Chronik 2015

 


 

01. Januar
Limbacher Servicecenter schließt endgültig
 
Am 17. Januar hat das Limbacher ServiceCenter des Fremdenverkehrsvereins von 13 bis 16.00 Uhr das letzte Mal geöffnet. Dann startet der große Ausverkauf. Um eine Insolvenz wird die bekannte Tourist-Info nicht herum kommen.
Viele offene Fragen gibt es auch noch, die geklärt werden müssen. So liefen in den letzten Wochen zahlreiche Anfragen zu Urlaubsangeboten auf, Buchungen wurden nicht mehr bearbeitet, Rechnungen nicht mehr bezahlt. All das bedarf einer raschen Klärung.
Wenigstens wurde zwischenzeitlich das Gebäude wieder an die Stadt Neuhaus zurückgegeben.
Das gesamte Segment Rennsteigwanderung mit dem entsprechendem Know How übernahm das Eisenacher Reisebüro Travel Butler.

 

 


 

01. Februar
Eröffnung des Aussichtsturmes auf dem Großen Inselsberg
 
 Ca. 100 Besucher warteten am 01. Februar vor dem Turm, bis die Türen geöffnet wurden.
Der Turm wurde ca. Mitte des 20. Jahrhunderts errichtet (nicht wie in der Presse berichtet um 1939 - das war der "runde" Turm).
778.000 Euro kostete der Umbau, welcher fast eineinhalb Jahre dauerte. Nun soll er ganzjährig zur Verfügung stehen. Außen am 20 m hohen Turm sind Kletterwände unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade angebracht. Die Aussichtsplattform wird noch mit Panoramabildern ergänzt. Bei guter Sicht erwartet dem Besucher ein einzigartiges 360° Panorama.
Eigentümer ist die Gemeinde Tabarz, die auch 10% der Baukosten trug. Die restlichen 90% stammen vom Land Thüringen aus Mitteln für das Ganzjahresprojekt Rennsteig.
 
um 1980, Turm oben rechts
 
Turm im Jahr 2004
 
Sommer 2013, Baustelle (Foto: Manfred Kastner)

 

 


 

21. März
Beratung
 

Besprechung zur bevorstehenden Rennsteiginventur im September/ Oktober 2015 bei Familie Sylvia und Ulrich Rüger, in Neuhaus-Schierschnitz. Außerdem wurde über Themen für die bevorstehende Beratung am 27.03.2015 beim Regionalverbund in Zella-Mehlis diskutiert.

Vom Rennsteigverein 1896 e.V. nahmen teil:

  • Peter Tremel und Frau
  • Willi Lehmann und Beratung über die geplante Rennsteiginventur im Herbst 2015 bei Sylvia und Ulrich Frau

Vom Thüringer Rennsteigverein Neustadt am Rennsteig e.V. nahmen teil:

  • Ulrich Rüger und Frau

 

 

 


 

02. April
Planungsfreiheit für Oberbecken Schmalwasser
 

Jens Triebel, der Oberbürgermeister von Suhl ist entsetzt, wie man sich in Thüringen über den Bürgerwillen hinweg setzt. "Dieser Entscheid markiert einen der schwärzesten Tage in der Geschichte des Thüringer Waldes", sagte er. Die Auflagen, den Mindestabstand vom Rennsteig von 100 auf 200 m zu vergrößern, die Höhe der Dammkrone des Oberbeckens zu reduzieren und ein überarbeitetes Verkehrskonzept vorzulegen, bezeichnete er als "Larifari".

Kritik kam, man höre und staune, auch von der CDU und der FDP. Fakt ist, dass die Regierung unter Bodo Ramelow genau so wenig für den Thüringer Wald übrig haben wird, wie alle anderen Regierungen vorher. Die Versprechen der politisch Verantwortlichen sind nichts wert.

Die Planungen für Schmalwasser können nun beginnen und ich bin mir sicher, dass die Auflagen ebenso wenig Bestand haben werden, wie die Versprechen jener Regierung.

Ähnliches gilt für die 380kV Leitung über den Rennsteig. Unter dem Deckmantel, Windkraft von Norden in den Süden zu leiten, weil sie dort gebraucht wird, ist diese Leitung geplant worden. Heimlich still und leise geht gleichzeitig das neue Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg mit 1730 MW am 28. Februar 2015 an das Netz.

Warum wird der Strom aus der Windenergie nicht in Hamburg genutzt? Offenbar ist dort im Norden doch auch Bedarf da - und umweltfreundlich wäre die Windenergie auch noch. So lange der Steuerzahler die Zeche bezahlt, interessiert das offenbar niemanden.

 

18. April
Rennsteighaus
 

Die Tageszeitung „Freies Wort“ berichtet auf ihrer Seite 15 über die mangelhafte Ausnutzung des Rennsteighauses im Neuhäuser Ortsteil Igelshieb.

So sollen im Jahre 2014 nur 159 Personen das Gebäude genutzt haben. Im ersten Quartal 2015 wurden 80 Personen gezählt.

Die Zählung erfolgt nur für die Personen, die dort die kostenpflichtigen sanitären Einrichtungen benutzen. Sie ist aber im Vergleich zu den anderen Rennsteighäusern, zum Beispiel in Masserberg oder an der Neuen Ausspanne vergleichsweise niedrig.

Die Stadt Neuhaus am Rennweg versicherte viel getan zu haben, um das Gebäude zu umwerben. Fragt man aber Neuhäuser Bürger, sind viele unter ihnen, die das Gebäude nicht kennen, glaubt man der Umfrage, die das „Freie Wort“ ihrem Bericht beigefügt hat.

 

 

        

Das Rennsteighaus in Igelshieb

 

 

26. April

Naturparktor

 

Bei der Kalten Küche in Spechtsbrunn terffen europaweit einzigartig 3 Naturparke aufeinander, der Naturpark Thüringer Wald, Naturpark Schiefergebirge und der Naturpark Frankenwald. Der Naturpark Thüringer Wald betreibt das Informationszentrum Naturparkcenter Spechtsbrunn dort seit ca. 15 Jahren.

Um das Umfeld noch attraktiver zu gestalten, wurden in Regie der Naturparkverwaltung 3 hölzerne Tore, symbolisch für die 3 Naturparke errichtet und am Sonntag, den 26.April 2015 der Öffentlichkeit übergeben.

Gleichzeitig stellte der Rennsteig-Imbiss neben dem Naturparkcenter die Öffnungszeiten auf Sommerbetrieb um. Sylvia Bock die Betreiberin teilte mit, dass der Imbiss zur Sommerwandersaison wie folgt geöffnet hat:

 

  • Dienstag bis Freitag: 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Samstag, Sonntag: 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Montag Schließtag

Die gesamte Anlage macht einen sehr gepflegten Eindruck.

 

 

 

 

 


 

06. Mai
380KV - Hochspannung am Rennsteig
 

Am 21. April 2015 informierte ich Herrn Dirk Manthey, Verantwortlicher Projekt-kommunikation bei 50 Hz Transmission über die Notwendigkeit des Schutzes des Rennsteiges und seines Inventars im Zuge des Baues der 380 KV Leitung zwischen Masserberg und Friedrichshöhe.

Am 06.05. erhielt ich per E-Mail eine Antwort von Herrn Manthey.

Er versicherte mir, dass alle notwendigen Schritte auf den Weg gebracht werden, damit der Rennsteig keinen Schaden erleidet.

Eine erste Vorortberatung hat bereits stattgefunden.

Wortlaut meiner Mail:

Gesendet: Dienstag, 21. April 2015 07:18

An: Manthey Dirk (50HzT EC)

Betreff: 380KV zwischen Masserberg und Friedrichshöhe

Sehr geehrter Herr Manthey,

als Mitinitiator der Unterschutzstellung des Rennsteiges als Denkmal, fühle ich mich mit verantwortlich für den Erhalt und die Pflege aller historischen Grenzsteine am Rennsteig.

Ich würde Sie bitten, dafür Sorge zu tragen, dass die betroffenen Grenzsteine am Rennsteig, in den Bereichen, wo Ihre Planungen den Verlauf des Rennsteiges beinträchtigen, vor Baubeginn gesichert werden und nach Bauende durch berechtigte Vermesser (ÖBVI oder Thüringer Kataster-und Vermessungsverwaltung) wieder neu gesetzt werden.

Sie unterliegen genau wie der Weg Rennsteig den Bestimmungen des Thüringer Denkmalschutzgesetzes.

Ich befürchte, dass die zuständigen Denkmalschutzbehörden diesen Umstand nicht ausreichend in ihren Stellungnahmen gewürdigt haben.

Gerne stehe ich Ihnen für Rücksprachen oder für eine Vorortbesichtigung zur Verfügung. Sie können sich auch auf meiner Web-Seite über meine Arbeit informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Rüger

Bucher Straße 8a

96524 Neuhaus-Schierschnitz

Tel. 036764 72263

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Web: www.rennsteig-rueger.de

Antwort von Herrn Manthey am 06.05.2015:

Sehr geehrter Herr Rüger,

vielen Dank noch einmal für Ihren Hinweis. Leider komme ich erst heute dazu, Ihnen dazu inhaltlich zu antworten.

Ich habe Ihr Anliegen an die Projektleitung weitergegeben. Diese hat die ausführenden Firmen noch einmal aus diesem Anlass über die Bedeutung der Grenzsteine und auch der historischen Rennsteigbeschilderung informiert. Dies ist unverzüglich, also noch im April geschehen. Die Firmen wurden angewiesen, die Beschilderung zu schätzen und wenn notwendig einzupacken, damit keine Schäden entstehen. Wir haben für jeden Bauabschnitt (intern Baulos genannt) einen Baukontrolleur täglich vor Ort, der darauf achtet, dass die Anweisung befolgt wird.

Sollten Sie vor Ort dennoch Situationen feststellen, die bei Ihnen Sorgen über den Erhalt der Grenzsteine auslösen, melden Sie sich bitte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dirk Manthey

Verantwortlicher Projektkommunikation

Kommunikation / Public Affairs

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

T +49 30 5150 3419

T +49 30 5150 2199

M +49 173 6756634

50Hertz Transmission GmbH

Eichenstraße 3A

12435 Berlin - Germany

www.50hertz.com

 

09. Mai                                                                                                                                                         43. GutsMuths Rennsteiglauf

  • Supermarathon, Eisenach Schmiedefeld, 72,7km, 2211 Starter
  • Marathon, Neuhaus-Schmiedefeld, 43,5km, 2728 Starter
  • Halbmarathon, Oberhof-Schmiedefeld, 21,1km, 6492 Starter

 

 


 

06./07. Juni
Finsterbergfest
 

„Freies Wort“ (Zitat)

Finsterberg lädt zum großen Fest ein

Schmiedefeld - Mit einem bunten Programm und hausgemachten Spezialitäten wird am Sonntag, 7. Juni, zum Finsterbergfest auf den Hausberg von Schmiedefeld eingeladen.

 

Schmiedefeld - Mit einem bunten Programm und hausgemachten Spezialitäten wird am Sonntag, 7. Juni, zum Finsterbergfest auf den Hausberg von Schmiedefeld eingeladen. Auf 944 Metern Höhe beginnt das Fest um 13 Uhr. Schon zuvor kann die Gemeinschaft gepflegt werden, egal ob auf den geführten Wanderungen um 10.30 Uhr ab Bahnhof Rennsteig oder 11 Uhr ab der Touristeninformation Schmiedefeld

oder ab 11 Uhr im Bus-Shuttle der Bergwacht ab der Tourist-Info.


Alleinunterhalter Marcus hat die Aufgabe übernommen, für die richtige Stimmung zu sorgen. Die Theatergruppe Schmiedefeld will ebenfalls dazu beitragen und die Lachmuskeln der Gäste mit ihrem Auftritt strapazieren. Die Mineralienausstellung kann mit einer Schatzsuche verbunden werden und Interessantes gibt es am Stand des Biosphärenreservates. Auch den Kindern soll es bei den vorbereiteten Überraschungen nicht langweilig werden. Mit selbstgebackenem Kuchen und Thüringer Spezialitäten können Hunger und Durst in luftiger Höhe gestillt werden.

 

 

06. Juni
Forst fördert Rennsteig-Projekt

 

Die Tageszeitung „Freies Wort“ berichtet über die Unterstützung des Thüringenforstes bei Maßnahmen des Regionalverbundes zur Erhaltung der Infrastruktur des Rennsteiges.

(Zitat)

Thüringenforst fördert Rennsteig-Projekt mit rund 190 000 Euro

Oberhof - Für die Erhaltung des Rennsteigs, einen der bekanntesten Höhenwege Deutschlands, investiert die Landesforstanstalt 189 000 Euro.


Das Geld fließt in das 1999 gegründete Rennsteig-Projekt des Regionalverbundes Thüringer Wald, in dem ältere Arbeitnehmer tätig sind. Das teilte die Landesforstanstalt am Freitag zur Übergabe in Oberhof mit. Bis zu 60 Mitarbeiter des Projekts kümmern sich beispielsweise um Informationstafeln oder den Ausbau von Wegab-schnitten.

Außerdem stelle die Forstanstalt für 2015 sieben Einsatzleiter in Vollzeit zur Verfügung, sagte ein Sprecher. Sie haben Erfahrung in der Forstarbeit. Das Rennsteig-Projekt gehört zu dem Konzept «Forsten&Tourismus» der Landesforstanstalt. Es soll den Naturraum Wald langfristig sichern.

 

19. Juni
Runstbericht
 

Beschreibung des Rennsteiges anlässlich einer Runst des Ehepaares Willi und Erika Lehmann Ende Mai bis Anfang Juni 2015. (Fotos: Erika und Willi Lehmann)

Eindrücke und Merkpunkte anlässlich einer außergewöhnlichen, kreativen Rennsteigwanderung von Blankenstein nach Hörschel im Zeitraum vom 27.05. bis 07.06.2015, 12 Tage, aus Anlass 40 Jahre Wanderungen auf dem Rennsteig, Willi und Erika Lehmann, Mitglied und Altrenner des RV1896

 

1. Tag Blankenstein- Radacherbrunn 27.05.15

Die Gestaltung des Rennsteigbeginns in Blankenstein ist ansprechend, sauber und macht einen guten Eindruck. Auf der gegenüberliegenden Seite der Selbitz, in Franken, gestaltete der Frankenwaldverein jetzt den dortigen ehemaligen Parkplatz im Zusammenhang mit dem 130.Gründungsjubiläum des FWV, 2016, geschmackvoll um und bewirbt hier seine Wanderwege in Franken mit der Bezeichnung das Deutsche Wanderdrehkreuz im Frankenland.

