17. Juni

Feier am Ehrenmal des Rennsteigvereins 1896 e.V.  - Glöcknerfeier zum 95. Jahrestag der Weihe

Vorweg einige Informationen aus der Geschichte des Ehrenmales:

Anlässlich der 21. Pfingstrennfahrt von Hörschel nach Blankenstein, wurde das Ehrenmal in den frühen Abendstunden des 08. Juni 1922 feierlich eingeweiht. Um 18.00 Uhr läuteten die Glocken in den Talgemeinden links und rechts des Rennsteiges die Weihe des Ehrenmales ein. Von der Glasbachwiese her erklang das Niederländische Dankgebet, meisterhaft vorgetragen von einem Bläserchor. Der Gesangsverein "Apollo" unter der Leitung von O. Töpfer brachte dann "Wanderers Nachtlied" zu Gehör.

Nachdem das Lied verklungen war, betrat Pfarrer Lothar Koch aus Ruhla die  Felsenkanzel und begann mit seiner Festrede:

Soviel wir auch verloren haben im Laufe dieser schweren, traurigen Zeit, eins ist uns doch geblieben - unsere liebe, traute Waldheimat... So weihen wir denn diese Stätte in unmittelbarer Nähe unseres geheimnisvollen sagenumwobenen Bergpfades im Beisein der Angehörigen unserer unvergesslichen Toten, treu vereint mit unseren Freunden zum Ehrenmal und Heiligtum unseres Vereins.

Zum Hochflug spannen wir aus das Gefieder, wir fahren zu Berg, wir kommen wieder!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

historische Fotos aus dem archiv-rueger

Am 17. Juni trafen sich am Glöckner ca. 40 Rennerinnen und Renner, um den 95. Jahrestag der Weihe feierlich zu begehen. Die Bedeutung des Ehrenmals für den Verein hätte aber ein weitaus größeres Interesse verdient. Leider gibt es offenbar aber immer noch Abstimmungsprobleme zwischen den Terminen der Ortsgruppen und denen des Hauptvereins. Eine bessere Koordination und Kontrolle wäre in der Folgezeit angebracht.

Kurt Enzi hielt die Festrede. Er verwies darauf, dass bereits 1922 befreundete Vereine, wie der Rhönklub und der Thüringerwald Verein zur Weihe anwesend waren, also Parallelen zur Gegenwart. Auch beim bevorstehenden Deutschen Wandertag in Eisenach werden sich Vereine treffen, freundschaftlich verbunden im Gedanken an die Wanderbewegung.

Besonderer Dank galt den Mitgliedern der OG Ruhla, die die Gäste der Feier gastronomisch versorgten, aber auch dem Aplhorn-Trio aus Ruhla, das für die musikalische Umrahmung sorgte.

Die fogenden Bilder wurden mir freundlicherweise von Lutz Hähner zur Verfügung gestellt.