Januar

Die Tourist-Information Neuhaus am Rennweg erhält wieder die rote Tourismus-I-Marke vom Deutschen Tourismusverband e.V. (DTV) verliehen,

Mindestens 15 Kriterien muss eine Tourismus-Information erfüllen, um das Qualitätssiegel zu erhalten. Dazu gehören die örtliche Infrastruktur, die Beschilderung der Tourismus-Information aber auch die Qualität der Mitarbeiter. Vor Ort werden dann noch einmal 40 weitere Kriterien geprüft.

Neuhaus am Rennweg hat es also geschafft. Für 3 Jahre gilt dieses Qualitätssiegel erst einmal, danach muss es neu beantragt werden. Herzlichen Glückwunsch an die Neuhäuser, die besonders in den letzten Jahren unter dem fast schon als neurotisch zu bezeichnenden Drang nach Einsparung an den nicht zu den Kernaufgaben gehörenden Leistungen der Stadt gelitten haben.

 

09. Februar

Toter Skiläufer auf der Schneekopfloipe

Es ist schon krass. Wegen offensichtlicher Unstimmigkeiten der Rettungsleitstellen des Ilmkreises und der Stadt Suhl stirbt ein Skiläufer auf einer Loipe nahe des Rennsteiges. Ein zweifelhafter "Erfolg" des Gerangels über Zuständigkeiten und Sachkenntnis, wenn es denn so geschah. Ersthelfer waren schnell vor Ort. Beim Standort gab es allerdings schon Probleme. Der Suhler Notarzt wurde zum Parkplatz "Adlesberg" geleitet. Der Skifahrer aber befand sich am Parkplatz "Adler", ca. 17 km weiter westlich. Der Skifahrer war an den Folgen seines Herzinfarktes gestorben.

Als Konsequenz will man die Mitarbeiter der Leitstellen im Umgang mit digitalem Kartenmaterial besser schulen, die Markierungen der Wanderwege und markanten Örtlichkeiten überprüfen. Das ist ungefähr so, wie wenn ich in einem Blumenladen ein Kilo Rindfleisch kaufen will. Es geht hier um grundlegende Fragen des Umgangs mit dem Menschen, um die Erhaltung seiner Gesundheit und um die rasche Hilfe in lebensbedrohlichen Situationen. Da nutzt auch keine Entschuldigungen bei den Hinterbliebenen. 

 

28. Februar

An diesem Tag meldet das "Freie Wort" , dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das geschichtsträchtige Geißlerhaus in Neuhaus am Rennweg geschlossen wird. Mangelnde Besucherzahlen, im letzten Jahr nur etwa 300, seien die Ursache.

Wie vereint sich diese Meldung mit der vorangegangenen Information zum Qualitätssprung bei der Neuhäuser Tourismus-Information? Waren den Prüfern diese Umstände gar nicht bekannt?

Tourismus, gerade im Bezug auf Museen ist kein Selbstläufer. Hier muss schnellstens eine Konzeption erarbeitet werden, wie man zukünftig den Namen "Geißler" wieder attraktiv gestalten kann.

  • Werbung
  • Einbeziehung des Museums in die schulische Ausbildung
  • Einbeziehung in die berufliche Ausbildung im Bereich der Glasindustrie
  • Vorträge im Museum

wären einige Vorschläge, das Museum attraktiver und bekannter zu machen. Auch das gehört zu einem Qualitätssiegel in der Region. Schöne Bilder mit Bieranstichen oder Urkundenübergaben in der Presse, sind immer nur für den gut, der dort dargestellt wird, aber nie für die Sache, um die es geht. Dafür bedarf es leider etwas mehr Anstrengung.