Der Wanderstützpunkt mit Infozentrum in Blankenstein ist einladend, die Bewirtung dort freundlich, das Preis-Leistungsverhältnis gut.                                                                                                                          

Hat man den Ort Blankenstein auf der Höhe verlassen, lohnt sich ein Blick zurück auf die eindrucksvolle Landschaft und die darin versteckte moderne Papierfabrik. Der Rastplatz „Wegspinne“ wird von Wanderern, die von Hörschel kommen oder von Blankenstein gestartet sind, relativ wenig genutzt. Das Umfeld der Schutzhütte bedarf wieder einer Pflegeaktion. Im Inneren der Hütte fehlt eine Sitzbank. Es sieht aus, als sei diese demontiert und gestohlen worden.                                                                                                                     

Der Rennsteigweg im Bereich der Gemeinde Schlegel, durch Felder und Wiesen, ist bestens gepflegt, das Gras geschnitten. Bei Trockenheit eine angenehme Wegstrecke.  

                                            

Der Gang durch Schlegel mit den schön gestalteten Vorgärten, ist immer eine Freude.                  

Hinter Schlegel lohnt sich der Abstecher zum über 400 jährigen - Apfelbaum. Wir waren beeindruckt, dass dieser alte Baum noch so voller Grün ist. Ein toller Kontrast zu dem kräftigen Gelb der angrenzenden Rapsfelder Anfang Juni. Traditionell lässt es sich auf den Sitzgruppen, Am Beerholz, 666m ü NN, gut rasten. Die weitere Wegführung bis Rodacherbrunn ist gut gekennzeichnet. Damit es einem nicht zu lang vorkommt, lohnt sich ein Blick nach rechts und links in die Natur. Manchmal entdeckt man botanische Besonderheiten. Die Einkehr im Waldgasthaus Mareile in Rodacherbrunn entschädigt für die gehabten Mühen. Eine Einkehr in diesem gastfreundlichen Haus ist immer einfach eine Freude.

2.Tag Rodacherbrunn- Steinbach/Wald 28.05.15

Von Rodacherbrunn kommt man auf den Weg durch den Wald bei Trockenheit gut voran.                  

Nach knapp 40 min Wegstrecke aus dem Wald kommend, überquert man die von Wurzbach hochkommende Straße, sieht rechts den Friedhof von Grumbach und muss nun den Weg geradeaus über das Feld weiter. Hier, am Einstieg, fehlt ein Hinweis auf den Verlauf des Rennsteigs. Viele Wanderer schauen suchend hin und her und einige gehen den Weg durch den Ort. Unten auf dem Weg durch die Felder stößt man auf den neu gestalteten Rundwanderweg Wurzbach. Ein originell gestalteter „Stuhl für den Wanderkönig“ lädt zum Rasten ein.

Auf dem Weg weiter im Wald, ca. 250 m vor dem 1. alten Grenzstreifen, ist eine Fichte quer über dem Rennsteig umgebrochen, ca. 30 cm Durchmesser. Hier muss ein Freischnitt erfolgen. Aus dem Wald kommend, ist der Gang durch Brennergün, nach einem Besuch auf dem Friedhof zum Grab von Forstwart Birnstiel, immer eine Freude. Die Gestaltung der alten Schule als Rennsteighaus ist ein echter Gewinn für alle Interessengruppen und Freunde des Rennsteigs. Das Haus ist gut gestaltet, die Toilettenbenutzung sogar kostenfrei und der Service durch den Waldfinken e.V. Brennersgrün, sich gegen Selbstkasse, einen Kaffee oder Cappuccino kochen zu können, ist einmalig auf dem Rennsteig. Ganz hervorragend ist, dass man sich hier auch einmieten kann und in Gruppen bis zu 10 Teilnehmern Quartier findet. Hier ist dem Regionalverbund und den Machern wirklich etwas sehr gutes gelungen.

Toll, dass sich hier die Alternativwanderwegorientierung, die die Wanderer animieren sollte, die Wegstrecke durch den Ort zu meiden, sich hier nicht durchgesetzt hat. Der weitere Weg von Brennersgrün hinab zum Steg über die Dober erinnert wieder an Ursprünglichkeit und Wildnis. Die weißen Mareile, im Bereich von Brennersgrün bis zum Großen Kurfürstenstein, sind erneuerungswürdig. Wer an schönen geschichtsträchtigen Grenzsteinen interessiert ist, sollte beim Abzweig vom Schönwappenweg auf diesen Verbleiben, drei prächtige Alte Grenzsteine mit den preußischen Adler können dann bestaunt werden und man trifft recht bald, mit knapp 500 m mehr Weg, wieder auf den Rennsteig.     

                                                                                                                              

Auf dem Rastplatz Ziegelhütte lädt eine neuaufgestellte Sitzgruppe, nach dem Modell, wie in Thüringen, als Ersatz für eine ehemalige Schutzhütte zu einer Rast ein.                                                

Wer in Steinbach Quartier nimmt, tut dies, am Besten bei Zimmermanns, im Hotel Rennsteig und ist auch gut beraten, im Kaffee Fiedler zum Kaffee und Kuchen einzukehren.

 3. Tag Steinbach Wald – Ernstthal 29.05.15

Diese Strecke wurde gemeinsam mit dem Vorsitzenden der OG Steinbach/ Wald des RV 1896, Peter Kielow, begangen, um gemeinsam festzustellen, wo am Weg bei den Wegemarkierungen Verbesserungen angeraten sind.                                                                                                                       

Von Steinbach Wald aus, bevorzuge ich selbst bei Runstführungen bis zum ehemaligen Waldhaus Weidmannsheil, der Gründungsstätte des dort am 24. Mai 1896 ins Leben gerufenen RV 1896, den Weg an der Straße entlang. Wer mehr Zeit hat, sollte getrost den etwas längeren, gut ausgeschilderten Alternativweg durch den Wald nehmen. Die schon fast zugewachsen Ruine des durch Brandstiftung 1988 abgebrannten ehemaligen Waldhauses und später gut eingerichteten Gasthauses und Hotels, sowie die beiden Gedenkstätten für den Rennsteigverein, Fürsteher Julius Kober 1937-1970 und den Rennewart Reinhold Jubelt, 1934 geweiht,erinnern an alte Zeiten und stimmen, wegen der Düsternis, immer etwas nachdenklich und traurig. Trotzdem ist und bleibt dies, die Stätte für die Erinnerung und Würdigung all derer, die sich für den Rennsteigverein und die Rennsteigforschung verdient gemacht haben. Zusammen mit dem in der Nähe befindlichen Roten Turm und der Geschichte zur Brandstiftung des Weidmannsheil, gibt es hier immer viel zu erzählen.                  

Einige Wanderführer wählen, wegen der Vorgabe bei einer Runst den Originalrennsteig erwandern zu müssen, im weiteren Verlauf den Weg an der Straße entlang bis zum Abzweig zur Schildwiese. Ich selbst schlage meinen Wandergruppen den jetzt als Alternativwanderweg mit blauem R auf weißen Grund gut gekennzeichneten und zuletzt durch Auffüllung von Nassstellen besser begehbaren Weg durch den Wald vor und meide die jetzt als Rennsteigradwanderweg deklarierte Wegstrecke an der stark frequentierten Straße.                    

Es ist vor allem auch mit ein Verdienst der OG Steinbach Wald, dass man diese Alternativstrecke jetzt durchaus als den vorteilhafter zur erwandernden Weg vorschlagen kann. Ein wieder quer über den Weg gefallener Baum wird demnächst in Abstimmung mit dem zuständigen Forstbeauftragten durch die OG Steinbach beseitigt. Auch laufen auf dieser Wegstrecke jetzt auch einige Regionale Wanderwege des Frankenwaldvereins und so gibt es auch von dieser Seite Unterstützung. Am Wollersbrunn, kurz vor dem Aufstieg zur Schildwiese, ist eine gute Stelle zum Rasten. Die hier aufgestellte Bankgruppe ist inzwischen marode. Ein Antrag zur Erneuerung wurde von der OG Steinbach gestellt. Ein hier befindlicher Stein und weitere mächtige Markierungssteine am Weg mit dem Kennzeichen KW deuten darauf hin, dass man sich hier im ehemaligen königlichen Waldgebiet von Franken- Bayen befindet. An der Schildwiese wird der Wanderer von der Fanken-waldhütte, des Frankenwaldvereins Tettau, mit großzügigen Rastmöglichkeiten empfangen. Eine Erinnerungsstätte im Nebengrundstück macht auf die 40 jährige Teilung Deutschlands aufmerksam und lässt Dankbarkeit aufkommen, dass man hier nun schon wieder seit 25 Jahren frei und unbeschwert wandern kann.

Leider kann man die Waldhütte mit ihrem Gastronomieangebot wegen der zurückgegangenen Frequentierung nur noch mittwochs ab 14.00 Uhr und auf Anforderung geöffnet vorfinden.  

                                                     

Im weiteren Verlauf bis zur Kalten Küche wurde im Nahbereich des ehemaligen Grenzstreifens eine R- Wegemarkierung abgebrochen. Die Mareile an den Bäumen an dem Stück durch den Wald sind erneuerungswürdig.

Die Gestaltung des Parkplates an der Kalten Küche macht jetzt einen aufgeräumten, guten Eindruck. Erfreulich ist auch, dass in der Informationsstelle des Naturparks jetzt auch wieder der Kiosk geöffnet ist und mit preiswerten Angeboten und großer Freundlichkeit punktet. Auf dem Weg durch Spechtsbrunn kann man linkerseits im Industriegebiet sehen, dass es hier nach der Wende einen mächtigen Aufschwung in der Gemeinde direkt an der Grenze gegeben hat. Der Aufstieg von Spechtsbrunn zur Clemens- Major- Hütte fordert einige Kondition. Der Wegebelag mit groben Schotter ist für die Wanderer und die von oben herunter rasenden Mountainbiker eine Zumutung. Hier sollte seitens des Regionalverbundes versucht werden, dass die verantwortlichen für die Betreuung dieser Wegstrecke noch eine Schicht mit Feinsplitt aufzubringen. Entschädigt für die Anstrengungen auf dem Weg wird man bei gutem Wetter mit dem herrlichen Blick in das Tal und zurück auf den Ort und in das Land. Gut, dass es mit der Clemens- Major- Hütte und der Sitzgruppe dort oben eine Rastmöglichkeit gibt. Den Weg weiter geradeaus durch den Wald ist bergab, wo der Rennsteig nach links abbiegt, vor einem mit einem Drahtzaun geschützten Waldstück, die Wegemarkierung mit mehreren Hinweisschildern wegen morschen Holzes umgebrochen.

Wir stellten den abgebrochenen Wegweiser so am Schutzzaun auf, dass man die Richtungsabgaben noch erkennen kann. Einer Erneuerung des Wegweisers ist notwendig. Auf dem Brand, Gelände der ehemaligen Griffelwerkverwaltung, ist das Gasthaus leider weiter geschlossen. Die neu geschaffene Einkehrmöglichkeit mit dem Kiosk war leider wegen Krankheit ebenfalls geschlossen. Ein Lichtblick ist, dass ein Anbieter die gut gestalteten und renovierten Ferienbungalows für Interessierte zur Vermietung anbietet.

Die Reste der Griffelschiefergruben mit den Erklärungstafeln geben einen guten Überblick über den Schieferbergbau. Linkerseits hat man einen guten Blick in das Land. Am Forstort Laubeshütte biegt links ein Weg zum Frankenblick ab. Hier ist das Schutzgeländer vor dem Aussichtsbereich abgebrochen. Eine Erneuerung sollte eingeplant werden. Der Abstieg von der Laubeshütte in Richtung Denkmal für die Thüringer Wintersportler erfordert eine hohe Aufmerksamkeit. Bei Regenwetter ist die Wegstrecke schwer zu begehen. Das gleiche gilt weiter durch den Wald bis kurz vor Ernstthal.

4. Tag Ernstthal- Friedrichshöhe 30.05.15                                                                                            

Am Dreiherrenstein Hohe Lach empfiehlt es sich die Wanderung an dem dort ansprechend gestalteten Rastplatz mit Schutzhütte zu beginnen und den Rennsteig am Wald entlang bis nach Neuhaus zu folgen. Der Weg durch die Stadt wird von Wanderfreunden immer genutzt, um etwas zu besorgen oder zu erledigen. Das in Neuhaus errichtete R-Wanderhaus wird, da zu abseits liegend, von den meisten Wanderern nicht genutzt. Toll und ansprechend wurde der Kreisel auf der Hauptstraße gestaltet, der auch Wanderern einen sicheren Übergang über die Straße ermöglicht.

Hinter dem neuen Gewerbegebiet entlang ist man bald wieder im Wald. Einen Abstecher mit Einkehr in die Rennsteigbaude kann man wieder empfehlen. Schön ist, dass die Rennsteighütten, die zur Unterkunft für die Wanderer zur DDR-Zeit dienten, (Neuhaus war der letzte Etappenort einer 6 Tagewanderung mit Start in Möhra oder In Wilhelmsthal bei Eisenach), immer noch gemietet werden können. Wegen Holzeinschlag war der Rennsteig auf etwa 800m bis kurz vor der Bilbertsleite Anfang Juni gesperrt. Der Thüringerwaldverein Neuhaus schlug vor, darum einen guten Nebenweg, vorbei an dem “Forstort Weidmannsheil“, wieder zum Rennsteig zu nehmen.

Dieser Tipp erwies sich als ein Highlight der Wanderung. Der freie Blick von der neu gestalteten Schutzhütte oder den Rastplätzen in das Land über den alten Stausee Scheibe –Alsbach ist einmalig in Thüringen. Der Ort lädt einfach zum Verweilen und Träumen ein. Ich werde überlegen, ob ich diesen Weg bei zukünftigen Runsten je nach Stimmungslage und Kondition gleich mit einplane.

Wieder auf dem Rennsteig, ist dann der große Sandberg mit seinen geologischen Besonderheiten bald erreicht. Schade, dass in Limbach die dortige Rennsteiginformation aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste. Dieses Haus war von uns Wanderern und anderen Touristen immer stark frequentiert, die Gastfreundschaft und die gebotenen Dienstleistungen fanden breite Anerkennung. Nach Limbach bietet sich am Dreistromstein mit der neu gebauten Schutzhütte und der neuen Sitzgruppe eine Rast an.   Zum Dreistromstein und den ehemaligen Dreiherrenstein am Saarzipfel gibt es hier immer etwas zu erklären. Als Rennsteigwanderer nehmen wir dann in Friedrichshöhe schon traditionell immer in der Pension mit Gasthaus der Familie Lutz Quartier.

