Chronik 2014

01. Januar

Die Sonneberger Touristinfo mit ihrem Sitz im Hauptbahnhof Sonneberg ist seit dem 01. Januar 2014 auch für die Abschnitte des Rennsteiges zuständig, welche vorher durch die Gemeinde Oberland am Rennsteig betreut worden sind. Die Gemeinde Oberland am Rennsteig, mit ihrer Rennsteiggemeinde Spechtsbrunn gehört seit dem 01. Januar zum Stadtgebiet von Sonneberg.

 Naturparkinformationszentrum, Kalte Küche, Spechtsbrunn

Für die touristischen Belange ist seit Anfang 2014 Lisa Tomschke in der Touristinformation in Sonneberg zuständig.

Nach ihren Angaben soll das Naturparkinformationszentrum an der Kalten Küche als Außenstelle der Touristinformation Sonneberg bestehen bleiben, liegt es doch an der Nahtstelle der Naturparke „Thüringer Wald“, „Schiefergebirge/ Obere Saale“ und „Frankenwald“ im Freistaat Bayern.

Die Öffnungszeiten von Touristinformation & Naturparkcenter Sonneberg lauten:

Montag bis Donnerstag: 9:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 9:00 - 15:00 Uhr Samstag: 9:00 - 12:00 Uhr

Ihre Ansprechpartnerinnen: Frau Kerstin Kotschenreuther

Kontakt

Web: www.sonneberg-tourismus.de

 

Öffnungszeiten des Naturparkinformationszentrums Spechtsbrunn, Stand Frühjahr 2015

 

  • Dienstag bis Freitag: 08.00 bis 16.00 Uhr, mit Imbissbetrieb
  • Samstag, Sonntag: 10.00 bis 16.00 Uhr, mit Imbissbetrieb
  • Montag: Schließtag

 

07. Februar

Für 34.000€ hat die Stadt Neuhaus am Rennweg das Gebäude, in welchem sich das Service-Center Limbach befindet zum Verkauf ausgeschrieben. Nach einigem Hin und Her hatte das Service-Center selbst den Zuschlag auf ihr fristgerechtes Kaufangebot erhalten.

Mit der Stadt Neuhaus am Rennweg wurde eine Ratenvereinbarung getroffen, die es ermöglicht, die Kaufsumme in moderaten Teilsummen zu begleichen.

Jedoch ist die Kaufsumme nicht die einzige finanzielle Hürde die zu meistern ist. Vorsichtig geschätzt werden nochmals über 100.000€ für dringende Rundumerneuerungen benötigt. Wer aber die Entwicklung der Preise auf dem Bausektor kennt, weiß, daß diese Summe unter der Prämisse der Einhaltung von bestimmten Standards bei der Ausrüstung derartiger Service-Center, schnell einmal um das doppelte steigen kann. Es müssen demzufolge weitere Finanzquellen ermittelt werden, um die Gesamtkosten abzudecken. Mittel des Denkmalschutzes sollte man, falls möglich, auf jeden Fall nutzen.

Voraus gegangen war ein vermeintlich fortwährender Streit um die Zukunft des Gebäudes, der so weit ging, dass die Stadt Neuhaus um die Jahreswende 2012/ 13 sogar beabsichtigte, das Gebäude zu Gunsten der Tourist-Information in Neuhaus am Rennweg zu schließen. Das wäre in Anbetracht der Erfolge und Popularität des Service-Centers Limbach in den letzten Jahren ein verheerender Fehler gewesen, vergleicht man deren Leistung mit der Leistung der Tourist-Info in Neuhaus am Rennweg. Alleine die mangelnde Internetpräsenz der Neuhäuser hätte für die touristische Entwicklung der Region mehr Schaden angerichtet als geholfen, obwohl seitens der Limbacher stets Angebote zur Hilfe da waren.

Ich glaube, die jetzige Lösung ist ein guter Ansatz für eine positive Weiterentwicklung des Rennsteigtourismus der Neuhäuser Region, kann man doch auf die jahrelange Erfahrung solcher Touristiker wie Elisabeth Pauli oder Cornelia Lorz zurück blicken.

 

 

 

 

Bilder des Servicecenters in Limbach, 27.03.2014

 

 

17. März

Auswertung der gemeinsamen Rennsteiginventur von Rennsteigverein 1896 e.V. und Thüringer Rennsteigverein e.V. vom Herbst 2013. An der Beratung in Neuhaus-Schierschnitz nahmen teil:

  • Peter Tremel, Rennsteigverein 1896 e.V., zugleich Hauptwegewart im Freistaat Bayern
  • Willi Lehmann, Rennsteigverein 1896 e.V., zugleich Wegewart des Vereins, Organisator der Inventur
  • Ulrich Rüger, Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig, verantwortlich für die Bereitstellung der Feldbücher und Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Inventur war geprägt von der Erfassung zahlreicher Veränderungen infolge der Abarbeitung des Maßnahmenkataloges, Ganzjahresprojekt Rennsteig, des Regionalverbundes Thüringer Wald. Diese Veränderungen werden aller Voraussicht nach erst im Jahre 2014 abgeschlossen sein. Soweit bereits zum Inventurzeitpunkt vorhanden, wurden die Veränderungen berücksichtigt und werden ab sofort schrittweise detailliert eingemessen und in der Datenbank erfasst. Dazu fanden bereits Felderfassungen wie folgt statt:

  • Abschnitt zwischen Oberhof und Heuberghaus, Ende Oktober 2013
  • Abschnitt zwischen Masserberg und Neustadt am Rennsteig im Februar 2014
  • Kalte Küche, Spechtsbrunn, im März 2014
  • Schildwiese, im März 2014
  • Ernstthal, März 2014
  • Blankenstein, März 2014
  • Sommerwiese, März 2014
  • Adler, Rosenkopf, März 2014
  • Schmücke, Borstenplatz, März 2014
  • Alte Tränke, März 2014
  • Allzunah-Roter Berg, März 2014

Folgende allgemeine Schwerpunkte müssen bei nachfolgenden Aktivitäten berücksichtigt werden:

  • Markenschutz für den Rennsteig ("weisses R")
  • Rückbau und Abkehr von den Varianten des "blauen Rennsteiges", der sogenannten Ausweichvarianten, die ohnehin wenig genutzt werden und deren Markierungen teilweise schon abgebaut wurden.
  • Konsequente Einbeziehung des Denkmalschutzes bei allen anstehenden Arbeiten am Rennsteig. Der Schutz des Rennsteiges ist gesetzlich festgeschrieben, daran muss sich jeder halten, der am Rennsteig vor hat, Veränderungen durchzuführen. Vor allem wird eine mangelnde Kontrolle und wenig Interesse derjenigen Behörde angemahnt, die die Unterschutzstellung des Rennsteiges veranlasst hat. Aber auch andere Behörden handeln in Bezug auf die Belange des Rennsteiges oft mit wenig Sach- und Fachverstand oder überhaupt nicht.
  • Bessere Unterstützung und Akzeptanz der Arbeit der Ehrenamtlichen, besonders seitens des Regionalverbundes. Die Ehrenamtlichen, die diese Arbeit schon Jahrzehnte machen, können auf fundierte Sach- und Vorortkenntnisse zurückgreifen. Diese Erfahrungen wurden aber in der Phase der Abarbeitung und Vorbereitungen zum Ganzjahresprojekt Rennsteig so gut wie nicht berücksichtigt. Andererseits fordert man nach Fertigstellung der Maßnahmen mehr Engagement von den Vereinen.
  • Aufstellung eines Reparatur- und Instandhaltungsplanes für die Einrichtungen am Rennsteig, der anhand der von uns bereits seit fast 20 Jahren geführten Datenerhebung generell möglich ist.
  • Bevor neue Einrichtungen entstehen, sollte man die Instandhaltung und den Erhalt bereits bestehender Einrichtungen nicht vernachlässigen.
  • Endgültige Anerkennung der Ergebnisse der Neuvermessung des Rennsteiges aus den Jahren 2002-2003.
  • Verkehrssicherungsmaßnahmen an allen Straßenübergängen des Rennsteiges von Blankenstein bis Hörschel.
  • Entfernung von privaten Werbetafeln an Wegweisern, die mit öffentlichen Mitteln finanziert und errichtet worden sind
  • Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem Regionalverbund, besonders bei anstehenden Terminen, die auch für die von uns geführte Rennsteigchronik interessant sein könnten.
  • Entkernung von Wegweisern. Entfernung von Wegweisern mit falschen Angaben, Entfernung von doppelten Wegweisern, Entfernung von Werbetafeln, Entfernung leerer Tafeln, Entfernung von Infotafeln mit falschen Angaben.
  • Mehrfachbelegung des Rennsteiges mit Wanderwegen unterschiedlichster Interessengruppen, Klärung der teilweisen Überfrachtung.

Folgende speziellen Schwerpunkte sollten zukünftig berücksichtigt werden:

  • Grenzsteinsicherung (Beipfähle): 95a, 95b Sandwieschen, Steinheid
  • alle Grenzsteine, die auf der Wiesenfläche zwischen Masserberg, Rennsteighaus und Bühringshütte stehen müssen aufgrund der Bewirtschaftung der Fläche mit Beipfählen gesichert werden.
  • Strafanzeige wegen Beschädigung eines Grenzsteines bei Masserberg (Nr. 182), wurde im August 2013 gestellt, bis heute keine Rückinformation, obwohl klar ist, wer die Verursacher waren.
  • Rückbau des Lions-Radweges, der bei Spechtsbrunn auf Teilen des Rennsteiges verläuft, obwohl hier offensichtlich keine entprechende Genehmigung vorliegt.
  • Generelle Klärung der fatalen Situation des Rennsteiges auf dem Territorium des Freistaates Bayern und hier besonders der Gemeinde Steinbach am Wald. Was hier geschieht, mag ein "Segen" für den Bürgermeister der Gemeinde sein, aber sicher nicht für die vielen Rennsteigwanderer, die sich dieses asphaltierte Stück Rennsteig zwischen Lauenhainer Ziegelhütte und Schildwiese antuen müssen. Was vom Rest noch übrig ist, hat der Bayerische Staatsforst unter dem Deckmantel des "Nachhaltigen Wirtschaftens" in ein Caos - und das schon über Jahre hin - verwandelt.
  • Rennsteignahe Ausschilderung des Rennsteighauses in Neuhaus am Rennweg, direkt an der Einmündung zur Ernst-Moritz-Arndt-Strasse (evtl. Infotafel mit entsprechendem Richtungswegweiser).

Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Regionalverbund in den kommenden Jahren, die geprägt sein sollte mit dem ehrlichen Umgang und vor allem mit der Akzeptanz der Leistungen aller Beteiligten.

 

27. März

Vorstellung und Übergabe der Inventurergebnisse an den Regionalverbund

Am Treffen in Zella-Mehlis, dem Sitz des Regionalverbundes nahmen teil:

  • Frau Schlüter, Geschäftsführerin des Regionalverbundes
  • Herr Baumann, verantwortlich für die Vorortarbeiten, Regionalverbund
  • Herr Lehmann, Rennsteigverein 1896 e.V.
  • Ulrich Rüger, Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig

Im Vorfeld stellte Frau Schlüter die die Ergebnisse der Arbeiten zur touristischen Infrastrukturentwicklung im Rahmen des Ganzjahreskonzeptes Rennsteig vor und gab einen Ausblick auf die noch ausstehenden Leistungen der kommenden Jahre.

Gerne fasse ich hier an dieser Stelle noch einmal alle Leistungen zusammen, über die bereits im vergangenen Jahr 2013 in der Chronik ausführlich berichtet wurde.

Die folgenden Details wurden freundlicherweise vom Regionalverbund zur Verfügung gestellt.

 

Der aktuelle Sachstand kann auch unter:

www.thueringer-wald.com

im Bereich „über uns“ unter „IGR“ eingesehen werden.

 

  • Die Tochtergesellschaft, gemeinnützige Infrastrukturgesellschaft Rennsteig mbH (IGR mbH) des Regional-verbundes Thüringer Wald e.V. wurde gegründet um die Gesamtinvestitionen zu koordinieren.
  • Gesamtinvestition 14,3 Mio. Euro
  • 209 Einzelmaßnahmen für 56 Städte und Gemeinden, in 8 Landkreisen
  • Förderquote: 90%
  • Eigenanteile: 10 %
  • Investitionszeitraum: 2010-2014

Projekte bis 2014 werden oder wurden wie folgt umgesetzt:

  • Loipenspurgeräte 2011/ 2012
  • Aussichtspunkte 2013
  • Toilettenanlagen 2014
  • Wegweisung Rennsteig-Wanderweg 2013/ 2014
  • Beschilderung Rennsteig-Skiwanderweg 2013
  • DSV Nordic aktiv Region, Pilotprojekt Deutschland 2013/ 2014
  • Erlebnisstandorte 2013/ 2014
  • Landschaftsgestaltung, Rückbau, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen 2013/ 2014
  • 5 Rennsteighäuser (einschl. Grenzadler Oberhof) 2013/ 2014
  • Wegebaumaßnahmen, Parkplätze (Schillerbuche, Neue Ausspanne, Neustadt am Rennsteig, Kalte Küche) 2014
  • Rennsteigleitern 2013/ 2014
  • Beschneiungsanlage Oberhof 2013

Die Maßnahmen im Detail:

Pistengeräte, Prinoth-Husky, Kässbohrer-Pistenbully

  • Die Übergabe der Pistengeräte erfolgte in den Jahren 2011/ 2012.
  • Die Investitionssumme belief sich auf 2.003.786 Euro.

44 Rennsteigleitern

  • Die Planung der Rennsteigleitern erfolgte im Dezember 2011.
  • Baubeginn war im Oktober 2012.
  • Die Fertigstellung erfolgte im Dezember 2013
  • Die Planung übernahm das Planungsbüro AB Brehme aus Weimar
  • Bauausführung erfolgte durch die Firma Inhaus aus Steinbach-Hallenberg
  • Investitionssumme: ca. 1 Mio Euro

Konzeption Mountainbikestrecke

  • Planung im Januar 2012
  • Baubeginn, April 2013
  • Fertigstellung, 2014
  • Planungsbüro, Fa. Radplan, Erfurt
  • Investitionssumme ca. 250.000Euro

Entwicklung DSV Nordic aktiv Region Thüringer Wald

  • Planung im Januar 2013
  • Baubeginn April 2013
  • Fertigstellung Dezember 2014
  • Planungsbüro, DSHS Köln
  • Investitionssumme ca. 450.000 Euro

Aussichtspunkte

  • Plänckner’s Aussicht, Bauzeit von Mai 2013 bis Juni 2013
  • Krämerod, Bauzeit von Juni 2013 bis August 2013
  • Südlicher Spießberg, Bauzeit von Juli 2013 bis August 2013
  • Hoher Schorn, Bauzeit von August 2013 bis September 2013
  • Planungsbüro, IB-Landgraf, Rohr
  • Investitionssumme, ca. 470.000 Euro

Rennsteighäuser Masserberg und Neuhaus am Rennweg

  • Planung, Oktober 2011
  • Baubeginn, Oktober 2012
  • Fertigstellung, Dezember 2013
  • Planungsbüro, Steiner und Palme, Suhl
  • Investitionssumme ca. 800.000 Euro

Nordischer Sportort Schmiedefeld am Rennsteig

  • Pistengerätegarage, Parkplatz und Asphaltband (Sportplatz)
  • Planung, Oktober 2011
  • Baubeginn, Juli 2012
  • Fertigstellung, August 2013
  • Planungsbüro, Steiner und Palme, Suhl
  • Investitionssumme 312.000 Euro

Erlebnisstandort Drachenschlucht bei Eisenach

  • Belegung des begehbaren Teiles der Schlucht mit Kunststoffgitterrosten
  • Fertigstellung April 2013
  • Planungsbüro, Ingenieurbüro Witte, Suhl
  • Investitionssumme 75.450 Euro

Erlebnisstandort „Selbitzplatz“, Blankenstein

  • Komplette Umgestaltung des Platzes, Spielschuh
  • Fertigstellung Juni 2013
  • Planungsbüro, Architekturbüro Melzer, Gera
  • Investitionssumme 290.000 Euro

Fazit, Strategien, Ausblick

  • Positionierungsziele

- Rennsteig als bekanntester Wanderweg Deutschlands, mit der besten Qualität bei der Infrastruktur

- Thüringer Wald als Top Mittelgebirgsdestination in Deutschland

- Imagebildung als attraktive Ganzjahresdestination

- Entwicklung des Alleinstellungpotenzials „Thüringer Meer“ als Natur- und Erholungsregion

- Thüringer Wald ist Kultur- und Genussregion

 

  • Nutzung des Flairs internationaler Großsportveranstaltungen, unsere Olympiasieger und Weltmeister als Werbebotschafter für den Thüringer Wald, besonders den Wintersport
  • Etablierung des Thüringer Waldes als Mountainbike-Region und Skilanglauf-Eldorado und als DSV Nordic aktiv Region im Deutschland-Tourismus
  • Entwicklung Thüringer Wald durch Leuchtturmprojekte, Zertifikate „Qualitätswanderregion des Deutschen Wanderverbandes (Pilotprojekt Schwarzatal), vorstellbar wäre noch die Ferienregion Oberhof, Ferienregion Inselsberg oder das

Thüringer Meer

  • Begleitung Wanderwegkonzeption (digitales Wegemanagementsystem des Deutschen Wanderverbandes) und der Wassertourismuskonzeption des Freistaates Thüringen
  • Verbesserung der Qualität touristischer Angebote, Steigerung der Qualität auf allen Ebenen
  • Straffung touristischer Strukturen im Verbandsgebiet
  • Ausrichtung auf die Erhöhung der Gästezahlen im Thüringer Wald durch Fokussierung auf Produktentwicklung und Vertrieb (TTG, Incoming-Agenturen)
  • Konzentration auf nationale und internationale touristische Höhepunkte

- UNESCO-Welterbejahr 2014

- Thüringer Landesgartenschau, Schmalkalden 2015

- Deutscher Wandertag, Eisenach 2017

- Reformationsjubiläum 2017

 

  • Ziel: Schärfung des Thüringen-Profils durch auf Zielgruppen und Quellmärkte orientiertes Handeln und einer damit verbundenen erhöhten Wertschöpfung.

Nach den Ausführungen von Frau Schlüter hatten wir die Möglichkeit, unsere Inventurergebnisse vorzustellen.

Die Schwerpunkte sind identisch mit den Angaben zum 17 März 2014 (siehe dort).

Die Inventurergebnisse liegen digital in Excel-Tabellen vor.

Sie wurden erstmals so bearbeitet, dass sie im Zusammenhang mit einem Smartphone oder Tablet (empfohlen max. 8 Zoll, nicht größer) auf Windows- oder Androidbasis genutzt werden können, wobei diejenigen Geräte, die mit dem Windowssystem/ Microsoft Office ausgestattet sind, wesentlich flüssiger laufen, als die Androidgeräte. Zusätzlich wurde damit begonnen, jeden Datensatz mit einem bis drei Fotos zu verlinken (z.Z. 3200 Datensätze, davon ca. 40% mit Fotos verlinkt).

Die Outdoor-Nutzung der eingesetzten Geräte ist auch mit Open Street Map mit GPS Anbindung möglich. Die hierbei erzielte Genauigkeit ist jedoch nicht besonders hoch, für Wanderer zur Orientierung jedoch völlig ausreichend.

Ein weiteres Tool, Image Meter, kann dazu genutzt werden, die aufgenommenen Punkte gleich in der Örtlichkeit per Foto zu erfassen und anschließender Bemaßung direkt im Foto lagemäßig festzulegen.

Wir sind bemüht, die für "jedermann" zugängliche Erfassungsmethode noch weiter zu entwickeln.

 

 

April

Neustadt am Rennsteig: Ab sofort sind die Heimathefte als kompakter "Zweiteiler" erhältlich

Seit April kann man die Heimatgeschichte von Neustadt am Rennsteig, die als Einzelhefte von Nr. 1 bis 8 ab 2012 erschienen sind, jetzt auch als Zweiteiler erwerben.

Die Hefte 1-4 und die Hefte 5-8 wurden zusammengefasst und beinhalten jetzt jeweils ca. 180 Seiten.

