gleichen Jahr gegründeten Forstschule Ruhla eingeweiht.

die ehemalige Forstschule in Ruhla (Bilder: archiv-rüger)

So wurde der östliche Teil der Felsgruppe ein Wahrzeichen für die forstlichen Leistungen von Gottlob König. Auf der westlichen Felsgruppe hingegen erinnert nur noch der sich dort befindliche "Königsstuhl", ein aus Ruhlaer Granit gehauener Stuhl, an Gottlob König.

Gottlob König

Am Rande der östlichen Felsgruppe befindet sich auch der als "Rennsteigsphinx" später bekannt gewordene Einzelfelsen mit der für manchen Besucher rätselhaften Inschrift: 1813 WURDE HIER GEPFLANZT FÜR 1871. Bereits Plänckner erwähnte diese Inschrift im Jahre 1830. Die Erklärung ist einfach, sie steht ja in Fels gemeißelt vor uns. In seinen forstlichen Berechnungen geht König davon aus, dass man das Holz, welches 1813 gepflanzt wurde, im Jahre 1871 verwerten konnte.

Mit der am 08. Juni 1922 eingeweihten Gedenkstätte erinnert man an die gefallenen Renner im ersten Weltkrieg.

Die Vorbereitungen zur 100-Jahrfeier übernahm die Ortsgruppe Ruhla des Rennsteigvereins 1896 e.V. Durch den Bauhof der Stadt Ruhla wurde zusätzlich noch eine neue Sitzgruppe aufgestellt. Die Frauen der Ruhlaer Ortsgruppe des Rennsteigvereins sorgten mit schmackhaften Kuchen für das Wohl der anwesenden Gäste.

Um 14.00 Uhr begannen die Feierlichkeiten am Glöckner. Trotz hoher Temperaturen, waren ca. 100 Besucher gekommen. Die  Geißenalmer Alphornbläser eröffneten die Gedenkfeier. Der Ruhlaer Bürgermeister Dr. Slotosch begrüßte die Gäste.

Christine Lieberknecht, Präsidentin des Thüringer Wanderverbandes und Thüringer Ministerpräsidentin a.D. hielt die nachstehende Gedenkrede. Lutz Hähner trug anschließend Victor von Scheffels Rennsteig-Epos vor. Nach dem gemeinsamen Singen des Rennsteigliedes von Herbert Roth, überreichte Lutz Hähner die Wimpelbänder an die anwesenden Ortsgruppen.

Es war ein besonderer Nachmittag, ein Nachmittag der Besinnung, ein Nachmittag der Wiedersehensfreude, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Karte aus dem ehemaligen Katasteramt Bad Salzungen von 1788 mit der Glöckner (Glöckler) Felsgruppe

zu Beginn des 20. Jahrhunderts

um 1936

 Königsstuhl, hier mit Julius Kober um 1936

2002

2004

2018

100 Jahre Ehrenmal des Rennsteigvereins 1896 e.V. am Glöckner

G e d e n k r e d e   am   18. J u n i 2022

Lieber Erster Fürsteher Prof. Harald Töpfer,
liebe Rennerinnen und Renner,
lieber Bürgermeister Dr. Gerald Slotosch,
liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde aus Nah und Fern,

herzlichen Dank für die Initiative und Einladung zum Gedenken an die Weihefeier am Ehrenmal für die gefallenen Renner des Ersten Weltkriegs vor einhundert Jahren.

Heute ist dieses Ehrenmal allen gestorbenen Rennerinnen und Rennern des Rennsteigvereins gewidmet.

Am 8. Juni 1922 hat die Weihe dieses Ehrenmals stattgefunden. Damals trauerten die Menschen im ganzen Land um die Toten. In jeder Stadt, in jedem Dorf, in jeder noch so kleinen Gemeinde errichteten die Hinterbliebenen ein „Kriegerdenkmal“. Der Blutzoll, den damals Hunderttausende, ja Millionen von Familien im Land für die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, wie man später den Ersten Weltkrieg bezeichnete, entrichtet hatten, wog schwer. Bis heute legen Kirmesvereine in den Dörfern Kränze an den Denkmalen für die Gefallenen und Opfer der Weltkriege nieder und ein Trompeter spielt das Lied vom „Guten Kameraden“.

Ich erinnere mich an meine Kindheit. Die Großmütter von damals trauerten noch bis in die 1960er, 70er und 80er Jahre, kurz: so lange sie lebten, um ihre im Ersten Weltkrieg verlorenen Brüder. Im Zweiten Weltkrieg waren es die Söhne. Das ist mir tief erinnerlich.

Zugleich waren die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg eine Zeit der Hoffnung, das Aufbruchs, der Sehnsucht nach neuem Leben derer, die davon gekommen waren.

„Das Alte stürzt,
es ändert sich die Zeit
und neues Leben
blüht aus den Ruinen.
Und neues Leben blüht...“

Das sind Verse, die die jungen Schülerinnen und Schüler 1920 am Weimarer Bauhaus hundertfach, ja tausendfach, für ihre Schriftübungen nutzten. (Ein Exponat im Weimarer Bauhausmuseum hat uns diese Verse überliefert.)

Wieviel Hoffnung, wieviel Neubeginn spricht aus diesen Versen!

In der Wanderbewegung erhielt das Jugendwandern einen enormen Aufschwung und erreichte eine einmalige Beliebtheit. Ja – es war zur Botschaft einer ganzen Generation geworden: Hinaus in die Natur. Da bist du frei!

Manche sprachen sogar von einer „Revolution der Seele“ (Muck Lamberty).

Charismatische Gruppen wie die „Neue Schar“ zogen mit ihren Anführern durch die deutschen Länder, auch hier in Thüringen, und verkündeten einen regelrechten „Jugendrausch“. Einer der prominentesten war Friedrich, genannt Muck, Lamberty. Auf von ihm verfassten Flugblättern und Handzetteln war zu lesen:

„So kommt es sicher, dass die Jungen sich verbinden, gegen alles Morsche und Faule und gegen die Verderbtheit der heutigen Gesellschaft zu kämpfen, die Jugend, die über allen Parteien steht, um des Lebens willen… Wir wollen mit euch leben und kämpfen gegen Vergnügungen aller Art, die die Jugend ausbeuten an Leib und Seele aus Geldinteressen, und rufen euch auf, die Tage mit uns zu verbringen in rechter Fröhlichkeit.“

Soweit eine damals im Jugendwandern verbreitete Stimmung in einer auch politisch sehr unruhigen Zeit für die junge Weimarer Republik.

Liebe Rennerinnen und Renner,

der Rennsteigverein hielt in dieser Zeit des Aufbruchs und des Neuanfangs seiner Tradition und seiner Geschichte die Treue.

Er betrauerte seine im Krieg gefallenen Renner und errichtete ihnen dieses Ehrenmal.

Gleichzeitig aber war den damals Verantwortlichen wichtig, die im Krieg gefallenen Renner einzubetten in ein Ehrenmal, das den toten Rennerinnen und Rennern des ganzen Rennsteigvereins 1896 gelten sollte.

Wie die Rennerinnen und Renner immer Teil der ganzen Familie des Rennsteigvereins sind, so sollten sie auch im Tod Teil dieser Familie bleiben – also beieinander.

Eindrücklich stehen dafür die Namen der Gründer Ludwig Hertel, gestorben 1910 und Johannes Bühring, dessen Gedenken man nach seinem Tod im Jahr 1937 hinzufügte.

Besonders beim Gedenken an Johannes Bühring bewegt es mich bis heute, dass unser Gedenken an den Vater 1937 seinen drei ums Leben gekommenen Söhnen folgte. (Zwei Söhne fielen im Ersten Weltkrieg, einer starb danach.)

Das sind Schicksale von Familien, die uns heute mit dem brutalen Überfall Russlands auf die Ukraine wieder ganz neu vor Augen stehen.

Die allermeisten von uns – auch ich – hätten einen solchen Krieg nicht mehr für möglich gehalten, nicht in Europa.

Und wohl nicht nur ich frage mich: Werden dieses Leiden und Sterben, werden dieser Hass und die nackte, abgrundtiefe Gewalt denn niemals aufhören? Was geht in den Hirnen von Menschen vor, die wissen, dass mit ihren Waffen Menschen brutal zu Tode kommen? Was sind das für Irrungen, für Verblendungen? Abgrundtief!

Der Initiator dieses Ehrenmals und damaliges Vorstandsmitglied im Rennsteigverein, Pfarrer Lothar Koch, nahm diese klagenden Fragen auf. Er zitierte bei der Einweihung des Mahnmals am 8. Juni 1922 ein altes Wallfahrtslied, einen Psalm aus der Bibel. Es ist der Psalm 121, Vers 1-2. Den Hinweis darauf haben wir auf unserem Weg hierher zur Erinnerung daran auf einen Stein geschrieben lesen können.

Wie es damals am 8. Juni 1922 Lothar Koch getan hat, lese ich Psalm 121:

1 „Ich hebe meinen Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?
2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.
4 Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.
5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts.
7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“

Liebe Rennerinnen und Renner,

Gott übersteigt unsere Vernunft. Seine Wege sind nicht unsere Wege.

Viele können heute damit nicht mehr viel anfangen. Trotzdem finde ich diese Worte tröstlich. Ganz gleich welcher Religion jemand angehört, oder ob er überhaupt nicht religiös gebunden ist, erlebe ich immer wieder:

Wenn wir aufschauen zu den Bergen, wenn wir uns wandernd in Wald und Flur, auf Wiesen und Auen, am Wasser und am Uferrand bewegen, ereignet sich etwas ganz Berührendes:

Unsere Sinne können Gott nicht ergründen. Aber:

Wir können s e h e n   - das Licht, die Sonne, die Sterne in der Nacht, manchmal sogar ein Glühwürmchen, einen Regenbogen…

Wir können h ö r e n   - die Vögel, das Rascheln im Laub, das Säuseln des Winds in den Bäumen, das Quaken der Frösche und Schnattern der Enten am Weyer…

Wir können r i e c h e n - die Blumen auf der Wiese, Blüten an den Sträuchern, Pilze im Waldboden, die frische Erde nach einem Regenguss…

Wir können s c h m e c k e n - Sauerampfer auf der Wiese, das Wasser aus der Quelle, Beeren im Wald, Haselnüsse und Bucheckern, Felsenbirnen…

Wir können f ü h l e n - die Feuchtigkeit der Luft auf unserer Haut, die Wärme des Tages und die Kühle der Nacht, das Moos unter unseren Füßen…

Mit unseren Sinnen dürfen wir uns beheimatet fühlen in der Natur, die wir durchwandern,

die wir - mit keinem Auto, mit keinem Flugzeug und auf keiner Datenautobahn – sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen können.

Und: Wir ahnen, wie einmalig sie ist; aber auch, wie viel wir durch den Expansionsdrang des Menschen bereits verloren haben.

Der Rennsteig hatte ja schon immer eine ganz besondere Anziehungskraft. Er zog die Wanderer in seinen Bann als Geschenk von Gottes schöner Natur und mit seinen kulturgeschichtlichen Spuren unserer Vorfahren: die Grenzsteine, die vielen „Dreiherrensteinen“, die in der Regel vom friedlichen Zusammenleben und der Akzeptanz einmal vereinbarter Grenzen früherer Generationen zeugen, die Steinkreuze mit ihren Geschichten und Legenden, Gedenksteine, wie hier am Glöckner…

Wer einmal diesen Jungbrunn fand, der schöpft aus keinem andern: Thüringer Wald, Thüringer Land, nur hier mag ich noch wandern.“ So hat es Victor Scheffel seinerzeit empfunden und uns überliefert.

Liebe Rennerinnen und Renner,

da ist es nur folgerichtig und gut, einen Ort inmitten dieser wunderbaren Landschaft zu haben, von dem wir wissen:

Wenn ich einmal meine letzte Wanderung vollendet haben werde, gibt es einen Ort, da werden die Rennerinnen und Renner meines Vereins auch an mich denken. Sie werden an mich denken, wie sie das nun schon seit einhundert Jahren tun.