5.Tag Friedrichshöhe - Masserberg - Friedrichshöhe 31.05.15

Da uns der Ort Friedrichshöhe seit unserer ersten Runst vor 40 Jahren besonders an das Herz gewachsen ist, planten wir für heute ab hier eine Rundwanderung. Die Wanderstrecke von Friedrichshöhe begannen wir auf der Höhe den Rennsteig rechts abbiegend in Richtung Talsperrenweg. Nicht weit von hier, wird wohl mal die 380KW- Trasse über den Rennsteig ziehen. Vorerst sind nur die Bereiche für die Strommasten frei geschnitten. Bald haben wir die Eisfelder Ausspanne erreicht. Der Rastplatz an der Eisfelder Ausspanne ist gut gestaltet und umfassend ausgeschildert.

Auf dem Rastplatz treffen wir einige frohgestimmte Wanderer und schnell sind wir in Gespräche verwickelt. Wir gehen weiter vom Rennsteig abweichend auf dem Rennsteigradwanderweg direkt zur Werraquelle. Nach einer Abkühlung am Quellwasser und dem obligatorische Foto, kehren wir in der gastlichen Baude ein. Eine Einkehr in diese Baude kann man nur empfehlen. Danach steigen wir von hier auf gut zu wandernden Wegen zum Eselsberg und zur Rennsteigwarte auf. Ein Aufstieg zur Aussichtskanzel ist bei guter Sicht zu empfehlen. Den Rennsteig folgend, erreichen wir schnell den Parkplatz vor Masserberg. Das Rote R zeigt an, hier ist wieder ein Rennsteighaus, wo man eine Rast einlegen und sich frisch machen kann. Schön, dass es diese Möglichkeit jetzt gibt. Hinter dem Parkplatz lohnt ein kleiner Abstecher zum Denkmal für Fürst, Karl Günter von Schwarzburg Sondershausen, mit einem herrlichen Rundumblick. Dann weiter über die Wiesen zum Rennsteig und bald an einem besonderen Rennsteigstein mit gefälschter Jahreszahl, 1528 statt 1598, vorbei, folgt der Ersteberg und ein Abstieg in einer schwierigen, ausgewaschenen Wegstrecke zum Triniusstein und zu der Trinius-Baude. Die Möglichkeit, sich über den Schriftsteller und Thüringenkenner August Trinius hier sachkundig zu machen, sollte man auf jeden Fall nutzen. Auch ist eine Einkehr hier immer Ehrensache. Dann geht es zurück wieder zur Rennsteigwarte. Bald haben wir den Dreiherrenstein“ Hohe Heide“ erreicht. Von hier ist ein Abstieg zur Werra-Quelle ein angenehmer Abstecher. Auf dem weiteren Weg, wieder zur Eisfelder Ausspanne, findet man viele gut erhaltene Wappensteine und versteckt im alten Verlauf des Rennsteigs auch einen achteckigen geodätischen Meßpunktstein. Von der Eisfelder Ausspanne bleiben wir jetzt direkt auf dem Rennsteig und betrachten interessiert die Gesteinsformationen und Steinschichtungen im Wegeverlauf hinauf bis zum Bruno von Germar-Stein, der selbst einen Grenzstein in der laufenden Zähllinie mit Nr. 38 bildet. Hier ist natürlich ein kleine Rast und Erinnerung an von Germar angesagt. Im Nahbereich vom von Germarstein und danach, entdecken wir insgesamt, noch drei weitere achteckige geodätische Meßpunktsteine. Wir werden uns bald sachkundig machen, was es mit diesen interessanten Steinen auf sich hat. Nicht mehr weit und wir sind nach einer beeindruckenden Rundwanderung wieder in Friedrichshöhe, wo uns ein schöner Abschiedsabend erwartet.

6.Tag Schwalbenhaupt - Oberhof 01.06.15

An der Schwalbenhauptwiese nach Überquerung der Straße in Richtung Katzhütte, geht der Weg vorbei an einen Biotop mit Orchideen und anderen seltenen Pflanzen. Der weitere Weg in Richtung Kahlert ist nach der vor einigen Jahren erfolgten Gasleitungserneuerung in einen guten Zustand versetzt worden. Schön, dass das Biotop durch diese Baumaßnahme wenig Schaden genommen hat. Ein Verweilen am Laßmannstein und der sagenumwobenen Teufelsbuche ist für Wanderfreunde vom Rennsteigverein eine Ehrensache. In Kahlert steht das ehemalige Gasthaus der Brauerei Falkenbäu von der Familie Heinz nun schon seit der Wende leer. Schade, dass Sich keine weitere Nutzung ergeben hat. Hier feierte der Rennsteigverein vor dem 2. Weltkrieg bei seinen Runsten immer ausgelassen das Bergfest, die Halbzeit der Wanderung. Jetzt findet das Bergfest immer in Neustadt statt, im Gasthaus Hubertus. Wer Zeit hat, sollte in Neustadt das Heimatmuseum und das Rennsteigmuseum besuchen. Der Thüringer Rennsteig-verein weist hier sein starkes Engagement für die Erhaltung des Rennsteigs in seinem historischen Verlauf und den Schutz der Grenzsteine und anderen Bodendenkmale nach. Nach Neustadt erreicht man, kurz vor dem großen Dreiherrenstein, den Mittelpunkt der Wanderstrecke zwischen der Selbitz und der Werra. Hier beglückwünscht der Wanderführer seine Mitwanderer zur bisher gut gemeisterten Wegstrecke und spricht weiteren Mut zu. Oft gibt es dazu zur Aufmunterung am Rastplatz Dreiherrenstein noch ein Schnäpschen. Der nächste obligatorische Halt ist in Allzunah mit einer kurzen Einkehr in Cafe Spindler. Mit der Gestaltung des Rastplatzes mit dem Minibahnhof für die Laura ist den Machern ein schönes Werk gelungen, welches nicht nur die Kinder erfreut. Dafür Anerkennung und Dank! Hochachtung auch den Freunden vom Rennsteigbahnverein. Toll was am und mit dem Bahnhof Rennsteig geschaffen wurde. Toll auch das gastronomische Angebot. An der Alten Tränke ist wieder eine Rast angesagt. Schön das hier auch wieder alles in Ordnung ist. Am Mordfleck ist endlich wieder eine neu ersetzte Erklärungstafel zu diesem sagenumwobenen Forstort im Rahmen. Danke! Am Rastplatz Borstenplatz ist ein Halt am Denkmal für Herbert Roth Pflicht. Hier erklingt dann im Wanderkreis um den Gedenkstein das Rennsteiglied. Fremde Wanderfreunde, die in der Nähe sind oder dazu kommen, werden dabei immer mit einbezogen. Gegenwärtig zeigt hier massenhaft abgelagertes eingeschlagenes Holz, dass der Thüringer Wald für den Forst auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist und wir dies bei all unseren Forderungen nach touristischer Erschließung mit beachten müssen. Auf der Schmücke oder in der Suhler Hütte ist dann wieder eine Einkehr angesagt. Manche Freunde unternehmen auch noch einen Abstecher zum Schneekopf, um dort den tollen Ausblick zu genießen.     Am Großen Beerberg hofft man immer auf gute Sicht, um dann an Plänckners Aussicht den tollen Blick in das Land und auf Suhl genießen zu können. Schön, dass sich jetzt die neuen Aussichtstürme mit Erklärungstafeln, (leider nur in Schwarz-Weiß), präsentieren. An dieser Stelle wird dann auch immer das Verdienst von Julius Plänckner gewürdigt.

Den Rennsteig, wie wir ihn heute erwandern, wanderte Pläckner ihn 1830 das erste Mal. Etwas hinter dem Aussichtsbereich, auf der höchsten Stelle des Rennsteigs, überschreiten dann die Wanderer unserer Rennsteigwandergruppen alle gemeinsam mit einem Schritt diese markante Stelle. Leider ist das Kennzeichen für die Höchste Stelle nicht mehr vorhanden. Es wäre schön, wenn man hier wieder eine Kennzeichnung anbringen könnte. An der Suhler Ausspanne wird an einem Gedenkstein wieder an Julius Kober, den Suhler Heimatdichter und ehemaligen Fürsteher des Rennsteigvereins erinnert. Am anspruchsvoll gestalteten Rondell ist selten Zeit, um noch eine Abstecher in den Rennsteiggarten zu nehmen. Interessiert wird der Straßenobelisk und das auf der anderen Seit liegende Forstarbeiter Denkmal inspiziert. Vom Dreiherrenstein Dietzel-Geba–Stein erfolgt dann meist der Abstieg nach Oberhof in das Übernachtungsquatier.

7.Tag Oberhof –Wachsenrasen- Tambach-Dietharz – Nesselhof 02.06.15

Oberhof macht gegenwärtig mit seiner überdimensionierten Baustelle im Zentrum einen unpersönlichen Eindruck. Auch kann sich keiner vorstellen, wie das mal aussehen soll, wenn es mal fertig ist. Auch die Baustelle am Grenzadler, mit dem noch unaufgeräumten Umfeld, wirkt unfreundlich und ist wohl besser im Winter, wenn alles verschneit ist, zu ertragen. Die Parkplatzgebühren am Grenzadler sind überhöht. Langzeitparker, Wandergruppen, die vom Grenzadler eine längere Rundwanderung starten wollen, werden sich wohl eine andere Parkmöglichkeit außerhalb Oberhofs suchen. Auf guter Wegstrecke kommt man von Oberhof in Richtung Ebertswiese gut voran. Ab und an sind die weißen Mareile-Kennzeichen „R“ erneuerungswürdig. Am Gustav- Freitag-Stein ist immer eine Erklärung notwendig! Wer war Gustav Freitag? Schön, dass eine Tafel darüber Auskunft gibt. Toll auch, dass sich der Schmalkaldische Geschichtsverein und andere Mitstreiter für die Neuaufstellung des Ersatzsteines engagierten. Bei der Ankündigung Abzweig zum Donnershauk mit Mühlsteinrohling, folgten wir den Weg zum Gipfel. Ein Mühlsteinrohling war leider nicht zu finden. Dafür entschädigte eine tolle Aussicht und eine intakte Natur. Zurück auf dem Rennsteig erreichten wir schnell den Hohen Schorn. Auf dem Turm blies mächtig der Wind. Eine gute Aussicht und eine Erklärungstafel zu den Bergspitzen in der Ferne und dem Ort Oberschönau unten im Tal erhöhte die Stimmung. Beim Abstieg zum Wachse Rasen trafen wir dort auf eine Wandergruppe aus Baden - Württemberg. Nach der Begrüßung und der Frage nach dem Woher und Wohin, ergab sich ein angeregtes Gespräch um den Rennsteig, dem Regionalverbund Thüringer Wald und seinen Vorhaben, den Rennsteigverein und seinen Runsten und natürlich auch zum Rennsteiglied. Toll war, dass wir diese Gruppe auf unserer Wanderung noch dreimal antrafen und zu guter letzt noch gemeinsam das Rennsteiglied sangen.

Vom Wachse Rasen wählten wir den Abstieg zum Falkenstein und an der Schmalwassertalsperre entlang nach Tambach- Dietharz.

Die Wegebeschilderung in Richtung Falkenstein ist nicht eindeutig. So nahmen wir einen Weg zu hoch und hatten im Bereich des Falkensteins einen steilen Abstieg zu meistern. Dafür entdeckten wir in unmittelbarer Nähe einen äsenden Rehbock. Am Gebäude der Bergwacht fanden wir einen gut gestalteten Rastplatz und ein einmaliges Biotop vor. Es zeigten sich ganze Flächen blühender Orchideen und Inseln voll mit Wollgras in den Feuchtsenken der Wiesen und an den Teichen. Ein herrlicher Ort zum Verweilen und dies nicht nur für Bergfreunde! Der Weg in Richtung Talsperre und nach Tambach- Dietharz wollte und wollte dann kein Ende nehmen. Erst kurz vor der Staumauer eröffnete endlich ein Aussichtspunkt einen beeindruckenden Blick über einen Teil der sich durch ein enges, tiefes Tal schlängelnden Talsperre. Von Tambach- Dietharz nahmen wir dann den Weg zu unserem Quartier, in Nesselhof, mit dem PKW.

8. Tag Nesselhof - Tambach- Dietharz – Nesselhof am 03.06.15; 20km                                            

Unser Quartier, Gasthaus und Pension, Am Rennsteig, in Nesselhof, kann man für Wanderer nur empfehlen.

Es gibt ein angenehmes Preis- Leistungsverhältnis und freundliche Wirtsleute. Um auch mal verschiedene Gegenden abseits vom Rennsteig kennenzulernen planten wir diesmal eine Route vom Nesselhof über die Jugendherberge Waidmannsruh, zum Bergsee an der Ebertswiese. Hier fanden wir viele Rastmöglichkeiten in einem herrlichen Flecken Natur vor. Vorbei an den alten Rennsteighütten, in denen wir zu unseren Rennsteigwanderungen zu DDR-Zeiten mehrfach übernachteten, führte uns der Weg dann durch die blumenreichen Bergwiesen zum Berggasthof an der Ebertswiese. Hier wollten wir eigentlich auch übernachten, aber leider ist das Haus gegenwärtig, Dienstags und Mittwochs, geschlossen. Nach einer ausgiebigen Rast in der schönen Wiesenlandschaft nahmen wir dann den Weg abwärts zum Spitterfall.

Obwohl wenig Wasser floss macht der Wasserfall mit seiner urigen Umgebung einen romantischen Eindruck. Nach einer Rast ging es dann auf einen langen Weg weiter, immer der Spitter folgend vorbei an der Schnapsbuche, nach Tambach- Dietharz.

Nach einer Einkehr im Gasthaus Tambachgrund nahmen wir den Weg zurück über den Lutherbrunnen. Luther soll hier, nachdem er am 26.02.1537 Wasser aus dem Quell getrunken hatte, von einem Nierenleiden befreit worden sein. Seitdem ist der Brunnen weit bekannt, oftmals ein wahrer Wallfartsort. Tambacher Bürger befragt, ob sie für ihre Gesundheit Wasser aus dem Brunnen holen würden, meinten, dies sei nicht notwendig. Das Quelltrinkwasser aus der zentralen Wasserversorgung in Tambach-Dietharz sei selbst schon von bester Qualität. Auf weiter angenehmen Wegen ging es dann weiter hinauf zur Alten Auspanne auf den Rennsteig. Zwischendurch nahmen wir noch eine Rast am Rastplatz Forstort Rosengarten mit einen wundervollen Blick auf grüne, blumenreiche Bergwiesen. Wegen einer unvollständigen Beschilderung des Weges von der Alten Ausspanne zum Nesselhof mussten wir dann mehrmals die Wanderkarten studieren und den richtigen Weg zu finden, was uns dann auch mit dem richtigen Sinn für die Orientierung gut gelang.