Die Hefte spiegeln die wechselvolle Geschichte der Rennsteiggemeinde zwischen 1489 und 2014 wider. Dabei wurde auch auf die industrielle Entwicklung und das Handwerk besonderes Augenmerk gelegt. Die Sagen- und Märchenwelt werden ebenfalls umfassend dargestellt.

Als Grundlage für die Heimathefte diente nicht zuletzt eine umfangreiche Sammlung an Archivmaterial aus dem Rennsteigmuseum. Insgesamt wurden über 9000 Seiten zum Ort Neustadt und 53000 Seiten Schriftgut zum Rennsteig ausgewertet. Auf einen exakten Herkunftsnachweis wurde aus redaktionellen Gründen verzichtet. Sie ist aber anhand der verwendeten Unterlagen lückenlos rekonstruierbar und nachgewiesen.

Der Heftpreis liegt bei 15 Euro pro Heft. Erhältlich sind die Heimathefte im Rennsteigmuseum, in der Tourismus-Information und an der Tankstelle Lutz Graf in Neustadt am Rennsteig.

 

 

Teil 1: Hefte 1-4 (hier als Abbildung der Einzelhefte)

 

 

17. April

Die Tageszeitung Freies Wort berichtet über die Einrichtung einer Pilgerherberge in Neuhaus am Rennweg. Vorgesehen ist es, die einfach ausgestattete Herberge, in einem ehemaligen Glasbläserhaus einzurichten. Sie soll auch für gewöhnliche Wanderer nutzbar sein. Jedoch müssen für den Umbau erst einmal die notwendigen finanziellen Mittel aufgetrieben werden. Spenden hierfür sind willkommen. Interessenten können sich beim Neuhäuser Pfarrer Sommer melden:

 

  • Telefon: 03679 722264

In Neuhaus am Rennweg treffen sich die Via Porta, der Jakobsweg und der Rennsteig.

Der Jakobsweg kommt von Oberweißbach. Am Postkreisel in Neuhaus am Rennweg trifft er auf den Rennsteig, welchen er bis Limbach folgt. Dort verlässt er den Rennsteig in Richtung Neumannsgrund. Die Via Porta beginnt in der Oberpfalz in Waldsassen und führt nach Blankenstein. Ab Blankenstein folgt sie dem Rennsteig. Über Friedrichroda verläuft sie weiter zum Kloster Volkenroda. Stellenweise ist der Rennsteig, besonders auf seinem westlichen Abschnitt, auch identisch mit dem Jakobsweg.

Auf dem Rennsteig finden wir in diesem Zusammenhang folgende Wegemarkierungen:

pilgern-in-mitteldeutschland.de

Jakobsweg mit Richtungsweiser auf dem Rennsteig

Via Porta

 

27. April

Heute erreichte mich eine E-Mail von Willi Lehmann, dem Hauptwegewart des Rennsteigvereins 1896 e.V., mit der Bitte diese in der Chronik zu veröffentlichen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach:

Rückblick  Rennsteiginventur 2013 und Vorausschau 2014

Von unserer gemeinsam mit dem Thüringer Rennsteigverein TRV Neustadt durchgeführten Rennsteiginventur 2013 wurde bereits im Heft 4 /2013 „Das Mareile“ berichtet.

Alle beteiligten Streckenbeauftragten, die sich mit Ihren Helfern, wie immer, ehrenamtlich einbrachten, wurden schon namentlich genannt und ihnen der Dank und die Anerkennung der Vorstandsschaft ausgesprochen. Diesen Dank möchte ich noch mal wiederholen sind doch viele der Beteiligten auch als Vereinsvorsitzende oder in anderen Funktionen in den Ortsgruppen aktiv. Hervorzuheben ist das Engagement der Streckenbeauftragten,  die mit ihren Freunden zum ersten Mal dabei waren. Besonders Thomas Warmer, OG Blankenstein, und Lothar Ost mit Karin Eschenbach,  OG Hainich- Rennstieg, verdienen es besonders, genannt zu werden, lieferten sie doch neben den Kontrollunterlagen auch noch die dazu gehörenden GPS- Daten und umfangreiches Bildmaterial dazu.

Inzwischen wurden alle gesammelten Daten in das von Ulrich Rüger, TRV, koordinierte und betreute EDV- Projekt Rennsteig übertragen. Es liegt nun ein umfangreiches, wertvolles Datenmaterial für unsere Vereine und allen, die sich für den Rennsteig interessieren und engagieren wollen, vor.

Eine von U. Rüger zusammengestellte Daten-DVD umfasst die von uns übergebene Feldübersicht, im Ergebnis der der Zuarbeiten aus der Inventur 2013, eine Komplettübersicht mit über 3000 Objekten auf dem Rennsteig, das komplette Grenzsteinverzeichnis mit 1007 Positionen mit den Daten und Koordinaten der  ehemaligen und noch über 800 vorhandenen Rennsteigsteine und ein umfangreiches Bildarchiv mit über  2000 Bildern.

Die Komplettübersicht erlaubt Aussagen über Objekttyp, Einzelobjekt, exakten Entfernungsangaben, Koordinaten  in GPS- Daten von Bankenstein nach Hörschel  und umgekehrt, Hinweise zum Objekt, Erfassungsdatum, Bemerkungen, Katasterangaben Flurbezeichnung aktuell und historisch und eine Verlinkung mit dem entsprechenden vorhandenem Bildmaterial.

Nur wer sich näher mit dieser nun vorliegenden Dokumentation befasst, kann ermessen, wieviel Zeitaufwand, Forscherdrang, Fachkompetenz, Heimatgefühl und liebe zum Rennsteig und das Thüringer Land hier eingebracht wurde. Es ist für unsere Vereine, dem TRV und dem  RV1896 ein Glücksfall, dass sich unser Wanderfreund Ulrich Rüger als Projektkoordinator für unsere Rennsteiginventuren an die Spitze gestellt hat.

Man kann sagen: Ulrich Rüger lebt und liebt den Rennsteig und bringt durch seine ehemalige Tätigkeit in verantwortlicher  Funktion im Landesvermessungsamt Erfurt alle Voraussetzungen für seine anspruchsvolle, ehrenamtliche Tätigkeit und seine erfolgreiche, uneigennützige Rennsteigforschung mit.

Für alle, die sich für den Rennsteig interessieren, kann man nur empfehlen, sich im Internet mal unter „ rennsteig-rueger.de“ sachkundig zu machen. Man wird begeistert sein!

Wünschen wir uns, dass sich die erfolgreiche, gute,  kameradschaftliche Zusammenarbeit mit U. Rüger noch lange erhält. Also, Ulrich, ein große Danke an Dich! Bleibe vor allen gesund und weiterhin so vielseitig engagiert.

Im Ergebnis der Inventur konnte festgestellt werden, dass sich seit der letzten Überprüfung wieder einiges zum Besseren getan hat. Dies ist im Wesentlichen ein Ergebnis aus der Realisierung von Maßnahmen aus dem Ganzjahreskonzept Rennsteig und den Aktivitäten aus dem Rennsteigprojekt „2. Arbeitsmarkt“ unter Leitung von Herrn Baumann, alles unter der Regie des Regionalverbundes Thüringer Wald. Im Rahmen dieses  Projektes werden derzeitig vorerst noch bis 2015 unter Anleitung von Mitarbeitern der Staatlichen Forstverwaltung und finanzieller Unterstützung, vor allem Instandhaltungsmaßnahmen im  Wegeverlauf,  Markierungs – Verschönerungs - und Reparaturarbeiten geleistet.

Für 2013 konnten so  in Zusammenarbeit  mit den Fortsämtern im Rahmen des Rennsteigprojektes über 50.000 Arbeitsstunden für die Erhaltung und Verbesserung der touristischen Infrastruktur auf dem Rennsteig zwischen Blankenstein und Hörschel  abgerechnet werden.

Wie immer, gibt es aber auch weiterhin Mängelpunkte, die wohl auch in Zukunft nicht voll abgestellt werden können. Dies betrifft insbesondere unsere schlechten Bewertungen Noten 4 und 5 bei Straßenquerungen, wegen fehlender Hinweise auf Wanderer und nicht vorhandene Leiteinrichtungen, manchmal mangelhaft gekennzeichnete Wegeverläufe und Wegevernetzungen, von uns nicht anerkannte, im Zusammenhang mit der Bewerbung für die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel  ausgewiesene  R- Umleitungen,  Alternativabschnitte ,Kennzeichnungen mit dem  „blauen  R“, nicht abgestimmte Umgestaltung des original Rennsteigs zwischen Tettau und Steinbach als Radwanderweg, nichtgegebene Gestaltungsmöglichkeit im Bereich Waidmannsheil wegen Privateigentums, unbefriedigende Situationen an der Kalten Küche, dem Wintersportlerdenkmal und am Bahnhof Ernstthal und im Umfeld am Rastplatz Hohe Sonne sowie der noch  unklaren Gestaltung im Bereich Grenzadler in Oberhof u . u….,  um nur einige Anmerkungen  zu benennen. Nach Ausscheiden unserer ehemaligen Ansprechpartnerin im Regionalverbund Thüringer Wald wurde uns als neuer Kontaktpartner für unserer Anregungen der Projektleiter Herr Baumann benannt.

Aber auch die Leiterin des  Regionalverbundes, Frau Schlütter,  zeigt sich unseren Anregungen gegenüber immer aufgeschlossen  und ist an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert. Die Übergabe unserer Inventurergebnisse 2013 an den Regionalverbund erfolgte  am 27.03.14.

Frau Schlütter würdigte unsere Initiative, dankte für den Einsatz aller Beteiligten und sagte eine intensive Prüfung der übergebenen Dokumentation und wo möglich Unterstützung für vorgeschlagene Abänderungen zu. Im Weiteren gab Frau Schlütter einen Ausblick über die umfangreichen, eingeleiteten Maßnahmen im Rahmen des Ganzjahresprojektes Rennsteig für 2014 und mögliche Entwicklungen für die folgenden Jahre.