Und was waren das für einhundert Jahre mit all den Brüchen, mit all den Höhen und Tiefen, mit dem Exil des Rennsteigvereins in der Zeit der deutschen Teilung und der glücklichen Wiedervereinigung aller Rennerinnen und Renner am 28. April 1990.

So denken wir in dieser Stunde an die Gefallenen und Opfer der Kriege. Wir denken an die ersten Rennerinnen und Renner, die einst den Rennsteigverein gründeten und ihm vorstanden. Wir denken an alle Rennerinnen und Renner, die den Rennsteigverein über die Jahrzehnte geführt und getragen haben, die sich als Mitglied verbunden fühlten und denen der Verein Gemeinschaft und Heimat gab.

Wir denken, so wie es Lutz Hähner in der Ankündigung zur heutigen Feierstunde schrieb: „an all unsere Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, die viele Jahre an unserer Seite gewandert und schon von uns gegangen sind.“

Lieber Lutz,

liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,
liebe Rennerinnen und Renner,

die meisten von Euch lesen, so wie ich, das Mareile.
Wer die Seite 3 der aktuellen Ausgabe (29.Jg., Nr.2) zu unserer Gedenkveranstaltung aufschlägt, der hat die Botschaft unseres Gedenkens auf einen Blick: Das Ehrenmal inmitten der magischen Landschaft, die vor uns war und lange noch nach uns sein wird. Diese Landschaft braucht den Menschen nicht. Aber wir brauchen sie.

Rechts oben auf dieser Seite ist die Taube mit dem Ölzweig zu sehen. Der Ölzweig ist das hoffnungsvolle Zeichen für einen neuen Anfang: Land in Sicht. In den Kirchen über vielen Taufsteinen und unter den Kanzeldeckeln symbolisiert die Taube den Heiligen Geist. Pablo Picasso zeichnete diese Taube als Friedenstaube zur Ersten Weltfriedenskonferenz 1949.

Eine damals junge Lehrerin in Nordhausen, Erika Schirmer, schrieb dazu das links oben stehende, uns allen bekannte Lied „Kleine weiße Friedenstaube“.

Sie ist Jahrgang 1926 und wird am 31. Juli 96 Jahre alt. Die damalige, wie unsere heutige Friedensbotschaft und Hoffnung hat sie in so wunderbare Worte gefasst, dass ich meine Rede gerne mit diesen Worten schließen möchte:

„Kleine weiße Friedenstaube, fliege übers Land;
Allen Menschen, groß und kleinen, bist du wohlbekannt.
Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier,
dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir.
Fliege übers große Wasser, über Berg und Tal;
Bringe allen Menschen Frieden, grüß sie tausendmal.
Und wir wünschen für die Reise Freude und viel Glück,
Kleine weiße Friedenstaube, komm recht bald zurück!“

(Erika Schirmer, 1948)

Ich danke für die Aufmerksamkeit.
Christine Lieberknecht

 

 


 

02./ 03. Juli
22. Gipfeltreffen auf dem Schneekopf

Regen Zuspruch fand das diesjährige 22. Gipfeltreffen auf dem Schneekopf.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow liess es sich nicht nehmen zum Gipfel zu wandern. Der GutsMuths Rennsteiglaufverein trug erstmals unter dem Motto "Schneekopflauf-Das ist der Gipfel" einen Lauf zum Gipfel des 978m hohen Berges im Thüringer Wald aus. Dabei wurden 2 Strecken angeboten: eine über 12 km mit 450 m Höhenunterschied und eine über 22,5 km mit 850 m Höhenunterschied. Zahlreiche geführte Wanderungen waren ebenfalls im Angebot. Für Speisen und Getränke war bestens gesorgt. Auch ein breitgefächertes Unterhaltungsprogramm wurde den Gästen geboten.

 

 

 

 


 

07. August
30. Blessbergfest

500 Besucher kamen zum nunmehr 30. Bleßbergfest auf den Gipfel des höchsten Berges im Landkreis Sonneberg.
Der Thüringerwald Verein Saargrund hatte eingeladen. Das Fest war vorbildlich und mit hohem Einsatz der Vereinsmitglieder vorbereitet worden.

Ein Gottesdienst im Grünen und ein musikalischer Frühschoppen wurden aufgeboten. Am Nachmittag sorgten die Ansbachtaler bereits zum 20. Mal für gute Stimmung. Von der Werraquelle aus wurde ein Busshuttle eingerichtet.

Aufgrund der Altersstruktur der Saargrunder Vereinsmitglieder, wird es zukünftig Probleme geben, das Fest auch in den Folgejahren auszurichten. Zur Terminkollision kam es, da der Thüringerwald Verein Masserberg gleichzeitig ein Sommerfest an der Turmbaude auf dem Eselsberg abhielt, obwohl der Verein bei den Absprachen zum Bleßbergfest mit eingebunden war.

Der Eisfelder Bürgermeister will sich für eine Fortsetzung der guten Tradition einsetzen, dass das Bleßbergfest auch in den Folgejahren stattfinden kann.

Bild: Willi Lehmann

Bild: Willi Lehmann

 

13. August
Ersatzbaum für die Teufelsbuche wurde gefällt

Anlässlich einer Rennsteiginventur zwischen Schwalbenhauptwiese und Kahlert stellte ich fest, dass der im Jahr 2021 bestimmte Ersatzbaum für die in die Jahre gekommene Teufelsbuche Anfang August gefällt wurde.

Trotz Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer, dem Forst und der Unteren Naturschutzbehörde über die zukünftige Verwendung des Baumes, wurde dieser Anfang August 2022 ohne Rücksprache mit dem Eigentümer und der Unteren Naturschutzbehörde des Ilmkreises entfernt. Der Verursacher,

Thüringer Energienetze GmbH & Co KG
Schwerborner Str. 30
99087 Erfurt
 
gab an, die Fällung war wegen der Sicherheit der darunter verlaufenden Gasleitung notwendig. Mit den Verursachern wurde vereinbart, entweder in deren Regie einen neuen Baum in einem vorgegebenen Sicherheitsabstand zur Gasleitung zu pflanzen und für die Anzucht Sorge zu tragen, oder eine vorhandene benachbarte Buche als Ersatzbuche zu benennen.
Aus diesen Gründen wurde unsererseits auf eine Anzeige verzichtet.
 
Ersatzbaum, nach Freischnitt im Herbst 2021
 
Abgesägt, nur noch der Baumstumpf steht, so vorgefunden am 13.08.2022
 
13.08.2022
 
immerhin 40 cm Durchmesser hatte der Ersatzbaum am Fuß (Bild: Manfred Kastner)
 
 
27. August bis 03. September
Herbstrunst des Rennsteigvereins 1896 e.V.
 
Bewusst möchte ich am Anfang meines Runstberichtes folgende Worte von Viktor von Scheffel stellen:
 
Ehre sei Gott in der Höhe!
Er hat die Berge so hoch gestellt.
Und tat damit seine Weisheit kund.
Damit nicht jeder Lumpenhund.
Mit denen die Täler so reichlich gesegnet.
Dem fröhlichen Wanderer hier oben begegnet.
Ehre sei Gott in der Höhe!
 
Dass wir uns langsam vom alten Bild des Rennsteiges verabschieden müssen, welches wir die ganzen Jahre bei unseren Runsten vor Augen hatten, haben wir auch diesen "Lumpenhunden, mit denen die Täler so reichlich gesegnet " sind zu verdanken.
Doch lassen wir an dieser Stelle, wie gewohnt die Bilder sprechen:
 
Neun wanderfreudige Frauen und Männer trafen sich am 27. August am Abend wie gewohnt im Hotel Rennsteig in Steinbach zur Abendsippung vor der Runst. Drei Jungrenner und 6 Altrenner, waren angetreten, den Rennsteig, wie in geraden Jahren üblich, von Blankenstein nach Hörschel, zu bezwingen. Sylvia Rüger, eine der 6 Altrenner, übernahm den Gepäcktransport und versorgte uns mit Getränken während der Runst. Nachdem alles Wichtige besprochen war und die Aufgaben verteilt waren, starteten wir am 28. August um 08:45 Uhr in Blankenstein am Selbitzufer unsere Runst:
 
1. Etappe, Blankenstein bis Steinbach am Wald, 28. August 2022
 
  • Start Blankenstein: 08:45 Uhr
  • Ankunft Steinbach, Hotel Rennsteig: 18:00 Uhr
  • 28,8 km
  • Laufzeit: 9h, 15min
  • Runstbegleitung: Gabriele Lailach-Behrend
 
Nachdem das Gepäck verstaut war, fuhren wir mit dem Bus von Steinbach nach Blankenstein (Bild: Erich Baumann)
 
Von Blankenstein nach Steinbach begleitete uns Altrennerin Gabi aus Auma (inks)
 
Gruppenfoto auf der Thüringer Seite der Selbitz
 
Wanderkreuz auf dem Selbitzplatz
 
Stopp an den Rennsteigeichen. Dieser Platz wurde am 20. Mai 1934 anlässlich der Pfingstrunst eingeweiht. Altrenner Stephan, Bürgermeister von Blankenstein und der Grundstücksbesitzer Weber, der den Platz bereitstellte, hatten diesen Rastplatz oberhalb von Blankenstein geschaffen. Damals nannte man ihn: Die Eichen am Rennsteig-Stephanseck.
 
Regelmäßig erneuert wird der Markierungsstein am Taubenhügel zwischen der Wegspinne und Schlegel.
 
In Schlegel
 
Am Beerholz entlang (Bild: Sylvia Rüger)
 
 
 
Bei der Schutzhütte am Kulmberg
 
Immer da, wenn die Möglichkeit bestand, unser Begleitfahrzeug und Altrennerin Sylvia (Thüringer Madle)
(Bild: Erich Baumann)
 
MaReile Rodacherbrunn. Zur Zeit noch geschlossen. Nach telefonischer Rücksprache mit dem neuen Eigentümer
ist damit zu rechnen, dass 2023 ab dem Frühjahr wieder regelmäßig geöffnet ist. (Bild: Sylvia Rüger)
 
Einige Wegestellen am Rennsteig werden durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Hindernisse und Mängel werden  zeitnah beseitigt, da durch uns eine sofortige Meldung an den Regionalverbund Thüringer Wald erfolgt
 
Strohballen bei Grumbach
 
Das Rennsteighaus in der alten Brennersgrüner Schule ist ein beliebter Anlaufpunkt. In der Regel werden wir hier immer von Frau Mendy Ziemann aus Brennersgrün mit Kaffee und Kuchen versorgt, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei ihr bedanken möchten
 
 
 
Es ist Tradition, dass wir bei der Laufrichtung von Blankenstein nach Hörschel, hier am Kurfürstenstein von 1513 unsere Jungrenner zu "Altrenner-Anwärtern" schlagen. Von links nach rechts: Jungrennerin Kathrin, Wanderführer Altrenner Ulrich  Rüger(Markscheider), Jungrennerin Gisela und Jungrenner Christian (Bild: Erich Baumann)
 
Am Schönwappenweg bei Sonnenschein
 
 

2. Etappe, Steinbach am Wald bis Dreistromstein, 29. August 2022

  • Start, Steinbach am Wald: 08:00 Uhr
  • Ankunft Dreistromstein: 18:35 Uhr
  • 31,9 km
  • Laufzeit: 10h, 35min

Wir folgten dem Originalverlauf des Rennsteiges entlang der Frankenwaldhochstraße vom Ortsausgang in Steinbach nach Kleintettau, obwohl dieser Weg durch seinen Asphaltbelag eine Zumutung für jeden Wanderer darstellt. Natürlich besuchten wir auch die ehemalige Gründungsstätte des Rennsteigvereins Weidmannsheil und die dort befindlichen Erinnerungstafeln für Julius Kober und Reinhold Jubelt (s. Bild)

Beim Informationszentrum Kalte Küche

Im Gasthaus "Rennsteig" in Spechtsbrunn kehren wir immer gerne ein

Der Rennsteig verändert sein Gesicht, wo vor Jahren noch gesunder Wald war, sind gegenwärtig die Folgen der Borkenkäferplage auf den Höhen des Thüringer Waldes für die Wanderer allgegenwärtig. Der fatale Zustand des Waldes ist eine Folge der profitorientierten Waldwirtschaft nicht nur im Thüringer Wald, der mit nachhaltiger Forstwirtschaft nichts zu tun hat.

