05. Juli
Gipfeltreffen auf dem Schneekopf
 

Auf dem Gipfel des Schneekopfes fand das beliebte Schneekopffest statt.

Wieder hatten sich tausende Wanderer auf verschiedenen Routen zum Gipfel des Schneekopfes aufgemacht. Bei besten Wetterbedingungen wurde die Zahl der Besucher vergangener Jahre aber nicht erreicht, was der allgemeinen sehr warmen Witterung geschuldet werden muss.

Trotzdem war es ein gelungenes Fest mit zahlreichen für die Region typischen Verkaufsständen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Ein buntes Unterhaltungsprogramm auf einer großen Bühne sorgte für reichlich Abwechslung.

An zahlreichen Informationsständen konnte man sich zur heimischen Pflanzen- und Tierwelt beraten lassen.

Traditionell wurde auch der neue Schneekopftaler vorgestellt und zum Kauf angeboten.

An diesem Tag war übrigens auch der Aussichtsturm letztmalig geöffnet. Ab dem 06. Juli beginnen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Mängeln bei der Wärmedämmung. Wie bekannt gab es aufgrund von Mängeln bei der Dämmung Wärmebrücken, in deren Folge es zur Kondenswasser- und Schimmelbildung im Inneren des Turmes kam.

 

Turm schliesst wegen Sanierungsarbeiten am 06. Juli 2015
 
Besuchermagnet Gipfeltreffen am Schneekopf                              
 
 
Wunderschöne Ausblicke ins Thüringer Becken                             Vorstellung der Wanderführer
 
Schneekopfkugeln zum selber aufschlagen                                     Vorstellung des 2015-er Schneekopftalers
 
der neue Schneekopftaler
 
 
17. bis 19. Juli
Das 15. Köhler- und Schwämmklopferfest in Neustadt am Rennsteig
Bericht von Manfred Kastner:
 

Volksfeststimmung rund um das Gemeindezentrum und Park mit Theaterstück, Seifenkistenrennen, Rennsteigzwergen auf großer Bühne, einer Schwemme an preisverdächtigen Baumschwämmen, einer Pilzausstellung mit 53 verschiedenen Pilzarten, von Pilzsachverständigen der Gesellschaft für Mykologie am Samstagvormittag frisch um Neustadt gesucht und am Sonntag dazu – Darstellung der Zunderschwammherstellung, der Schachtelmacherei, Zwerwlschnitzerei und der Präsentation der Holzköhlerei – Thüringer Klößen und einer Trödelmeile.

Welche Kreise inzwischen das Schwämmklopferfest zieht, zeigte sich mit dem Besuch von den Mitgliedern der „Deutschen Gesellschaft für Mykologie“ (DGfM):

  • Dr. Rita Lüder – Beauftragte für Kinder- und Jugendarbeit  
  • Frank Lüder aus Neustadt / Rübenberg
  • Helga und Wolfgang Friese aus Flöha
  • Irmtraut Lampert aus Darmstadt
  • Michael Hausser aus Ilshofen-Leofels und von
  • Diplomingenieur Wilfried Rühle vom Forschungsinstitut Biopol e.V. in Berlin.

Er hatte über eine Kunststudentin, die Baumschwämme bearbeitet und eine Mastersarbeit über den „Fomes Fomentarius“ (Zunderschwamm) schreibt, von der Veranstaltung gehört und hat nach den ersten Kontakten zum Thüringer Rennsteigverein e.V. das Fest besucht. „Hier hole ich mir Kenntnisse über die Wurzeln der Zunderschwammherstellung im Thüringer Wald“, sagte er im Vereinszimmer. Sein Institut beschäftigt sich mit der Wirkung des Zunderschwammes als Heilpilz für die Alternativmedizin. Früher war der Zunderschwamm ein blutstillendes Mittel, mittlerweile sollen die Wirkstoffe bei Hautkrankheiten helfen.

Einiges zum Schwammwettbewerb: 23 Teilnehmer, darunter 9 Kinder gaben 26 Baumschwämme ab. Prämiert wurden folgende Pilzexponate:

  • Kinderwettbewerb: Größter Einzelschwamm: Leon Hoche aus Neustadt
  • größter zusammenhängender Schwamm: Constantin Koch aus Einsiedel
  • Rarität: Tim Kastner aus Gochsheim
  • Größter Einzelschwamm: Michael Vogel aus Döhlau
  • Raritäten: Steve Rose aus Schönbrunn, Hans Jürgen Oßmann aus Neustadt und Rainer Heß aus Kahlert
  • Sonderpreis der Interessengemeinschaft: Hans Schaub aus Zeulenroda mit einer „Symphonie der Baumschwämme“

Bilder: Manfred Kastner:

Bild 1: Pilzwanderung
Bild 2: prämierte Baumschwämme

Bild 3: vorn - Symphonie der Baumschwämme, hinten – Sieger von 2014 / Buckeltramete (Tramet gibbosa)

 

Bild 1

 

Bild 2                                                                                                   Bild 3

 

 

24. Juli

Erlebnisstandort Grenzadler eröffnet

 

Pünktlich um 11.00 Uhr erfolgte am 24. Juli im Beisein des Präsidenten des Regionalverbundes Andreas Trautvetter die feierliche Eröffnung des Erlebnisstandortes Oberhof am Grenzadler. Der Regionalverbund hatte dazu Vertreter der Bauausführung, der umliegenden Gemeinden, interessierte Vereine und zahlreiche Kinder aus Oberschönau, die bereits vor der offiziellen Übergabe regen Gebrauch vom überdimensionalen Wanderschuh machten, eingeladen.