Die Neubeantragung des Titels Qualitätswanderweg für den Rennsteig und dazu notwendige Umgestaltungen  mit Alternativwanderwegen, Blaues R, scheint endgültig vom Tisch. Der Rennsteig soll das bleiben und so erhalten werden, wie er historisch gewachsen ist und unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Statt auf Qualitätswanderweg Rennsteig wird man in Thüringen zukünftig mehr auf die Entwicklung von Qualitätswanderregionen orientieren. Ein Pilotprojekt, angeleitet vom DWV, läuft dazu im Schwarzatal. Auch vorstellbar ist die weitere Entwicklung von Ferienregionen z. B. um Oberhof, dem Inselsberg oder dem Thüringer Meer, (Bereich der Saaletalsperren) u. u.

Insgesamt und insbesondere bei der Wanderwegeerschließung hob Frau Schlütter auch die gute Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wanderverband, DWV, hervor.

So wird sie sich dafür einsetzen, dass in Thüringen die digitale Erfassung der Wanderwege nach dem Projekt des DWV erfolgt und diese über den Zugriff beim DWV dann einheitlich genutzt werden können.  Unsere Wanderfreunde des RV, die GPS –Erfahrung haben sind hiermit  aufgerufen, sich weiterhin mit vielseitigen Initiativen unterstützend einzubringen.

Ist eine Inventur abgeschlossen, könnte man schon die nächste beginnen, denn der Rennsteig ist  schon lange nicht mehr der einst so besungene geheimnisvolle Pfad. Fast täglich gibt es heute Neues zu berichten, gibt es im Zusammenhang mit der Realisierung des Ganzjahresprojektes Rennsteig, Veränderungen mit neuen Objekten und neuen Hinweiszeichen. Die Einen erfreut es!  Anderen ist es einfach zu  viel!

Manches, wie die neugeschaffenen, sogenannten Rennsteig- Leitern sind  noch gewöhnungsbedürftig.  Mit vielen neuen Begriffen und Objekten, die uns zukünftig begleiten werden, werden wir konfrontiert.

Der Rennsteig mit seinem Umfeld ist gegenwärtig der Tourismusschwerpunkt Nr.1 in Thüringen und soll für möglichst viele Interessengruppen als Ganzjahresdestination attraktiv gemacht werden. Die Hauptzielgruppen sind dabei neben uns, den Wanderern und Laufsportlern(Langlauf und Nordic Walking), die Radfahrer-Mountainbiker und die Wintersportler. Der Rennsteig und der Thüringer Wald soll als Top Mittelgebirgsdestination in Deutschland ausgebaut werden.

Seit 2010 werden über die Infrastrukturgesellschaft Rennsteig mbH, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft des Regionalverbundes Thüringer Wald e. V. für das Ganzjahresprojekt Rennsteig über 200 Einzelmaßnahmen im Verantwortungs-bereich und in Abstimmung mit 56 Anlieger-Kommunen am Rennsteig realisiert, um eine moderne, oben genannte Zielgruppen befriedigende,  regionalspezifische, attraktive Infrastruktur  zu errichten. Dazu wurden Investitionen für Maßnahmen im Wert von über 14Mio EUR, zu 90% vom Land gefördert und zu 10 % von den Kommunen und Landkreisen aufzubringen, bewilligt. Da die geplanten Maßnahmen aus den Ganzjahresprojekt zum größten Teil ausgeschrieben werden mussten, erfolgte und erfolgt die Realisierung der meisten  Vorhaben, (außer Loipenspurgeräten wurden schon ab2011/2012 bereitgestellt) vor allem ab Sommer 2013 und im gesamten Jahr 2014.

Konnten wir  bei unserer Inventur 2013 schon die Erstellung von 4 neuen Aussichts-türmen an Plänckners Aussicht, Krämerrod, Südlicher Spießberg und Am Schorn, die gelungene attraktive Neugestaltung des Erlebnisstandortes Selbitz Platz in Blankenstein , die Eröffnung der Rennsteighäuser in Masserberg und Neuhaus , die Aufstellung  neuer Schutzhütten und Sitzgruppen und  der ersten  Rennsteigleitern (Verbindungselemente mit Hinweis zum Rennsteig und vom Rennsteig zu den Anliegerkommunen) sowie die Beschilderung und den Ausbau des Rennsteigskiweges registrieren, wird es in diesem Jahr nun mit dem Auslaufen der Fördermaßnahme, weitere umfangreiche Maßnahmen, mit einer  Investitionssumme von über 7Mio EUR ,geben. In diesem  Maßnahmenpaket 2014 enthalten sind:

Die Fertigstellung weiterer Schutzhütten , Aufstellung weiterer Sitzgruppen insgesamt 83, Aufstellung weiterer Rennsteigleitern insgesamt 42, Bau weiterer Rennsteighäuser an der Neuen Ausspanne, in Schmiedefeld und in Brennersgrün, Gestaltung weiterer Erlebnisstandorte in Hörschel und auf dem Großen  Inselsberg , Wegebaumaßnahme und Neugestaltung des Rennsteigbeginns in Hörschel direkt an der Werra, ansprechende Freiflächengestaltung am Grenzadler Oberhof, Bau einer Toilettenanlage am Rondell , Bau eines Multifunktions-gebäudes am Parkplatz Schneekopf, Neugestaltung von Parkplätzen  an der Schillerbuche /Glasbachwiese, an der Neuen Ausspanne und in Neustadt, Neugestaltung des Platzes im Bereich  Kalte Küche,  Abschluss der Konzeption Mountainbikestrecke, Entwicklung der DSV Nordic aktiv Region Thüringer Wald mit 13 Ski-Zentren im Bereich von Ascherbrück bis Brennergrün und nicht zuletzt die weitere Optimierung der Wegweisung  Rennsteig-Wanderweg.

Es gehört zum Anspruch unseres Wanderfreundes Ulrich Rüger, dass all diese Maßnahmen möglichst schnell in die Gesamtübersicht und Inventurliste Rennsteig aufgenommen werden. Er und einige Mitstreiter aus unserem Verein werden dazu auch in diesem Jahr und in Zukunft weiter auf dem Rennsteig unterwegs sein und notwendige Daten und Informationen dazu zusammentragen.

Wünschen wir uns dazu ein optimistisches Gut Runst .

Willi Lehmann, Hauptwegewart RV 1896

 

12. Mai

Das Tropenhaus in Kleintettau hat ab heute neue, vorläufige Öffnungszeiten:

  • Mittwoch bis Freitag von 09.00 bis 16.00 Uhr
  • Samstag, Sonntag von 10.00 bis 16.00 Uhr

Die offizielle Eröffnung steht noch nicht fest. Wer nähere Informationen wünscht, erhält diese wie folgt:

  • Telefon: 09269 77145

Das Gebäude befindet sich am Ortsausgang Kleintettau in Richtung Alexanderhütte, rechts auf einer kleinen Anhöhe.

 

13. Mai

Im Beisein der Urenkel von Reinhold Jubelt wird hinter dem Gedenkstein an Reinhold Jubelt eine neue 4,5 m hohe Douglasie gepflanzt. Der Baum ersetzt die Pfingsten 1934 gepflanzte Tanne, die nicht mehr vorhanden war.

Peter Kielow, der 1. Vorsitzende des Rennsteigvereins, OG Steinbach am Wald, lernte anlässlich der Pfingstrunst 2013 den Urenkel von Reinhold Jubelt, Klaus Wöllner, kennen, der ihn nach dem Verbleib der Tanne befragte. Leider konnten sich die Steinbacher nicht mehr erinnern, was mit der Tanne geschah. Klaus Wöllner schlug vor, einen neuen Baum zu pflanzen. Peter Wöllner, sein Bruder, besitzt eine Baumschule in Tschechien und könnte eine Douglasie bereitstellen. Das Forstamt hatte keine Einwände. Lutz Hähner kümmerte sich darum, dass durch das Forstamt eine kleine Fläche um den Gedenkstein herum frei geschlagen wurde. Einer Neuanpflanzung stand somit nichts mehr im Wege.

Am Montag, den 12. Mai wurde die Douglasie angeliefert. Ein Gärtnerehepaar bereitete die Pflanzung vor. Im Beisein von Peter Wöllner, seiner Frau sowie Herbert Unger von der Ortsgruppe Steinbach am Wald, wurde die Pflanzung der Douglasie am 13. Mai vorgenommen.

Die Weihe des Baumes wird am 26. Mai 2014 um 09.00 Uhr stattfinden, wenn die Teilnehmer der Pfingstrunst 2014 Waidmannsheil erreichen.

Reinhold Jubelt um 1930, Foto: Archiv Rüger

Jubelt Ehrung im Mareile, Bote des Rennsteigvereins, 17. Reihe, II. Jahrgang, Nr. 4 vom 01. Juli 1934, Seite 123, 124.

die neue Douglasie hinter dem Gedenkstein

 

17. Mai

42. GutsMuths-Rennsteiglauf

Über 13 000 Starter wurden bei dem diesjährigen Sportereignis auf dem Rennsteig gezählt. Überragend war die Leistung von Christian Seiler im Supermarathon. Der Thüringer aus Erfurt bewältigte die 72,2 km lange Strecke mit einer neuen Bestmarke. Er überbot seinen eigenen Rekord um 20 Minuten auf 4:50:56. Der zweite Läufer, M. Lynas aus Norwegen kam zum Vergleich mit einer Zeit von 5:40:52 ins Ziel. Alleine das bestätigt die Klasse des Erfurter Läufers.

 

22. Mai

Bauarbeiten Kalte Küche

Im Rahmen der geplanten Baumaßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur am Rennsteig durch den Regional-verbund, wird derzeit an einem großzügigen Parkplatz an der Kalten Küche gebaut. Nach dem Trägerwechsel des Naturparkinformationszentrums wurden die Öffnungszeiten vorläufig angepasst.

Bauarbeiten am Parkplatz vor dem NIZ

Innenraum NIZ mit neu gestalteten Aufenthaltsraum für Wanderer und Verkaufsstand

 

22. Mai

Traurige Bilanz einer Rennsteigbegehung zwischen Hoher Tanne und Brennersgrün

Bei einer Kontrolle des genannten Rennsteigabschnittes konnte ich erhebliche Mängel an dem dortigen Rennsteiginventar feststellen. Folgende Mängel waren besonders auffällig:

  • großräumige Beschädigung des Wegeprofiles durch ausgedehnte Forstarbeiten, die sich bereits über Jahre hinwegziehen und unter dem Slogan der "Nachhaltigkeit" vom Bayerischen Staatsforst durchgeführt werden
  • Diebstahl folgender Grenzsteine: 41, 42, 165.1
  • Bei den Forstarbeiten wurde der Grenzstein Nr. 47 umgedrückt
  • Bei zurückliegenden Wegeverbreiterungen wurden die Grenzsteine 46, 45, 44, 40 umgedrückt und beschädigt. Der Diebstahl der Grenzsteine 41 und 42 war ebenfalls eine Folge der Wegeverbreiterungsarbeiten, offenbar im Auftrag des Bayerischen Staatsforstes.