 

 

Am alten Neuhäuser Sportplatz am Herrenberg wurde der beschädigte Grenzstein Nr. 47 aus dem Jahre 1643 im Auftrag der Stadtverwaltung Neuhaus am Rennweg, dem Thüringerwald Verein und dem Rennsteigverein 1896 e.V. wieder in Ordnung gebracht und eine neue Tafel angebracht.

Beim Imbiss an der Tankstelle Herrenberg in Neuhaus am Rennweg

Massive Beeinträchtigung am Abstieg vom Rollkopf zum Sandwieschen durch den Gasleitungsbau. Wir stellen fest, dass der Rennsteig, obwohl er unter Denkmalschutz steht, zunehmend als Medientrasse für Baumaßnahmen genutzt wird und man sich offenbar keine Gedanken macht in naher Zukunft über eine Trassenverlegung zu Gunsten des Rennsteiges nachzudenken, oder überhaupt bewusst darüber nachzudenken, welchen Wert ein Denkmal überhaupt hat 

 

 

 

 

Wenigstens werden auf unser Drängen hin die historischen Grenzsteine im Bereich der Baumaßnahme gesichert.
Bei Baumaßnahmen am Rennsteig gehört unser Verein zu den sogenannten Trägern öffentlicher Belange (TöP). Das bedeutet, dass wir in Vorbereitung einer Baumaßnahme zu beteiligen sind, damit unsere Einwände und Vorschläge bei der Bauplanung und Baudurchführung berücksichtigt werden können. In vielen Fällen werden wir allerdings bei der Vorbereitung von Baumaßnahmen, die den Rennsteig betreffen, aus Unkenntnis der Rechtslage nicht beteiligt.

Beim Abstieg zum Sandwieschen sollte hier eine Sanierung des Hohlweges erfolgen, die  aber aufgrund des Wegeprofiles schwierig zu realisieren ist

In Limbach endet der Sanierungsabschnitt der Gasleitung. Obwohl hier ein eindeutiges Durchfahrtsverbot für Radfahrer besteht, wird der gesperrte Weg trotzdem von uneinsichtigen   Radfahrern genutzt, die aber dann spätestens an der Baugrube wieder zur Umkehr auf die Umleitung gezwungen sind.

Wir erreichen am späten Nachmittag den Dreistromstein. Hier fand am Sonntag, dem 28. August 2022 eine Feierstunde anlässlich der Sanierung des Denkmales statt, bei der auch eine Tafel mit einem Mundartgedicht zur Bedeutung des Dreistromsteines enthüllt wurde

 

Unsere Unterkunft in Friedrichshöhe (Bild: Erich Baumann)

 

3. Etappe, Dreistromstein bis Neustadt am Rennsteig, 30. August 2022

  • Start Dreistromstein: 08:10 Uhr
  • Ankunft Neustadt am Rennsteig: 17:30 Uhr
  • 19,2 km
  • Laufzeit: 9h 20min
  • Runstbegleitung, Triniusstein bis Neustadt am Rennsteig, Altrenner "Druse", Willi Lehmann aus Ilmenau

 

Heute starteten wir am Dreistromstein. Gleich daneben befindet sich der Dreiherrenstein "Am Saarzipfel", ein Dreiherrenstein aus dem Jahre 1733. Als er nach langen, heftigen Erbauseinandersetzungen unter den Nachfolgern von Ernst dem Frommen erst im Jahre 1735 gesetzt wurde, solange lag er neben seinem jetzigen Standort, hatte er bereits seine Funktion als Dreiherrenstein verloren.

Interessant ist auch der Wegweiser, die Wucht seiner Wegweisungen ist nicht gerade geeignet, einen Wanderer zu ermuntern, die Höhen des Thüringer Waldes unter die Füße zu nehmen, weniger ist oft mehr.

Streitbar ist auch die Information, die man aus diesen Wegemarkierungen gewinnt. 2 Markierungen für den gleichen Weg, dem Werra-Burgen-Steig. Auch hier sollte man sich im Zuge der Vereinfachung für eine einheitliche Markierung entscheiden.

Über die Sinnhaftigkeit der Wegweisungen kam es zu lebhaften Diskussionen zwischen dem Wanderfüher und Wolfgang Nüchter - links (Altrenner Böhlersmännchen)

Rast an der Fehrenbacher Werraquelle

Reinigungsarbeiten an der Turmbaude Masserberg auf dem Eselsberg

der Hut vom "Böhlersmännchen"

Wolfgang, eine wichtige Institution als Stempelverantwortlicher, erfüllte er seine Aufgabe zu unserer vollsten Zufriedenheit - hier an der Triniussteinbaude

schon wieder eine neue Teufelsbuche (Ersatzbaum für den Ersatzbaum), nachdem man den Ersatzbaum in Unkenntnis der Vorgeschichte des Baumes unter dem Vorwand, die Gastrasse freihalten zu müssen, kurzerhand abgesägt hatte

Die neue Bushaltestelle in Kahlert, ein neues Kleinod für den Neustädter Ortsteil

Gute Tradition ist es, dass wir in Neustadt das Rennsteig-Museum besuchen, das der Thüringer Rennsteigverein e.V. im  Jahre 2000 eröffnet hat.

Bergfest ist's beim Hubertus in Neustadt, Einer darf da nicht fehlen und das ist unser Herwig von der Ortsgruppe Suhl, der uns immer durch seine musikalischen Darbietungen erfreut. Begleitet wurde er von seiner Frau und Ernst Haberland. Bei ihm möchten wir uns für seine Fahrdienste bedanken.

 

4. Etappe, Neustadt am Rennsteig bis Rondell, Oberhof, 31. August 2022

  • Start Neustadt am Rennsteig: 08:15 Uhr
  • Ankunft, Rondell, Oberhof: 16:45 Uhr
  • 25,4 km
  • Laufzeit: 8h 30min
  • Runstbegleitung Rennsteigverein 1896 e.V. OG Suhl von Bahnhof "Rennsteig" bis Schutzhütte "Adler"

Morgenrot über dem Neustädter Park (Bild: Erich Baumann)

Hinter Neustadt

Der Mittelpunkt des Rennsteiges kurz vor dem Großen Dreiherrenstein wird gemeinsam überschritten.

Holzberäumung zwischen Großem Dreiherrenstein und Marienhäuschen. Wegen fehlender Informationen an die Holzrückefirmen kommt es immer wieder zu Beschädigungen und Verlusten an historischen Grenzsteinen, die am Rennsteig unter Denkmalschutz stehen. Hier wurde zwar "nur" ein Denkmalschutzschild umgefahren, woanders ist es aber ein Grenzstein, der dann als unwiederbringlicher Zeuge Thüringer Geschichte verloren geht. Man stelle sich vor, die Verursacher solcher Schäden (meist auch noch im Auftrag der freistaatlichen Forstverwaltung) würden derart unbedacht mit solchen Denkmalen wie die Wartburg oder Goethe und Schiller in Weimar umgehen!

 

Rast an der Grazienhütte 

unsere Grazien vor der eigens für sie geschaffenen Hütte am Rennsteig

Sie kamen aus dem Dunkel des tiefen Waldes von Suhl herauf und begleiteten uns bis zur Schutzhütte "Adler"

in die Jahre gekommener Rastplatz am Mordfleck. Eine Meldung an den Regionalverbund erfolgte sofort vor Ort

am Borstenplatz, mit Suhler Runstbegleitung, gedenken wir immer dem Volksmusikanten Herbert Roth für seine musikalischen Leisungen für die Rennsteigregion und singen gemeinsam das Rennsteiglied

im Waldschlösschen Oberhof unserm Quartier nach der 4. Etappe

 

5. Etappe, Rondell, Oberhof bis Heuberghaus, 01.September 2022

  • Start am Rondell: 08:30 Uhr
  • Ankunft Heuberghaus: 16:35 Uhr
  • 26 km
  • Laufzeit: 8h 05 min

Oberhofer Rondell, Ausgangspunkt für die 5. Etappe zum Heuberghaus

Ebenfalls eine Baumaßnahme, die den denkmalschutzrechtlichen Richtlinien entgegensteht, aber unter dem Deckmantel der touristischen Entwicklung der Region in Vorbereitung der kommenden Skievents in Oberhof notwendig sind - Hochbehälter auf dem Schützenberg, Baufahrzeuge blockieren den Rennsteig, links stehende, denkmalgeschützte, sanierte Grenzsteine sind gefährdet.

Gesperrter Rennsteig am Schützenberg in Richtung Grenzadler, nach erfolgtem Wegebau, wahrscheinlich sind die Absperrungen vergessen worden

Durch den Wegebau zwischen Juni und August  2022 zerstörter Grnzstein Nr. 121 auf dem Oberlautenberg. Mit einer entsprechenden Beteiligung des Rennsteigvereins bei der Anhörung der Träger öffentlicher Belange im Zuge der Vorbereitung der Wegebauarbeiten, wäre das nicht geschehen. Der Stein wurde vor einigen Jahren durch Mitarbeiter des Schmalkalder Geschichtsvereins mit Mitteln der Unteren Denkmalschutzbehörde Schmalkalden-Meiningen saniert. Jetzt ist er komplett zerstört.

01.09.2022 nach Zerstörung durch Wegebau

2005, wurde der Grenzstein freigelegt

2005

2013 nach erfolgter Sanierung

 

 

 

Oberlautenberg

Neue Kanzeln für die Jagd im Wald der herzoglichen Stiftung, Wiedesuhlwiese

beliebt, hier kehren wir gerne ein, Imbiss Neue Ausspanne

schon wieder ein Grenzstein zerstört durch Wegebau: Am Abzweig zum Glasberg nach der Alten Ausspanne, wahrscheinlich der Grenzstein Nr. 31, der gleiche Befund wie vorher, mangelnde Sachkenntnis einer Thüringer Behörde. Seit 4 Jahren drängen wir im Rahmen unserer Beratungen mit der Thüringer Tourismus Gesellschaft (TTG), angesiedelt beim Wirtschaftsministerium, darauf, in die Leistungsverträge der Forstbetriebe eine Klausel "Denkmalschutz-Rennsteig" aufzunehmen, leider ohne bisher Gehör zu finden

Gleiches Schicksal: Grenzstein Nr. 22 zwischen Näglestedter Girn und Spitterbrücke (am Abzweig Nesselhof), bei Forstarbeiten zerstört, nicht mehr auffindbar

ausgangs der Ebertswiese

Totholz

Inselsbergblick beim Oberen Pirschhauskopf vor dem Possenröder Kreuz

Grüsse aus Floh-Seligenthal, hat uns die Ehefrau von Gerd-Peter Siller (Altrenner "Peter Lustig") vorbeigebracht, vielen Dank dafür

 

6. Etappe, Heuberghaus bis Ascherbrück, 02. September 2022

  • Start am Heuberghaus: 09:45 Uhr
  • Ankunft Ascherbrück: 17:30 Uhr
  • 19 Km
  • Laufzeit: 7h 45min

Runstgesang am Tafelstein auf dem Trockenberg

Blick in die Ferne, Jungrenner Christian Siller am Venetianerstein

wieder Ärger mit dem verantwortungslosen Verhalten der Forstwirtschaft, bereits bei der vorhergehenden Runst kritisiert, Holzstapel vor dem Viehhutstein, einem der ältesten und somit wertvollsten Grenzsteine am Rennsteig aus dem Jahre 1528

Dauerproblem Grenzstein 13 vor dem Großen Weissenberg

wieder Holzstapel vor einem Grenzstein, obwohl daneben viel Platz zur Lagerung ist, Stein Nr. 4 Großer Weißenberg

Wüstung Kapelle Glasbach, 1183 wurde diese "Capella" bereits genannt, die durch Ausgrabungen freigelegt wurde, keine 100 m vom Rennsteig (südlich) entfernt