Der für ca. 150 000 Euro auf der Oberschönauer Gemarkung errichtete Wanderschuh ist einer von insgesamt 4 derartigen Kinderspielplätzen am Rennsteig, die von der Landschaftsarchitektin Ellen Melzer aus Gera geplant wurden.

Am Grenzadler wurden zur Verbesserung der Infrastruktur, besonders im Hinblick auf das hier ansässige Wintersportzentrum insgesamt 1,6 Mio. Euro verbaut. Es entstand ein neues multifunktionelles Gebäude, Bushaltestellen und ein neuer Parkplatz, mit zugegeben utopischen Preisen, besonders für Langzeitparker, die hier eine Tagestour auf dem Rennsteig starten und beenden wollen. Dafür ist ein Stundensatz von 2 Euro entschieden zu hoch, ein Tagestiket ist nicht im Angebot (zum Vergleich zahlt man für eine Tageskarte im Nationalpark Sächsische Schweiz nur 3 Euro).

Auch für den auf der anderen Straßenseite stehenden Grenzadler-Obelisk wurde keine gute Standortlösung gefunden. Er steht lieblos neben einer Informationstafel und einem viel zu eng dabei stehendem Verkehrsschild.

Ein in den Projektunterlagen ausgewiesener attraktiver Standort für den Namensgeber des Flurortes, ist weit von dem entfernt, was man vorfindet. Hier müsste dringend nachgebessert werden.

Sichtbar wurden keinerlei Sanierungsarbeiten am Obelisken ausgeführt.

Die ganze Situation erinnert ein wenig an die Vertreibung der Ureinwohner im Norden Amerikas, wobei sich neue Gegebenheiten über Geschichtszeugen hinwegsetzen und diese schrittweise zerstören.

Offensichtlich versucht der überschuldete Ort Oberhof mit aller Macht durch eine umfassende Entwicklung des Wintersports hier am Grenzadler seiner Schulden Herr zu werden, wobei die verantwortlichen Politiker völlig vergessen, dass sie alleine die Ursache dieser Schulden sind. Wenn man nicht in der Lage ist, neben der Politik auch ein Gespür für einfachste wirtschaftliche Überlegungen zu entwickeln, sollte man ganz einfach die Finger von der Politik lassen.

Meine Großmutter hat früher immer gesagt, wer nichts wird wird Wirt, wahrscheinlich trifft das auch für eine Vielzahl von Politikern zu.

 

 

 

gelungene Konstruktion, die von Kindern gerne angenommen wird

 

ein Schattendasein im Aschenputtelgewand, der Grenzadler, unsaniert und lieblos wieder aufgestellt, weit weg vom attraktiven Standort

 

das neue Multifunktionsgebäude                                                       der neue Parkplatz mit utopischen Parkgebühren

 

 

29. Juli

Ortsbesichtigung Südwestkuppelleitung, 3. Abschnitt Altenfeld bis Redwitz

Am 29. Juli besichtigt Manfred Kastner vom Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig die Baustelle von 50 Hz am Rennsteig. zwischen den Grenzsteinen Nr. 47A und 48 kreuzt die zukünftige 380kV Leitung den Rennsteig. Die Bauarbeiten werden von der Firma Wächter -Bau ausgeführt.Herr Kastner steht im ständigen Kontakt mit dem Bauleiter der Firma. Nachfolgend im Kurztext sein Bericht über den vorgefundenen Sachstand bei den Bauarbeiten:

Standort: Schneise Mast Nr. 32 bis Mast Nr. 33 (Rennsteig) hinter Friedrichshöhe von Blankenstein, zwischen dem geschnitzten Rennsteigschild beim Ländergrenzstein 47A (Bildnr. 1) [63.757,63 km] und dem Sockel vom Ländergrenzstein 48 (Bildnr. 2) [63.815,63 km].

Daraus ergibt sich folgendes Maß der Überquerung des Rennsteiges der 380 KV Leitung:

km von Blankenstein 63.786,63 (gerechnetes Maß).

Zwischen dem Mast Nr. 32 (Bildnr. 3) und dem Rennsteig wird eine Baustraße (Bildnr. 4) mit Wegematten aus Verbund-Aluminiumplatten verwendet, die nach Bauende wieder entnommen werden. Der Rennsteig wird auf einer Breite von etwa 10 m überbaut (Bildnr.5) und der Wander- und Radweg für beide Wanderrichtungen Richtung Bleßberg verlegt (mit Absperrungen und Hinweisschildern zum Verlauf des Rennsteiges).

Diese Variante scheint die Verträglichste für Deutschlands bekanntesten Wanderweg zu sein. Somit sind Gefährdungen für Ländergrenzsteine, Wegweiser u.ä. ausgeschlossen.

Bilder: Manfred Kastner

Bildnr. 1                                                                                              Bildnr. 2                                                                   

 

Bildnr. 3                                                                                              Bildnr. 4

 

Bildnr. 5