9. Tag Inselsberg-Nesselhof am 04.06.2015, 16 km 

Am heutigen Tag wählten wir als Startpunkt den Gipfel des Inselsberges. Das Wetter erlaubte eine weite, aber doch nicht ideale Sicht. Da wir schon um 9.00 Uhr morgens starteten, war eine Besichtigung der Neuen Ausstellungsräume im Turm und der Blick von der Aussichtsetage nicht möglich. Die Öffnungszeiten von 10.00 -16.00 Uhr sind für startende oder ankommende Langstreckenwanderer nicht sehr günstig. Auffällig ist, dass auf dem Inselsberg, vor allem auf gothaischer Seite, schon lange gebaut wird. Schön wäre es, wenn es etwas zügiger voran gehen könnte, das gesamte Areal bald wieder ein ansprechendes Aussehen bekommt und auch die Gaststätte wieder für Gäste geöffnet ist. Der Auf- oder Abstieg über die Reitsteine ist eine kleine Herausforderung, vor allem die unterschiedlichen oft sehr tiefen oder hohen Stufen sind anstrengend. Doch der echte Wandersmann muss den Weg über die Reitsteine nehmen. Unten, am Kleinen Inselsberg, ist man dann schon ein wenig erholt für den dann folgenden Aufstieg zum Trockenberg. Leider ist der Blick zurück auf den   Inselsberggipfel durch den dichten Wald nicht mehr möglich. Als nächste Anhöhe steht der Große Jagdberg an. Dort angekommen, dringt uns Motorenlärm von Baumaschinen entgegen. Bald sehen wir freudig überrascht Straßenbauarbeiter der Firma EUROVIA mit schwerer Maschinentechnik sind bei der Arbeit. Die gesamte Wegstrecke, vom Gipfel bis zur Schutzhütte Jagdberg unten, wurde mustergültig saniert. Lange, über 1m tiefe ausgewaschene Regenrinnen, waren mit Schotter aufgefüllt worden, mit einer festen Deckschicht belegt und mit einer Walze verfestigt worden. Um wieder ein starkes Auswaschen des Weges vorzubeugen, wurden gerade Regenwasserableitungen aus massiven Betonteilen eingebracht. Meine Freude über diese Wegeinstandsetzung war so groß, dass ich mich direkt bei den Bauarbeitern für ihre Arbeit bedankte. Seit über 6 Jahren hatte ich diese   Instandsetzung angemahnt. Dank an alle, die dies nun, wie auch immer, möglich gemacht haben. Alle Nutzer des Rennsteigs, ob Wanderer, Biker, Skiläufer oder Spaziergänger, alle, werden dankbar sein.

 

Fotos: Willi Lehmann

Am Abzweig zur Tanzbuche fehlt rechts neben dem Grenzstein wieder am Haltepfahl das Rennsteigschild. Es wurde abgeschlagen oder einfach abgeschraubt. Am, mit einem Warnband abgesperrten Eingang zum Heuberghaus, warten schon die ersten Touristen auf Einlass. Öffnungszeit ab 11.00Uhr. Wir wandern weiter und genießen am Rastplatz Forstort Tauber Rasen bei bestem Wanderwetter ein wenig die Natur. Von hier sind es nur 400m bis zum Spießberghaus, welches hier für eine Einkehr wirbt. Kurz danach erreichen wir den Spießberg Aussichtsturm und genießen von der Aussichtsplattform eine gute Sicht in das Land. Am PossenröderKreuz studierten wir wieder die dort befindlichen Erklärungstafeln und die in der Nähe und im weiteren Verlauf zahlreich stehenden besonderen Grenzsteine der Ämter Georgental und Tenneberg, die Leseholzsteine, Forstgerechtigkeitssteine u.u.u.

Am Dreiherrenstein „Am Hangweg“ gesellte sich zu uns ein Wandersmann aus der Region, der auch zu den besonderen Bodendenkmalen und den Grenzsteinen voller Sachkunde war. Am Grenzstein springender Löwe mit dem Landeswappen von Hessen nahmen wir dann den Aufstieg in Richtung Gasthaus Ebertswiese. Gegenüber dem Vortag, wo wir allein vor der geschlossenen Tür standen, waren heute, außen und innen, fasst alle Plätze besetzt. Auch wir fanden noch einen guten Platz und ließen uns bald Kaffee und Kuchen schmecken. Frisch gestärkt stiegen wir zum Roßnerstein ab, der gegenüber der Schmalkalder Hütte, hinter dem Weg von einem Gebüsch versteckt zu finden ist und an den Schriftsteller und Rennsteigforscher Alfred Roßner erinnert. Nur wenige wissen, das Roßner, Derjenige war, der den Einfall hatte, den Rennsteigverlauf mit dem weißen R zu kennzeichnen. Etwa 400m weiter des Wegs erreichen wir dann bald den Abzweigweg in Richtung Nesselhof. Nach einem Stück mit groben Schotter kommen wir bald auf einen angenehmeren Wiesenweg. Am Kirchtal weist ein Wegweißer direkt in Richtung unseres Gasthauses. Am Abzweig, von einem Gebüsch verdeckt, entdecken wir eine einladende Ruhebank mit der Inschrift „ Für müde Wanderer“,

Gestiftet von Jens und Sylvia. Von der Bank hatten wir einen herrlichen Blick über die üppig blühenden Bergwiesen im Bereich des Kirchtals. Unser Wirt wusste natürlich, wer Jens und Julia sind. Meine Frau und ich haben beschlossen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen und ihnen für die Bankaufstellung an dem anheimelnden Ort danke zu sagen.

10. Tag Inselsberg - Ascherbrück 05.06.15; 18km

Am Hinweischild,“Startpunkt für die Thüringen-Rheinrunst ist erst mal ein Foto fällig. War ich doch selbst bei der vom MDR 1995 begleiteten Rheinrunst, vom Inselsberg nach Neuwied in 10 Tagen, dabei. Der MDR machte daraus im Fernsehen eine „Rucksack- Sendung“ mit dem Titel, “Auf den Spuren der Heiligen Elisabeth“. Da das Wetter heute eine gute Sicht zu ließ, war der erste Abstecher vom Weg, zum Wartburgblick, Ehrensache. Der weite Panoramablick von der Sitzbankgruppe dort ist einfach traumhaft. Kurz danach gibt es am sagenumwobenen Venezianerstein und vom Beerbergstein erneut gute empfehlenswerte Sichten und lohnende Rasten. Endlich war auch mal Zeit für einen Abstecher zur Beerberggrotte.

Erstaunt stellten wir fest, dass die geräumige Höhle wohl auch als Übernachtungsort genutzt wird. Ein bequemes Lager, mit moosbedeckten Zweigen, lässt dies vermuten.                                                                                

An der Wegkehre Forstort Schierlingshalde steht der Grenzstein H17 (Stein Nr. 36) schief. Er wurde von einem Forstfahrzeug angefahren und müsste wieder gerichtet werden.

Stein Nr. 36 in der Nähe der Schierlingshalde (Fotos: Willi Lehmann)

Unten am Weg, wo der Rennsteig dann nach rechts abbiegt, steht am Waldrand links ein kleiner Grenzstein von 1528, der dort aus alten Zeiten eine Viehhutgrenze markiert. Ein seltenes erhaltenswerte Bodendenkmal! Bald ist nach einigen auf und ab der Dreiherrenstein „Am Großen Weißenberg“ erreicht. Hier kann der Wanderführer auch im Zusammenhang mit dem Scheffeldenkmal und dem hier einmündenden Brücknerschen Rennweg immer viel erzählen. Da die dortige Waldschenke geöffnet hat, kehren wir zur Stärkung ein und freuen uns über die nette Bewirtung. Zügig geht es dann weiter! Gleich nach dem Kroatengrund, wo der Rennsteig wieder aufwärts führt am Kl. Weißenberg, ist links der Große Grenzstein, wahrscheinlich der HD/TN (alter Bergstein) angefahren und steht schief. Daneben liegt der Grenzstein Nr.26, SM- SG 1765.

 

Fotos: Willi Lehmann

Die nächsten Grenzsteine Nr. 25 und Nr.26 sind weiter vorhanden. Danach zweigt der Rennsteig links ab. Wir nehmen die Wegstrecke über den Gerberstein und finden dann Stein Nr. 27 rechts am Weg, liegen schon fasst zu gewachsen. Um hier Abhilfe zu schaffen und die Steine wieder aufzustellen ist schwere Technik notwendig. Bald haben wir nach dem Ärger über die umgefahrenen Grenzsteine vergessen und den Gerberstein erreicht und können, wegen guten Wetters, eine tolle Sicht in das Land und eine wundervolle, lebendige Natur genießen. Nach dem Abstieg finden wir am neu gestalteten Parkplatz an der Schillerbuche, wie schon so oft, wieder den Bratwurststand mit der natürlich besten Thüringer Bratwurst vor. Obwohl noch nicht viel Hunger, wird sich eine Wurst genehmigt. Nach einem Foto vom Rest der Alten Schillerbuche und von der neuen Schillerbuche, geht es zum Straßenkreisel Ruhla-Liebenstein, um dann den Aufstieg zum Glöckner oder Glöckler zu meistern, wo der Rennsteigverein ein Denkmal für im 1.Weltkrieg gefallene Rennsteigvereinsmitglieder und die ersten Vorstandsmitglieder geschaffen hat. Wie der Zufall es will, waren hier gerade mehrere Pkw aus Ruhla mit Mitgliedern des RV 1896 Ortsgruppe eingetroffen, die sich mit Gerät, Sensen, Harken, Besen und anderen Gerätschaften auf den Weg machten, um am Ehrenmahl Ordnung zu schaffen und Unkraut und Unrat zu beseitigen. Auf unseren Weg nahmen wir kurz vor dem Abzweig zum Glöckner noch mal Platz in der dort neu errichte Schutzhütte, die durch das Fenster einen wundervollen Blick in Richtung Rhön ermöglichte. Die Schutzhütte wird von uns unbekannten Wanderfreunden betreut. Welcher Anblick, Blumen am Eingang und Blumen auf dem Tisch und alles sehr sauber und das in einer Wanderhütte am Rennsteig. Da war ein Eintrag in das dort ausliegende Hüttenbuch und ein Danksagung von uns natürlich fällig. Als wir dann den Hauptbereich des Glöckners erreichten waren die Ruhlaer Freunde schon mächtig am Arbeiten und der Vorsitzende, Professor Töpfer, mittendrin. Mit einem freudigen Hallo und dem Ausruf „Rennsteigkontrolle“, begrüßten wir den Vorsitzenden und seine fleißigen Mithelfer, Frauen und Männer. Wir zählten mindesten 16 Personen.

Als einfache Wanderfreunde und ich als Haupwegewart des RV 1896, sprachen wir allen Beteiligten unserer Anerkennung und Dank für den Arbeitseinsatz aus. Diese Arbeitseinsätze führen die Ruhler Freunde übrigens jährlich ein bis zwei Mal durch und verbinden das gleich mit einer gemeinsamen Vesper im Grünen. Das ist gelebtes Vereinsleben! Flotten Schrittes ging es dann weiter, vorbei an der Großen Meilerstätte und der Bergwacht Auerhahn. Hier erhielten wir schon mal wertvolle Hilfe, als ein Wanderfreund unserer Runstgruppe von Hörschel kommend, am Ruhlaer Häuschen einen Zuckerschock erlitt. Als sich der Wald rechter Hand lichtet, erreichen wir die Schlauchenthalswiese. Hier zeigt ein eingewachsenes altes gelbes Blechschild mit Hinweis“Triniusblick“ , dass auch der alte Thüringenkenner August Trinius hier oft gerastet und den Blick über die Wiese in Richtung Ruhla genossen haben muss. Leider versperrt eine hochgewachsene Baumgruppe in der Wiese jetzt den Blick zum Ort. Am Ruhler Häuschen finden wir eine böse Überraschung, Randalierer haben zwei Hinweistafeln zu dem Forstort aus ihrer Umrahmung gestoßen und eine weitere beschmiert.

Foto: Willi Lehmann

Es wäre schön, wenn hier schnell Abhilfe geschaffen werde könnte, denn auch an diesem Ort gibt es viel zu berichten. Einmal geht hier der Salmannshäuser oder Junckersche Rennsteig in Richtung Kissel- Salmannshausen und zum Rheinstieg ab, zum anderen gibt es über diesen Forstort viele weitere, interessante Aussagen. Mit dem Blick nach oben, um den Schlüssel für das Ruhlaer Häuschen an einem Baum nicht zu verpassen, machen wir uns dann weiter zu unserem Tagesziel, dem Gasthaus Hubertus Ascherbrück. Den Schlüssel haben wir bald entdeckt und sind froh, dass bald ein ereignisreicher Tag zur Neige geht. Noch zur Kaffeezeit kurz nach 16.00Uhr erreichen wir Ascherbrück, wo uns Schwager Udo mit Frau Heidi schon erwarten. Sie haben uns auf unserer Wanderung schon von Oberhof und von Nesselhof aus nach Tambach- Dietharz und zurück begleitet und werden auch den morgigen Tag, bei einer Rundwanderung von der Hohen Sonne aus, an unserer Seite sein.

11.Tag Hohe Sonne - Wilde Sau- Sängerwiese- Drachenschlucht - Hohe Sonne, danach Wildkatzen - Wanderweg im Hainich

Den Vorschlag für diese Wandertour haben wir von Eisenacher Freunden, die uns auch auf dem Wildkatzen-Wanderweg begleiteten. Unseren Pkw parkten wir schon um 9.00Uhr auf dem neu hergerichteten Parkplatz an der Hohen Sonne ab. Bei bestem Wanderwetter ging der Schritt gut voran. Viele Wegekennzeichen an den Bäumen machen ein Verlaufen hier wohl unmöglich. Der Weg ist hier gleichzeitig Rennsteig, Europawanderweg, Pilgerweg Lutherweg, Pumpälzweg, Eisenacher Rundwanderweg u.u.u. Schnell sind wir an der Krummen Kahre am sog. „Revolutionsweg“ Unkerode- Eisenach. Hier steht rechter Hand ein Gedenkstein, den die Rennsteigfreunde der OG Hörschel- Eisenach des RV 1896 in Anerkennung seiner Rennsteigforschungen und Buchveröffentlichungen nach dem Schriftsteller O. Ludwig, mit Otto- Ludwig- Stein benannten. Die Jahreszahlen auf dem Stein 1330, erinnert an das Jahr der Ersterwähnung des Rennteigs in einer Urkunde, 1530, Ersterwanderung des gesamten Rennsteigs in diesem Verlauf durch Julius Plänckner und 1990, erste Wanderung auf dem gesamten Rennsteig nach der Wende. An der „Wilden Sau“ fanden wir eine völlig neue Sicht vor. Eine starke Buche hinter dem Bodendenkmal musste wohl gefällt werden. Leider wurden die Fällarbeiten nicht sehr besucherfreundlich durchgeführt. Der über den Weg ragende Baumstamm müsste noch um einen Meter gekürzt werden. Die Sitzgruppe vor der Schutzhütte ist marode und müsste zum Teil erneuert werden. Die vormals vorhandene Tafel mit der Erklärung der Geschichte um die „Wilde Sau“, einem der ältesten im Rennsteiggebiet bekannten Bodendenkmale mit der Jahreszahl von 1483, müsste wieder aufgestellt werden.  