Das Geißlerhaus im Jahre 1915

1999

Im Winter 2005

Umbauarbeiten, hier im August 2009

nach dem Umbau 2010

Tafel über dem Hauseingang

Im Moment ist das Museum noch wie folgt geöffnet (ohne Gewähr):

  • Mittwoch bis Samstag: 14 bis 17 Uhr
  • Sonntag: 14-16 Uhr

Nähere Informationen, auch über sich eventuell angepasster Öffnungszeiten finden Sie unter:

foerderverein-geisslerhaus.de im Internet

 


07. April

Jahreshauptsippung des Rennsteigvereins 1896 e.V. im Michel Hotel Suhl

Nach dem obligatorischen Runstkreis um 10.00 Uhr lud die Suhler Ortsgruppe zu 2 interessanten Wanderungen in und rund um Suhl ein. Strahlender Sonnenschein und sachkundige Führung machte diese Wanderungen zum gelungenen Rahmenprogramm für die nach dem Mittagessen vom Grill stattfindende Sippung.

120 Rennerinnen und Renner waren der Einladung gefolgt. Hauptschwerpunkt war noch einmal der Deutsche Wandertag, der im Sommer 2017 in Eisenach stattfand. Es war ein gelungenes Ereignis, obwohl die Organisation einer solchen Großveranstaltung an die Grenzen des Machbaren ging.

Neben den Auszeichnungen und Berichten wurde der Vereinsvorstand neu gewählt. Getrübt wurde der Verlauf der Veranstaltung durch eine Beschwerde der OG Waltershausen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

Die nächste Jahreshauptsippung findet am 06. April 2019 in Zapfendorf statt.

Herzlichen Dank an die vorbildliche Organisation der Veranstaltung durch die Suhler Ortsgruppe.

Suhl

der Weg zum Domberg

Ottilienkapelle am Domberg

 

auf dem Suhler Domberg

Der neue Vereinsvorstand (v.l.n.r.): Kurt Enzi, Lutz Hähner, Harald Töpfer, Margita Betzold, Marie-Luise Steube

 

 


 

05. bis 06. Mai

Die Wanderweltmeisterschaft am 05. bis 06.05. auf dem Rennsteig

Die Veranstaltung (http://www.rennsteig-wander-wm.de) wurde durchgeführt vom Verein:

Pummpälzweg e.V.
Trift 4
36433 Moorgrund OT Gumpelstadt
http://www.pummpaelz.de

Der Streckenverlauf:

  • Blankenstein – Wanderstützpunkt [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Brennersgrün – Rennsteighaus [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Spechtsbrunn – Infozentrum „Kalte Küche“ [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Friedrichshöhe – Naturparkzentrum [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Neustadt am Rennsteig – Kreisel [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Rondell in Oberhof – Rezeption AWO SANO [Verpflegungsstelle]
  • Neue Ausspanne – Rennsteighaus [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Großer Inselsberg – Berggasthof [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Dreiherrnstein Großer Weißenberg – Waldschänke [Kontrollpunkt]
  • Auerhahn – Bergbaude [Verpflegungsstelle]
  • Hubertushaus Ascherbrück [Kontrollpunkt]
  • Hohe Sonne – Imbiß [Kontrollpunkt]
  • Abzweig Lulluspfad vom Rennsteig links weg
  • Altenberger See – Rezeption Campingplatz [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Möhra – Lutherdenkmal [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]
  • Pummpälzsteg – Kulturscheune [Verpflegungsstelle / Kontrollpunkt]

Gewandert wurden 169,3 km (XTREMarathon) Nonstop (ca. 33 Teilnehmer)

Wanderbeginn: 05.05.2018 – 09.00 Uhr in Blankenstein.

Insgesamt nahmen rund 100 Wanderer an der Veranstaltung teil. Zu den Wettbewerbsregeln gehörte, dass der gesamte Weg gewandert werden musste.

Neben der Königsklasse gab es noch 2 weitere Kategorien:

  • klassische Marathon-Länge: 42km, mehr als 50 Wanderer
  • 65km Strecke mehr als 20 Wanderer

Auf der 170km-Strecke gewann der Ludwigsstädter Daniel Traut. Er benötigte 28 Stunden.

Auf der 65km-Strecke war der Schwarzaer Marcus Drehmann und auf der 42km-Strecke der Gumpelstädter Michael Proksch siegreich.