Aufgrund der vorgefundenen Mängel werde ich eine Anzeige wegen Diebstahl und Sachbeschädigung bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Saale-Holzlandkreises und des Kreises Saalfeld-Rudolstadt stellen. Diese sind dann weiterzuleiten an das Thüringer Landesverwaltungsamt, da es sich um Landesgrenzsteine mit nachweislicher Grenzfunktion handelt, die auf Thüringer Seite unter Denkmalschutz stehen. Desweiteren erwäge ich, eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bayerischen Staatsforst einzureichen, da Diebstahl und Sachbeschädigung unmittelbare Folgen der Forstarbeiten in diesem Bereich waren. Eine weitere Anzeige ergeht an die beiden zuständigen Landesvermessungsämter in Erfurt und München. Der Regionalverbund Thüringer Wald wird ebenfalls von mir informiert.

Sollte, wie in vorangegangenen Anzeigen innerhalb einer Frist von 4 Wochen keine Rückinformation erfolgen, werde ich den Fall an die überregionalen Medien weiterleiten.

oben: ehemaliger Standort Stein 165.1, unten: Bild des gestohlenen Steines

oben: Stein 47 aktuell, Stand 22.05.2014, unten: Stein vor Beginn der Rodungsarbeiten

Stein 45 unten vor und oben nach den Wegebauarbeiten

Stein 44 unten vor und oben nach den Wegebauarbeiten

Stein 40, umgedrückt bei der Wegeverbreiterung

Stein 41: erst umgedrückt, jetzt gestohlen

Stein 42, erst umgedrückt, jetzt gestohlen

Nachhaltigkeit schließt auch die Konsequenzen aus einem derartigen verantwortungslosen Handeln der Verursacher ein. Ich erwarte eine fachgerechte Instandsetzung der noch verbliebenen Grenzsteine und amtliche Neueinmessung gemäß der Dokumentation der gemeinsamen Grenzvermessung zwischen der DDR und der BRD vom 25.09.1975 (Grenzzug 55a) und den Ersatz der gestohlenen Grenzsteine 42, 41 und 165.1. Für die Nachbildung existiert beim Autor dieser Seite eine umfangreiche Dokumentation über die Grenzsteine, die genutzt werden kann, um das Aussehen der Grenzsteine zu rekonstruieren. Weiterhin fordere ich eine konsequente Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Da es sich hier um gemeinsame Landesgrenzpunkte zwischen den Freistaaten Bayern und Thüringen handelt, gelten insofern auch die Bestimmungen des Thüringer Denkmalschutzgesetzes, nach welchem die Grenzsteine am Rennsteig geschützt sind.

Unter Nachhaltigkeit verstehe ich auch die Respektierung der gültigen Gesetze eines benachbarten Bundeslandes und eine entsprechende Berücksichtigung in den Verträgen für die Vergabe von Forstarbeiten.

 

26. Mai

Weihe der neuen Jubelt-Tanne in Waidmannheil

Pünktlich zur geplanten Weihe um 09.00 trafen die Runstteilnehmer der Pfingstrunst 2014 vom Rennsteigverein 1896 e.V. in Waidmannheil ein. Eile war geboten, wollte man doch an diesem Tag noch bis Friedrichshöhe laufen. Die diesjährige Runst steht ganz im Zeichen von Reinhold Jubelt. Anlässlich der Pfingstrunst 1934 wurde am Waldhaus Waidmannsheil eine Douglasie gepflanzt und ein Gedenkstein gesetzt. Zum 80. Todestag ersetzten seine Urenkel Peter und Klaus Wöllner die verschwundene Jubelt-Tanne.

Zuerst führte Lutz Hähner, einer der beiden neuen Stellvertreter des Fürstehers und Landeswegewart, in Begleitung von Martin Weber aus Ludwigsstadt die Runstteilnehmer durch das ehemalige Anwesen von Waidmannsheil und gab einige interessante Details zur wechselvollen Geschichte an die Teilnehmer der Runst weiter.

Danach erfolgte die Weihe der Douglasie. Peter Kielow, von der Ortsgruppe Steinbach am Wald, der stellvertretende Bürgermeister von Steinbach am Wald, die Urenkel von Reinhold Jubelt und Lutz Hähner (s. unter 13. Mai, Auszug aus dem Mareile) sprachen zur Weihe der Douglasie hier an diesem geschichtsträchtigen Ort.

Im Anschluss weihten die Anwesenden mit frischem Bruch nach alter Tradition die Stätte. Nach einem fröhlichen Runstgesang zogen die Runstteilnehmer in Richtung Roter Turm weiter.

pünktlich um 09.00 treffen die Runstteilnehmer, angeführt von Lutz Hähner, ein

Peter Kielow während seiner Grußworte

Gedankenaustausch zwischen Familie Hähner und Martin Weber

Erinnerungsfoto mit den Urenkeln von Reinhold Jubelt

frischer Bruch zur Weihe nach alter Tradition

der Wimpel zur Runst 2014, in Gedenken an Reinhold Jubelt

 

01. Juni

Offizielle Übergabe der ersten Rennsteigleiter von Oberweißbach zum Rennsteig

Die Rennsteigleiter wurde im Beisein von Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) auf dem Landkreisfest in Lichtenhain/ Bergbahn feierlich übergeben. Höhn sagte in diesem Zusammenhang: Der Thüringer Wald ist eine Marke. Er müsse sich noch stärker zu einem Ziel für den Ganzjahrestourismus entwickeln. Höhn übergab bei dieser Gelegenheit 393 000 € an den Regionalverbund. Damit sollen Werbekampagnen, Publikationen sowie das Rennsteig- und Schneetelefon gefördert werden.

 

06. Juni

Entzündung des Kohlenmeilers an der Schildwiese.

Schwele, schwele, brenne nicht

Sonst verlierst du dein Gesicht

Winde, ihr aus Ost und West

Blast nicht wie im Sturmgefecht

Mild und sanft sollt ihr gewalten

Helfen, dieses Werk gestalten

Regen auch mit Maß und Ziel

Sonnenschein ist nie zu viel

Nun, Meister, greift zu der Lunte,

Alle steh’n wir in der Runde

Funke, zische, sprühe, tobe

Bis der Rauch steigt sanft nach oben

Holz und Glut soll Kohle werden

Wir die Lieben hier auf Erden

Verneigen uns vor der Natur

Denn ohne sie gäb’s Dunkel nur

Um uns jedoch ist helles Licht

Der Tag heut‘ Freude uns verspricht

Die Wirte halten Bier und Wein für uns bereit

So soll es sein, zum Brauchtum schon in alter Zeit

Zählt Spiel, Musik und Fröhlichkeit

Drum sag ich euch ihr lieben Leut‘

Gut Brand für dies‘ Geschehen heut

Nun Meister ans Werk

Übergib dem Schirmherrn, der uns die Ehre gab.

 

Mit diesem Spruch, vorgetragen von der amtierenden Köhlerliesel Carola Füchsel aus Lichtenhain bei Gräfenthal,  wurde pünktlich um 19.00 Uhr der Meiler an der Schildwiese vom Schirmherrn Carl- August Heinz angezündet.

Ein schönes Fest war es an diesem Tag. Hier an der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West trafen sich Menschen aus Thüringen und Bayern. Sogar aus Brasilien reiste ein Gast an.

Christine Zitzmann, die Sonneberger Landrätin, freute sich besonders über das innerdeutsche Treffen, verwies auf die vielen Gemeinsamkeiten der Menschen beiderseits der ehemaligen Grenze und wünschte sich weitere solcher Begegnungen.

Carl- August Heinz, der Schirmherr und Unternehmer aus Kleintettau stellte fest, dass die Verkehrsanbindung von Tettau im Mittelalter moderner war, als in der Gegenwart. Damals nämlich lag der Marktflecken in Oberfranken unmittelbar an der Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig. In der Gegenwart aber fehlt eine vergleichbare Verkehrsanbindung fast gänzlich.

Herr Kurt Jacob, vom Geschichts- und Köhlerverein Mengersgereuth-Hämmern, verwies auf die Geschichte der Köhlerei, gerade hier in dieser Region.

Alfred Schaden, ein Schelm steckt in ihm, rügte den Kaiserhofbäu wegen seines verspäteten Eintreffens mit dem Köhlerbier für dieses Fest und „forderte“ ihn auf, das Fass als Freibier zu spendieren, was so auch geschah.

Nachfolgend einige Impressionen vom Fest:

 

 

 

 

Der Kaiserhofbräu aus Kronach beim Fassanstechen

 

Carl-August Heinz (links) bei seiner Rede

der frühere Landrat von Kronach (2. von links) und die Sonneberger Landrätin Christine Zitzmann (rechts)

Kurt Jacob vom Geschichts- und Köhlerverein Mengersgereuth-Hämmern

auf einem historischen Gefährt kommt die amtierende Köhler-Liesel Carola Füchsel gefahren

Carola Füchsel  beim Köhlerspruch, daneben der Schirmherr Carl-August Heinz

erstmals bei einem Meiler in dieser Region: neben dem Buchenholz befinden sich noch Bananenblätter aus dem Tropenhaus mit im Meiler, ein Versuch, das Tropenhaus Kleintettau will die Kohle, die eine Woche später geerntet wird für wissenschaftliche Zwecke nutzen

Carl-August Heinz zündet den Meiler an

Gut Brand - es ist geschafft!

 

09. Juni

Am Pfingstmontag fand der traditionelle Waldgottesdienst nicht wie gewohnt in der Wustung Glücksthal statt, sondern an der Greiner-Gruft in Limbach. Grund war die Einweihung und Übergabe eines neuen Abschnittes des Jacobsweges, der hier an der Greiner-Gruft in Limbach vorbeiführt und von Paulinzella nach Almerswind verläuft.