Fotos: Willi Lehmann

Gegenwärtig dominiert die Bewerbung des Pumpälzweges den geschichtsträchtigen Ort. Von der “Wilden Sau“, hier erhalten die Jungrenner auf der Runst aus Richtung Blankenstein kommend immer ihren Altrennernamen verliehen, hat man einen hervorragenden Blick auf die Wartburg.

Auf gutem Wanderweg geht es von hier abwärts in Richtung Sängerwiese und Wartburg. Wir bogen kurz vor der Sängerwiese, eine wunderbare Rast- und Einkehrmöglichkeit, in Richtung Mariental ab und erreichten bald die Drachenschlucht. Diese war, wie immer, von Wanderern und Touristen stark frequentiert. Der Aufstieg die Drachenschlucht hinauf ist wirklich ein in der Erinnerung bleibendes Erlebnis. Den Aufstieg erleichternd, wurden viele Stege eingebaut. Die Holzbretter auf den Stegen werden wegen der hohen Feuchtigkeit und dem darunter fließenden Wassers schnell marode. An einigen Stellen fehlen schon Trittbretter, die, weil defekt, entfernt wurden. Es besteht an diesen Stellen Unfallgefahr. Hier sind im Zusammenhang mit dem DWT 2017 und zur Vermeidung von Unfällen   Kontrollgänge und die Festlegung von Reparaturarbeiten angeraten.                                        

Wieder an der Hohen Sonne angelangt, kann man sich auf dem Rastplatz an einem reichhaltigen Angebot von Gerichten und Getränken erfreuen. Die hier angebotene Fassbrause, wie zu alten DDR-Zeiten, z.B., ist nicht nur bei Kindern sehr gefragt. Nach ausgiebiger Rast und guter Stärkung, machten wir uns zu unseren Freunden in Eisenach auf den Weg. Mit ihnen fuhren wir dann noch in den Hainich zum Wildkatzendorf Hütscheroda und nahmen dort den Wildkatzenrundwanderweg, mit der tollen Aussicht vom Turm am Generalsblick, unter die Füße. Diese Gegend auf einen ehemaligen Truppenübungsplatz ist ein echter Kontrast zu dem tiefbewaldeten Thüringer Wald. Der Rundwanderweg und die Informationstafeln am Generalsblick zeigen, in beeindruckender Weise, wie sich im Laufe der Zeit auch hier der Wald erneuert. Pflegemaßnahmen sorgen dafür, dass es vor allem ein Laubwald sein wird. Die Erwanderung dieses Wanderweges und der Besuch des Wildkatzendorfes sind ein echt guter Tipp!

 12.Tag 07.06.15; Hörschel- Wilhelmsthal- Möhra –Kissel

Heute, am letzten Tag unserer Wanderung und Erkundung standen die Orte auf dem Programm, wo heute und zu DDR- Zeiten die Rennsteigwanderungen begannen oder, wie am Kissel, vorbeigingen. An der Werra in Hörschel zeigt sich jetzt nach der Neugestaltung, ein ganz anderes Milieu.

Durch die stark gestutzte Linde linkerseits und die nun nicht mehr vorhandene Schutzhütte ist alles heller geworden. Gelungen ist der gut gefüllte Behälter zur Mitnahme von Steinen für den Einwurf in die Selbitz. Leider war der Zugang zum Rennsteigbeginn durch PKW-Fahrzeuge auf dem hinteren privaten Parkplatz total zugestellt. Hier sollte der Wirt darauf achten, dass mindestens eine Lücke von 1,5 bis 2m für die Wanderer freigelassen wird. In Wilhelmsthal, mit seinem alten Schloss, brachte uns der Gang durch den Schlosspark in das Gelände des damaligen Kinderferienlagers, wo zeitweilig auch die in der DDR organisierten Rennsteigwanderungen ihren Anfang nahmen. Wir erkannten die alten Gebäude wieder, von denen aus wir damals starteten. Heute gehören die Gebäude zu einer Weiterbildungseinrichtung. Das gesamte Gelände mit der Schlossanlage machte am Wochenende einen ziemlich verlassenen Eindruck. Die Gebäude der Schlossanlage werden größtenteils nicht mehr genutzt und müssen teilweise schon bautechnisch vor dem Einsturz gesichert werden.

Möhra, mit dem Stammhaus der Lutherfamilie, machte einen angenehmen Eindruck, alles sauber und gepflegt. Schnell fanden wir auch den Weg zu den ehemaligen Rennsteigbauden, wo wir damals zur Rennsteigwanderung starteten. Sie liegen auf einer Anhöhe in einer herrlichen Landschaft mit einem großartigen Rundumblick. Die Hütten werden jetzt als Lieteblickhütten bezeichnet und können auch heute noch von Wanderern gemietet werden. Betreut werden die Hütten vom Thüringer Wanderverein Marksuhl- Frauensee. Von Möhra aus fuhren wir dann zum Jagdhaus Kissel, wo wir damals immer nach dem Start in Möhra unsere erste Rast einlegten. Das Alte Jagdhaus, damals mit Gaststätte, hatte es uns angetan. Heute ist das Jagdhaus aus bautechnischen Gründen als Gaststätte nicht mehr nutzbar. Dafür gibt es jetzt gleich daneben eine attraktive Gaststätte das Gasthaus und Hotel am Kissel. Hier kehrten wir dann zum Abschluss unserer großen Rennsteigwanderung 2015 zur Abschlussrast ein. Eine erlebniseiche, interessante Wanderung, mit rund 190 km Wanderstrecke und mit vielen Kontakten und neuen Erkenntnissen ging zu Ende.

Willi und Erika Lehmann 

 

30. Juni
Altjägermoor
 

Um 10.30 Uhr erfolgt die Einweihung der Aussichtsplattform beim Altjägermoor in der Nähe der Kalten Küche.

Dorthin gelangt man auf dem asphaltierten Rennsteig in Richtung Schildwiese. Etwa 200m nach dem Infozentrum des Naturparkes Spechtsbrunn zweigt ein breiter, beschilderter Schotterweg nach Süden ab. Diesem folgt man, bis man nach ca. wiederum 200m an eine Weggablung gelangt. Dort folgt man dem östlichen Abzweig, links. Gleich nach dem Abzweig folgt man, wiederum links, einem Pfad im Hochwald. Nach ca. 100 m erreicht man die Plattform am Altjägermoor. Der Wegeverlauf ist gut ausgeschildert.

Das Moorgebiet nimmt derzeit eine Fläche von 1,2 ha ein. Die Tiefe beträgt ca. 1 m, das bedeutet nach Ansicht der Experten, dass das Moor um die 1000 Jahre alt sein müsste. Das Biotop zählt zu den gefährdeten Lebensräumen und ist deshalb besonders schützenswert. Der Aussichtspunkt wurde unter der Regie des Forstamtes Saalfeld-Rudolstadt errichtet. Eine Informationstafel erläutert die Bedeutung des Biotops und erklärt die dort vorkommenden Pflanzen- und Tierarten.

Die vor einiger Zeit gefundene „Moorleiche“ entpuppte sich als Kuh, die offenbar aus einer Weide ausgebrochen war und hier zu Tode kam. Die Überreste wurden vorsichtshalber entfernt.

 

Wegweiser zum Altjägermoor   

 

 

 

 

 

Am Altjägermoor

 

 


 

05. Juli
Gipfeltreffen auf dem Schneekopf
 

Auf dem Gipfel des Schneekopfes fand das beliebte Schneekopffest statt.

Wieder hatten sich tausende Wanderer auf verschiedenen Routen zum Gipfel des Schneekopfes aufgemacht. Bei besten Wetterbedingungen wurde die Zahl der Besucher vergangener Jahre aber nicht erreicht, was der allgemeinen sehr warmen Witterung geschuldet werden muss.

Trotzdem war es ein gelungenes Fest mit zahlreichen für die Region typischen Verkaufsständen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Ein buntes Unterhaltungsprogramm auf einer großen Bühne sorgte für reichlich Abwechslung.

An zahlreichen Informationsständen konnte man sich zur heimischen Pflanzen- und Tierwelt beraten lassen.

Traditionell wurde auch der neue Schneekopftaler vorgestellt und zum Kauf angeboten.

An diesem Tag war übrigens auch der Aussichtsturm letztmalig geöffnet. Ab dem 06. Juli beginnen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Mängeln bei der Wärmedämmung. Wie bekannt gab es aufgrund von Mängeln bei der Dämmung Wärmebrücken, in deren Folge es zur Kondenswasser- und Schimmelbildung im Inneren des Turmes kam.

 

Turm schliesst wegen Sanierungsarbeiten am 06. Juli 2015
 
Besuchermagnet Gipfeltreffen am Schneekopf                              
 
 
Wunderschöne Ausblicke ins Thüringer Becken                             Vorstellung der Wanderführer
 
Schneekopfkugeln zum selber aufschlagen                                     Vorstellung des 2015-er Schneekopftalers
 
der neue Schneekopftaler
 
 
17. bis 19. Juli
Das 15. Köhler- und Schwämmklopferfest in Neustadt am Rennsteig
Bericht von Manfred Kastner:
 

Volksfeststimmung rund um das Gemeindezentrum und Park mit Theaterstück, Seifenkistenrennen, Rennsteigzwergen auf großer Bühne, einer Schwemme an preisverdächtigen Baumschwämmen, einer Pilzausstellung mit 53 verschiedenen Pilzarten, von Pilzsachverständigen der Gesellschaft für Mykologie am Samstagvormittag frisch um Neustadt gesucht und am Sonntag dazu – Darstellung der Zunderschwammherstellung, der Schachtelmacherei, Zwerwlschnitzerei und der Präsentation der Holzköhlerei – Thüringer Klößen und einer Trödelmeile.

Welche Kreise inzwischen das Schwämmklopferfest zieht, zeigte sich mit dem Besuch von den Mitgliedern der „Deutschen Gesellschaft für Mykologie“ (DGfM):

  • Dr. Rita Lüder – Beauftragte für Kinder- und Jugendarbeit  
  • Frank Lüder aus Neustadt / Rübenberg
  • Helga und Wolfgang Friese aus Flöha
  • Irmtraut Lampert aus Darmstadt
  • Michael Hausser aus Ilshofen-Leofels und von
  • Diplomingenieur Wilfried Rühle vom Forschungsinstitut Biopol e.V. in Berlin.

Er hatte über eine Kunststudentin, die Baumschwämme bearbeitet und eine Mastersarbeit über den „Fomes Fomentarius“ (Zunderschwamm) schreibt, von der Veranstaltung gehört und hat nach den ersten Kontakten zum Thüringer Rennsteigverein e.V. das Fest besucht. „Hier hole ich mir Kenntnisse über die Wurzeln der Zunderschwammherstellung im Thüringer Wald“, sagte er im Vereinszimmer. Sein Institut beschäftigt sich mit der Wirkung des Zunderschwammes als Heilpilz für die Alternativmedizin. Früher war der Zunderschwamm ein blutstillendes Mittel, mittlerweile sollen die Wirkstoffe bei Hautkrankheiten helfen.

Einiges zum Schwammwettbewerb: 23 Teilnehmer, darunter 9 Kinder gaben 26 Baumschwämme ab. Prämiert wurden folgende Pilzexponate:

  • Kinderwettbewerb: Größter Einzelschwamm: Leon Hoche aus Neustadt
  • größter zusammenhängender Schwamm: Constantin Koch aus Einsiedel
  • Rarität: Tim Kastner aus Gochsheim
  • Größter Einzelschwamm: Michael Vogel aus Döhlau
  • Raritäten: Steve Rose aus Schönbrunn, Hans Jürgen Oßmann aus Neustadt und Rainer Heß aus Kahlert
  • Sonderpreis der Interessengemeinschaft: Hans Schaub aus Zeulenroda mit einer „Symphonie der Baumschwämme“

Bilder: Manfred Kastner:

Bild 1: Pilzwanderung
Bild 2: prämierte Baumschwämme

Bild 3: vorn - Symphonie der Baumschwämme, hinten – Sieger von 2014 / Buckeltramete (Tramet gibbosa)

 

Bild 1

 

Bild 2                                                                                                   Bild 3

 

 

24. Juli

Erlebnisstandort Grenzadler eröffnet

 

Pünktlich um 11.00 Uhr erfolgte am 24. Juli im Beisein des Präsidenten des Regionalverbundes Andreas Trautvetter die feierliche Eröffnung des Erlebnisstandortes Oberhof am Grenzadler. Der Regionalverbund hatte dazu Vertreter der Bauausführung, der umliegenden Gemeinden, interessierte Vereine und zahlreiche Kinder aus Oberschönau, die bereits vor der offiziellen Übergabe regen Gebrauch vom überdimensionalen Wanderschuh machten, eingeladen.

Der für ca. 150 000 Euro auf der Oberschönauer Gemarkung errichtete Wanderschuh ist einer von insgesamt 4 derartigen Kinderspielplätzen am Rennsteig, die von der Landschaftsarchitektin Ellen Melzer aus Gera geplant wurden.

Am Grenzadler wurden zur Verbesserung der Infrastruktur, besonders im Hinblick auf das hier ansässige Wintersportzentrum insgesamt 1,6 Mio. Euro verbaut. Es entstand ein neues multifunktionelles Gebäude, Bushaltestellen und ein neuer Parkplatz, mit zugegeben utopischen Preisen, besonders für Langzeitparker, die hier eine Tagestour auf dem Rennsteig starten und beenden wollen. Dafür ist ein Stundensatz von 2 Euro entschieden zu hoch, ein Tagestiket ist nicht im Angebot (zum Vergleich zahlt man für eine Tageskarte im Nationalpark Sächsische Schweiz nur 3 Euro).

Auch für den auf der anderen Straßenseite stehenden Grenzadler-Obelisk wurde keine gute Standortlösung gefunden. Er steht lieblos neben einer Informationstafel und einem viel zu eng dabei stehendem Verkehrsschild.

Ein in den Projektunterlagen ausgewiesener attraktiver Standort für den Namensgeber des Flurortes, ist weit von dem entfernt, was man vorfindet. Hier müsste dringend nachgebessert werden.

Sichtbar wurden keinerlei Sanierungsarbeiten am Obelisken ausgeführt.

Die ganze Situation erinnert ein wenig an die Vertreibung der Ureinwohner im Norden Amerikas, wobei sich neue Gegebenheiten über Geschichtszeugen hinwegsetzen und diese schrittweise zerstören.