Wirrwarr bei den Schildern, nicht konform mit der Konzeption für Wanderwege im Freistaat Thüringen bis 2025, verwirrend: "Zum Rennsteig über Gerberstein". Der Verlauf des Rennsteiges wurde mit der Unterschutzstellung nach dem Thüringer Denkmalschutzgesetz verbindlich festgelegt

genauso hier "Glöcknerrunde" Vorrang hat aber der Rennsteig , Markierung weißes R im schwarzen Feld ist nicht korrekt, Alleinstellungsmerkmal für den Rennsteig ist lediglich das weiße R

Glöcknerehrenmal, an diesem Ort  fand 2022 die Feierstunde anlässlich der Einweihung des Denkmals vor 100 Jahren statt. Der Wanderführer wies ebenfalls noch einmal auf die Bedeutung der östlichen Glöcknergruppe in Verbindung mit dem Forstgelehrten Gottlob König hin und erklärte die Bedeutung der Inschrift "1813 wurde hier gepflanzt für 1871"

Nähe Ruhlaer Häuschen

Im Hubertushaus übernachteten wir gleich 2x. Bedanken möchten wir uns bei Torsten Ullmann und seinem Team für die vorzügliche Betreuung unserer Runstgruppe und seine Transportleistungen vom Heuberghaus nach Ascherbrück bzw. von Ascherbrück zum Heuberghaus

Ascherbrück

 

7. Etappe, Ascherbrück bis Hörschel, 03. September 2022

  • Start in Ascherbrück: 09:00 Uhr
  • Ankunft in Hörschel: 16:00 Uhr
  • 19 km
  • Laufzeit: 7 h
  • Runstbegleitung: Hohe Sonne bis Hörschel Altrenner Friedhelm Bärenklau, Neuenhof, Vachaer Stein: OG Hainich-Rennstieg, Großer Eichelberg, Hörschel: OG Hörschel, Hörschel: OG Stedtfeld

Rennsteiggrotte nach dem Zollstock

 Böhlersmännchens Hut ist universell einsetzbar

unsere noch Jungrennerinnen- und renner

Kathrin wird zur Altrennerin "Rehkitz" geschlagen (Foto Erich Baumann)

Gisela wird zur Altrennerin "Freudensprung" geschlagen (Foto: Erich Baumann)

Christian wird zum Altrenner "Digital-Renner" geschlagen (Foto: Erich Baumann)

Verbrauchter Rastplatz an der Wilden Sau

Hervorragend verköstigt wurden wir am Vachaer Stein von Mitgliedern der Ortsgruppe Hainich-Rennstieg. Dafür möchten wir uns ganz besonders bedanken

Am Vachaer Stein begannen die Blumenmädchen den Blumenschmuck für den Endspurt  unserer Runst zusammenzustellen

(Foto: Erich Baumann)

Gruppenbild am Vachaer Stein

Gonnermannseck, hier erhält der Wanderführer seinen Kranz, den er stolz zur Werra trägt und ihn dort dem Flusslauf übergibt (Foto: Erich Baumann)

Wanderführer Ulrich Rüger, Altrenner "Markscheider" - es war seine erste Runst als Wanderführer
(Foto: Erich Baumann)

am Heimatblick erklärt uns Friedhelm Bärenklau, alias Altrenner "Kaltstarter" seinen Heimatort Neuenhof
(Foto: Sylvia Rüger)

Werraufer (Foto: Sylvia Rüger)

Die Runst ist aus, unsere Altrenner sind gekürt, wir hatten einen verlustfreien Verlauf. Bedanken möchten wir uns bei allen Runstteilnehmern, bei der zahlreichen Runstbegleitung, bei unserer Marketenderin Sylvia, aber auch und das wird oftmals vergessen, bei unserer Hauptwanderwartin Susanne Hähner, die mit ihrem Gatten Lutz immer für eine vorbildliche Organisation der Runsten sorgt, eine Organisation, die nicht immer einfach ist und wahrscheinlich künftig noch schwieriger werden wird, da die Gasthöfe und Hotels am Rennsteig aufgrund der zahlreichen Krisensituationen der jüngsten Vergangenheit immer mehr in Bedrängnis geraten und wie es uns vorkommt bei all ihren Bemühungen für das Wohl der Gäste, mehr und mehr von den verantwortlichen staatlichen Organen im Stich gelassen werden.

(Foto: Sylvia Rüger)

Im Rennsteighaus in Hörschel fand die Abschlusssippung mit der Übergabe der Urkunden statt
(Foto: Erich Baumann)

(Foto: Erich Baumann)

(Foto: Erich Baumann)

Einen herzlichen Dank an die Ortsgruppe Hörschel und der Vorsitzenden Christel Bindel, für die Möglichkeit, das Rennsteighaus zu nutzen

Dieser Raum im Obergeschoss des Rennsteighauses in Hörschel würde die Möglichkeit bieten, hier das Rennsteigarchiv einzurichten, welches sich derzeit noch in Zapfendorf befindet. Der Vorstand des Rennsteigvereins 1896 e.V. müsste sich dafür mit allen Beteiligten für eine rasche Lösung des Dauerproblems Archiv einsetzen. 

 

28. August
Dreistomstein

Einladung zur Veranstaltung

(Bild: Willi Lehmann) Blumenkranz am Stein. Die zum Bau verwendeten Gesteinsarten beziehen sich auf ihr Vorkommen im unmittelbaren Einzugsgebiet:
Elbe: Granit
Weser: Grauwacke
Rhein: Quarz

Man könnte hier ein dreieckiges Haus bauen, von dessen dreiseitigem Dache das
Wasser zum Rhein, zur Weser und zur Elbe hinabliefe. Wäre es nicht der Mühe wert,
auf dem Saar einen massiven Dreistromstein zu errichten, welcher manchen mehr
interessieren würde, als die Dreiherrensteine, denen man auf dem Thüringer Walde
wohl öfters begegnet, als auf einem anderen Gebirge?
Viele Wanderer würden dann an ihm verweilen und bereichert mit manchen
Gedanken die heilige Stätte verlassen, bei der sie sonst gedankenlos vorübereilten.

(Adolph Schaubach: Archiv für die herzogl. S. Meiningischen Lande. 1. Band. 1. Heft. Meiningen 1832.
Physiographie des Landes. Fußnote Seite 39.)

Diese Gedanken von Adolph Schaubach aus dem Jahre 1832 möchte ich meinen Ausführungen voran stellen.

Begrüßung durch den Siegmundsburger Verein (Bild: Willi Lehmann)


Zahlreiche Besucher trafen sich am Sonntag, dem 28.08.2022 am Dreistromstein (Bild: Willi Lehmann)

(Bild: Willi Lehmann)


Barbara Meißner und der Neuhäuser Bürgermeister Uwe Scheler enthüllen das Mundartgedicht am Dreistromstein (Bild:Willi Lehmann)

(Bild: Willi Lehmann)

(Bild: Ulrich Rüger)

Im Jahre 2012 überarbeitete der Steinmetz Martin Winkler den Obelisk am Saarzipfel. Das Umfeld des markanten Denkmals aus dem Jahre 1906 wurde zum wiederholten Male neu gestaltet.
Mitglieder des Siegmundsburger Vereins Natur- und Heimatfreunde im Kulturbund für Europa und das Team der Naturparkmeisterei waren aktiv an der Gestaltung der Außenanlagen beteiligt.

Frau Barbara Meißner aus Scheibe-Alsbach hatte eigens für diesen Anlass ein Mundartgedicht über den Dreistromstein verfasst, welches auf einer Glastafel neben dem Stein die Besucher erfreuen wird.

Eine Tafel erzählt über die Geschichte und Bedeutung des Steines. Über einen QR-Code können Besucher die Geschichte auch akustisch erleben. Dafür setzten sich besonders die Mitarbeiter des Naturparkes in Friedrichshöhe ein.

Neben zahlreichen Gästen war auch der Neuhäuser Bürgermeister Uwe Scheler und sein Amtskollege aus Eisfeld Swen Gregor anwesend. Hans-Peter-Müller, auch bekannt als Hans im Glück, umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Ralf Kirchner führte im Anschluss die Besucher entlang des Waldlehrpfades nach Siegmundsburg, wo bei Kaffee und Kuchen die gelungene Veranstaltung ausklang.

 


 

Ohne Datum
"Fundstücke" an der Neuhäuser Postkreuzung

Hat der Krieg im Osten Europas nun auch den Rennsteig eingeholt?
Einige Unverbesserliche, mit wenig Hirn und noch weniger Verständnis für die derzeitige angespannte politische Situation, nutzen das in Militärkreisen der Russen verwendete "Z" und beschmieren damit einen unter Denkmalschutz stehenden Grenzstein von 1643 in der Nähe der Postkreuzung in Neuhaus am Rennweg.

Die Nutzung des Buchstaben "Z" beim russischen Militär lässt mehrere Deutungen zu, u.a. soll es auch dazu verwendet werden, um bei einem Angriff russische von gegnerischen Truppen zu unterscheiden. Aufgrund der Perversität dieses sinnlosen Krieges, beschloss man in Deutschland die Nutzung des Buchstaben "Z" in Verbindung mit staatsfeindlichen Aktionen unter Strafe zu stellen.

Über den Vorfall in Neuhaus am Rennweg wurde ich erst im November 2022 durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung informiert, die mir auch freundlicherweise ein Foto zur Verfügung stellten, das ich selbstverständlich in der Chronik veröffentliche, um darzustellen, mit welchen sinnlosen und primitiven Mitteln einige unverbesserliche Mitbürger agieren. Bleibt die Hoffnung, dass die Täter gefasst werden und für ihre Tat eine gerechte Strafe erhalten.

Stein Nr. 44 von 1643, Foto: Stadtverwaltung Neuhaus am Rennweg

 

Vom Wert eines "Denkmales" im Freistaat Thüringen mehr als 30 Jahre nach der politischen Wende in Deutschland - Der Rennsteig - ein Kommentar zur aktuellen Situation

Ich möchte beginnen mit den Worten von Viktor von Scheffel:

Ehre sei Gott in der Höhe!
Er hat seine Berge so hoch gestellt.
Und tat damit seine Weisheit kund.
Damit nicht jeder Lumpenhund.
Mit denen die Täler so reichlich gesegnet.
Dem fröhlichen Wandrer hier oben begegnet.
Ehre sei Gott in der Höhe!

 Dass wir uns langsam vom alten Bild des Rennsteiges verabschieden müssen, welches wir die ganzen Jahre bei unseren Runsten vor Augen hatten, haben wir auch diesen "Lumpenhunden, mit denen die Täler so reichlich gesegnet " sind zu verdanken.

Im Freistaat Thüringen sind 10 Untere Denkmalschutzbehörden der Anliegerlandkreise und kreisfreien Städte auch für den Denkmalschutz am Rennsteig zuständig:

  • Saale-Orla-Kreis
  • Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
  • Ilmkreis
  • Landkreis Gotha
  • Wartburgkreis
  • Stadt Eisenach
  • Landkreis Schmalkalden-Meiningen
  • Landkreis Hildburghausen
  • Stadt Suhl
  • Landkreis Sonneberg

Von diesen 10 Behörden erwähnen gerade einmal 40%, also 4 Behörden, in ihren Denkmallisten das Denkmal Rennsteig:

  • Saale-Orla-Kreis
  • Ilmkreis
  • Landkreis Sonneberg
  • Stadt Suhl

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen erwähnt in seiner Liste lediglich Grenzsteine ohne Bezug auf das Denkmal Rennsteig.

