Anfang März 

Anfang März begannen die Abrissarbeiten des Traditionsgasthofes "Zum Falken" in Kahlert. Der Gasthof war besonders im 19. und im 20. Jahrhundert bei den Rennsteigwanderern eine beliebte Einkehr am mittleren Rennsteig.

Seine Geschichte ging zurück bis zum Jahr 1727.

Am 24. Mai erhielt der Wirt zu Crock, Christoph Kahlert, die Gastungs- und Braugerechtigkeit auf ein zwischen Gießübel und Neustadt an der Landstraße zu erbauendes Wohnhaus.

1765 verkaufte Kahlert den Gasthof samt Braurecht an die Vorfahren der Familie Heinz. Im 19. Jahrhundert wurde er  zusätzlich als Poststation genutzt.

Das Brauen von Bier wurde am 31. Dezember 1985 eingestellt. Die Brauerei "Zum Falken" war seit 1977 ein Betriebsteil des VEB Getränkekombinat Meiningen. Ab 15. Februar 1988 wird die Brauerei komplett geschlossen. Mit dem Rückbau des Kühlturmes wurde begonnen.

Die Biermarke "Falkenbräu" gibt es noch heute. Jedoch wird sie nach der Originalrezeptur von einer anderen Brauerei gebraut.

  
Abrissarbeiten, 17.03.2016, Foto: Manfred Kastner


Foto: Uwe Albrecht, Kahlert


Foto: Uwe Albrecht, Kahlert


Foto: Uwe Albrecht, Kahlert


um 1912


2006

 

26. März

Wasserleitung Allzunah - Neustadt - auf ein Neues!


neue Fahrspuren auf dem Rennsteig, hier bei Stein 16 zwischen Gr. Dreiherrenstein und Alter Landesgrenze


Rennsteigzustand am Großen Dreiherrenstein

Wie strapazierbar ist eigentlich der Begriff Denkmalschutz noch, oder was verbirgt sich im Gedankengut der Verursacher dieser Bausünden hinter dem Begriff Denkmalschutzgesetz? (Fotos: Manfred Kastner)

 

28. März

400 Jahre Grumbach

(Beitrag und Bildmaterial  von Annerose Zehmisch, Grumbach)

Zur Ausstellungseröffnung am Ostermontag konnte der Saal im Gasthaus zum Frankenwald dem Besucheransturm kaum standhalten. Hunderte Interessierte waren gekommen um die eindrucksvollen Fotos, historischen Dokumente und Aus-stellungsgegenstände zu besichtigen. Glasbläser aus Lauscha zeigten Kostproben ihres Könnens, und wer sich traute, konnte selbst versuchen, eine Glaskugel zu kreieren.

Diese Ausstellung ist nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Stöbern in alten Gemeindeakten, zum Blättern in den Chroniken und Fotoalben, zum Rätseln bei den Fotos alter Häuser oder der Mundart gedacht.

Am 29. März vor 400 Jahren unterzeichneten die Glasmeister Peter Greiner und Christoph Müller aus Lauscha einen Vertrag mit dem Landesherrn Graf Heinrich Posthumus Reuß. Für 790 Gulden erwarben sie Wald und Wiese in dem Gebiet, „ufm Grumbach“ genannt, um eine Glashütte mit den dazugehörigen Gebäuden errichten zu können.

Dieser Vertrag von 1616 gilt als Gründungsdokument des Ortes Grumbach, dessen Werdegang gut 150 Jahre von der Glasherstellung bestimmt wurde.

Mit unserer kleinen Ausstellung wollten wir zeigen, wie sich der Wandel von der Glashütte zum Frankenwalddorf vollzog.

 Die Ausstellung war bis zum 19. Juni geöffnet und mit über 1000 Besuchern ein voller Erfolg. Ausgewählte Dokumente, Fotos und Gegenstände sind nunmehr in einem kleinen Dorfmuseum in Grumbach am Rennsteig zu besichtigen.

Einladung und Glashüttengründungsurkunde

links: Edgar Wildt, von ihm stammen zahlreiche Ausstellungstücke, er war Sprenghauer in den Schiefergruben Lehesten

Bilder von der Ausstellungseröffnung

Mitmachangebote und Schauvorführung der Lauschaer Glasbläser

Modell der Grumbacher Glashütte

Der 1000. Besucher der Ausstellung, am 18.06.2016

Bedanken möchte ich mich bei Frau Annerose Zehmisch, die den Beitrag für die Rennsteigchronik, einschließlich Bildmaterial zur Verfügung stellte.

 

29. März

Anzeige bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Ilmkreises aufgrund der Bauarbeiten zum Wasserleitungsbau

Sehr geehrte Frau Marx,
hiermit zeige ich massive Verstösse gegen das für den Rennsteigverlauf geltende Thüringer Denkmalschutzgesetz an.
Der gesamte Rennsteig, einschließlich seines Inventars ist aufgrund der Art und Weise der Bauausführung zum Wasserleitungsbau auf der Strecke zwischen dem Großen Dreiherrenstein und etwa der historischen Meilerstätte
dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass die Begehbarkeit zu Beginn  der Wandersaison in Gefahr ist.
Ich bitte Sie, dafür Sorge zu tragen, dass der verantwortliche Baubetrieb die Arbeiten so ausführt, dass ein gewisses Augenmaß für die Belange der Wanderer und den historischen Bestand am Inventar des Weges gewahrt bleibt.
Die entsprechenden Bilder, wie sich der Baubetrieb in seiner Arbeit vor Ort darstellt, können Sie meiner Internetseite www. rennsteig-rueger.de unter Chronik 2015, 2016 entnehmen.
Weiterhin sollte der Baubetrieb verpflichtet werden, nach Beendigung eines Bauabschnittes den Weg wieder in seiner ursprünglichen Form herzurichten. Dazu müsste ein Gutachten erarbeitet werden, wie es beispielsweise bei einem ähnlichen Fall in Neuhaus am Rennweg getan wurde. Dabei wurde nach Abschluss der Arbeiten ein sehr gutes Wegeprofil erstellt.

Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung, wenn es um diesbezügliche Fragen geht und bitte Sie mich über den weiteren Sachstand zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Rüger
www.rennsteig-rueger.de