Offensichtlich versucht der überschuldete Ort Oberhof mit aller Macht durch eine umfassende Entwicklung des Wintersports hier am Grenzadler seiner Schulden Herr zu werden, wobei die verantwortlichen Politiker völlig vergessen, dass sie alleine die Ursache dieser Schulden sind. Wenn man nicht in der Lage ist, neben der Politik auch ein Gespür für einfachste wirtschaftliche Überlegungen zu entwickeln, sollte man ganz einfach die Finger von der Politik lassen.

Meine Großmutter hat früher immer gesagt, wer nichts wird wird Wirt, wahrscheinlich trifft das auch für eine Vielzahl von Politikern zu.

 

 

 

gelungene Konstruktion, die von Kindern gerne angenommen wird

 

ein Schattendasein im Aschenputtelgewand, der Grenzadler, unsaniert und lieblos wieder aufgestellt, weit weg vom attraktiven Standort

 

das neue Multifunktionsgebäude                                                       der neue Parkplatz mit utopischen Parkgebühren

 

 

29. Juli

Ortsbesichtigung Südwestkuppelleitung, 3. Abschnitt Altenfeld bis Redwitz

Am 29. Juli besichtigt Manfred Kastner vom Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig die Baustelle von 50 Hz am Rennsteig. zwischen den Grenzsteinen Nr. 47A und 48 kreuzt die zukünftige 380kV Leitung den Rennsteig. Die Bauarbeiten werden von der Firma Wächter -Bau ausgeführt.Herr Kastner steht im ständigen Kontakt mit dem Bauleiter der Firma. Nachfolgend im Kurztext sein Bericht über den vorgefundenen Sachstand bei den Bauarbeiten:

Standort: Schneise Mast Nr. 32 bis Mast Nr. 33 (Rennsteig) hinter Friedrichshöhe von Blankenstein, zwischen dem geschnitzten Rennsteigschild beim Ländergrenzstein 47A (Bildnr. 1) [63.757,63 km] und dem Sockel vom Ländergrenzstein 48 (Bildnr. 2) [63.815,63 km].

Daraus ergibt sich folgendes Maß der Überquerung des Rennsteiges der 380 KV Leitung:

km von Blankenstein 63.786,63 (gerechnetes Maß).

Zwischen dem Mast Nr. 32 (Bildnr. 3) und dem Rennsteig wird eine Baustraße (Bildnr. 4) mit Wegematten aus Verbund-Aluminiumplatten verwendet, die nach Bauende wieder entnommen werden. Der Rennsteig wird auf einer Breite von etwa 10 m überbaut (Bildnr.5) und der Wander- und Radweg für beide Wanderrichtungen Richtung Bleßberg verlegt (mit Absperrungen und Hinweisschildern zum Verlauf des Rennsteiges).

Diese Variante scheint die Verträglichste für Deutschlands bekanntesten Wanderweg zu sein. Somit sind Gefährdungen für Ländergrenzsteine, Wegweiser u.ä. ausgeschlossen.

Bilder: Manfred Kastner

Bildnr. 1                                                                                              Bildnr. 2                                                                   

 

Bildnr. 3                                                                                              Bildnr. 4

 

Bildnr. 5

 

 


 

 

August, ohne Datum

Stadt Neuhaus am Rennweg mit neuer Web-Seite

 

Nach wiederholter Kritik am Internetauftritt der Rennsteigstadt Neuhaus am Rennweg, erhielt der Ort nun eine neue Web-Seite. Die für die Stadt ohne Kosten gestaltete Seite wurde im Rahmen des Förderprogrammes "Thüringen vernetzt", einer Initiative des Fördervereins für regionale Entwicklung e.V.  bereitgestellt. Lediglich die monatlichen Lizenzgebühren werden berechnet.

 

www.neuhaus-am-rennweg.de

 

Der erste Eindruck  beim Besuch der Seite ist recht angenehm. Klare Strukturen und umfassende Informationen  charakterisieren die neue Homepage der Stadt.

Wir hoffen, dass dieser Eindruck auch zukünftig erhalten bleibt und die Seite durch regelmäßige Aktualisierungen recht oft in Anspruch genommen wird.

 

Begrüßungsseite der neuen Neuhäuser Homepage

 

 

13. August

Schneekopfturm wieder geöffnet

 

Ab heute hat der Schnnekopfturm wieder für Besucher geöffnet.

Die Schließung seit dem 06.07.2015 wurde notwendig, weil es zur Schimmelbildung infolge mangelnder Be- und Entlüftung kam. Die Mängel konnten durch Veränderungen am Dach und durch den Einbau einer Entlüftungsanlage beseitigt werden. Die Kosten in Höhe von 90 000 Euro teilen sich das Land Thüringen und der Ilmkreis.

 

Die vorläufigen Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 16.00 Uhr.

 

Für die nächste Saison sind längere Öffnungszeiten geplant.

Im Turm befindet sich das höchste Postamt Thüringens. Hier wird auch ein Sonderstempel vorgehalten.

 

Schneekopfturm

 

 

17. August

Fernwasseranschluss "Oberes Kreisgebiet" - Trinkwasserleitung von Allzunah nach Neustadt am Rennsteig

Manfred Kastner berichtet:

Vom 17.08.2015 bis 29.07.2016 wird eine Wasserleitung von Allzunah bis Neustadt am Rennsteig - Schwarzburger Wasserturm - verlegt. Es wurde von Beginn an klargestellt, dass der Rennsteig die kürzeste Verbindung darstellt und dass keine Behinderungen auf dem Rennsteig für die Wanderer zugelassen werden sollen. Der ursprüngliche Zustand des Weges soll nach Abschluss der Bauarbeiten wieder hergestellt werden.  Die Wasserleitung soll am Abzweig Allzunaher Rennweg km 82.498,22 (von Hörschel) auf den Rennsteig treffen und auf dem Wanderweg verlaufen. Ab dem Großen Dreiherrenstein wird die Grünfläche (Gastrasse) neben dem Rennsteig bis zur Alten Landesgrenze genutzt, danach wieder der aktuelle Wanderweg bis zum Abzweig Ochsenbacher Mühle km 88.015,22 (von Hörschel), dies sind 5 km und 517 m wo die Leitung auf dem Rennsteig verlaufen wird. Ab hier verlässt die Wasserleitung den Rennsteig.

Ab Ländergrenzstein 5 (Marienhäuschen) bis Ländergrenzstein 47 wurden alle Grenzsteine geprüft und festgelegt, welche Maßnahmen für jeden Ländergrenzstein notwendig sind. Die Leitung wird so verlegt, dass kein Ländergrenzstein entfernt werden muss.

Farbmarkierungen zum Wasserleitungsbau, Nähe Gr. Dreiherrenstein

 

Nähe Ländergrenzstein 6 (Manfred Kastner)                                     zwischen Stein 17 und 16 (Manfred Kastner)

 

Kreuzung Pechhütte, bei Stein 16 (Manfred Kastner)

 

 

 20. August

400 Windräder im Wald

 

Geht es nach dem Willen der Regierung von Rot-Rot-Grün könnten in absehbarer Zeit bis zu 400 neue Windräder in Thüringen entstehen. Eine entsprechende Studie weist bis zu 308 Quadratkilometer Vorbehaltsfläche aus. Das wären ca. 5,6% der Thüringer Waldflächen.

Die Studie wurde von den Grünen beim Büro Landschaftsplanung Döpel aus Göttingen in Auftrag gegeben. Die Grünen, das ist auch die Partei, deren junge Mitglieder für eine Legalisierung von Cannabis auf die Strasse gehen.

 

Für die Landkreise in Rennsteignähe kommen folgende Flächenanteile in Betracht:

 

  • Wartburgkreis: 31,5 Quadratkilometer
  • Landkreis Schmalkalden-Meiningen 38,8 Quadratkilometer
  • Stadt Suhl: 6,8 Quadratkilometer
  • Landkreis Hildburghausen: 10,3 Quadratkilometer
  • Landkreis Sonneberg: 9,6 Quadratkilometer
  • Ilmkreis: 15,1 Quadratkilometer
  • Saale-Orla-Kreis: 60 Quadratkilometer

Der Rennsteig des Thüringer Waldes wäre dann ebenfalls betroffen, denn er gehört nicht zu den Tabuflächen. bis auf 200m  Abstand zum Höhenweg könnten dann Windräder gebaut werden.

Ich hoffe nur, dass sich die Verantwortlichen in anderen Regionen vorher erst einmal sachkundig machen, mit welcher Lärmbelästigung man auch noch in 200m Entfernung zu rechnen hat. Ein gutes Lehrobjekt hierfür findet man am Hermannsweg im Teutoburger Wald oder am Sintfeld-Höhenweg in der Nähe von Paderborn.

Mag Cannabis einen gewissen Reiz auf die jungen Wilden der Grünen ausüben. Ich kann der Tatsache, am Rennsteig durch Cannabisfelder von Windrad zu Windrad zu wandern, leider nichts abgewinnen. Wenn das die neue Politik von Rot-Rot-Grün ist, was mag da noch kommen?

so könnte es am Rennsteig bald aussehen

 

25. August

Bauberatung Wasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

 

Heute fand eine Bauberatung vor Ort stand. Dabei wurde festgelegt, dass die Ländergrenzsteine Nr. 10, 12, 13, 14, 16 und 18 zwischen der Alten Landesgrenze und dem Großen Dreiherrenstein eine Holzeinhausung erhalten sollen, so wie es auf den ersten beiden nachfolgenden Fotos ersichtlich ist. Dadurch werden die unter Denkmalschutz stehenden historischen Grenzsteine während der Bauarbeiten vor Beschädigung geschützt. Herr Kastner, von dem auch die folgenden Bilder stammen, nahm an der Beratung teil.

Wir werden Sie immer aktuell über den Baufortschritt informieren. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der Bautätigkeit zu kurzzeitigen Wartezeiten oder Umleitungen kommen kann. Die Mitarbeiter des bauausführenden Betriebes sind Ihnen sicherlich gerne behilflich.

 

 

bei Ländergrenzstein Nr. 12 (mit Holzeinhausung)                          Ländergrenzstein Nr. 13 (mit Holzeinhausung)

 

Zwischenlager an der Alten Landesgrenze

 

 

die Bauarbeiten gehen zügig voran

 

 

31. August

Wasserleitungsbau, Baufortschritt

 

 

Die Leitungen in diesem Bauabschnitt sind teilweise eingebracht und werden verfüllt (Bilder: Manfred Kastner)

 

  • Bild 1 (oben links): bei Ländergrenzstein Nr. 6
  • Bild 2 (oben rechts): am Ländergrenzstein Nr. 6
  • Bild 3 (unten links): In Richtung Großer Dreiherrenstein auf der Gastrasse
  • Bild 4 (unten rechts): bei Ländergrenzstein Nr. 7

 


 

02. September
380 kV-Leitung zwischen Friedrichshöhe un Pechleite

Die Fotos wurden wiederum von Manfred Kastner bereitgestellt und sollen den Baufortschritt direkt am Rennsteig dokumentieren.

  

Baustelle bei Mast 32

Rennsteig bei Ländergrenzstein 50 aus Ri. Pechleite   

 

links: Rennsrteig hier umverlegt, rechts: Forststraße rechts der Absperrung, Rennsteigumverlegung links

 

links: neuer Verlauf, rechts: neuer Verlauf mündet auf den Rennsteig bei Ländergrenzstein Nr. 47  

derzeitige Situation bei Ländergrenzstein 47 aus Ri. Friedrichshöhe

 

02. September                                                                                                                             Wasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

(Bilder: Manfred Kastner)

Die Einhausung der Grenzsteine klappt einwandfrei (linkes Bild). An manchen Stellen ist es aber notwendig, auch den Rennsteig in die Baustelle mit einzubeziehen, da dort sehr beengte Verhältnisse vorherrschen (rechts).

 

04. bis 07. September                                                                                                                                      Wasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

Zwischen Ländergrenzstein 14 und 13 ist der Rennsteig nicht passierbar. Laut Protokoll ist aber die Begehbarkeit des Rennsteiges jederzeit zu gewährleisten. Die Baufirma wurde darauf hingewiesen.

Rennsteig zwischen tein 14 und 13 nicht begehbar

 

bei Ländergrenzstein 16

bei Ländergrenzstein 17

Nähe Alte Landesgrenze

 

11. SeptemberWasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

Die Fotos stammen von Manfred Kastner

 

Stand der Bauarbeiten an der Alten Landesgrenze

in der Nähe von Stein 16 (hinten mit Haube)

 

17./ 18. SeptemberWasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

Konrtolle der Baumaßnahmen, Rückbau des Weges nach Beendigung der Bauarbeiten erfolgte noch nicht, so dass die Wanderer teilweise noch auf der aufgeweichten Bautrasse laufen müssen.Bilder: Manfred Kastner

 

Baustellenschild

links: am Burgberg, rechts: Baustelle verlässt am Ochsenbach den Verlauf des Rennsteiges

links: Nähe Stein Nr. 30, rechts: Blick vom Stein 28 in Richtung Alte Landesgrenze

bei Stein 16, noch kein Rückbau nach Verfüllung der Trasse

22. bis 24. September
Wasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

 

 Manfred Kastner teilt mit:

Zur Bauberatung am 21.09.2015 wurde von unserer Seite (Jens Pastowski vom Regionalverbund war mit anwesend), nochmals darauf hingewiesen, dass immer noch massive Behinderungen der Wanderer vorliegen. Der aktuelle Wanderweg ist zum Teil immer noch nicht begehbar (siehe Bilder 3724, 3725), obwohl bei der Begehung am 26.09.2014 festgestellt wurde “dass keine Behinderungen auf dem Rennsteig für die Wanderer zugelassen werden sollen”.

Desweiteren wurde auf die Vorbereitung des Skiwanderweges zur kommenden Wintersaison, setzen der Markierungsstangen an den Ländergrenzsteinen und die Befahrbarkeit durch den Pistenbully (Breite: 4,00 m) aufmerksam gemacht.

Die folgenden Fotos stammen von Manfred Kastner

 

links: Grenzstein 32, rechts: Arbeiten in Richtung Grenzstein Nr. 32

Rennsteigzustand bei Grenzstein Nr.10

links: bei Ländergrenzstein Nr. 18, rechts: bei Ländergrenzstein Nr. 11

bei Ländergrenzstein Nr. 12

 

29. SeptemberWasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig, Rennsteigumverlegung

seit heute ist eine Umleitungsroute, veranlasst durch den Regionalverbund in Betrieb:

Abzweig Ochsenbach - Eingang Wohlrosestrasse bis Obere Planie, auf dem Oberen Planieweg bis zur Kreuzung Rosenborn, weiter über die Schobsestraße zum Großen Dreiherrnstein und zurück.