Der Rennsteig steht seit Ende der 90-er Jahre des 20. Jahrhunderts unter Denkmalschutz. Als wir in jener Zeit wesentlich zur Einbeziehung des historischen Wanderweges Rennsteig in den Denkmalschutz beigetragen haben, wollten wir damit folgendes erreichen:

  • Schutz des historischen Rennsteiginventars wie Grenzsteine, Denkmale, Gedenkstätten
  • Schutz des Wegeverlaufes
  • Schutz der Sachgesamtheit als Bestandteil einer gewachsenen Thüringer Identität

Geregelt sind all unsere Forderungen im Thüringer Denkmalschutzgesetz. Wie damit umzugehen ist regelt der § 13 dieses Gesetzes:

Par. 13 Erlaubnis

(1) Einer Erlaubnis der Denkmalschutzbehörde bedarf,

1. wer ein Kulturdenkmal oder Teile davon

a) zerstören, beseitigen oder an einen anderen Ort verbringen,

b) umgestalten, instandsetzen oder im äußeren Erscheinungsbild verändern oder

c) mit Werbe- oder sonstigen Anlagen versehen will,

2. wer in der Umgebung eines unbeweglichen Kulturdenkmals Anlagen errichten, verändern oder beseitigen will, wenn sich dies auf den Bestand oder das Erscheinungsbild des Kulturdenkmals auswirken kann,

3. wer Erdarbeiten an einer Stelle vornehmen will, von der bekannt ist oder vermutet wird oder den Umständen nach anzunehmen ist, dass sich dort Kulturdenkmale befinden.

(2) Die Erlaubnis kann versagt werden, soweit gewichtige Gründe des Denkmalschutzes für die unveränderte Beibehaltung des bisherigen Zustandes sprechen. Im Falle des Absatzes 1 Nr.2 kann die Erlaubnis darüber hinaus versagt werden, soweit das Vorhaben zu einer Beeinträchtigung des Wesens, des überlieferten Erscheinungsbildes oder der künstlerischen Wirkung eines Kulturdenkmals führen würde und gewichtige Gründe des Denkmalschutzes für die unveränderte Beibehaltung des bisherigen Zustandes sprechen.

(3) Der Inhaber einer Erlaubnis nach Absatz 1 Nr. 3 ist im Rahmen des Zumutbaren verpflichtet, die Kosten für die denkmalfachliche Begleitung der Erdarbeiten für die Sicherung und Behandlung von Funden und für die Dokumentation der Denkmalfachbehörde zu erstatten.

Damit wäre eigentlich ein machbarer Kompromiss mit genügend Spielraum gefunden, der es ermöglicht, die unterschiedlichsten Interessenlagen am Rennsteig zu befriedigen.

Leider ist das aber nicht der Fall. Immer noch – und immer häufiger – kommt es zu Verstößen gegen die Regelungen des Thüringer Denkmalschutzgesetzes:

  • Unkenntnis der Reglungen im Thüringer Denkmalschutzgesetz (Privatpersonen, Wirtschaft, Behörden, Land- und Forstwirtschaft, Vereine)
  • Geduldeter Missbrauch der Wegeführung als Medientrasse
  • Zerstörung von Teilen der Sachgesamtheit durch Bauarbeiten wie Wegebau, Bau von Anlagen auf dem Rennsteig oder in Rennsteignähe
  • Zerstörung und Gefährdung von Teilen der Sachgesamtheit durch Forstarbeiten
  • Zerstörung und Gefährdung von Teilen der Sachgesamtheit durch landwirtschaftliche Arbeiten
  • Zerstörung und Gefährdung von Teilen der Sachgesamtheit aus Unkenntnis der gesetzlichen Grundlagen durch Privatpersonen
  • Vandalismus
  • Diebstahl

Sicherlich lässt sich diese Liste noch erweitern, es sind aber die Hauptursachen, die uns große Probleme am Rennsteig bereiten.

Als Hauptwegewart des Rennsteigvereins 1896 e.V. ist es meine satzungsgemäße Aufgabe, mich auch um die Problematik der Erhaltung des Wanderweges Rennsteig zu kümmern. Dazu führt der Verein regelmäßige Kontrollen des Inventars am Rennsteig seit Gründung des Vereins im Jahre 1896 durch. Auch durch weitere Rennsteigfreunde und Vereine werden und wurden regelmäßig Kontrollen durchgeführt, stellvertretend möchte ich hier den Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig und den Verein für Schmalkaldische Geschichte und Landeskunde e.V. nennen. All das sind Vereine, die nachweislich nicht nur Missstände dokumentieren und kritisieren, vielmehr ist es gerade diesen Vereinen zu verdanken, dass sie auch aktiv zur Beseitigung von Mängeln beigetragen haben und das in einem Umfang, den man von den eigentlichen Verursachern der Schäden am Rennsteiginventar hätte erwarten müssen. Zur Würdigung dieser nicht immer leichten Arbeiten möchte ich folgende Beispiele nennen:

  • Erstellung einer lückenlosen Dokumentation über fast 4000 Einzelpositionen zum Rennsteiginventar und laufende Aktualisierung dieser Dokumentation
  • Neuvermessung des Rennsteiges in den Jahren 2002 und 2003
  • Mitarbeit an der Gesetzesvorlage zur Unterschutzstellung des Rennsteiges gem. §2 des Thüringer Denkmalschutzgesetzes
  • Übergabe einer Fotodokumentation der Grenzsteine des Rennsteiges an das Landesamt für Denkmalpflege
  • Aktive Teilnahme an der Sanierung von über 300 historischen Länder- und Ämtergrenzsteinen am Rennsteig
  • Beratung von Institutionen, Behörden und der Wirtschaft bei Fragen des Denkmalschutzes zum Rennsteiginventar
  • Regelmäßige Kontrollen des Inventars ohne finanzielle Gegenleistung auf Basis der Ehrenamtlichkeit. Seit 1990 führte ich meinen Aufzeichnungen folgend insgesamt 482 Rennsteiginventuren durch. Der dabei investierte Kostenaufwand belief sich bisher auf weit über 20.000€. Mehr als 70% dieser Inventuren wären nicht notwendig gewesen, wenn die gesetzlichen Bestimmungen des Denkmalschutzes eingehalten worden wären.
  • Wegearbeit in den Ortsgruppen der jeweiligen Vereine, wie Müllberäumung, Wegemarkierungsarbeiten, Pflegearbeiten am Rennsteiginventar

Dagegen steht gegenwärtig eine nicht unbedeutende Anzahl von Verstößen, die nüchtern betrachtet, das Maß der Verstöße, die zu DDR-Zeiten erfolgten, bei weitem übersteigen.

In folgenden Bildern, von welchen Sie einige bereits aus den Chroniken vergangener Jahre kennen, möchte ich veranschaulichen, wie unbedenklich im Freistaat Thüringen, aber auch im Freistaat Bayern, mit dem Denkmal Rennsteig umgegangen wird. Dabei habe ich den Verlauf von Blankenstein nach Hörschel als Anhaltspunkt gewählt:

  • Grenzstein 165.1, Hohe Tanne (Granit DDR) wird 2009 bei Forstarbeiten gestohlen, festgestellt am 27.09.2009

 

       Foto von 2006 (oben), Foto vom 27.09.2009 (unten), Grenzstein Nr. 165.1 Hohe Tanne von 1976

  • Grenzsteine 47-40 (Muschelkalk) werden beim Ausbau der Forststraße am Ochsenhut (auf bayerischer Seite) und bei Forstarbeiten beschädigt. Die Forststraße unterliegt der bayerichen Gesetzbarkeit, die Grenzsteine sowohl der bayerischen als auch der thüringischen Gesetzbarkeit. Da es sich um "Landesgrenzsteine" zwischen benachbarten Bundesländern handelt, ist die Obere Denkmalschutzbehörde zuständig.

  Grenzstein 47

 

   Grenzstein 47 vor Brennersgrün bei Forstarbeiten im Frühjahr 2014 umgedrückt      

 

 

 

   Situation an der auf bayerischer Seite verlaufenden Forststraße vor Brennersgrün, die auch identisch mit dem Rennsteig ist    

  • Grenzstein 41 wird infolge dieser Beschädigung gestohlen
  • Grenzstein 39, war im jetzigen Rennsteighaus Brennersgrün eingelagert und sollte nach dem Straßenbau Brennersgrün/Tschirn wieder eingebaut werden. Trotz Einlagerungsprotokoll, das der Unteren Denkmalschutzbehörde der beteiligten Landkreise bekannt war, erfolgte keine Kontrolle und der Grenzstein ist seit der Fertigstellung des Rennsteighauses verschwunden.

Notiz aus Feldbuch Grenzsteine:

14. Mai 1991, 10.00 Uhr (Datum aus Dienst-Terminer“ nachgetragen)
Herausnahme des Grenzsteines (Nr. 39) an der KC 7 (Tschirn–Brennersgrün) wegen Straßenbaumaßnahmen.
Bergung des Steines veranlaßt. Absprache mit den zuständigen Ämtern (Landratsämter, Vermessungsamt)

Vor Ort:

Herr Letsch, Feldgeschworener aus Tschirn
Frau Berner, LRA Lobenstein,
Herr Göbel, Wurzbach
Herr Trebes LRA Kronach

Arbeiten durch Baufirma

Grenzstein aus Kontenkalk, KB/HSM, Größe 88 x 45 cm, Ablage und Verwahrung Gde. Brennersgrün
Ca. 20 cm unter dem Stein
-ein Zeuge völlig (durch den Stein) zerdrückt
-ein Zeuge vollständig: KB
jeweils aus Porzellan – weiß
neben KB-Zeugen Scherbe bzw. weitere kleine Tonscherben gefunden (ob dies alte Zeugen sind ist nicht bekannt bzw. belegbar)

Martin Weber

  • Stein Nr. 641, Schönwappenweg wurde bei forstlichen Wegebauarbeiten 2007 auf bayerischer Seite komplett zerstört, eine Meldung bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt erfolgte durch den bekannten Verursacher nicht. Der Grenzstein liegt immer noch völlig zerstört an seinem Standort.

  • Da der Bayerische Anteil des Rennsteiges nicht unter Denkmalschutz steht, ist es sehr schwierig dort Ansprechpartner zu finden. Auf einer Gesamtlänge von 14 km verläuft der Rennsteig durch Bayern. Von diesen 14 km Weg wurden 75% asphaltiert. In Unkenntnis der Geschichte des Rennsteiges wurde der Weg entlang der Frankenwaldhochstraße alternativ durch ein Waldstück nördlich des historischen Verlaufes verlegt. Durch eine jüngst bekanntgewordene Initiative der Anliegergemeinden und der örtlichen Industrie soll auch ein Windpark und ein Solarpark entstehen. Auch der dortige Staatsforst trägt nicht unbedingt dazu bei, dass sich der Wanderer wohlfühlt, obwohl immer wieder die Nachhaltigkeit der dort getätigten Arbeiten betont wird. Nachhaltig sieht angesichts der örtlichen Situation aber sicher etwas anders aus.
  • In jüngster Vergangenheit werden Stimmen von durchaus besorgten Wanderern laut, die eine komplette Verlegung des Rennsteiges auf Bayerischem Gebiet fordern. Das wiederum müsste selbst von Thüringer Seite aus abgelehnt werden, da es durch den Denkmalschutz des Rennsteiges als "Sachgesamtheit" auch Thüringer Interessen betreffen würde, die den Schutzstatus massiv in Frage stellen würden.

 

 

   Ohne Absicherung auf dem „nachhaltig“ bewirtschafteten Rennsteig vor Steinbach am Wald

  „Nachhaltig Wirtschaften“ ist das Motto des Bayerischen Staatsforstes, angesichts der  Bilder vorher frage ich mich, wie es dann aussehen
würde, wenn nicht nachhaltig gearbeitet wird

  • Im Jahre 2010 wird durch landwirtschaftlichen Wegebau an der Schildwiese auf Bayerischer Seite der Grenzstein Nr. 196 umgedrückt und im Wegebett einplaniert. Der Grenzstein steht in Thüringen unter Denkmalschutz und wurde kurz vorher im Rahmen einer Straßenschlussvermessung im Abmarkungsprotokoll als rechtmäßiger Grenzstein von den Beteiligten anerkannt. Der Verursacher des Wegebaues war selbst Beteiligter beim Abmarkungsverfahren und hat mit der Beseitigung des Grenzsteines wissentlich  gegen gültiges Abmarkungsrecht sowohl im Freistaat Bayern als auch im Freistaat Thüringen verstoßen, zumal er die Abmarkung anerkannt hatte. Belangt wurde er dafür nicht.

