03. Februar

Unter dem Titel "Im Wald wächst stabilere Baum-Generation heran" berichtet die Südthüringer Zeitung "Freies Wort" über die Ergebnisse des Waldzustandsberichtes 2015.

Demnach ist in Thüringen kein anderer Baum so verbreitet wie die Fichte. 43% der Waldflächen sind mit Fichtenwald bedeckt. Es folgen die Kiefer mit 19% und die Buche mit 18%. Die Eiche, als Symbol des deutschen Waldes, kommt nur auf 6%. Sonstige Laubbäume machen 11% und sonstige Nadelbäume 3% aus.

21% der Bäume gelten als gesund (2013: 26%, 2014: 23%), 48% weisen leichte Schäden und 31% deutliche Schäden auf.

Birgit Keller (Linke), die zuständige Ministerin, spricht von einem "stabilen Zustand" und weist darauf hin, dass Thüringen mit diesen Werten bei den Waldschäden bundesweit im Mittelfeld liegt.

Ich bin der Meinung, dass man bei einem kontinuierlichen Trend nach unten, nicht von einem stabilen Zustand sprechen kann. Angesichts der Bedeutung des Waldes gerade für den Freistaat Thüringen ("Grünes Herz Deutschlands") ist jeder Negativtrend beunruhigend. Ausserdem sprechen wir von gerade einmal 21% gesunden Waldanteil, das sind noch nicht einmal ein Viertel des Gesamtbestandes in Thüringen, da ist jedes einzelne Prozent nach unten fatal. Als verantwortliche Ministerin sollte man sich aufgrund dieser Zahlen jede Schönrederei verkneifen und vielleicht einmal in den eigenen Fachabteilungen der Forstwirtschaft etwas Ursachenforschung betreiben, warum solche erschreckenden Ergebnisse zustande kommen. Vielleicht liegt es nur an der gnadenlosen Vergewaltigung der Waldflächen durch deren Eigentümer und Nutzer. Können wir, wenn wir die Zustände im Wald sehen, überhaupt noch von einem umweltbewussten Waldbau reden.

Waldästhetik war zu früheren Zeiten ein Bestandteil der Ausbildung im Forstwesen. Gehen wir in die Wälder und schauen dort nach, was von der Waldästhetik geblieben ist! 

Aussicht Nähe Brand, Spechtsbrunn, Dominanz der Fichte

 

04. Februar

Ehemalige Tourist-Info in Limbach hat Käufer gefunden

Die Stadt Neuhaus am Rennweg hatte das Gebäude öffentlich ausgeschrieben. Dietmar Hopfe einer der beiden Geschäftsführer der IKS mit Sitz in Neuhaus hatte den Zuschlag erhalten. Wahrscheinlich war er auch der einzige Bewerber.

Im Verlauf des Jahres 2016/17 soll hier ein Eiscafe im Erdgeschoss errichtet werden. Die Malereien im Treppenaufgang zur ehemaligen Tourist-Information sollen erhalten bleiben. Der Lauschaer Architekt Horst Griebel wurde mit der Projektierung beauftragt. Geplant ist auch ein kleiner Biergarten neben dem Gebäude. Es soll ein gemütlicher Treff für Alt und Jung werden, wie der Siegmundsburger Dietmar Hopfe versicherte.

 

13. Februar

Unter dem Titel: Wer nur auf Wintersport setzt, wird nicht überleben, wird in der Tageszeitung "Freies Wort" ein Interview mit dem Grünen-Politiker Roberto Kobelt abgedruckt.

Wie wahr! - Späte Erkennnis, oder sich nur zu lange "dumm gestellt".

Leider bin ich nur der Verfasser dieser Web-Seite. Ich möchte hier auch keine Kommentare über den Sinn derartiger Interviews abgeben, sondern in diesem Zusammenhang nur auf meine Ausführungen aus dem Jahre 2007 und 2011   verweisen:

  • 2011: Archiv - 2011 - 13. April
  • 2007: Hauptmenü - Rennsteig - Thesen

Es ist also durchaus nicht erst seit diesem Jahr bekannt, dass es offenbar zukünftig mit dem Wintersport Probleme geben könnte.

 

22. Februar

Suhler Hütte - der Hüttenwirt geht in Rente

Der Hüttenwirt Lothar Kruhme betreibt die Hütte seit 25 Jahren. Er hat jetzt das Rentenalter erreicht und möchte sich Ende März zur Ruhe setzen.

Die seit 88 Jahren bestehende Hütte wird vom Verein Bergfreunde Suhler Hütte betrieben. Ein möglicher neuer Pächter musste leider aus dringenden persönlichen Gründen absagen. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

Der Vereinsvorsitzende Werner Triebel betonte, dass im Verein zehn Leute im Besitz eines Gesundheitspasses sind. Die Hütte kann also vorerst weiter betrieben werden, wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Ab dem 01. April 2016 wird die Hütte jeweils von Freitag bis Sonntag nachmittags geöffnet sein.

Der Verein ist optimistisch, noch einen Nachfolger für die Hütte zu finden. Um im Gebäude die dort vorhandenen Schlafräume zu nutzen, ist zusätzlich noch der Bau eines Notausganges erforderlich. Die Kosten für den zweiten, aus brandschutztechnischen Gründen notwendigen Ausgang, würden sich auf ca. 30.000 Euro belaufen.

Aus der Chronik des Rennsteiges:

Am 14. Oktober 1928 erfogte die Einweihung der Suhler Hütte in der Nähe der Schmücke. Die Hütte wurde von der Bruderschaft Suhl des Jungdeutschen Ordens am Fichtenkopf errichtet. Die Hütte soll der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Suhler Hütte um 1935

Wegweiser bei Oamaru (Neuseeland, Südinsel)

 

29. Februar                                                                                                                                                    

Beim Regionalverbund in Zella-Mehlis findet eine Beratung über die Ergebnisse der Rennsteiginventur vom Herbst 2015 statt.

Teilnehmer:

  • Frau Schlütter, Regoinalverbund
  • Herr Pastowski, Regionalverbund
  • Herr Schelhorn, Regionalverbund
  • Herr Baumann, Regionalverbund
  • Herr Lehmann, Rennsteigverein 1896 e.V.
  • Herr Kastner, Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig
  • Herr Rüger, Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig

Vom Regionalverbund wird zunächst eine Bilanz der Arbeiten des Jahres 2015 vorgestellt. Im Anschluss geben Frau Schütter und Herr Baumann einen Ausblick auf die Maßnahmen im aktuellen Jahr 2016.

Durch die anwesenden Vereine werden die Inventurergebnisse vom Herbst 2015 vorgestellt. Auf weiterhin noch bestehende Missstände wird dabei hingewiesen, aber auch die Arbeit des Regionalverbundes gewürdigt. Durch die Maßnahmen der vergangenen Jahre, die im Rahmen des Ganzjahresprojektes durchgeführt wurden, kam es zu einer spürbaren Qualitätsverbesserung am gesamten Rennsteig.

Wichtig ist es für zukünftige Baumaßnahmen auf oder am denkmalgeschützten Weg, eine wesentlich bessere Koordination mit den zuständigen Behörden herbei zu führen. Besonders kritisch werden dabei die Denkmalschutzbehörden benannt. Die von dort erteilten Stellungnahmen zu den geplanten Baumaßnahmen würdigen den Denkmalschutz des Rennsteiges in vielen Fällen nur unzureichend.