26. bis 29. Juni

Festwoche 600 Jahre Spechtsbrunn


Das Festprogramm

 

13. bis 20. Juli

Festwoche 525 Jahre Neustadt am Rennsteig

Das alljährlich im Juli stattfindende Köhler- und Schwämmklopferfest wird in diesem Jahr zum großen Event anlässlich der gleichzeitig stattfindenden Feierlichkeiten zum 525-jährigen Geburtstag der Rennsteiggemeinde. Den Ablauf der Festwoche entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm.

Ein Hauptanliegen war unter anderem die Eröffnung einer Dauerausstellung zum Thema „Schwämme“, die ab sofort zu den Gewohnten Öffnungszeiten im Rennsteigmuseum zu bewundern ist. Bemerkenswert ist, dass die hier zu bewundernden Exponate vom Zeulenrodaer Böttcher- und Tischlermeister Hans Schaub kostenlos und dauerhaft dem Museum zur Verfügung gestellt wurden.

Die Zunderschwammherstellung war auf den Höhen des Thüringer Waldes in den vergangenen Jahrhunderten ein wichtiges Handwerk, mit dem sich die zum Teil in großer Armut lebenden Bewohner ihr tägliches Überleben sicherten.

Am Samstag, dem 19. Juli 2014 wurde die Ausstellung nun im Rahmen der Festwoche feierlich eröffnet. Übrigens fand das diesjährige Köhler- und Schwämmklopferfest zum 14. Mal statt.

Neue Ausstellung, einmalig in Thüringen: Die Zunderschwaämme von Hans Schaub aus Zeulenroda

 

 

August, ohne Datum

Aufgrund von Straßenbaumaßnahmen rund um das Neuhäuser Rennsteiggebiet kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Grund ist die scheinbar planlose Sperrung fast aller Zufahrtsmöglichkeiten in den Neuhäuser Raum. Teilweise wurden sogar Umleitungen wegen Baumaßnahmen durch Ampeln geregelt.

Sperrungen:

  • B 281 Lichte
  • B 281 Siegmundsburg
  • Ortsdurchfahrt Lauscha
  • Unterweißbach
  • B 85 Probstzella
  • Straße Spechtsbrunn-Gräfenthal
  • Straße Gräfenthal-Reichmannsdorf

Nicht nur Fahrzeuge aller Art haben Probleme die Region zu verlassen, oder in die Region einzufahren. Auch die Gewerbetreibenden klagen über Einnahme- und Umsatzverluste die zum Teil 50% betragen. Aufgrund des Standes der Bauarbeiten ist damit zu rechnen, dass sich die Verkehrssituation besonders aus dem Süden hin zur Rennsteigregion auf absehbare Zeit nicht normalisieren wird. Dort ist für Privatpersonen momentan die einzig sichere Möglichkeit die Bahnverbindung Sonneberg-Neuhaus am Rennweg.

 

08. August

Rennsteighaus Neue Ausspanne wird feierlich übergeben

Nach den Rennsteighäusern in Masserberg (Neubau) und Neuhaus am Rennweg (Umbau), war das Rennsteighaus an der Neuen Ausspanne nunmehr das dritte Rennsteighaus, das im Rahmen des Ganzjahresprojektes Rennsteig übergeben wurde.Hierbei handelt es sich wie in Masserberg um einen kompletten Neubau, wodurch das Gebiet um die Neue Ausspanne, nicht zuletzt als möglicher Ausgangspunkt zahlreicher Wandermöglichkeiten stark aufgewertet wird. Die Kosten betrugen ca. 1,14 Mio Euro. Auf der großzügigen Freifläche im Gebäudeumfeld wurde der bereits vorhandene Parkplatz ausgebaut

 
Bild während der Bauzeit 2013
 
 
04. September
Für regionale Identität und einen guten Zweck

Laut einer Pressemitteilung im Freien Wort, soll das bekannte Rennsteigschild des Schmiedefelder Holzschnitzers Arno Walther von namhaften Sportlern und Personen aus Wirtschaft und Tourismus signiert werden. Im Winter soll dann eine Versteigerung zu Gunsten des Kinderhospiz Mitteldeutschland erfolgen.

 

17. September

Neuer Kreiswegewart im Landkreis Sonneberg

Nachdem aus Altersgründen der langjährige Kreiswegewart Eckard Resch ausgeschieden ist, wurde durch die Landrätin Christine Zitzmann ein neuer Kreiswegewart berufen. Es ist der langjährige Hauptamtsleiter der Gemeinde Frankenblick, Wolfgang Scheler. Der 65-jährige Scheler übt das Amt ehrenamtlich aus. Sein Tätigkeitsfeld schließt auch Teile des Rennsteiges zwischen Spechtsbrunn und Hohe Heide mit ein. Ich wünsche ihm für seine nicht gerade leichte Arbeit gutes Gelingen.

Beratungstermine können bei Bedarf wie folgt vereinbart werden: Landkreis Sonneberg, Sachgebiet Kreisentwicklung/ÖPVN/Brand- und Katastrophenschutz, Telefon 03675 871256.

 

26. September

 

Am Freitag, den 26.09.2014 fand eine Begehung mit „HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten ingenieure“ (www.hsp-plan.de) aus Suhl, Rennsteigstraße 10, auf dem Rennsteig statt. Man plant den Bau einer Wasserleitung von Allzunah nach Neustadt am Rennsteig, deren Verlauf auf weite Strecken mit dem Rennsteig identisch ist. Es wurde vom oben genannten Büro als erstes klargestellt, dass der Rennsteig die kürzeste Verbindung darstellt und dass keine Behinderungen auf dem Rennsteig für die Wanderer zugelassen werden sollen. Der ursprüngliche Zustand des Weges soll nach Abschluss der Bauarbeiten wieder hergestellt wird.  Die Wasserleitung soll am Abzweig Allzunaher Rennweg auf den Rennsteig treffen und auf dem Wanderweg verlaufen. Ab dem Großen Dreiherrenstein wird die Grünfläche (Gastrasse) neben dem Rennsteig bis zur Alten Landesgrenze genutzt, danach wieder der aktuelle Wanderweg bis zum Abzweig Ochsenbacher Mühle. Ab hier verläßt die Wasserleitung den Rennsteig.

Ab Ländergrenzstein 5 (Marienhäuschen) bis Ländergrenzstein 47 wurden alle Grenzsteine geprüft und festgelegt, welche Maßnahmen für jeden Ländergrenzstein notwendig sind. Die Leitung wird so verlegt, dass kein Ländergrenzstein entfernt werden muss.

Das Landesamt für Denkmalschutz in Erfurt und die Untere Denkmalschutzbehörde des Ilmkreises und des Landkreises Hildburghausen haben ihre Zustimmung erteilt, ebenso die beiden zuständigen Forstämter und die Naturschutzbehörden. Die Unterschutzstellung des Rennsteiges als Weg wurde bei den Stellungnahmen der Denkmalschutzbehörden (außer Ilmkreis) nicht genannt, lediglich auf die Schutzwürdigkeit der Grenzsteine wurde hingewiesen. Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Hildburghausen machte zur Schutzwürdigkeit des Rennsteiges überhaupt keine Ausführungen.

Auftraggeber für die Ausarbeitung der Planunterlagen ist der Wasser- und Abwasser Verband Ilmenau (WAVI).

Offenbar wurde die Möglichkeit der Verlegung der Trasse ausserhalb des Schutzbereiches des Rennsteiges nicht weiter geprüft, da die vorliegenden Stellungnahmen fast wie ein Freibrief zur Verlegung der Leitung auf dem Rennsteig anmuten.

Wir dürfen uns nicht wundern, wenn durch die in den letzten Jahren verstärkte Bautätigkeit am Rennsteig, das Gefüge des Höhenweges dermaßen gestört wird, dass immer weniger Touristen die Region besuchen.

 

 

01. Oktober

Gestohlene Grenzsteine werden verkauft

Bei meinen Recherchen auf einer bekannten Internetauktionsplattform, stellte ich fest, dass dort historische Landesgrenzsteine verkauft werden. Bei diesem Fall handelt es sich um einen baugleichen Granitgrenzstein mit dem Hoheitskennzeichen DDR. Ein ähnlicher Grenzstein aus dem Jahre 1976 wurde zwischen 2007 und 2009 an der Hohen Tanne gestohlen. Alle diese Grenzsteine markieren und markierten die aktuelle Landesgrenze zwischen - in diesem Falle - dem Freistaat Bayern und dem Freistaat Thüringen und haben somit noch volle Grenzfunktion. Damit wäre der Tatbestand des Diebstahles und der Ordnungswidrigkeit bewiesen. Im Freistaat Thüringen stehen die Grenzsteine im Zusammenhang mit dem Rennsteig noch unter Denkmalschutz.

Eine entsprechende Anfrage meinerseits an den Verkäufer blieb bisher unbeantwortet, im Gegenteil die Anfrage wurde offenbar gelöscht oder gar nicht ins Netz gestellt. Für mich ein weiterer Beweis einer strafbaren Handlung.

 

 

gestohlener Grenzstein 165.1 Hohe Tanne

 

angebotener Grenzstein auf der Internetplattform

 

 

22. Oktober

Grenzadler bei Oberhof in Gefahr

Im Zuge der Bauarbeiten am Grenzadler bei Oberhof soll auch der Obelisk einen neuen Standort erhalten. Wie die nachfolgenden Fotos belegen weist der Obelisk eine neue Bruchstelle auf, die im Zuge der Neusetzung fachgerecht saniert werden sollte. Weiterhin wurde festgestellt, dass der derzeitige Lagerplatz des Steines nicht gesichert ist, so dass akute Diebstahlgefahr besteht. Ausserdem wird befürchtet, dass aufgrund des bevorstehenden Winters Schäden am Stein entstehen könnten.

Von Seiten des  Planungsbüros wurde in der Planungsphase versichert, dass der Obelisk fachgerecht behandelt werden wird. Aufgrund der derzeitigen Situation wird diese Aussage bezweifelt. Die bauausführende Firma ist in diesem Falle nicht geeignet, Arbeiten im Sinne des Denkmalschutzes auszuführen. Aus diesen Gründen sah ich mich veranlasst, ein entsprechendes Schreiben an die zuständige Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Schmalkalden-Meiningen mit Kopie an das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Erfurt mit der Bitte um Unterstützung zu senden. Über das Ergebnis werde ich in der Chronik informieren.