 Grenzstein 196 bei der Aufnahme 1998

 Mit dem Wegebau wurde der Grenzstein 196 einplaniert

  • Einbau eines Elektrokabels zwischen Dreiherrenstein Hoher Lach und Ernst-Moritz-Arndt-Straße. Eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung für diese Arbeiten lag nachweislich nicht vor. Ein Grenzstein wurde zerstört (Nr. 22), aber wieder saniert, ein weiterer wurde mit Erdreich zugeschüttet. Unsere Strafanzeige wurde aufgenommen, das Verfahren jedoch eingestellt.

 

 

 Otto Schneider am durch die Erdarbeiten zerstörten Grenzstein Nr. 21 in Igelshieb. Der Grenzstein wurde von uns mit großem Aufwand im   Jahre 1999 saniert. Die privat finanzierte Sanierung belief sich damals auf ca. 3500 DM.

  • Die Grenzsteine 3 und 8 auf der Igelshieber Ebene, beide von 1598, wurden 2015 mit lila Farbe und Hakenkreuzen beschmiert. Das Verfahren zur Ermittlung der Verursacher wurde eingestellt.

 

 

  • Der Grenzstein 44 an der Neuhäuser Postkreuzung wurde Anfang September 2022 mit einem schwarzen Z beschmiert.

 Foto: Stadtverwaltung Neuhaus am Rennweg

  • Bei Forstarbeiten am Herrnberg (Neuhaus a. Rwg) im Spätsommer 2021 wird der Grenzstein 60 vor Beginn der Arbeiten nicht gesichert. Glücklicherweise kam er nicht zu Schaden. Die Sperrung des Rennsteiges in diesem Bereich erfolgte ohne Rücksprache mit den zuständigen Tourismusverantwortlichen in einer Art und Weise, welche für die von Wanderern stark frequentierte Wegestrecke nicht nachvollziehbar war.

 

  • Bei Mäharbeiten im Juli 2020 wird der Grenzstein 67 (Nähe Parkplatz Rennsteigbaude, Neuhaus) am Kopf beschädigt

 Foto vom 24.08.2020

 Foto vom 22.07.2020

 

  • Der Grenzstein Nr. 78 am Abzweig zur Aussicht Waidmannsheil (Rollkopf) wird am 13. Juni 2011 mit Farbe beschmiert, die Reste sind noch heute sichtbar.

 Grenzstein 78

  • Im Juni 2001 werden 2 Grenzsteine auf dem Rollkopf zwischen Neuhaus am Rennweg und Steinheid von Vandalen mit roher Gewalt stark beschädigt und mit Nazisymbolen beschmiert. Eine Anzeige verlief ergebnislos.

 Grenzstein Nr. 84 mit Nazisymbolen

 

 Zerstörungen am Grenzstein Nr. 85 aus dem Jahre 1847. Der Grenzstein wurde zusammen mit dem anderen betroffenen Stein Nr. 84 kurz vorher saniert und kartiert

 Dazu sind in der Tageszeitung "Freies Wort" mehrere Artikel erschienen

 

  • Umfangreicher Gasleitungsbau im Bereich Sandwieschen, zwar mit denkmalschutzrechtlicher Genehmigung, verändert aber durch Kahlschlag auf einer Breite von 70 m im gesamten Trassenverlauf das Erscheinungsbild des ehemaligen Weges Rennsteig, der hier noch auf naturbelassenen Pfaden neben der Cyriaksbrücke verläuft.

 

 Gasleitungsbau am Sandwieschen im Sommer und Herbst 2022 – obwohl eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung vorlag und die Abstimmung mit der Bauleitung vorbildlich war, zweifle ich den Sinn der Planungen einer derartigen Medientrasse direkt auf dem Denkmal Rennsteig an.

  • Grenzstein 95a am Beginn des Sandwieschens wird bei Mäh- oder Winterdienstarbeiten (TSI) zerstört. Trotz unserer Empfehlung den Stein mit einem Pfahl zu sichern, wurde ein solcher nie angebracht. Stein 95b hingegen, obwohl auch schon durch Mäharbeiten beschädigt, wurde beim Gasleitungsbau mit einem Betonrohr gesichert.

 

  • Grenzstein 97, Sandwieschen, wird bei Baumfällarbeiten im September 2009 zerstört. Die Reste des Grenzsteines wurden von mir sichergestellt.

 Stein vor der Zerstörung

 frisch gefällter Baum neben dem Stein

  zerstörter Stein

 

  • Grenzstein Nr. 137, Alsbach, wurde bei Weidearbeiten beschädigt, obwohl er einige Jahre vorher aufwändig saniert wurde. Das Steinoberteil wurde von mir 2011 sichergestellt.

 Im Jahre 2005 wurde der Grenzstein durch Mitglieder des Thüringer Rennsteigvereins repariert und neu aufgestellt

  Bei Weidearbeiten umgedrückt und abgebrochen, eine Anzeige des Schadens durch den bekannten Verursacher erfolgte nicht

 

  Nr. 137:  2011 wird der Grenzstein zur Sicherung bei mir eingelagert

  • Grenzstein 144, Alsbachberg wurde mit schwarzer Farbe beschmiert (NIZ)

 

  • Grenzstein Nr. 1 nach dem Dreiherrenstein Saarzipfel wird bei Schneeräumarbeiten Anfang 2009 umgefahren. Eine vorherige Sicherung erfolgte nicht. Der Grenzstein wurde kurz vorher umfangreich saniert. Die Instandsetzung nach der Beschädigung erfolgte nicht in Übereinstimmung mit dem Denkmalschutzrecht.

  umgebrochener Grenzstein vor der Erstsanierung

   Grenzstein Nr. 1 umgebrochen und beschädigt nach Schneeräumarbeiten

 

        Instandsetzung nach der Beschädigung erfolgte nicht in Übereinstimmung mit dem Denkmalschutzrecht. Eine entsprechende Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde wurde nicht zufriedenstellend beantwortet. In der Folge kam es zusätzlich über dritte Personen noch zu verbalen Angriffen.

  • Grenzsteine 3-15 vor Friedrichshöhe wurden bei Abholzarbeiten nicht gesichert, eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung lag nicht vor. Der Rennsteig gegenüber der Soldatengräber wurde und wird noch als Holzlagerplatz genutzt und befindet sich in einem desolaten Zustand.

 

 

 

  • Grenzsteine 17-19 vor Friedrichshöhe waren durch Bauarbeiten im Jahre 2020 gefährdet, die nicht mit der Denkmalschutzbehörde abgesprochen waren

 

  • Grenzstein 16 vor Friedrichshöhe wurde 2000 gestohlen

 

 

  • Am Ortsausgang von Friedrichshöhe wird im Auftrag einer Privatperson ohne denkmalschutzrechtliche Genehmigung eine Kasseneinrichtung in roter Farbe für eine Langlaufpiste aufgestellt. Durch unsere Intervention wird die Anlage wieder abgebaut.

 

  • Grenzstein 185 nach Parkplatz Masserberg (Rennsteighaus) ist nicht mehr öffentlich zugänglich, steht eingezäunt auf einem Privatgrundstück
  • Grenzstein Nr. 182 aus dem Jahre 1616 wird bei Mäharbeiten im Juli/ August 2013 stark beschädigt. Der Verursacher ist bekannt. Die Meldungen bei der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde meinerseits sind ergebnislos und gipfeln in der Aussage der verantwortlichen Mitarbeiterin des Landratsamtes Hildburghausen, ich möge mich doch selbst darum kümmern. Zur Verdeutlichung füge ich meinen Schriftverkehr mit bei.

Für die Bearbeitung von Schäden an Grenzsteinen des Rennsteiges ist die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises zuständig, auf dessen Territorium sich der Grenzstein befindet. Das ergab eine Rücksprache mit der Oberen Denkmalschutzbehörde im Vorfeld dieser Ausführungen.

 

  • Grenzstein 136 nach Schwalbenhauptwiese wurde bei Forstarbeiten Anfang Mai 2007 durch einen umfallenden Baum zerstört, eine Sicherung vor Beginn der Arbeiten erfolgte nicht, der Schaden wurde durch den Verursacher nicht gemeldet.

 Grenzstein 136 nach den Baumfällarbeiten, eingedrückt, stark beschädigt, gegenwärtig ist vom Grenzstein nichts mehr zu sehen

 Bild aus dem Jahre 2006 vor der Zerstörung, Grenzstein Nr. 136

 

  • Grenzstein 130, Nähe Laßmannstein wurde 2004 gestohlen. Der Verlust wurde am 10.08.2005 bei einer Rennsteigbegehung zwischen Masserberg und Neustadt bemerkt.

 Manfred Kastner vom Thüringer Rennsteigverein steht auf dem ehemaligen Standort des Steines

 

  • Am Hohen Stock wurde 2022 wahrscheinlich ohne denkmalschutzrechtliche Genehmigung eine forstliche Anlage errichtet, dabei wird der Rennsteigverlauf komplett mit in die Anlage einbezogen, Grenzstein 120 stark gefährdet.

  Grenzstein 120 links vom Bauwagen gefährdet, Transporter und Bauwagen stehen direkt auf dem Rennsteig

Schon im Herbst 2009 kam es bei Bauarbeiten für eine Langlaufpiste zur Beschädigung des Grenzsteines 120. Der Grenzstein wurde erst 2010 wieder in Ordnung gebracht. Unsere Anzeige bei der zuständigen Denkmalschutzbehörde hingegen blieb unbeantwortet.

 Grenzstein 120 Hoher Stock 2010, kurz vor Wiedererrichtung des Grenzsteines

 

  • Die für die Rennsteiggeschichte sehr wertvolle Teufelsbuche zwischen Masserberg und Kahlert wird aufgrund ihres desolaten Zustandes wahrscheinlich in den nächsten Jahren entfernt werden müssen. In Absprache mit dem ThüringenForst, dem privaten Grundstückseigentümer und der Unteren Naturschutzbehörde wurde 2021 ein Ersatzbaum festgelegt. Dieser Baum wurde im August 2022 durch Mitarbeiter der Thüringer Energienetze (TEN) gefällt, so dass ein neuer Ersatzbaum gefunden werden musste. Die Fällung war nach Aussagen des Verursachers erforderlich, weil unter dem Baum eine Hauptgasleitung verläuft, die freigehalten werden muss. Eine vorherige Absprache mit dem Grundstückseigentümer erfolgte nicht. Ob der Forst in die Baumfällaktion eingebunden war, entzieht sich meiner Kenntnis. Eine Abkehr von der traurigen Tatsache, dass der Rennsteig mehr und mehr als Medientrasse genutzt wird, ist nicht erkennbar. Damit zerstören wir für ökonomische Zwänge eine der Haupttourismusattraktionen des Freistaates Thüringen.

 Ersatzbaum für Teufelsbuche im Herbst 2021

  entfernt durch Mitarbeiter der Firma Thüringer Energienetze (TEN), 2022

 

  • Grenzsteine 100, 99, 98, 96 wurden zur „Sicherung“ vor Baumfällarbeiten mit roter Farbe besprüht, ein Verstoß gegen das gültiger Denkmalschutzrecht. Eine Sicherung bei Baumfällarbeiten sollte grundsätzlich durch einen farblich abgesetzten Beipfahl erfolgen

 

 

 

  • Zerstörung der Schutzhütte vor dem Anstieg zum Burgberg im August 2020 durch Brandstiftung, die Hütte wird nicht wieder errichtet. Einige Jahre zuvor war an der Rückseite der Hütte bereits ein Brand gelegt worden, dessen Folgen aber beseitigt worden sind.

 Foto: Manfred Kastner, kurz nach dem Brand

  • Wasserleitungsbau zwischen Allzunah und Neustadt 2015, Rennsteig als Medientrasse

 Fotos mit Datum: Manfred Kastner

 

 

 

 

 

  • Grenzstein 30 Burgberg Richtung Alte Landesgrenze wurde bei Forstarbeiten umgefahren

 

  • Die Grenzsteine 1-5 zwischen dem Kleinen Dreiherrenstein und dem Forstort Marienhäuschen wurden vor den dort durchgeführten Forstarbeiten Mitte 2022 nicht gesichert, bei Stein 5 wurde dabei in unmittelbarer Nähe des Grenzsteines der Denkmalschutzpfahl umgefahren.