Ziel des Vereins war u.a. auch Werbung für die Wanderbewegung zu machen und den Wandernachwuchs zu mobilisieren, da die Wandervereine mit zunehmender Überalterung zu kämpfen haben.

 

26. Mai

46. GutsMuths-Rennsteiglsuf findet statt.

Knapp 16000 Teilnehmer zählte der bekannte Lauf in diesem Jahr. Florian Neuschwandner (Frankfurt) und Daniela Oemus (Jena) waren die Sieger beim Super- Marathon über 73,9 km von Eisenach nach Schmiedefeld.

Auf der Marathon Strecke vom Neuhaus am Rennweg nach Schmiedefeld gewannen Sebastian Nitsche (Leipzig) und Nora Kusterer (Oberkollbach).

Den Halbmarathon von Oberhof nach Schmiedefeld gewannen Samsom Hayalu Tesfazghi und Anne Barber.

Durch die Veranstaltung wurde schätzungsweise ein Umsatz von 8 Mio. Euro erzielt. Neun Ärzte, 14 Rettungssanitäter und 119 Kameraden der Bergwacht waren im Einsatz. Zahlreiche ortsansässige Vereine unter-stützten das gute Gelingen der Veranstaltung.

 

28. Mai

Seit heute bleibt das beliebte Cafe Spindler in Allzunah geschlossen

Am 27. Mai öffnete das beliebte Cafe Spindler in Allzunah letztmalig seine Türen. Seit dem 28. Mai bleibt das Cafe geschlossen. Als Grund wurde Personalmangel angegeben.

Die dazugehörige Ferienwohnung ist von der Schließung nicht betroffen. Informationen unter:

www.fewo-allzunah.de

 

 


 

02. Juni bis 07. Juni

Bilder einer Runst

Vom 02. bis zum 07. Juni 2018 fand die insgesamt 139. Runst des Rennsteigvereins 1896 e.V. seit dem 28. April 1990, jenem Tag, an welchem der Rennsteig erstmals nach der politischen Wende in Deutschland wieder durchgängig begehbar war, statt.

19 Rennerinnen und Renner trafen sich am 01. Juni am späten Nachmittag in Steinbach am Wald, um sich auf die bevorstehende Runst von Blankenstein nach Hörschel einzustimmen.

02. Juni 2018: Blankenstein bis Steinbach am Wald, 28,9 km

 

Vor dem Runstbeginn besuchten wir die bayerische Seite der Selbitz, Wanderführer Lutz Hähner erklärte die Bedeutung der dortigen Einrichtungen

Auf der Mitte der Selbitzbrücke beginnt/ endet die traditionelle Runst, ein Pfeiler mit einem eingearbeiteten R markiert den Beginn/ Ende des Weges

Langsam kommt die Brücke in die Jahre, es müssten dringend tragende Bauteile ausgewechselt werden

Wer die Wahl hat, hat die Qual, die Suche nach dem passenden Stein, welchen man für die nächsten Tage bis an die Werra tragen muss, ist teilweise sehr langwierig - doch nach dem zünftigen Runstspruch beginnt dann auch schon das Abenteuer

der steinerne Rennsteigwanderer, nachempfunden dem Rennsteigschriftsteller August Trinius, läd zum ersten Fotostopp ein, früher stand hier ein hölzerner Rennsteigmönch, von dem wir gerne ein Bild hätten, aber leider bisher ohne Erfolg

oben auf der Höhe zwischen Kießlich und Schlegel entfaltet sich auf den umliegenden Wiesen eine wahre Blütenpracht

auch am Sauerkleeweg wieder Blütenpracht satt

in Brennersgrün am Rennsteighaus in der Alten Schule wurden wir mit Kaffee und Kuchen empfangen

 

Lutz und sein Stock, der angeblich schon etliche Jahre hinter dem Kurfürstenstein an einem Baum lehnt, damit werden die Jungrenner zum Altrenner geschlagen