Diese Ausweichroute hat gegenüber dem Rennsteig  etwa eine Mehrlänge von 600 m.

Die Umleitung soll während der Zeit der Bauarbeiten genutzt werden. Nach Beendigung der Arbeiten wird der Originalwegeverlauf saniert und wieder freigegeben.

Die Bilder der Bauarbeiten zeigen deutlich, dass eingegangene Verpflichtungen, den Rennsteig schonend zu behandeln, nicht eingehalten werden konnten.

Die ganze Misere jedoch haben die genehmigenden Behörden zu verantworten, die in sehr blauäugiger Art und Weise für die Baumaßnahme auf einem denkmalgeschützten Objekt eine Baugenehmigung erteilt haben.

Bilder: Manfred Kastner

Umleitungshinweis am Abzweig Ochsenbach aus Richtung Neustadt am Rennsteig

Richtungsschild für die Umleitungsroute

Passend dazu folgender Spruch:

Es ist schlecht, wenn in unseren Tagen so viele von Heimat und Kultur reden und gleichzeitig die Basis dessen verhunzen, was Heimat eigentlich erst mit Inhalten erfüllt.

Hubert Weinzierl

 


 

 

04. Oktober380 KV Leitung Friedrichshöhe

Durchführung einer Ortsbegehung durch Manfred Kastner, vom welchem auch die nachfolgenden Fotos stammen. Der Bau der Masten hat begonnen. Abholzungsarbeiten wurden derzeit noch nicht durchgeführt (Freischnitt Trasse)

Mast 32 vom Rennsteig aus gesehen

Mast 33 vom Rennsteig aus gesehen

 

05. Oktober Wasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

Zustandsbericht vom 05.10.:

Fortschritt der Schachtarbeiten: Mitte Abstieg Burgberg in Richtung Rennsteighütte. Es wird festgestellt, daß die ausgewiesene Ausweichroute nicht angenommen wird.

Vom Ländergrenzstein 16 an der Pechhütte in Richtung Druckunterbrecherbehälter ist der Wanderwege noch in einem sehr schlechten Zustand.

Richtung Ländergrenzstein 18 ist der aktuelle Wanderweg mit daneben liegenden Wasserleitungsgraben wieder einigermaßen i.O.

am Ländergrenzstein 20 ist der aktuelle Wanderweg mit daneben liegenden Wasserleitungsgraben wieder einigermaßen i.O.

Mitgeteilt von Manfred Kastner, einschließlich nachfolgender Fotos:

links: bei Ländergrenzstein 16, rechts: bei Ländergrenzstein 18

bei Ländergrenzstein 20

 

06. Oktober Hoher Lach-Igelshieb, Grenzstein und Schutzhütte beschmiert, Hakenkreuz und SS-Runen an Bäumen

Herr Rädlein von der Neuhäuser Polizei informierte mich vor einigen Tagen über die offensichtliche Sachbe-schädigung an denkmalgeschützten Objekten des Rennsteiges und die Schmierereien in der Schutzhütte Hoher Lach.

Besonders schwerwiegend sind aber die nationalsozialistischen Schmierereien an zwei Bäumen auf der rechten Seite des Rennsteiges gleich hinter dem Rastplatz Hoher Lach in Richtung Ernst-Moritz-Arndt-Straße.

Ich vermute, dass es sich nicht um verschiedene Täter handelt, da die verwendeten Farben identisch sind.

Der genaue Zeitpunkt lässt sich derzeit nicht ermitteln. Ich gehe von einer Zeitspanne Ende September bis Anfang Oktober aus.

Meinerseits wurde am heutigen Tag Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Es kann nicht angehen, dass irgendwelche Leute in unmittelbarer Ortsnähe unentdeckt, derartige Verfehlungen begehen und nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Ich möchte mir jeden Kommentar ersparen und verabscheue es, auf diese Art und Weise in meiner Chronik berichten zu müssen. Leider gehört das aber offensichtlich auch zu der neu gewonnenen Freiheit - und das nach 25 Jahren!

Freilich ist es schöner über Erfolge zu reden, aber auch die negativen Seiten gehören dazu und die können leider, falls sie nicht an den Wurzeln bekämpft werden, Erfolge ganz schnell ins Abseits stellen.

Den Schuh sollten sich aber unsere Politiker anziehen und dafür Sorge tragen, dass so etwas nicht passieren kann.

Sollte jemand etwas in diesem Zusammenhang beobachtet haben, nehme ich gerne Hinweise entgegen.

Sie können sich auch direkt an die Polizeidienststelle in Neuhaus am Rennweg wenden. Der Vorgang wird unter folgendem Aktenzeichen geführt: TH1613-010060-15/5.

Die Dienststelle ist unter 03679 726917 oder unter der Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

 

im Inneren der Schutzhütte Hoher Lach

 

NS-Symbole an Bäumen in Richtung Ernst-Moritz-Arndt-Straße

 

 

 

Grenzstein Nr. 3 von 1598, denkmalgeschütztes Objekt

 

 

08. Oktober

Wasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig

 

Mitgeteilt von Manfred Kastner, einschließliche der folgenden Bilder.

Stand der Bauarbeiten.

 

links: bei Grenzstein Nr. 43, verfüllt, rechts: Grenzstein Nr. 43 gesichert

 

links: Höhe Rennsteighütte, rechts: nach Rennsteighütte, Nähe Abzweig Ochsenbach, unten: wie rechts

 

 

 

16. Oktober

Erwitter Wanderfreunde, Miglieder des Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig, stiften eine Bank für das Erwitter Eck am Rennsteig in Neustadt. Anlässlich der bevorstehenden Jahreshauptversammlung des Vereins wird die Bank feierlich übergeben und aufgestellt. Während der Wintermonate wird die Bank zum Schutz vor Witterungseinflüssen eingelagert.

Bild: Manfred Kastner

 

28. Oktober

Wasserleitung Allzunah-Neustadt am Rennsteig, Lagebericht

Bilder und Kommentar von Manfred Kastner

 

Wir können die Zustände, die vorgefunden wurden, so nicht hinnehmen!!!

Ländergrenzsteine 44 und 43 – Schneestangen gesetzt

Auffahrt zum Burgberg bis Straßenquerung Landesgrenze unbefahrbar, muß geschottert und

gewalzt werden

Ländergrenzstein 35 – Schneestange gesetzt

Ländergrenzstein 34 – Loch zumachen, die Durchfahrt ist nicht gewährleistet Ländergrenzstein 30

Ländergrenzstein 29 – Verlegungsgraben zumachen, die Durchfahrt ist nicht gewährleistet

Ländergrenzstein 25 – Schneestange gesetzt, Verlegungsgraben zumachen

Schutzhütte Landesgrenze – Löcher zumachen, muss geschottert und gewalzt werden

Ländergrenzstein 16 – Hülse lag daneben, gelbes Oberteil fehlt

Ab hier bis Ländergrenzstein 8 unbefahrbar, muss geschottert und gewalzt werden,

ab Ländergrenzstein 10 bis Ländergrenzstein 8 ist die Durchfahrt nicht gewährleistet,

Ländergrenzstein 14 – Hülse lag daneben, verbeult, Oberteil fehlt,

Ländergrenzstein 10 – Schneestange gesetzt,

Ländergrenzstein 6 – Schneestange gesetzt,

Der Rennsteig ist weiterhin für Thüringen ein äußerst wichtiges Kulturdenkmal und ein großer touristischer Wirtschaftsfaktor.

Wenn man den Zustand des Wegeverlaufs vom Rennsteig (von Abzweig Ochsenbach bis Ländergrenzstein 6) aus heutiger Sicht betrachtet, ist es unmöglich den Rennsteig im Winter zu Spuren und den nächsten Rennsteiglauf durchzuführen. Der Wegeverlauf war auf diesem Stück sehr gut zu begehen, man versteht es nicht wie man so mit einen denkmalgeschützten Wanderweg umgehen kann.

In der Korrektur der Denkmalausweisung (September 2006) für den „Plänckner’schen Rennsteig“ (Thüringer Rennsteig) heißt es: …dass sich der Denkmalschutz auf den historischen Verlauf des Rennsteigs….. bezieht.

In der Trassenbegehung am 26.09.2014 wurde betont, .....“dass keine Behinderungen auf dem Rennsteig für die Wanderer zugelassen werden sollen”, die Tatsachen sehen aber anders aus.

Wie stellt sich eigentlich der Forst zum Wegezustand?

 

bei Ländergrenzstein Nr.30                                                                 Grenzstein 29, noch offener Graben, Durchfahrt nicht möglich

Ländergrenzstein 25, offener Graben

Ländergrenzstein 16, Hülse lag daneben, gelbes Oberteil fehlte

von Ländergrenzstein 10-8 Durchfahrt frei machen                          Ländergrenzstein 14

bei Ländergrenzstein 10, Schneestange gesetzt                               Ländergrenzstein 6, Schneestange

 

Der Rennsteig verkommt mehr und mehr zur Bautrasse. Die Verantwortlichen schauen tatenlos zu. Sie sind hilflos, machtlos, ideenlos und gewissenlos. Ihr Handeln ist sinnlos.

Sicherlich hätte es eine andere Möglichkeit gegeben, den Tassenverlauf nicht auf den Rennsteig zu legen.

In Hinblick auf die Umsetzung denkmalschutzrechtlicher Bestimmungen verhält und verhielt sich die politische Führung des Freistaates Thüringen beim Rennsteig auf unterstem Niveau, ein Erbe der ehemaligen DDR-Führung, die dieses „neue“ Gesellschaftssystem noch unterbietet. Dort wo Dummheit und Dreistigkeit regiert, braucht man sich angesichts der vorhergehenden Bilder nicht zu wundern, warum der Rennsteig derart zerstört wird. Was nützen die Millionen des Regionalverbundes zur Aufwertung des Höhenweges, wenn nur ein paar Meter weiter, alles das, was neu geschaffen wurde, buchstäblich mit dem Hintern wieder eingerissen wird. (rueger)

 


 

November, ohne Datum

Rennsteiginventur, Abschnitt Kirchhügel (Rodacherbrunn) bis Lauenhainer Ziegelhütte

1. Zeitliche Einordnung:

Begehung am 09.09., 11.09. und 25.09.2015 vom Kirchhügel vor Rodacherbrunn) bis Lauenhainer Ziegelhütte

2. Statistische Werte:

  • Die Länge der zu begutachtenden Strecke beträgt 12,7 Kilometer.
  • Das Streckenprofil ist relativ eben mit wenigen Steilpassagen oder nennens-werten Steigungen und Abstiegen.
  • Unter anderem betroffen sind 2 Ortslagen (Rodacherbrunn, Brennersgrün). Eine Ortslage (Grumbach) wird nur tangiert. Die restliche Strecke verläuft größtenteils im Wald und mit einer Ausnahme über eine Wiesenfläche bei Grumbach. In Grumbach und Rodacherbrunn bestehen Übernachtungsmöglichkeiten. Der Gasthof in Brennersgrün wurde geschlossen. Dafür bietet aber das neue Rennsteighaus in Brennersgrün Übernachtungsmöglichkeiten mit Frühstück an. In einem Neubau in Brennersgrün werden ebenfalls komfortable Zimmer mit Frühstück angeboten.
  • Die ehemalige innerdeutsche Grenze wird 3x gequert (Hohe Tanne, Och-senhut, Kurfürstenstein).
  • Auf dem Finkenberg wird mit 726 m die höchste Erhebung überschritten, gefolgt von der Hohen Tanne mit 722 m.
  • Auf dem Abschnitt Rodacherbrunn bis Kurfürstenstein verläuft der Rennsteig 1,14 km auf Bayerischem Gebiet. Die restliche Strecke verläuft durch Thüringen.
  • Sehr gut ist die Anbindung an weitere interessante Wanderziele, wie an das „Grüne Band“, den „Schieferpfad“, den Nees’schen Rennsteig, 2 Rennsteigleitern und das Wetzsteingebiet.
  • Die Parkmöglichkeiten sind ebenfalls als sehr gut einzustufen. An Park-flächen mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur können genutzt werden: Parkflächen in und um Rodacherbrunn (2x: an der Straße nach Grumbach, am „Mareile“), in Grumbach (2x: am Friedhof, beim Silo), in Brennersgrün (3x: beim Friedhof, Ortsausgang Richtung Lehesten und auf dem ehemaligen Kasernengelände) und am Wanderparkplatz vor der „Ziegelhütte.
  • Auf dem begutachteten       Rennsteigabschnitt befinden sich       4 Schutzhütten, die durch ihre solide Bauweise und den guten Erhaltungszustand auffallen (Rodacherbrunn, Jagdhaus, Kurfürstenstein). Beim Meiler Hohe Tanne besteht Reparaturstau, besonders am Dach. Die Sauberkeit im Inneren der Hütte ist schlecht.
  • Weitere Rastplätze als Einzelbänke, sogenannte „Raufen“ (überdachte Sitz-Tischkombinationen) und freie Rastplätze runden die Möglichkeit, eine Rast einzulegen ab.
  • Auf der begutachteten Strecke befinden sich 3 Aussichtspunkte (Friedhof Grumbach, vor Anstieg zur Hohen Tanne, gegenüber Friedhof Brennersgrün).

3.Befunde

Wegezustand

Der Wegezustand auf dem kompletten untersuchten Abschnitt kann als gut bezeichnet werden. Lediglich dort, wo der Rennsteig den alten Reichenbacher Stieg kreuzt (Schönwappenweg), ist der Übergang in einem äußerst schlechten Zustand, da der kreuzende Weg offenbar als Fahrweg oder Forstweg genutzt wird. Die Mängel, bei der letzten Inventur von 2013 wurden beseitigt oder haben sich durch natürliche Einflüsse selbst reguliert.

 

vor dem Aufstieg zur Hohen Tanne, auf der Bayerischen Seite

Reichenbacher Stieg kreuzt Schönwappenweg

Wegemarkierung durch gemalte Mareile

Auch bei der Markierung des Rennsteiges wurden keine Mängel festgestellt. Der Wanderweg Rennsteig ist im untersuchten Abschnitt gut und eindeutig markiert.

Die auf dem Weg von Brennersgrün zur Hohen Tanne auffällig häufig angebrachten Mareile sind noch vorhanden, aber in dieser Dichte nicht erforderlich, da der Weg hier ohnehin einen eindeutigen Verlauf hat.

Wegemarkierung durch weiße Mareile auf Holzschild

Diese Art der Markierung war eigentlich für Wegeabschnitte vorgesehen, an welchen sich keine geeigneten Bäume befinden, die man mit gemalten Mareile versehen konnte.

Die verwendeten Schilder wurden, wie bereits bei vorhergehenden Inventuren erwähnt, auch dort angebracht, wo eigentlich genügend Baummaterial vorhanden ist. Besonders auffällig ist die Überbeschilderung im Abschnitt zwischen dem Grumbacher Silo und dem Anstieg zur Hohen Tanne. Auf einer Wegstrecke von 350 m stehen 6 Schilder.