 

Betr. Grenzadler Oberhof,

Sehr geehrte Damen und Herren,

dieser Tage erhielt ich Kenntnis, dass das Denkmal Grenzadler bei Oberhof zwecks späterer Sanierung von seinem Standort entfernt wurde und seitdem ungesichert auf der dort befindlichen Baustelle liegt. Eine Wiederaufstellung soll im Zuge der Neuschaffung eines leicht lagemäßig geänderten Standortes innerhalb der nächsten Wochen durch den dort bauausführenden Betrieb erfolgen. Nach den mir vorliegendem Bildmaterial befinden sich am Denkmal neue Bruchstellen, die offensichtlich durch die baulichen Maßnahmen am Standort verursacht wurden.

Da der Rennsteig in seiner Sachgesamtheit unter Denkmalschutz steht bitte ich Sie, abzusichern, dass das Denkmal Grenzadler nach den Richtlinien des im Freistaat Thüringen geltenden Denkmalschutzrechtes behandelt wird. Da der Grenzadler Oberhof unmittelbar am Rennsteig steht, gehört er zur Sachgesamtheit des Denkmales Rennsteig und unterliegt somit besonderen Richtlinien hinsichtlich seiner Behandlung.

Dies schließt folgende Punkte ein:

 

  • Sicherung des Lagerplatzes vor Diebstahl und Witterungseinflüssen (bevorstehender Winter)
  • Beauftragung einer Firma zur Wiederaufstellung und Sanierung des Denkmales, mit entsprechender Sachkenntnis und Erfahrung im Bereich Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • Erteilung einer speziellen denkmalschutzrechtlichen Genehmigung nur für die Sanierung und Wiederaufstellung des Grenzadlers.

Bitte teilen Sie mir Ihre Entscheidung mit.

Mit der fachgerechten Sanierung und Wiederaufstellung könnten wir einen guten Beitrag in Sachen Denkmalschutz am Rennsteig leisten, der dringend notwendig wäre, um das Image des bekannten Höhenweges aufzubessern. Nicht zuletzt wäre es auch im Sinne der zahlreichen Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung des Rennsteiges im Rahmen der Arbeit des Regionalverbundes in den vergangenen Jahren.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Rüger

 

 

 

 

Bilder: Manfred Kastner, Neustadt am Rennsteig

 

 

10. November

Rennsteigabschnitt zwischen Hörschel und Gonnermannseck wegen Wegebau gesperrt

Rennsteigwanderer müssen den Umweg über den Tummelsberg in Kauf nehmen, da der o.g. Rennsteigabschnitt für ca. 8 Wochen gesperrt ist.

Die Stadt Eisenach als Eigentümer des Wegeabschnittes und die Gemeinnützige Infrastrukturgesellschaft Rennsteig mbH (IGR) haben sich auf eine Wegesanierung dieses 1200 m langen Rennsteigabschnittes verständigt. Man nutzt richtigerweise hierfür die Jahreszeit, in welcher ohnehin nicht mit vielen Wanderern zu rechnen ist.

 

 

Blick vom Rennsteig auf Neuenhof

 

 

Ortseingang von Hörschel

 

 

20 November

Beratung zur weiteren Zukunft des Grenzadlers bei Oberhof

 

Im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten am Grenzadler bei Oberhof, war es erforderlich, einen Ersatzstandort für den Obelisk zu finden.

In den Projektunterlagen von Ellen Melzer, Blatt DE-A1 vom 19.05.2014 steht: "Der neue, attraktive Standort lässt eine gefahrlose Betrachtung des Grenzadler-Steines zu und gibt ihm einen würdigen, seiner historischen Bedeutung angemessenen Rahmen".

Soweit die Theorie, für welche auch die entsprechende denkmalschutzrechtliche Genehmigung erteilt wurde.

Die Praxis stellte sich am Beratungstag gegen 14.00 Uhr aber ganz anders da.

  • Die Baumaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Alles macht den Eindruck einer gewissen Planlosigkeit und Hektik, wahrscheinlich dem bevorstehenden Wintereinbruch geschuldet, oder ganz einfach, weil der geplante Übergabetermin für die komplette Maßnahme bereits überschritten ist.
  • Der Obelisk "Grenzadler" selbst, steht an einem Standort, der zur Zeit, wahrscheinlich aber auch nach der endgültigen Übernahme, sicher nicht attraktiv sein wird. Werbeaufsteller, Verkehrsleiteinrichtungen und der Grenzadler müssen sich den kleinen Standort zukünftig teilen, ob nun in der Anordnung, wie auf dem Foto zu sehen, oder in leicht abgewandelter Form, bleibt sich egal. Fakt ist, hier wurde massiv gegen die in den Projektunterlagen festgelegten Richtlinien verstoßen. Dominierend wird der übergroße Werbeaufsteller den Obelisk Grenzadler zurückdrängen. Von der namengebenden Bedeutung des Obelisk für das gesamte Gebiet wird zukünftig bis auf eine kleine Informationstafel nicht mehr viel übrig sein. Übrigens war es auch mein Eindruck, dass es bei der Vorortberatung mehr um einen guten Standort des Werbeaufstellers für die Schanzenbaude ging, als um die Bedeutung des Obelisk Grenzadler.
  • Die Nichteignung des Baubetriebes zur Durchführung von Arbeiten im Bereich des Denkmalschutzes hat sich befürwortet. Es ist nicht bekannt, wie sich der Unterbau des Obelisk gestaltet. Fragen zur Fundamentierung des Grenzadlers konnten nicht beantwortet werden. Alte und neue Bruchstellen im Sockelbereich wurden sichtbar nicht beseitigt und fachkundig saniert.Es ist weiterhin zu befürchten, dass der Obelisk bei der Umsetzung des Werbeaufstellers für die Schanzenbaude Schaden nehmen wird, da offensichtlich beide Fundamente aneinander stoßen.

Die Beratung wurde letztendlich ergebnislos beendet. Es wird dringend zu einer Mängelanzeige geraten. So kann und darf der Namensgeber für die Region nicht übergeben werden.

Der Werbeaufsteller soll links vom Obelisk aufgestellt werden, davor noch Verkehrsleiteinrichtungen und eine Infotafel zum Grenzadler, wie soll dann der Grenzadler "würdig" zur Geltung kommen?

Das Fundament des Werbeaufstellers grenzt unmittelbar an das Fundament(wenn vorhanden) des Obelisk

mutet wie eine Notlösung an, unmittelbar am Stein das Granitpflaster, zwei Materialien, die so irgendwie nicht zusammen passen. Über das Fundament kann man nur mutmaßen, ob der Originalsockel mit in das Fundament einbezogen wurde, ist nicht sichtbar.

Teilnehmer: Regionalverbund Thüringer Wald, Bauausführung, Untere Denkmalschutzbehörde Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Verein für Schmalkaldische Geschichte, Thüringer Rennsteigverein e.V. Neustadt am Rennsteig

 

20. November

Die Ergebnisse der letzten großen Rennsteiginventur vom Herbst 2013 machten es erforderlich, bestimmte kritikwürdige Punkte am Rennsteig nachzuprüfen. Dazu wurde der 20. November festgelegt, da an diesem Tag ohnehin in Oberhof am Grenzadler eine Beratung stattfand (s. Beitrag davor).

Speziell wurden Objekte des mittleren Rennsteiges zwischen dem Forstort Saarzipfel bei Siegmundsburg und dem Grenzadler bei Oberhof ausgewählt.

Nachfolgend der dabei festgestellte Befund:

Saarzipfel

Im Bereich des Forstortes finden derzeit Forstarbeiten statt, die unter Umständen den dortigen Bestand an Grenzsteinen gefährden können. Speziell betrifft das den Grenzstein Nr. 1 nach dem Dreiherrenstein am Saarzipfel in Richtung Friedrichshöhe. Der Grenzstein wurde in der Vergangenheit mehrfach bei Schneeberäumungen umgefahren und hinterher wieder saniert. Die Sicherung durch 2 große Felsblöcke ist wieder entfernt worden. Wintersicherungspfähle einschließlich Bodenhülse sind für diesen Grenzstein nicht vorgesehen. Frau Schlüter vom Regionalverbund wurde am 20.11.2014 informiert. Sie wollte die zuständige Gemeinde anweisen, ihrer Sicherungspflicht nachzukommen.

Grenzstein 1 ist hier noch durch 2 Felsblöcke gesichert

so vorgefunden am 20.11., ohne Sicherung

Teufelsbuche

Im Auftrag des Regionalverbundes wurden verschiedenen Informationstafeln am Rennsteig erneuert und der Erläuterungstext zu markanten Wegepunkten angepasst. So auch bei der Infotafel an der Teufelsbuche. Jedoch wurde wiederum auf eine Information verzichtet, dass an dieser Stelle im Jahre 1900 der Rennergruß „Gut Runst“ geboren wurde. Den Hinweis hatte ich bereits mehrmals an den Regionalverbund weiter gegeben, zuletzt bei der Übergabe der Unterlagen zur Rennsteiginventur im Jahre 2013.

das neue Schild bei der Teufelsbuche, wieder ohne Hinweis auf "Gut Runst"

Alte Landesgrenze nach Neustadt am Rennsteig

Bei Mäharbeiten wurde unlängst der schief stehende Sandsteinobelisk an der Alten Landesgrenze beschädigt, zudem wurde er offenbar bei Schneeberäumungsarbeiten schief gedrückt. Eine Wintersicherung ist an diesem gefährdeten Stein seitens des Regionalverbundes nicht vorgesehen, wäre aber dringend erforderlich. Es wird dringend empfohlen, die Zuordnung der Wintersicherungspfähle zu überprüfen und zu optimieren, dader derzeitige Zustand nicht befriedigen kann.Vor allem bedarf es vor Einbruch der Wintersaison eine Kontrolle der aufgestellten Pfähle. Bei einigen neuralgischen Punkten sollte über eine Ganzjahressicherung nachgedacht werden, da die Objekte im kompletten Jahresverlauf gefährdet sind. Besonders betroffen sind hierbei die in unmittelbarer Straßennähe stehenden Grenzsteine und Wegesteine.