Die Brückensteine in Steinbach am Wald stehen links und rechts der Eisenbahnbrücke, unter der Brücke verläuft die Eisenbahnlinie Saalfeld - Nürnberg, ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Ost und West sollen sie sein

im Hotel Rennsteig in Steinbach am Wald machten wir Rast nach dem ersten Tag

Jede Gaststätte hat ihren "Renner" in puncto Essen, in Steinbach war es die Schweinshaxe

 

03. Juni 2018: Steinbach am Wald-Friedichshöhe, 34,1 km

Gut Runst, gut Runst, gut Runst! Oh lebe fort auf edle Art, du herrlich schöne, du schöne Rennsteigfahrt! Gut Runst! - und los geht's

Ehrung verdienstvoller ehemaliger Mitglieder des Rennsteigvereins, am Gründungsort des Vereins auf Weidmannsheil

der Gedenkstein für Reinhold Jubelt, es ist Tradition bei der Runst hier einen Strauß Blumen niederzulegen

Reinhold Jubelt im Jahre 1930

Aussicht auf den Frankenwald in der Nähe der Laubeshütte, ca 100 m südlich des Rennsteiges befindet sich diese wunderbare Aussicht, ein schmaler, beschilderter Fußweg führt dorthin

Gruppenfoto mit dem wohl berühmtesten Mann der Welt, dem Weihnachtsmann - und das im Juni!

eine kleine Rast gleich hinter Neuhaus am Rennweg

nicht gestohlen wurde dieser Stein, sondern auf der Jagd nach einer entlaufenen Kuh umgefahren, noch 2 Tage vor Runstbeginn wurde der Grenzstein geborgen und zur Sanierung nach Neuhaus zum Steinmetz Bräutigam gebracht

Aussicht auf Steinheid

Kurzweil im Eiscafe Limbach

auch eine alte Tradition bei der Runst, Ortsgruppen des Vereines begleiten die Runst, hier Mitglieder der Ortsgruppe Heinich-Rennstieg, die uns bis Oberhof begleiteten

Hütte am Dreistromstein, ein kleines Schnäpschen in Ehren, kurz vor dem Tagesziel Friedrichshöhe

die Soldatengräber an der Straße nach Friedrichshöhe, sinnlose Opfer am Ende eines noch sinnloseren Krieges

Waldidyll vor Friedrichshöhe

Empfang im Gasthof Rennsteig, Tradition bei jeder Runst, das Gläschen Sekt

der kulinarische Renner in Friedrichshöhe: 1/2 m Bratwurst

die Pension

für spezielle Feiern, ein kleines, gemütliches Nebengelass in der Pension

 

04. Juni 2018: Friedichshöhe-Neustadt am Rennsteig, 16,9 km

am Morgen des 3. Tages: Steinkontrolle muss sein

am restaurierten Schwarzburger Meilenstein bei der Eisfelder Ausspanne machten wir unsere erste Rast an diesem wunderschönen Tag, die Firma Trümper aus Sachsenbrunn sellte den rekonstruierten Stein am 22. Juli 2011 wieder an der Eisfelder Ausspanne auf

Waldidylle und zahlreiche historische Grenzsteine sind typisch für diesen Rennsteigabschnitt zwischen Friedrichshöhe und Masserberg

der Germarstein, oben auf der Pechleite, erinnert an Bruno von Germar, einem Rennsteigforscher. Unter der Platte soll sich eine Gabel befunden haben, die aber durch das Anbringen der Platte wahrscheinlich zerstört wurde

 

Am Totholz wachsen die Schwämme, die einst in Neustadt am Rennsteig weiter verarbeitet wurden

Zu Ehren von Paul Clingestein wurde dieser Stein gesetzt, leider bekam er vor einiger Zeit an einen ungünstigen Standort

 

Paul Clingestein war von 1932 bis 1935 Fürsteher des Rennsteigvereins

er und Elisabeth Streller machten sich einen Namen bei der Erkundung eines Rennsteig-Rheinweges, die jetzt regelmäßig als Rheinrunst begangen wird