 

  • 2021/22 Errichtung einer Wasserversorgungsanlage auf dem Schützenberg bei Oberhof. Der Rennsteig wird hier umfassend als Baustelleneinrichtung genutzt, ob eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung vorliegt, ist nicht bekannt, da meine Anfrage bei der Untern Denkmalschutzbehörde nicht beantwortet wurde.

 

 Wasserversorgung für die Sportveranstaltungen in Oberhof, der denkmalgeschützte Rennsteig spielt dabei keine Rolle, mangelnde Sicherung der Baustelle, Nutzung des Rennsteiges als Baustelleneinrichtung

 

  • Wegebauarbeiten vom Schützenberg in Richtung Grenzadler, Oberhof. Sperrung des Rennsteiges im August 2022 ohne eine Ausweichroute auszuweisen, wahrscheinlich auch ohne denkmalschutzrechtliche Genehmigung.

  Rennsteigsperrung ohne vorherige Ankündigung sowohl aus Richtung Stein 16 als auch aus Richtung Grenzadler

 

  • Geplanter Gasleitungsbau und Kabelverlegungsarbeiten 2023/24 zwischen Stein 16 und Grenzadler. Hier wieder Nutzung von Teilen des Rennsteiges als Medientrasse. In diesem Fall stehen wir aber in Verbindung mit dem Planungsbüro, um Schäden am Rennsteiginventar zu vermeiden.
  • Grenzstein 121 am Oberlautenberg wird bei forstlichen Wegebauarbeiten zwischen Juni und August 2022 völlig zerstört. Eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung für die Wegebauarbeiten lag nicht vor. Somit konnte der Grenzstein nicht gesichert werden. Der zerstörte Grenzstein wurde vor ca. 10 Jahren mit Denkmalschutzmitteln des Landkreises Schmalkalden-Meiningen aufwändig saniert.

  beim forstlichen Wegebau zerstört, Grenzstein 121

 

 Grenzstein 121 nach Sanierung

 So wurde der Grenzstein vor der Sanierung von uns aufgefunden (2005)

  • Im weiteren Verlauf liegen Reste des Grenzsteines (vermutlich 118) am Rande einer mit Wasser gefüllten Fahrspur. Es besteht die Gefahr das diese Steinteile verloren gehen.

 

 

  • Wiedesuhlwiese, gegenüber Schutzhütte, Hochsitze abgestellt in unmittelbarer Nähe eines historischen Landesgrenzsteines, es besteht beim Abtransport die Gefahr der Beschädigung des Grenzsteines

 

  • Stein Nr. 68, Krämerod, mit weißer Farbe beschmiert

 

  • Bei Grenzstein 33 am Glasberg wurden Fahrspuren von Forstfahrzeugen festgestellt, die unmittelbar am Grenzstein vorbeiführen, ohne dass vorher der Grenzstein gesichert wurde. Auch hier handelt es sich um einen aufwändig sanierten Grenzstein mit Mitteln des Denkmalschutzes

 

Grenzstein 31 Glasberg, bei forstlichen Wegebauarbeiten im Sommer 2022 zerstört, keine denkmalschutzrechtliche Genehmigung

 

  • Grenzstein 22 Nägelstedter Girn/ Spitter bei Forstarbeiten verschwunden im Sommer 2022, Fahrspuren von Rücketechnik am bekannten Standort noch sichtbar.

 

  • Grenzstein 36 Schierlingsborn umgefahren, mit Farbe beschmiert, jetzt wieder in Ordnung

 

  • Viehutstein bei Forstarbeiten beschädigt, wieder saniert. Derzeit (2022) wurde unmittelbar hinter dem Grenzstein von 1528 ein Holzstapel errichtet, obwohl unmittelbar daneben noch reichlich freier Platz wäre. Stein ist mit Beipfahl gesichert

 Beschädigt bei Forstarbeiten, wieder instandgesetzt

 Viehhutstein aktuell

 

  • Grenzstein 13 seit mehr als 10 Jahren mit Farbe beschmiert, Der Grenzstein wurde vor Jahren mit Mitteln des Denkmalschutzes saniert.

 

 

 

  • Grenzstein 4 Großer Weissenberg, gleiche Situation mit Holzstapel

 

  • Im Jahre 2006 erfolge der Gasleitungsbau zwischen Zollstock und Hoher Sonne und Hoher Sonne und Vachaer Stein, wahrscheinlich ohne denkmalschutzrechtlicher Genehmigung und unzureichender Sicherung der Baustelle direkt auf dem Verlauf des Rennsteiges. Eine Anzeige blieb unbeantwortet.

 

 

 

  • Wasserleitungsbau bei der Einmündung der Rennsteigleiter Wilhelmsthal auf den Rennsteig im September 2019 ohne denkmalschutzrechtliche Genehmigung und mit mangelnder Baustellensicherung.

 

 

Nicht zu unterschätzen sind die Schäden von rücksichtslosen Mountainbikern die den Rennsteig in seiner gesamten Länge zunehmend als Piste für ihre Aktivitäten nutzen, obwohl schon im Jahre 2000 ein Rennsteig-Radweg für diese Zwecke  geschaffen wurde. Von der Politik werden in Unkenntnis der Sachlage solche Aktivitäten unterstützt und gefördert. Vergessen wir dabei nicht auch den Fakt, dass es sich beim Rennsteig um einen Fernwanderweg, mit der Betonung auf "Wandern" handelt. Diese Hauptfunktion des Weges wurde, wenn auch nicht wörtlich, in die Überlegungen den Rennsteig unter Denkmalschutz zu stellen, mit einbezogen und ist historisch gewachsen. Bei der schleichenden Zunahme der Mountainbikeaktivitäten auf dem Originalrennsteig, versucht man gezielt den Denkmalschutz zu umgehen. Meiner Meinung nach hätte der komplette Radtourismus vor seiner Ausuferung am Rennsteig mit den Denkmalschutzbehörden und weiteren Behörden (siehe unten) abgestimmt werden müssen, um Berührungskonflikte mit den Wanderern zu vermeiden. Momentan scheint es so, dass der Wanderer auf dem Wanderweg Rücksicht auf den Radfahrer nehmen muss und durch diesen noch Anfeindungen ausgesetzt ist, wenn das einmal nicht so klappt.

Beachten sollte man bei dieser Angelegenheit auch die Bestimmungen des Naturschutzes (Naturpark), der Forstwirtschaft (Waldgesetz) und die der Nutzung des Grünen Bandes.

Stellvertretend, dass es auch anders geht, möchte ich mit einer kleinen Tafel, die mir bei meinen Wanderungen im Zittauer Gebirge aufgefallen ist, zeigen und schlage vor, solche oder ähnliche Tafeln auch am Rennsteig anzubringen:

 

 

Ich habe hier nur einige Beispiele der Unzulänglichkeiten genannt, die die im Gesetz verankerte Unterschutzstellung des Rennsteiges zur Farce werden lassen und genau das Gegenteil dessen bewirken, was wir mit der Unterschutzstellung erreichen wollten.

Es hat auch den Augenschein, dass gerade auf diejenigen öffentlichen Institutionen, die eigentlich unsere Partner sein sollten, am wenigsten Verlass ist.

Natürlich gibt es auch positive Beispiele bei der Bewältigung von Problemen am Rennsteig. Das sind aber wenige Einzelfälle, bei denen es zu einer engen Zusammenarbeit der Beteiligten kommt und Probleme gelöst werden.

Wie können wir aber den Missstand der negativen Erscheinungen rund um den Denkmalschutz am Rennsteig effektiv begegnen?
Ich höre immer das Argument, wir müssen die verschiedenen Partner für die gesetzlichen Bestimmungen des Denkmalschutzes sensibilisieren. Warum eigentlich - wir sind in der glücklichen Lage ein Gesetz zu haben, das regelt, was am Rennsteig möglich ist. Da müssen wir nicht sensibilisieren. Wir müssen schlicht und einfach nur gesetzeskonform tätig werden. Tun wir das nicht, machen wir uns letztendlich mitschuldig an der Demontage unseres Denkmales Rennsteig. Der Rennsteig ist kein "Wilder Westen" wo das Gesetz des Stärkeren gilt.

Bitte beachten Sie dabei auch die ökonomischen Auswirkungen, wenn die Touristen ausbleiben. In der gegenwärtigen Situation der selbstheraufbeschworenen Krisen wäre das fatal für die ganze Region.

Für notwendige Arbeiten am Rennsteig besteht somit die Pflicht, vor Beginn der Arbeiten die zuständige Denkmalschutzbehörde zu beteiligen. Diese ist verpflichtet, eine fachkundige Stellungnahme abzugeben, die zum Inhalt haben sollte, die Qualität des Denkmales Rennsteig zu erhalten. Die Qualität der Stellungnahmen sollte dabei auf einem hohen Niveau stehen und nach Vorgaben der Oberen Denkmalschutzbehörde einheitlich für alle beteiligten Unteren Denkmalschutzbehörden erfolgen, was auch eine eindeutige Klärung der Zuständigkeiten beinhalten sollte.

Für forstwirtschaftliche Arbeiten  gilt das übrigens in gleicher Art und Weise, jedoch müssen wir hierbei noch die Besonderheit der notwendigen Waldpflege beachten, die für den Erhalt und die Entwicklung unserer Wälder von größter Wichtigkeit ist. Um das zu gewährleisten, habe ich bereits vor mehreren Jahren vorgeschlagen, das Thema Denkmalschutz als Bestandteil in die Leistungsverträge  für die Forstdienstleister mit einzubeziehen, leider bisher ohne Erfolg. Die vorhergehende Analyse der Schäden gibt mir aber recht, denn fast 50% der Verstöße gegen das gültige Denkmalschutzrecht am Rennsteig gehen auf das Konto forstlicher Aktivitäten.

Nachfolgend habe ich folgenden Vorschlag als Entscheidungshilfe, wie man in den Leistungsverträgen den Denkmalschutz verankern könnte:

Der Rennsteig des Thüringer Waldes steht als Sachgesamtheit gemäß "Thüringer Gesetz zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmäler" (Thüringer Denkmalschutzgesetz - ThürDSchG-) in der Fassung vom 14. April 2004 unter Denkmalschutz.

Link für die jeweils aktuelle Fassung der Gesamtausgabe: https://landesrecht.thueringen.de/perma?a=DSchG_THn

Rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten ist sicherzustellen, dass Schäden an der Sachgesamtheit vermieden werden. Der Leisungsnehmer ist verantwortlich für die Einhaltung der Bestimmungen des ThürDSchG und hat sich in geeigneter Form vor Beginn der Arbeiten über den Umfang der im Wirkungsbereich befindlichen Denkmalbestandteile zu infomieren. Ihm obliegt die Sicherungspflicht der Einzelobjekte mit geeigneten Mitteln, die das Einzelobjekt nicht in Mitleidenschaft ziehen und beschädigen (keine Farbmarkierungen) dürfen.

Im Schadensfall besteht sofortige Anzeigepflicht durch den Verursacher. Der Verursacher ist verpflichtet, den Schaden unter Beachtung der denkmalschutzrechtlichen Richtlinien abnahmepflichtig auf eigene Kosten beseitigen zu lassen. Dabei anfallende Nebenkosten, wie Fahrtkosten, Leistungen von Gutachtern usw. sind ebenfalls vom Verursacher zu tragen.

Da der Rennsteig auf einer Länge von ca. 77 km auch die Funktion einer aktuellen Grenze zwischen Gemarkungen, Fluren, Grundstücken und Ländern besitzt, genießen die dort vorhandenen Grenzsteine einen weiteren umfangreichen Schutz, welchen wir in diese Betrachtungen mit einbeziehen müssen.

In Thüringen sind das die gesetzlichen Bestimmungen:

Thüringer Vermessungs- und Geoinformationsgesetz (Thür.VermGeoG) vom 16. Dezember 2008 - weiter unten verlinke ich wieder die jeweils aktuelle Gesamtausgabe ( § 14 Abmarkung, § 33 Ordnungswidrigkeiten)      

Par. 14 Abmarkung

(1) Grenzpunkte werden auf Antrag dauerhaft durch Grenzmarken abgemarkt (Abmarkung).