Rosenkopf

Die Informationstafel am Rosenkopf enthält fehlerhafte Angaben zu den Grenzsteinen am Rennsteig. Es wird von 1007 Grenzsteinen und 13 Dreiherrensteinen gesprochen. Die Zahl 1007 ist soweit korrekt, beinhaltet aber schon die am Rennsteig stehenden Dreiherrensteine. 13 Dreiherrensteine haben nie am Rennsteig gestanden. Hier müssen wir differenzieren.

Unmittelbar am Rennsteig stehen 9 Dreiherrensteine:

  1. Dreiwappenstein Am Kießlich
  2. Dreiherrenstein Hoher Lach
  3. Dreiherrenstein Am Saarzipfel
  4. Dreiherrenstein Hohe Heide
  5. Großer Dreiherrenstein
  6. Dietzel-Geba-Stein
  7. Gustav-Freytag-Stein
  8. Dreiherrenstein Am Hangweg
  9. Dreiherrenstein Großer Weißenberg

4 Dreiherrensteine stehen abseits und sind somit nicht anrechenbar:

  1. Dreiherrenstein Hohe Tanne (80 m)
  2. Dreiherrenstein Sperbersbach (10 km)
  3. Kleiner dreiherrenstein (300 m)
  4. Dreiherrenstein Glasbach (1 km)

Der Regionalverbund wurde darüber informiert. Bleibt nur die Hoffnung, dass bei einem Austausch der Schilder, der Fehler beseitigt wird.

das fehlerhaft Schild, Rosenkopf

Großer Beerberg

An mindestens 2 Stellen am Großen Beerberg wurden Wintersicherungspfähle an alten Kabelformsteinen der Deutschen Post angebracht. Wenn man bedenkt, dass weiter östlich Grenzsteine und wertvolle unter Denkmalschutz stehende Straßen-steine völlig ungesichert sind, ist hier dringend Abhilfe notwendig. Eine entsprechende Information wurde meinerseits an den Regionalverbund weitergeleitet.

Suhler Ausspanne

Massiv wurde hier in den Wegeverlauf des Rennsteiges eingegriffen. Besonders das Anlegen von Wasserrinnen führte hier zu einer Grabenbildung im Wegeverlauf, der aufgrund der Gefährdung der Wanderer nicht hinnehmbar ist. Zum Teil wurden die Arbeiten im Biosphärenreservat Vessertal ausgeführt. Eine bessere Kontrolle scheint hier angebracht. Der Regionalverbund wurde informiert.


Grenzstein Nr. 7 zwischen Stein 16 und Abzweig Schanzenbaude

Der Grenzstein wurde aus seinem Lager herausgerissen und liegt seitdem in einem alten Hohlweg. Er sollte dringend repariert werden.

Grenzstein Nr. 7, Grenzabschnitt 6.1 Stein 16 bis Grenzadler

Grenzstein Nr. 3 Zufahrt Schanzenbaude

Der Grenzstein wurde bei der letzten Inventur als fehlend beanstandet. Bei meiner Kontrolle am 20.11.2014 konnte ich den Grenzstein am ausgewiesenen Standort unbeschädigt vorfinden. Er steht unterhalb des Forstweges nach Oberschönau und oberhalb des Zuganges zur Schanzenbaude versteckt unter einer Fichte.

Grenzstein Nr. 3 im Grenzsteinabschnitt 6.1 ist noch vorhanden

 

29./ 30. November

Grenzstein bei Verkehrsunfall zerstört

In der Nacht vom 29. zum 30. November ereignete sich in Kahlert ein Verkehrsunfall. Bei diesem Unfall wurde der Grenzstein Nr. 89 zerstört. Der Grenzstein zerbrach im oberen Steindrittel. Die Reparaturkosten dürften sich nach Vergleichswerten bei anderen Grenzsteinen ca. auf 3000 Euro belaufen. Es handelt sich um einen Wappengrenzstein, der an der Gemarkungsgrenze zwischen Gießübel und der Flur 7 Neustadt am Rennsteig steht. Zuständig sind die Unteren Denkmalschutzbehörden der Landkreise Hildburghausen und die des Ilmkreises. Der Verursacher ist bekannt und muss nun mit einer Strafanzeige rechnen.

Grenzstein vor der Zerstörung (Fotos: Ulrich Rüger)

Stein nach der Zerstörung (Fotos: Uwe Albrecht, Kahlert)

 

07. Dezember

Rennsteig- und Bürgerhaus in Brennersgrün übergeben

Mit der Übergabe des Multifunktionshauses in Brennersgrün wächst die Zahl der fertigen Rennsteighäuser auf 4 (Neuhaus am Rennweg, Masserberg, Neue Ausspanne). Im 1841 in traditioneller Schieferoptik errichteten Gebäude wurden insgesamt 578.000 Euro verbaut. davon fallen auf die reine Nutzung als Rennsteighaus 300.000 Euro. Für die Etablierung eines Bürgerhauses wurden 278.000 Euro verwendet.

In der strukturarmen östlichen Rennsteigregion wird das Brennersgrüner Rennsteighaus durch die zusätzliche Einrichtung einer Wanderunterkunft mit 3 Mehrbettzimmern, Sanitärbereich, Küche und Aufenthaltsraum aufgewertet. Künftig wird sich auch die Gemeinde ehrenamtlich im Haus engagieren. Im Ort ist immer ein Ansprechpartner erreichbar, wenn der Wanderer, Rad- oder Skifahrer Fragen hat. Zusätzliche Informationsstellen sind im Gebäude untergebracht. Duschen und WC's stehen gegen eine Gebühr zur Verfügung. Ebenso wie in den anderen Rennsteighäusern besteht die Möglichkeit Wintersportgeräte zu pflegen.

 

Alte Schule in Brennersgrün

 

10. Dezember

Tourist-Info Limbach ist zahlungsunfähig

Diese Meldung entnahm ich der Tagespresse von Südthüringen, dem "Freien Wort" am heutigen 10. Dezember. Die Tourist-Info bleibt deshalb vorerst geschlossen.

Das beliebte Informationszentrum in Limbach, unmittelbar am Rennsteig, hatte bereits in der Vergangenheit große Probleme. Grund war die Verlagerung von Aufgaben, die bisher der Freistaat Thüringen im Plan hatte, auf die Kommunen. Diese sahen sich aufgrund der ohnehin leeren Kassen außerstande, die neuen Aufgaben zusätzlich zu finanzieren. Man suchte nach Möglichkeiten der Einsparung. Hierbei hatte die Tourist-Info in Limbach das Nachsehen. Limbach gehört zum Stadtgebiet von Neuhaus am Rennweg. Dort wird bereits eine Tourist-Info unterhalten. Obwohl Limbach das eindeutig bessere Image hatte, erwog man die Info zu schließen. Letztendlich waren es die Mitarbeiterinnen, die mit Ihrer Verbundenheit zur Region, das Überleben der Tourist-Info beschlossen und diese in eigener Regie übernahmen.

Über die genauen Ursachen der Zahlungsunfähigkeit kann nur gemutmaßt werden. Daran möchte ich mich nicht beteiligen. Mir sei aber gestattet, darauf hinzuweisen, dass die öffentliche Reaktion treffend für derartige Situationen ist. Jeder bedauert es, keiner kann oder will helfen. Mit der derzeitigen Situation ist ja auch keine erfolgsorientierte Werbung in Sachen Tourismus mehr zu machen. Gerne feierten die Politiker die Erfolge der Limbacher Tourist-Info. Besonders vor Wahlen, war es fast schon obligatorisch, sich mit den Mitarbeiterinnen der Tourist-Info fotografieren zu lassen, man konnte es ja gut zur Durchsetzung der eigenen Wahlziele gebrauchen.

Bleibt nur die Hoffnung, dass genau diese Politiker auch zur Seite stehen, wenn es mal nicht so gut läuft. Die Landespolitik hat die Tourist-Info auf dem Gewissen, soll sie nun auch alles daran setzten, den Karren wieder aus den Dreck zu ziehen. Alle anderen Modelle taugen nichts. Was die Limbacher Frauen jetzt benötigen, ist professionelle Hilfe, mit Sicherheit aber kein öffentliches Bedauern ihrer Lage.

Limbacher Tourist-Info bleibt geschlossen

 

10. Dezember

Bilder vom Rennsteig

Bilder aus diesen Tagen von der "Kalten Küche" bei Spechtsbrunn

 

17. Dezember

Das 5. Rennsteighaus wird übergeben

Mit einiger Verzögerung wird das 5. Rennsteighaus am Oberhofer Grenzadler übergeben. Zur Eröffnung erschien extra der neue Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Das Oberhofer Rennsteighaus ist nicht nur ein Gebäude am Rennsteig, in welchem  Wanderer und Skifahrer sanitäre Einrichtungen nutzen und Wintersportgeräte pflegen können. Es wurde so geplant und gebaut, dass es als Multifunktionsgebäude besonders für den Wintersport und dort geplante Großveranstaltungen genutzt werden kann. So wurden ein großer Konferenzraum und Umkleidemöglichkeiten für die Sportler geschaffen.

Über die architektonische Gestaltung allerdings lässt sich streiten. Es handelt sich eben um einen Zweckbau. Wie dieser sich in das Bild einpassen wird, kann man erst dann beurteilen, wenn diese "Never Ending Story" am Grenzadler einmal beendet ist und alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind.


Rennsteighaus Oberhof Grenzadler, Portal (Foto: Manfred Kastner, 20.12.2014)

 

20. Dezember

"Neues" vom Grenzadler

Wie wird es weitergehen - kommentarlos ins neue Jahr

Baustelle Grenzadler (Foto Manfred Kastner, 20.12.2014)

 

22. Dezember

Rennsteighaus in Schmiedefeld übergeben

Heute wurde das Rennsteighaus am Hohen Stein in Schmiedefeld übergeben. Für insgesamt 400.000 Euro wurde das bereits bestehende Gebäude saniert. Das Besondere an diesem Haus ist, dass es nicht unmittelbar am Rennsteig steht, sondern in Schmiedefeld. Der Grund ist, dass das Gebäude gleichzeitig als Informationszentrum für das UNESCO Biosphärenreservat Vessertal genutzt wird. Es beherbergt ebenfalls die örtliche Tourist-Info. Hier beginnt auch die Rennsteig-Leiter, die hinauf zum Bahnhof Rennsteig führt.