 

die feierliche Weihe des Steines erfolgte am 16. Mai 1937

eine Reihe toller Sprüche fanden wir bei unserer nächsten Rast am Triniusstein

am 06. Oktober 1764 wurde Förster Laßmann von Zigeunern zwischen Masserberg und Kahlert erschossen, der Stein erinnert an die schreckliche Tat

 

na dann... Gut Runst!

eine Einsitzer-Bank, nichts für Wandergruppen - kurz vor Kahlert oder nach Kahlert, wo man halt herkommt

 

In Neustadt am Rennsteig wurden wir von Mitgliedern des Thüringer Rennsteigvereins e.V. und der Tourist Information begrüßt. Manfred Kastner, der Vorsitzende des Vereines erklärte uns im Rennsteig-Museum die dort ausgestellten Exponate und lud uns zu Kaffee und Kuchen ein, wofür wir uns recht herzlich bedanken möchten

Zusammen mit Freunden der Suhler Ortsgruppe des Rennsteigvereins ließen wir im "Hubertus" den schönen Tag ausklingen

 

05. Juni: Neustadt am Rennsteig - Oberhof, 25,4 km

am frühen Morgen, wie gewohnt, der Runstgesang im Neustädter Park

ein Messpunkt und eine Informationstafel erinnern an die Mitte des Rennsteiges. Sie wurde am 12. Juni 2003 bei der Neuvermessung des Rennsteiges durch Mitarbeiter des damaligen Katasteramtes Neuhaus am Rennweg und Mitgliedern des Thüringer Rennsteigvereins Neustadt am Rennsteig ermittelt.

obligatorischer Umtrunk bei der Mitte des Rennsteiges

mächtige Buche am Allzunaher Ortseingang

und wieder wurde eine Gaststätte am Rennsteig geschlossen, Ende Mai 2018 schloss das beliebte Cafe Spindler in Allzunah

unsere Damen der Pfingstrunst vor der Grazienhütte

neue Hütte an der Alten Tränke

so sah die vorhergehende Hütte aus

ein Wegweiser wartet auf seine Neusetzung

Am Mordfleck

Arnika am Mordfleck

der Herbert-Roth-Gedenkstein am Borstenplatz

Herbert Roth und Waltraud Schulz in den 50-er Jahren des 20. Jh. auf der Bühne

auch die Suhler Hütte hat bessere Zeiten erlebt, strenge Auflagen erschweren den ohnehin schon eingeschränkten Betrieb

gesehen in Oamaru auf der Südinsel Neuseelands, angebracht von der Tochter der ehemaligen Wirtsleute

der Anstieg zum Großen Beerberg beginnt

der neue Aussichtspunkt "Plänckners Aussicht"

Ausblicke nach Süden

Julius von Plänckner, 1830 verfasste er seine Abhandlung über den Rennsteig, noch heute ist sie Maßstab für den Wegeverlauf

sein Weggefährte A. Fils, ein Vermesser, schlug 1859 vor, an dieser Stelle des Rennsteiges, in einer Höhe von 973 m ü.NN, einen Aussichtspunkt zu Ehren an Julius von Plänckner zu errichten. In Petermanns Geografischen Mitteilungen des gleichen Jahres taucht bei einem seiner Meßpunkte bereits der Name Plänckners auf.

der höchste Punkt des Rennsteiges wird gemeinsam überschritten

2 Tunnel kreuzen tief in der Erde den Rennsteig, der alte Brandleitetunnel (Bahn) und der neue Rennsteigtunnel (Autobahn). Die Erinnerungstafel für den Autobahntunnel an diesem Obelisk wurde gleich nach seiner Weihe gestohlen

Waldidylle

 

kurz vor dem Rondell befindet sich auf dem Pfanntalskopf (868 m) der Rennsteiggarten, ein lohnenswertes Ausflugsziel

 

das Rondell ist erreicht, zu unserem Tagesziel ist es nicht mehr weit

im Jahre 2003 wurde das Rondell grundlegend saniert

 