Der Zustand der Schilder wird immer schlechter, eine Reparatur oder Auswechslung fand bisher noch nicht statt. Ich empfehle, diese Schilder komplett abzubauen.

links: Wiese bei Grumbach, rechts: in Brennersgrün

Alternativer Rennsteig

Der alternative Rennsteig sollte samt seiner noch vorhandenen Markierungen und Informationstafeln zurückgebaut werden. In meinem Fall handelt es sich um die ehemalige Umgehungsstrecke von Brennersgrün.

auf der Tafel wird noch auf den Alternativrennsteig hingewiesen (Ortsausgang Brennersgrün)

Wegweiser

Während meiner Untersuchung konnte ich feststellen, dass verschiedene Wegweiser gerade erneuert werden. Die notwendigen Vorarbeiten, wie das Setzen der Stahlstützen in Beton ist bereits abgeschlossen. Nach aktuellen Rücksprachen mit Herrn Baumann vom Regionalverbund wurde bereits eine Vielzahl von Wegweisern wieder aufgestellt, die dann bei der nächsten Inventur mit erfasst werden.

Alle Wegweiser sind auf ihren Informationsgehalt zu überprüfen, Widersprüche bei den Entfernungs- und Richtungsangaben sind zu beseitigen. Bei vielen Wegweisern besteht akuter Instandhaltungsstau. Besonders betroffen hiervon sind die Wegweiser des Frankenwaldvereins. Bei der letzten Inventur im Jahre 2013 wurde der Zustand der Wegweiser bereits bemängelt, wie zum Beispiel auf der Hohen Tanne.

Inwieweit Wegweiser in der Regie des Regionalverbundes in Verbindung mit der vorgenannten Neuaufstellung saniert worden sind, entzieht sich meiner Kenntnis, da die Inventur vorher stattfand.

links Doberbach, Stahlstützen für neuen Wegweiser, rechts: Wegweiser am Schönwappenweg, schlechter Zustand

Ländergrenzsteine

Aufgrund des natürlichen Bewuchses hat sich der Gefährdungsgrad der Grenzsteine an der Hohen Tanne gemindert. Stein 165.1 fehlt definitiv, er wurde zwischen 2007 und 2009 gestohlen. Das Steinbett ist noch vorhanden.

Im Bereich Ochsenhut ist der komplette Grenzsteinbestand von Stein 47 bis Stein 40 akut gefährdet, da hier der Forstweg bis direkt an die Steinflanken verbreitert wurde. Hier sind geeignete Maßnahmen durchzuführen, um die Grenzsteine zu sichern.

Bei den vorgefundenen Mängeln in diesem Bereich handelt es sich um einen eindeutigen Verstoß gegen die Bestimmungen des Thüringer Denkmalschutzgesetzes, auch wenn es die Bayerische Seite des Grenzsteines betrifft. Lt. Gesetz ist aber der komplette Grenzstein geschützt.

Stein Nr. 42 lag aus oben genannten Gründen bereits neben seinem Lager. Er wurde gestohlen, eine Folge der Wegeverbreiterung durch den Bayerischen Staatsforst.

Ich habe mit Herrn Martin Weber aus Ludwigsstadt beraten, welche Maßnahmen zur Sicherung der Grenzsteine eingeleitet werden können. Er will sich diesbezüglich mit dem Forst in Verbindung setzen.

Grenzstein Nr. 39 an der Straße nach Tschirn wurde zu Beginn der 1990-iger Jahre in der alten Schule in Brennersgrün eingelagert. Auch dieser Grenzstein ist nicht mehr auffindbar, geschuldet der mangelnden Kontrolle der Unteren Denkmalschutz-behörde auf der Thüringischen Seite.

Grenzstein Nr. 47 wurde bei Forstarbeiten umgedrückt.

links: Grenzstein 47, rechts Grenzstein 45, Ochsenhut

Rastplätze

In Bezug auf Rastplätze profitiert der untersuchte Abschnitt von den durchgeführten Maßnahmen im Rahmen des Ganzjahresprojektes Rennsteig unter der Leitung des Regionalverbundes.

Folgende Rastplätze wurden neu geschaffen:

  • Finkenberg
  • Hohe Tanne
  • Kurfürstenstein
  • Wanderparkplatz Ziegelhütte

Die dort installierten offenen Rastplätze ersetzen in 3 Fällen ehemals vorhandene Rastplätze. Auf der Hohen Tanne wurde der Rastplatz zusätzlich errichtet.

In der Nähe des Grumbacher Silos wurde ebenfalls ein neuer Rastplatz in privater Regie errichtet.

 

links: Finkenberg, rechts: Hohe Tanne

 

links: Kurfürstenstein, rechts: Lauenhainer Ziegelhütte

neuer Rastplatz Nähe Grumbacher Silo

Die beiden Rastplätze in Brennersgrün wurden erneuert, wobei der Rastplatz beim Friedhof so angelegt wurde, dass er in den Wintermonaten abgebaut werden kann (ist bereits erfolgt).

Rastplätze in Brennersgrün

Die neu errichteten Rastplätze ersetzten zum Teil überdachte Rastplätze mit erheblichem Reparaturstau.

Folgende Rastplätze sind in einem nicht akzeptablen Zustand:

  • Finkenberg, Sechseckbank
  • Nähe Friedhof Grumbach, Raufe
  • Abzweig Eppenberg, Einzelbank

alter Sechskantrastplatz auf dem Finkenberg

Einzelbank Eppenberg

Der Zustand der übrigen Rastplätze (wie Jagdhaus) hat sich nicht geändert.

Rastplatz Kirchhügel, bei Rodacherbrunn

Rennsteigleiter

Im untersuchten Abschnitt wurden 2 Rennsteigleitern eingerichtet. Dort, wo der Schönwappenweg den Rennsteig verlässt endet oder beginnt die Rennsteigleiter Lehesten.

Hinter dem Friedhof Grumbach im fürstlich-reußischem Forst beginnt oder endet die Rennsteigleiter Wurzbach. Hier fehlt allerdings aus wohl eigentumsrechtlichen Gründen die für die Rennsteigleitern typische Ausführung. Auf die Leiter wird lediglich mit einem Wegweiser hingewiesen.

links: Rennsteigleiter Wurzbach, rechts: Rennsteigleiter Lehesten

Schutzhütten

Folgende Schutzhütten befinden sich im Untersuchungsgebiet:

  • Rodacherbrunn
  • Meiler Hohe Tanne
  • Jagdhaus
  • Kurfürstenstein

Am Zustand der Schutzhütten gab es keine Änderungen. Am Meiler Hohe Tanne wurden trotz Kritik hinsichtlich der anstehenden Dachreparaturen und hinsichtlich der Ordnung und Sauberkeit keine Änderungen vorgenommen. Das Innere der Hütte ist stark mit Farbe beschmiert.

Ortseingänge, Ortsausgänge

Die bei vorhergehenden Inventuren bemängelte Unordnung beim Ortseingang Rodacherbunn aus Richtung Finkenberg wurde teilweise beseitigt. Der wilde Abstellpatz für Fahrzeuge wurde begrünt, in Privatinitiative eine Bank errichtet.

Es besteht aber weiterhin Handlungsbedarf, evtl. durch das Aufstellen von Infotafeln (Rodachquelle, Nees’scher Rennsteig).

Rodacherbrunn

Am Grumbacher Friedhof wurde der Gedenkstein an die Kriegsopfer bereits bei der letzten Inventur 2013 als saniert beschrieben.

Grumbacher Friedhof

Jetzt hat man zusätzlich einen Stein errichtet, dessen Bedeutung aber nicht ermittelt werden konnte. Der Weg zum Friedhof wurde erneuert.

Positiv haben sich die beiden Ortsein- bzw. ausgänge von Brennersgrün entwickelt.

Gegenüber vom Friedhof wurden die Rastplätze in privater Initiative erneuert, teilweise wurden die bei vorhergehenden Inventuren als mangelhaft festgestellten Informationstafeln entfernt.

Der Ortseingang aus Richtung Lehesten wurde komplett neu gestaltet. Gegenüber vom Rennsteig auf der anderen Straßenseite wurde ein kleiner Park mit dahinter liegendem Parkplatz errichtet. Am Rennsteig selbst entfernte man die überdachte Sitzgruppe und ersetzte sie durch einen neuen offenen Rastplatz. Lediglich die Überbleibsel der ehemaligen Hinweise auf den Alternativen Rennsteig sollten noch abgebaut werden.

Brennersgrün Ortausgang Richtung Lehesten

In Brennersgrün entstand in der alten Schule ein vorbildliches Rennsteighaus. Anders wie bei den übrigen Häusern, ist hier eine Übernachtungsmöglichkeit mit Frühstücksversorgung gegeben.

Im Erdgeschoss befindet sich ein größerer Raum, mit einer Getränkebar und einer Kasse des Vertrauens.

Die Nutzung des WC ist kostenfrei, für die Nutzung der Duschen fallen 1 € Gebühr an.

Vor dem Gebäude befindet sich ein kleiner Rastplatz.

Im Eingangsbereich ist ein Aufsteller platziert. Hier erhält man umfangreiches Infomaterial zur Region.

Das Rennsteighaus in Brennersgrün ist eine gelungene Bereicherung für den gesamten Ort und den kompletten Rennsteig.

Zusammenfassung:

Es ist festzustellen, dass sich seit der letzten Inventur besonders der Wegezustand stark verbessert hat. Die neuen Infrastrukturmaßnahmen des Regionalverbundes zeigen, dass all die Einrichtungen, die neu entstanden, einmal zur Aufwertung des Rennsteiges beigetragen haben, andererseits aber auch die Privatinitiativen in den Anlieger-gemeinden mobilisiert haben, zusätzliche Leistungen zur Verbesserung der Infrastruktur   bereitzustellen (Rastplätze, gepflegte Freiflächen, Gestaltung von Ortseingängen).

Verbesserungsbedürftig ist der Erhaltungszustand der Wegweiser, besonders der am Rennsteig aufgestellten Fremdwegweiser (Frankenwaldverein).

Der Staatsforst im Freistaat Bayern ist genauso wenig an echter Partnerschaft interessiert, wie der ThüringenForst. Besonders kritisch finde ich das unverantwortliche Handeln hinsichtlich des Umgangs mit dem Denkmal Rennsteig. Erschwerend kommt noch die mangelnde Sachkenntnis und das Desinteresse bei den verantwortlichen Denkmalschutzbehörden hinzu, ein Problem nicht nur für meinen Untersuchungsbereich, sondern für den gesamten Rennsteigverlauf.

Was ebenfalls irgendwann eine großes Problem für den Rennsteig werden kann, sind die zahllosen Initiativen privater Interessenten, im Verlauf des Rennsteiges zusätzliche Themenwege zu installieren, die aufgrund der eigenen Erfahrungen sehr kurzlebig sind und andererseits dem Image des Rennsteiges schaden.

Die Instandhaltung und Pflege der Infrastruktur dieser überlagernden Wege, lässt nach wenigen Jahren meist stark zu wünschen übrig. Die installierte Infrastruktur verfällt.

Hier ist in Zukunft eine stärkere Kontrolle und Abstimmung angeraten. Dominanz muss in jedem Fall der Denkmal-schutz am Rennsteig haben.

Ulrich Rüger, November 2015

 

11. November

Südthüringens schönste Aussichten

Am 11.11.2015 erhielt Kahlert als Auszeichnung eine Bank im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Südthüringens schönste Aussichten“.

Das SRH Zentralklinikums Suhl, die Tageszeitungen Freies Wort, Südthüringer Zeitung und FW Meininger Tageblatt suchten die schönsten Aussichten Südthüringens, an welcher sich auch der Thüringer Rennsteigverein Neustadt am Rennsteig e.V. beteiligte.

163 Bewerbungen schöner Aussichten waren eingegangen, 60 wurden ausgewählt, darunter auch die von Kahlert.

Es ist die einzige Bank am Rennsteig mit einer Aussicht zum Finsterberg, Beerberg, Eisenberg, Schneekopf und auf Frauenwald.

Fotos: Manfred Kastner

 


 

08. Dezember

Unhaltbarer Zustand des Rennsteiges bei Neustadt .... und keiner will Schuld haben

Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die Meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.

(Albert Einstein)

Der Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig schaltete die Presse ein, um auf die unmöglichen Zustände auf dem Rennsteig zwischen Neustadt und dem Großen Dreiherrenstein hinzuweisen. Dort wird eine Wasserleitung  auf dem unter Denkmalschutz stehenden Rennsteig errichtet und das mit Zustimmung der jeweiligen Fachbehörden. Der zuständige Wasserzweckverband verteidigt die Baumaßnahme direkt auf dem Rennsteig mit höheren Kosten, falls eine andere Variante gewählt worden wäre. Ich sehe es als Erpressung an. Jedes Mal die Kostenfrage aufzuwerfen, wird langsam etwas fade. Es wäre zu prüfen, inwieweit eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Behörden, die Genehmigungen so bedenkenlos erteilen, angebracht wäre.

Wenn Unvermögen und Unfähigkeit weiterhin derart Oberhand gewinnen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn eines Tages in naher Zukunft unser Rennsteig nur noch in den Annalen der Geschichte unter 1330 bis 20?? als Randnotiz auftaucht. Wenn das so sein soll und wir das so wollen, dann müssen wir nur recht still halten und die Verursacher dieser Misere so weiter machen lassen. Heute sind es Wasserleitungen, Gasleitungen, Straßen, Stromleitungen, Windräder und ICE Trassen, was wird es dann morgen sein?

Artikelauszug vom Freien Wort, 08.12.2015, S. 7

Burgberg (Bilder: Manfred Kastner)

 

08. Dezember

380 KV - Leitung bei Friedrichshöhe, die Masten stehen

Die Leitung überquert den Rennsteig etwa 100 m vor Ländergrenzstein 47A, kommend von Friedrichshöhe.

Die Bilder stammen von Manfred Kastner.

 

 

Mast 32 (links), Mast 33 (rechts)

Rennsteigquerung

 

30. Dezember

Hier noch zum Jahresabschluss einige Fotos vom kritischen Dauerbrenner, Wasserleitung zwischen Allzunah und Neustadt am Rennsteig. Wenn diese Wunden beginnen weden zu heilen, wird dann im Frühjahr 2016 der nächste Rennsteigabschnitt zur Bautrasse, nämlich zwischen dem Großen Dreiherrenstein und Allzunah. Wir freuen uns schon darauf!

oben links: zwischen Stein 16 und 17 , Nähe Pechhütte, oben rechts: bei Stein 35, unten links: bei Stein 30 (Fotos: Manfred Kastner)