(2) Der Abmarkung neuer Grenzpunkte geht eine Grenzfeststellung oder die Bestimmung neuer Grenzpunkte durch ein Bodenordnungs- oder Enteignungs-verfahren voraus. Der Abmarkung bereits im Liegenschaftskataster geführter Grenzpunkte geht eine Grenzwiederherstellung, eine Liegenschaftsneuvermessung, ein Grenzfeststellungsvertrag oder ein Grenzscheidungsverfahren nach § 920 BGB voraus.

(3) Das Abmarken von Grenzpunkten erfolgt in einem Abmarkungsverfahren. In der Grenzniederschrift wird festgestellt und beurkundet, dass die Position der betreffenden Grenzmarken in der Örtlichkeit mit den nach Absatz 2 bestimmten Grenzpunkten übereinstimmt. § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 10 Abs. 3 und 4 gelten entsprechend. Das Abmarkungsverfahren kann gemeinsam mit dem Grenzfeststellungsverfahren oder dem Grenzwiederherstellungsverfahren durchgeführt werden. Die Bekanntgabe der Verfahrensergebnisse kann in einem gemeinsamen Bescheid erfolgen.

(4) Absatz 3 gilt nicht in öffentlich-rechtlichen Bodenordnungsverfahren und Enteignungsverfahren.

(5) Für die Abmarkung von Grenzpunkten sind alle Marken zugelassen, die nach Material, Form und Beständigkeit eine einwandfrei erkennbare und dauerhafte Kennzeichnung gewährleisten. Gebäude-, Mauerecken oder vergleichbare Festlegungen können die Funktion von Marken einnehmen.

(6) Die Vorschriften über die Abmarkung der Landesgrenzen bleiben unberührt.

Par. 33 Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1. Ausgaben aus den Datenbanken des amtlichen Vermessungswesens

a) aus dem Bereich des Liegenschaftskatasters oder

b) aus den Bereichen des amtlichen Raumbezugssystems oder der amtlichen Geotopographie verwendet, vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, ohne    dazu berechtigt zu sein,

2. Tätigkeiten nach § 17 anbietet oder ausführt, ohne dafür zuständig zu sein,

3. seine Pflicht zur Erhaltung der Grenz- und Vermessungsmarken nach § 25 Abs.2 und 3 verletzt  

4. widerrechtlich eine Abmarkung vornimmt oder

5.widerrechtlich Vermessungsmarken verändert oder beseitigt.

(2) Die Ordnungswidrigkeit nach Absatz 1 Nr. 1 kann mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro, die Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 Nr. 2 bis 5 können jeweils mit einer Geldbuße bis zu zwanzigtausend Euro geahndet werden. Widerrechtlich erzeugte Vervielfältigungsstücke können eingezogen werden.

(3) Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten in der Fassung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602) in der jeweils geltenden Fassung ist die obere Kataster- und Vermessungsbehörde.

Da der Rennsteig im geringen Umfang eine gemeinsame Grenze zu Bayern besitzt, müssen wir auch die bayerische Gesetzgebung berücksichtigen:

Gesetz über die Abmarkung der Grundstücke (Abmarkungsgesetz - AbmG) vom 06. August 1981 - weiter unten ebenfalls verlinkt (Teil 2, Art. 8 Entfernung von Grenzzeichen, Teil 2, Art. 9 Pflicht zum Schutz der Grenzzeichen, Teil 6, Art. 2 Ordnungswidrigkeiten

Art. 8

Entfernen von Grenzzeichen

1Ein Grenzzeichen, das nicht oder nicht mehr dem in Art. 1 Abs. 1 vorgegebenen Zweck dient, kann nach den Vorschriften dieses Gesetzes entfernt werden. 2Ein Antrag der beteiligten Grundstückseigentümer ist hierzu nicht erforderlich. 3Die nach Art. 3 Abs. 1 für die Abmarkung zuständige oder zur Abmarkung befugte Behörde kann die beteiligten Grundstückseigentümer ermächtigen, derartige Grenzzeichen selbständig zu entfernen. 4Den Belangen des Denkmalschutzes ist Rechnung zu tragen.

Art. 9

Schutz der Grenzzeichen

1Die Eigentümer und die Nutzungsberechtigten von Grundstücken haben dafür zu sorgen, daß die nach den Vorschriften dieses Gesetzes oder nach früheren Vorschriften angebrachten Grenzzeichen erhalten und erkennbar bleiben. 2Der Verlust oder die Beschädigung von Grenzzeichen sind der Gemeinde oder dem Obmann der Feldgeschworenen anzuzeigen.

Art. 22

Ordnungswidrigkeiten

Soweit die Tat nicht nach anderen Vorschriften mit Strafe bedroht ist, kann mit Geldbuße belegt werden, wer unbefugt

1. eine Abmarkung vornimmt,

2. Grenzzeichen und andere Merkmale, die zur Bezeichnung der Grundstücksgrenzen von den hierzu befugten Behörden oder Personen angebracht worden sind, wegnimmt, verrückt, vernichtet, beschädigt oder unkenntlich macht.

Als Empfehlung für eine Formulierung in den Leistungsverträgen schlage ich folgenden Text vor:

Der Rennsteig hat auf einer Länge von 77,2 km Grenzfunktion. Das betrifft folgende Bereiche:

  • Hohe Tanne bei Brennersgrün
  • Ochsenhut bei Brennersgrün
  • Schönwappenweg
  • Schildwiese
  • Schleifenwiese
  • Hoher Lach bis Marienhäuschen
  • Mordfleck bis Suhler Ausspanne
  • Zellaer Loibe bis Heuberghaus
  • Großer Jagdberg bis Kleiner Weißenberg
  • Glöckner
  • Clausberg, Abzweig Hütschhof
  • Lerchenkuppe

In diesen Bereichen befinden sich 1007 historische Grenzzeichen, die durch folgende Gesetze geschützt sind:

Thüringer Vermessungs- und Geoinformationsgesetz (Thür.VermGeoG) vom 16. Dezember 2008
Link zur aktuellen Gesamtausgabe: https://landesrecht.thueringen.de/perma?a=VermGeoInfG_TH

Gesetz über die Abmarkung der Grundstücke (Abmarkungsgesetz - AbmG) vom 06. August 1981
Link zur aktuellen Fassung: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayAbmG/true

Der Leistungsnehmer hat sich vor Beginn der Arbeiten darüber zu informieren, wie viele Grenzsteine sich im Leistungsbereich befinden. Er ist verpflichtet, diese angemessen zu sichern (keine Farbanstriche) und durch sorgsamen Technikeinsatz Beschädigungen zu vermeiden.
Durch den Leistungsnehmer verursachte Beschädigungen und Zerstörungen sind sofort durch den Verursacher  anzuzeigen. Die genannten gesetzlichen Bestimmungen regeln die Anzeigepflicht und benennen die Stelle, wo die Anzeige zu erfolgen hat.
Eine Wiederherstellung der betroffenen Grenzzeichen ist geboten und hat unter den Richtlinien der gesetzlichen Bestimmungen zu Lasten des Verursachers zu erfolgen. Dazu zählen auch Leistungen Dritter (z.B. Gutachter).

Mit diesen Ausführungen möchte ich dazu beitragen, dass der "Raubbau" am Inventar des Rennsteiges schnellstmöglich schrittweise zurückgefahren wird. Bei allem Verständnis der gegenwärtigen Situation in unseren Wäldern, scheint es geboten, gültige Gesetzlichkeiten zu beachten und einzuhalten. Dafür gibt es Partner am Rennsteig, Partner die sich jeder auf seiner Art und Weise, jeder auf seinem Fachgebiet dafür einsetzten, dass die Qualität des Wanderweges Rennsteig erhalten bleibt und verbessert wird. Dafür müssen sich alle Beteiligte einsetzen, damit die Investitionen, die wir bisher am Rennsteig getätigt haben, nicht sinnlos über Thüringens Kammweg verpuffen.

 


 

Ohne Datum
Hotel "Kleiner Inselsberg" geschlossen

Wann es genau passierte konnte mir bisher niemand sagen, aber im Herbst soll es gewesen sein. Sowohl im Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen als auch in der Gemeindeverwaltung Brotterode-Trusetal war kein genauer Termin zu erfahren, wann die Betreiber des Hotels ihr Haus nicht mehr öffneten. Das Gewerbe ist noch angemeldet, wird jedoch nach dem Verstreichen einer bestimmten Frist, wenn keine Abmeldung erfolgt, von Amts wegen entzogen.

Im Handelsregister des AG Jena ist unter HRB 516696 eine gewisse Chef Agency Hotel & Gaststättenbetriebe UG eingetragen, die durch eine Tamara Carolina Voglar als Geschäftsführerin vertreten wird.

Nachdem die Familie Baumbach das Hotel aus Altersgründen aufgab, übernahm jene o.g. Agency das Hotel, ohne notwendige Sanierungsarbeiten auszuführen. Insgesamt 3x weilten wir bei unseren Runsten als "Gast" nach dem Besitzerwechsel in diesem Hause. Die durchweg negativen Kritiken in bekannten Hotelportals bestätigten letztendlich auch den geschilderten Zustand, den wir bei unseren Besuchen vorfanden. Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden, das Haus "Kleiner Inselsberg" nicht mehr für Aufenthalte bei unseren Runsten zu nutzen, was natürlich eine zusätzliche logistische Aufgabe für die Ablaufplanung einer 6-Tagesrunst bedeutet, da das Hotel genau am Ende oder am Anfang, je nach Gehrichtung, einer Tagesetappe liegt.

Bleibt nur zu hoffen, dass bei einem eventuellen Besitzerwechsel der Gaststätten- und Hotelbetrieb wieder auf Vordermann gebracht wird. Dafür sind Investitionen notwendig, die in der heutigen Zeit erst einmal aufgebracht werden müssen. Es wird eine schwierige Zeit bis zur Wiedereröffnung dieses historisch gewachsenen Hauses werden. Hoffen wir das Beste.

Anschießend einige Bilder aus meinem Archiv, die das Haus im Laufe der Geschichte darstellen:

1898

1902

1914

1958

1959

1960

2018 hier noch unter der Regie von Familie Baumbach

2018 Bettenhaus des Hotels auf der gegenüberliegenden Straßenseite

2020 öffnet der neue Betreiber den Imbiss und bietet gebratene Leckereien an, ein Lichtblick zur damaligen Corona-Zeit, die Gaststätte und das Hotel sind wegen der Coronamaßnahmen noch geschlossen

2021 ein Imbiss vor dem Zaun entsteht und es kommt wirder zum althergebrachten Streit zwischen den Betreibern des Imbisses und des Hotels. So wird auch ein Imbiss hinter dem Zaun errichtet

 

Zustände in den Zimmern, die auch von anderen Gästen bestätigt werden

 

fehlende Rauchmelder

geborstene Scheiben

Dreck überall

 

dieser Grill steht im Hoteleingang

der Imbiss hinter dem Zaun

gut gemeint, aber völlig daneben

 


 

07. Dezember
Razzia gegen "Reichsbürger"

Bei einer bundesweiten Razzia gegen Reichsbürger wird auch Heinrich XIII. Prinz Reuß verhaftet. Das Haus Reuß hat heute noch zahlreiche Besitztümer am östlichen Rennsteig. Die Hoheitsgrenzen des ehemaligen Fürstentums Reuß endeten von Osten herkommend bei der Hohen Tanne.

Das derzeitige Familienoberhaupt der Reußen, Heinrich XIV, Fürst Reuß, distanzierte sich von seinem Verwandten und bezeichnete ihn ohnehin als Randfigur innerhalb der fürstlichen Familie, der den Ruf  des toleranten, weltoffenen Fürstenhauses in Ostthüringen stark in Mitleidenschaft gezogen hat.

Heinrich XIII, Fürst Reuß, besitzt in Saaldorf bei Lobenstein ein Jagdschloss, das im Rahmen der Razzia ebenfalls durchsucht wurde.

1848, Saaldorf mit Blick zum Fürstlichen Jagdschloss Waidmannsheil, Foto archiv-rueger

1928, Foto archiv-rueger


Jagdschloss Waidmannshil 1951, Foto archiv-rueger