 

 

 

unser Hotel für diese Nacht, das AWO-SANO, ein Hotel der Arbeiterwohlfahrt, sehr empfehlenswert

zu Beginn des 20. Jahrhunderts boomte die Sportbewegung rund um Oberhof. Gleich neben dem Hotel in Richtung Ort, befand sich das Golfhotel, zu DDR-Zeiten als Internationales Ferienlager genutzt, nach der politischen Wende verkommen

 

06. Juni: Oberhof - Kleiner Inselsberg, 30,2 km

 Das Forstarbeiterdenkmal gegenüber vom Rondell

 alles für den Wintersport - nichts für den Rennsteigwanderer

 

neuer Spielplatz am Grenzadler

 in der Thüringer Hütte am Grenzadler

Der Oberhofer Grenzadler, historisch und modern, gibt dem Standort einen Namen, wird aber nach erfolgter Rekonstruktion nicht gebührend gewürdigt, er fristet sein Dasein zwischen Verkehrsschildern und Werbeaufstellern

 

 feierliche Weihe des neuen Gustav-Freytag-Steines am 30.04.2010

 

bei Vermessungsarbeiten am 11.09.2006 gefunden, der Sockel des Gustav-Freytag-Steines, nach Prüfung des Standortes fanden wir auch die Zeugen des Steines

 

 

eines der wenigen Bilder vom alten Gustav-Freytag-Stein

beim Wachsenrasen steht der Gedenkstein für Günter Jung, einem Bergsteiger und Rennsteigfreund

Der Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist - denn vorher gehörst du ihm. (Hans Kammerlander)

Zum Gedenken an einen guten Freund  - Günter Jung - seit dem 01. Juli 2004 vermisst am Nanga Parbat

eine letzte Nachricht von Günter

 

Die Einweihung der Hütte am Wachsenrasen erfolgte am 20. Juni 1909

 

 

 

in den 60 er Jahren des 20.Jahrhunderts - die Spuren russischer Panzer auf dem Rennsteig - Oberlautenberg, noch heute sind diese Spuren sichtbar, eine kleine Umleitung führt seitdem um diesen Schandfleck herum

 

 

durch Brandstiftung zerstört, die Schutzhütte bei der Neuhöfer Wiese

 

hier rasten wir gerne, der Imbiss von Detlef Clemens an der Neuen Ausspanne

wuchtig trotzt es hinter dem Imbiss, das neue Rennsteighaus an der Neuen Ausspanne

an der Alten Ausspanne soll auch Martin Luther vorbeigekommen sein

Die Ebertswiese

der Spitterfall, höchster natürlicher Wasserfall Thüringens liegt etwas abseits vom Rennsteig

früher ein großer Steinbruch, durch dessen geplante Erweiterung der Rennsteig in Gefahr war, jetzt ein Aussichtspunkt nach der Aufgabe des Bruches

das Possenröder Kreuz

kurz vor dem Kreuz ein erster Blick auf den Inselsberg, wenn man aus Richtung Blankenstein kommt

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere darauf auszudrücken. (Khalil Gibran)

Unzuverlässig wie gewohnt , trotz Anmeldung und Zusage, Keiner da im Heuberghaus

Direkt auf dem Großen Jagdberg, die Schutzhütte

Das Tagesziel ist erreicht - unser Hotel am Kleinen Inselsberg

 

07. Juni: Kleiner Inselsberg - Hörschel, Werraufer, 33,8 km

alle Gaststätten auf dem Großen Inselsberg hatten noch geschlossen, wir waren früh aufgebrochen, die längste Tagestour stand an

 

Zwei Grenzsteine auf dem Berg, beide stehen am falschen Standort und mussten der Bebauung dahinter weichen, Hauptsache sie stehen überhaupt noch. Der  Turm im Hintergrund wurde vor nicht allzu langer Zeit als Aussichtsturm umfunktioniert.

