02. Juli

18. Schneekopfgipfeltreffen

Sechstausend Gäste wurden am Samstag trotz Regen auf dem Schneekopf gezählt. Freies Wort berichtete in Unkenntnis der Höhenverhältnisse im Freistaat Thüringen vom Treffen auf dem einzigen Tausender Thüringens. Hier noch einmal zur Kenntnis. Der Schneekopf ist 978 m hoch. Da ändert auch kein Aussichtsturm etwas daran.

Der Schneekopftaler wurde in diesem Jahr in Spanien hergestellt. Zur Finanzierung des Festes wurden die Besucher erstmals auch um 2 Euro Eintritt gebeten, angesichts des Aufwandes bei der Organisation und Durchführung des Festes ein angemessener Beitrag zur Refinanzierung der Kosten. Schneekopfkönigin Carolin Rüffert aus Arnstadt trat ihr zweites Amtsjahr an. Verstärkung erhielt sie von der zehnjährigen Alexa aus Berlin und der sechsjährigen Anna aus Erfurt. Gegen Erfurt, Bodo Ramelow war auch angereist, bekräftigte man die Forderung, notwendige Gelder zur Verfügung zu stellen, um den Turm wieder täglich zu öffnen.

Mit der Veranstaltung, so betonte Petra Enders, die Landrätin des lmkreises, solle ein Zeichen gesetzt werden, dass das Gipfeltreffen eine Veranstaltung von überregionaler Bedeutung ist.

auf dem Schneekopf, hinten in der Mitte der neue Aussichtsturm

links: Carolin Rüffert, die alte und neue Schneekopfkönigin

 

02. Juli

Ein Pilzsammler findet unweit der Landesgrenze zu Bayern, westlich der Landstraße L1095 von Rodacherbrunn nach Nordhalben in einem Waldstück ein menschliches Skelett. Bei der anschließenden kriminaltechnischen Untersuchung stellt sich heraus, dass es sich dabei um Skelettreste handelt, die Peggy Knobloch zugeordent werden konnten.

Die Fundstelle befand sich südlich vom Rennsteig, der durch Rodacherbrunn verläuft.

Peggy Knobloch stammte aus der oberfränkischen Gemeinde Lichtenberg, ca. 11 km Luftlinie vom Fundort bei Rodacherbrunn entfernt. Sie verschwand im Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule. Im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Peggy wurde ein geistig behinderter Mann verhaftet und verurteilt, der aber nach der Wiederaufnahme der Verhandlungen im Jahre 2014 freigesprochen wurde.

Am 13. Oktober 2016 teilte Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass am Fundort  der sterblichen Überreste von Peggy DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden wurden, die aber nach weiteren Untersuchungen auch aufgrund von verunreinigten Spurensuchgeräten an die Fundstelle der sterblichen Überreste gelangt sein könnten.

 

10. Juli

Gedenkstein in Grumbach eingeweiht

Mit Lauschaer Beteiligung wurde im Grumbach am östlichen Rennsteig ein Gedenkstein eingeweiht, der an die Gründung der Glashütte und damit des Ortes erinnert. Der Standort befindet sich nordöstlich von Grumbach beim Friedhof, dort, wo der Rennsteig die Straße nach Wurzbach quert. Dieser Stein stammt aus dem reußischen Forst und stellt so die Verknüpfung der Ortsgeschichte mit dem ehemaligen Fürstentum Reuß her.

Der Stein vor der Weihe am 10. Juli 2016

Folgender Beitrag und die Fotos stammen von Frau Annerose Zehmisch aus Grumbach

Die Entstehung von Grumbach und dessen weiterer Ausbau sind über 150 Jahre untrennbar mit der Herstellung von Glas verbunden. Somit ist die Geschichte des Ortes auch die Geschichte der Glasherstellung im reußischen Oberland.

Im Jahre 1615 baten die beiden Glasmeister Hans Greiner und Christoph Müller, genannt „Glasstoffel“, den seit 1595 regierenden reußischen Landesherrn Heinrich Posthumus, auf dem Frankenwalde eine Glashütte errichten zu dürfen.

In den historischen Schriften wird davon ausgegangen, dass die ersten Gebäude auf dem nördlichen Abhang des "Finkenberges" mit Blick nach Dürrenbach errichtet wurden. Genannt wurde die Ansiedlung „Glashütte“.

Der zwischen den vom Landesherren Beauftragten und den beiden Glasmeistern ausgehandelte Vertrag vom 29. März 1616 gilt als Gründungsdokument des Ortes Grumbach.

Mit diesem Vertrag erwarben die Glasmeister Peter Greiner und Christoph Müller für 790 Gulden Wald und Wiese „uf dem Frankenwalde“, „ufm Grumbach“ vom Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß.

Noch im selben Jahr wurde die Glashütte errichtet und in nächster Nähe die beiden stattlichen Meisterhäuser mit Scheune und Stallungen.

 

 

der fertig gestaltete Stein mit Infotafel

 

auch ein kleiner Rastplatz mit Panoramablick und Infotafel wurde eingerichtet

 

zahlreiche Gäste waren zur Einweihung gekommen

 

15. bis 17. Juli

16. Köhler- und Schwämmklopferfest in Neustadt am Rennsteig

Traditionell findet jährlich Mitte Juli in Neustadt am Rennsteig das Köhler- und Schwämmklopferfest statt, in diesem Jahr zum 16. Mal.

Es war wieder ein Höhepunkt im kulturellen Leben der Rennsteiggemeinde. Viele fleißige Helfer waren bemüht, diesem Fest zu einem guten Gelingen zu verhelfen.

Am Freitag Theater im überfüllten Gemeindezentrum, zahlreiche Stände im Ort, die Produkte aus der Region anboten, Spiele und Unterhaltung für die Kleinen und wie immer alles rund um die „Schwämme“ wurde dem Besucher geboten.

Zugegen waren auch Wilfried Rühle vom Berliner Forschungszentrum Biopol und Hans Schaub aus Zeulenroda, dessen Exponate zum Thema Schwamm im Rennsteig-Museum zu bewundern sind.

Wilfried Rühle bemerkte, dass das was der Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig zur Würdigung dieser alten Handwerkstradition leistet, einfach grandios ist. „Der Zunderschwamm wird hier als Kulturgut geachtet und behandelt“, bemerkte er sehr treffend. Der Zunderschwamm ist „ein Pilz der Menschheitsgeschichte geschrieben hat“.

Am Sonntag wurden dann die eingereichten Schwämme begutachtet und die herausragenden Exemplare prämiert.

 

 

Bilder vom Schwämmklopferfest 2016, Fotos: Manfred Kastner, Neustadt am Rennsteig