Der Venetianerstein, eine wunderbare Aussicht nördlich vom Rennsteig

Obwohl die Grenzsteine unter Denkmalschutz stehen, schert sich keiner daran - offensichtlich auch nicht der Thüringen Forst und das Landesamt für Vermessung und Geoinformation, öffentliche Behörden, auf die man sich eigentlich verlassen  können sollte ?

 

An der  Waldbaude Großer Weißenberg endet eine Rennsteigleiter

der ehemalige Standort der Kapelle am Glasbach wurde neu gestaltet

Die Reste der Schillerbuche

Neu ist auch der Imbiss neben dem Parkplatz Schillerbuche

20 Jahre habe ich nach diesem Grenzstein gesucht, nach meiner Runst habe ich ihn gefunden, Grenzstein Nr. 14 Nähe Glöckner, er trennte ehemals Sachsen Meiningen und Sachsen Eisenach

 

am Ehrenmal des Rennsteigvereins - Glöckner

 

 

mit Willi war ich nach meiner Runst noch einmal zwischen Schillerbuche und Ascherbrück unterwegs - Große Meilerstätte

Bergwachthütte "Auerhahn"

Triniusblick und Triniusrast bei der Schlauchentalwiese, leider versperrt ein heranwachsender Wald die freie Sicht, trotzdem ein idyllischer Ort

 

am Wegekreuz Ruhlaer Häuschen, der Obelisk verweist auf den Verlauf des Pläncknerschen Rennsteiges und des Sallmannshäuser Rennsteiges

im Waldhotel Hubertus, Ascherbrück

Rennsteigwasserleitung - Jubelhain

Wassertretbecken Hoher Bruch

Imbiss Hohe Sonne

Sühnekreuz Wilde Sau, es ist Tradition, dass hier die "Jungrenner" zum "Altrenner" geschlagen werden - ja auch ich war davon betroffen, obwohl ich schon seit 1969 quasi auf dem Rennsteig zu Hause bin

 

Blumenkränze wurden hinter Clausberg geflochten

Auf dem Großen Eichelberg, wieder ein freier Blick auf die Wartburg

 

für seine hervorragende Leistung als Wanderführer wurde Lutz am Gonnermann's Eck geehrt 

unser "Einmarsch" in Hörschel - Tor zum Rennsteig

noch bevor ich so richtig fotografieren konnte, waren die Steine von Blankenstein bereits in der Werra gelandet

 

"Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele"

(Josef Hofmiller)

"Gut Runst"

 


 

 13. bis 15. Juli

In Neustadt am Rennsteig Tradition - das Köhler- und Schwämmklopferfest

Zum 18. Mal luden die Neustädter Vereine zum Köhler- und Schwämmklopferfest ein. Freitag war Theatertag. Gut gefüllt war der Saal der Gemeinde an diesem Abend.

Der Samstag und Sonntag gehörte ganz dem Traditionshandwerk der Schwämmklopfer. 38 Exemplare wurden in diesem Jahr von 33 Besuchern, darunter 22 Kinder, zusammengetragen. Der größte Einzelschwamm hatte einen Umfang von 1,31 m. Das größte zusammenhängende Exemplar zählte 2 m Umfang. Weiterhin in der Bewertung waren Motivschwämme. Hans Schaub aus Zeulenroda erhielt einen Sonderpreis für seine 13 gedrechselten Exemplare, die in Sammlerkreisen eine Rarität darstellen, da Schwämme nur unter dem Einsatz komplizierter Mechanismen gedrechselt werden können.

Insgesamt zehn Vereine innerhalb der Interessenvertretung organisierten und führten die Veranstaltung durch. Ebenfalls mit anwesend waren Vertreter eines Berliner Institutes, die sich mit der Erkundung der Schwämme für medizinische Zwecke beschäftigen.

Theater am Freitag

Präsentation der Schwämme (Bild: Manfred Kastner, Neustadt am Rennsteig)

Gedrechseltes von Hans Schaub aus Zeulenroda (Bild: Manfred Kastner, Neustadt am Rennsteig)